TSV kann nur eine Halbzeit lang überzeugen!
Ein sehr ansehnliches Bezirksligaspiel lieferten sich der TSV Rottenburg und die SpVgg Altenerding II am gestrigen Samstagnachmittag, vor einer stimmungsvollen Kulisse (ca. 120 Zuschauer), in der Mehrzweckhalle Laabertal. Dabei demonstrierten die Hausherren eine überragende Leistung in der ersten Spielhälfte, standen am Ende jedoch nur mit einem Punkt da.
Gleich zu Beginn der Partie nahmen die Laabertaler das Heft in die Hand und demonstrierten eine nicht gewohnte Abwehrstärke, was wohl auch am Einsatz von Vladimir Volf lag. Dieser stabilisierte nach einer kurzen Abtastphase (2:2, 4. Spielminute) die Hintermannschaft deutlich und so konnte ein Konter nach dem anderen gefahren werden (7:2, 14.). Nach einer Auszeit der Gäste, kamen nun auch die Biber langsam ins Rollen. Die Betonung dabei muss aber wirklich auf langsam gelegt werden, denn teilweise wurden Angriffe bis zu drei Minuten ausgespielt, was jedoch nicht konsequent vom ansonsten sehr gut leitenden Schiedsrichtergespann Dulhinger/Spörk (TSV Trudering/SVW Burghausen) geahndet wurde. In der 15. Spielminute dann der Schock für die Laabertaler, verletzte sich doch Vladimir Volf bei einem unglücklichen Zusammenprall am Fuß (Verdacht auf Bänderiss) und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen. Danach verlief die Partie relativ ausgeglichen, jedoch fanden die Gäste keine Mittel den Vorsprung zu verkürzen (11:6, 25.). Thomas Biberger reagierte nun mit einer Auszeit für seine Mannschaft und schwor diese auf die letzten Minuten ein. Dies zeigte auch Wirkung und so kam man durch den sehr starken Rückraum noch dreimal zum Torerfolg, was einen Halbzeitstand von 14:7 bedeutete.
Die Halbzeitansprache war bei den Gästen aus der Weißbierstadt deutlich besser angekommen, konnte man doch schnell auf 15:10 verkürzen (33.). Doch der TSV schien nun frühzeitig alles klar machen zu wollen, baute man doch die Führung konsequent wieder auf acht Tore aus (18:10, 36.). Einige Probleme bereitete den Rottenburger die zweite Zeitstrafe gegen Felix Skopan, konnte doch nun der zweite Mittelblockspieler nicht mehr eingesetzt werden, was der Gast zum 22:16 nutzte (44.). Doch Martin Belohlavy faste sich ein Herz, schnappte sich den Ball in der Abwehr und war auf dem besten Wege die Führung weiter auszubauen, vergab allerdings den Konter. Dies war wohl der Knackpunkt im Spiel, denn nun folgte eine Reihe unerklärlicher Fehler in den Reihen der Hausherren. Matthias Spanner genehmigte sich einige Halbchancen aus dem Rückraum, welche eine sichere Beute des Altenerdinger Torwarts wurden und auch Felix Skopan traf frei vom Kreis nicht. Altenerding nutzte dies routiniert durch ihre rechte Angriffsseite, bestehend aus Nadi Özdemir (4 Tore) und Ulli Lennartz (6 Tore), und verkürzte auf nur noch ein Tor (22:21, 51). Rottenburg agierte weiter unsicher im Angriff, konnte aber durch Lukas Schmargendorf und Sigi Orend auf zwei Tore wegziehen (24:22, 53.). Altenerding war nun jedoch im Spiel und glich in der 56. Spielminute zum 24:24 aus. Ungläubig staunten die Rottenburger Fans über den nächsten Angriff der Gäste, konnten sich doch die Biber ganze drei Minuten lang den Ball hin und herschieben, ohne das ein Zeitspiel angezeigt wurde. Letztlich kam aber der TSV in Ballbesitz und hatte nun die Chance zum entscheidenden Tor. Doch der sonst sicher treffenden Sigi Orend nahm sich eine Minute vor Spielende einen unnötigen Wurf aus schwierigem Winkel von Rechtsaußen, welche der Biber-Torwart parierte. Die letzte Chance im Spiel hatten nun die Gäste, welche jedoch nichts zählbares mehr daraus machten.
Als Fazit muss man wohl sagen, dass die Verletzung von Vladi Volf der Mannschaft eine wichtige Option nahm, gerade in der Hinsicht auf die am Ende fehlende Erfahrung und Übersicht. Jedoch konnte man letztlich wenigstens einen Punkt gegen den Abstieg mitnehmen und die Leistung in der ersten Hälfte demonstrierte die Stärke der Laabertaler. -sko-
Für den TSV spielten (Tore/davon Siebenmeter):
Matthias Buss und Andreas Betke im Tor; Lukas Schmargendorf (6), Martin Belohlavy (4), Matthias Spanner (4/1), Sieghard Orend (4/2), Reinhard Orend (3), Felix Skopan (1), Michael Faust (1), Vladimir Volf (1), André Ringenberg, Benjamin Fakundiny (n.e.), Stefan Fischhaber (n.e.) und Marc Bruckmeier (n.e.).
Siebenmeter: 3/3 - 1/2; 2-Minuten-Strafe: 4 - 2
Quelle:
www.tsv-rol-handball.de