TSV holt die „Big-Points“!
Es war angerichtet am Samstagnachmittag in der Mehrzweckhalle Laabertal und letztlich hielt das Abstiegs-Derby auch, was es versprach. Dies war wahrlich kein technischer Handballleckerbissen, jedoch konnte man das bei der prekären Tabellensituation für beide Mannschaften auch nicht erwarten. Dafür versprach die Partie Spannung und Kampf über die kompletten 60 Spielminuten, was auch ca. 100 Zuschauer mit sich riss.
Der Start jedoch, war nicht nach dem Geschmack der Hausherren. Schnell lag man mit 0:2 (6. Spielminute) im Rückstand, was vor allem der mangelhaften Chancenverwertung der Hausherren geschuldet war. So konnte immer wieder der glänzend aufgelegte Florian Kagermeier im Tor der „Eisenbahner“ sich beweisen und Tat dies in bester Manier. Den Bann für die Laabertaler löste Sigi Orend in der 7. Spielminute mit einem sehenswerten Treffer von der rechten Außenbahn. Damit war man auch wieder zurück in der Erfolgsspur und gestaltete das Spiel fortan ausgeglichen. Dies zeigte auch der Spielstand mit Stationen von 4:4 (12.) und 8:8 (23.). Doch der TSV genehmigten sich nun erneut eine Auszeit, in der unter anderem die alte Siebenmeterschwäche zurückkehrte und im gesamten Spiel nur vier von acht Würfen verwandelt werden konnten, was die ´09 mit einem 0:3-Zwischenspurt bestrafte (8:11, 28.). Letztlich konnten die Hausherren noch eins drauflegen und so stand es zur Halbzeit 9:11.
Damit konnte man auf Rottenburger Seite natürlich nicht zufrieden sein, doch bewies man auch im Hinspiel schon, dass man in der zweiten Hälfte immer noch eine Schippe drauflegen kann. So auch an diesem Nachmittag und das, obwohl der Mettener Schiedsrichter Helmut Kellner anscheinend einiges dagegen hatte. Immer wieder quittierte er normale Abwehraktionen mit unverständlichen Zeitstrafen und fiel dabei durchaus auch auf die schauspielerischen Leistungen der Gäste herein. Letztlich spornte das die junge Biberger-Truppe mehr und mehr an und zusätzlich wurden die eh schon frenetischen Fans, noch lauter. Rottenburger legte einen 6:2-Spurt hin und setzte sich damit auf zwei Tore ab, was auch eine doppelte Unterzahl nicht verhindern konnte, in der Lukas Schmargendorf auf der linken Seite freigespielt werden konnte und zum 15:13 (41.) einnetzte. Doch das die Handballer von der Landshuter Siemensstraße sich noch nicht aufgegeben hatten, zeigte das erneute Aufbäumen der Wollny-Truppe. Diese kam vor allem durch ihre linke Angriffsseite, bestehend aus Korbinian Kagermeier ( 11/8 ) und Tom Deininger (7), immer wieder zum Torerfolg und glich zum 18:18 (50.) aus. Doch nun schlug die Routine im Rottenburger Team zu und so nahm der bärenstarke Martin Belohlavy die Fäden im Angriff in die Hand. Sofern Belohlavy nicht selber traf, setzte er seine Nebenleute in Szene und so verwandelten Lukas Schmargendorf, Felix Skopan und Sigi Orend ihre Chancen sicher. Da auch hinten die Abwehr nun dicht gemacht wurde und Andreas Betke im Gehäuse der Hausherren einen „Sahnetag“ erwischte, setzte man sich erneut auf zwei Tore ab (24:21, 56.). Rottenburg verwaltete diesen letztlich entscheidenden Vorsprung souverän und die Gäste konnten nur noch um ein Tor, zum Endstand von 26:24, verkürzen. -sko-
Für den TSV spielten (Tore/davon Siebenmeter):
Andreas Betke und Matthias Buss im Tor; Lukas Schmargendorf (11/3), Martin Belohlavy (4), Sieghard Orend (4/1), Felix Skopan (3), Matthias Spanner (2), Reinhard Orend (1), André Ringenberg (1), Gernot Nagy, Marc Bruckmeier und Stefan Fischhaber.
Siebenmeter: 4/8 – 8/9; 2-Minuten-Strafen: 9 – 3
Quelle:
www.tsv-rol-handball.de