TSV muss weiter auf die ersten Heimpunkte warten!
Lange überlegen, gut gekämpft, um am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. So kann man die Bezirksligapartie am gestrigen Sonntagnachmittag zwischen dem TSV Rottenburg und der Bayernligareserve des TSV Simbach in kurze Worte fassen. Führte man nach einer bärenstarken ersten Hälfte noch mit 17:13, musste man sich am Ende mit 29:31 geschlagen geben.
Zu Beginn der Partie, konnte Simbach seiner Favoritenrolle gerecht werden, führte man doch vom Anwurf weg mit 0:1 und erhöhte schnell auf 0:2. Doch Rottenburg stellte sich schnell auf die Spielweise der Gäste ein, denn diese kamen vorallem durch Durchbrüche bis zum Kreis zu Toren. Das da jedoch wenig bis kein Platz war, lag wohl am sehr starken Abwehrverhalten der Laabertaler. Konsequent verwandelte man seine Chancen im Angriff und ging mal nichts, war Goalgetter Lukas Schmargendorf (12 Tore) zur Stelle (5:5, 10. Spielminute). Die Innstädter fanden nun aber auch wieder die Lücken in der TSV-Abwehr und gestalteten das Spiel, kurzzeitig ausgeglichen (8:8, 16.). Doch nun kam die Zeit von Sigi Orend, welcher gleich doppelt aus spitzem Winkel von der rechten Außenbahn traff. Zudem traffen Felix Skopan vom Kreis und der sehr starke Michael Faust aus dem Rückraum zum 12:9 (23.). Beide Mannschaften lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch (15:11, 26.) und erneut Michael Faust stellte mit einem schönen Heber zum 17:13-Pausenstand.
Diese schien den Innstädtern deutlich besser zu bekommen, denn schnell verkürzte die Allgeier-Sieben auf 17:16 (35.). Beide Mannschaften neutralisierten sich nun, kamen aber trotzdem immer wieder zum Torerfolg (21:20, 42.). Kurzzeitig konnte die Heimsieben nochmals sich ein wenig Luft verschaffen und auf 23:20 erhöhen, doch dann wohl eine entscheidede Aktion im Spiel. Abwehrchef Felix Skopan kassierte in der 45. Spielminute seine zweite Zeitstrafe und wurde ab dann nicht mehr im Mittelblock eingesetzt. Hier mussten sich nun Gernot Nagy und André Ringenberg, die ungewohnte Aufgabe teilen. Dies nutzen die routinierteren Simbacher aus und kamen immer wieder durch die Mitte zum Torerfolg (26:26, 52.). Im Angriff schienen die Hausherren nun stehend K.O., mussten doch die Leistungsträger erneut 60 Minuten durchspielen und dabei auch eine offensive Deckung gegen Lukas Schmargendorf hinnehmen. Simbach nutze dies nun konsequent und im Stile einer Spitzenmannschaft und so ging man seinerseits mit drei Toren in Führung (26:29, 55.). Eins jedoch konnte man den Hausherren nicht vorwerfen und das war mangelnder Kampfgeist. Im Angriff konnte man mit letzter Kraft wieder treffen, doch in der Abwehr ging nichts mehr und Simbach kam über ihren starken Kreisspieler zu wichtigen Torerfolgen, sowie zum 29:31-Endstand.
Als Fazit kann man feststellen, dass man mit jeder Mannschaft in der Liga mithalten kann, auch wenn das der Tabellenstand momentan nicht ausdrückt. In den entscheidenden Situationen fehlt immer wieder die Abgebrühtheit und derzeit auch die personellen Alternativen. Die Problemtik mit zwei Langverletzten, welche gemeinsam für durchschnittlich acht Tore je Spiel gut sind, lässt bei einem 13er-Kader grüßen. Dies wird sich aber frühestens im nächsten Jahr ändern und so müssen die Punkte mit den gegebenen Mitteln geholt werden. Das dabei die beiden Tabellenführer aus Landshut und Waldkraiburg warten, macht die Sache nicht leichter, doch geschlagen wird man sich so leicht nicht geben. -sko-
Für den TSV spielten (Tore/davon Siebenmeter):
Matthias Buss und Andreas Betke im Tor; Lukas Schmargendorf (12/3), Michael Faust (9), Sieghard Orend (3), Felix Skopan (3/1), André Ringenberg (1), Benjamin Fakundiny (1), Gernot Nagy, Stefan Fischhaber und Marc Bruckmeier.
Siebenmeter: 4/5 - 4/5; Zwei-Minuten-Strafen: 6 - 5
Quelle:
www.tsv-rol-handball.de