Kampfgeist am Ende nicht belohnt!
Schlecht standen die Vorzeichen für die Handballer des TSV Rottenburg vor der Begegnung bei der Reserve der TG Landshut. Nicht nur, dass man gegen den Tabellenführer antreten musste, sondern auch die personellen Probleme brachten die Sorgenfalten ins Gesicht von Trainer Thomas Biberger. So meldete sich neben den langzeitverletzten Reinhard Orend und Matthias Spanner, bereits unter der Woche Gernot Nagy ins "Krankenlager" ab und zu allem Überfluss fiel dann kurzfristig auch noch der letzte verbliebene Torhüter Andreas Betke mit Fußproblemen aus. Da Matthias Buss privat verhindert war, sprang Marco Pernstecher ein und behob die Probleme auf der Torhüterposition grandios.
Beim Aufwärmen konnte man dann die unterschiedlichen Voraussetzungen bereits optisch wahrnehmen. Landshut mit voller Kapelle und das letzte Häufchen TSV-Handballer gegenüber. Dieses Bild brachte wohl in den Reihen der Landesliga-Reserve die erste Überzeugung, dass das Spiel bereits für ihre Farben gelaufen sei. Das dem nicht so war, zeigten die Laabertaler bereits zu Beginn der ersten Hälfte. Die TG´ler legten zwar einen Blitzstart hin und führten schnell mit 4:1 (7. Spielminute), doch dies konnte die TSV-Mannen nicht beirren. Nach 15 Spielminuten glich der starke Sieghard Orend (4 Tore) zum 5:5 aus und die Landshuter mussten sich die erste Standpauke von Trainer Thorsten Hohoff anhören. Bedingt durch einige Fehler beim Konter, Felix Skopan passte zum Gegner und Michael Faust konnte nur den Landshuter Keeper anvisieren, dazu noch schlechte Würfe aus dem Rückraum und die konsequente Bestrafung durch die Landshuter erste Welle und schon führte der Favorit wieder mit 10:6 (24.) bzw. 13:7 (27.). Die letzten Spielminuten in der ersten Hälfte, konnten die Rottenburger dann noch ausgeglichen gestalten und so netzte der erneut überragenden Lukas Schmargendorf (16/6 Tore) zum 15:10-Halbzeitstand ein.
Nach Wiederanpfiff der überzeugend leitenden Altöttinger Schiedsrichter Loy/Demmelhuber, nutzte Felix Skopan gleich den ersten Angriff nach einer starken Abwehrleistung um den Spielstand auf 15:11 zu verkürzen. Da konnte man noch nicht ahnen, dass dies einer der letzten Aktionen von ihm war. Im nächsten Angriff der Gastgeber, vertrat sich Skopan den Fuß und fügte sich ins TSV-Lazarett ein. Konnten die Hausherren die nun enstehende Verwirrung im Mittelblock der TSV-Abwehr noch zum 17:11 (36.) nutzen, setzte die weitere Reduzierung des Kaders neue Kräfte frei. Durch eine nun überzeugenden Abwehrarbeit und einen überragenden Marco Pernstecher im Tor, konnte man schnell auf 17:14 und 20:17 verkürzen (48.). Erneut musste der TG-Trainer die Reißleine mit einer Auszeit ziehen und es funktionierte wieder. Über 25:19 (52.), setzte sich der Tabellenführer auf den vorentscheidenden Spielstand von 28:21 (56.) ab. Doch die Laabertaler steckte immer noch nicht auf und so wurde es nochmals spannend. Beschäftigten sich nun die TG-Spieler eher damit ihre Gegenspieler mit gesundheitsgefährdenden Fouls beim Konter und Diskussionen mit den Schiedsrichtern zu verbringen, welche jedoch konsequent geahndet wurden, so machten die Rottenburger beim aufwerten ihres Torekonto´s weiter. Hätte das Spiel noch fünf Minuten länger gedauert, eine Überraschung wäre wohl drin gewesen. Doch bekanntlich endet ein Handballspiel nach 60 Minuten und so stand es dann auch 28:26 nach selbigen. -sko-
Für den TSV spielten (Tore/davon Siebenmeter):
Marco Pernstecher im Tor; Lukas Schmargendorf (16/6), Sieghard Orend (4), Michael Faust (3), Felix Skopan (1), Benjamin Fakundiny (1), Marc Bruckmeier (1), André Ringenberg und Stefan Fischhaber.
Siebenmeter: 4/5 - 6/7; 2-Minuten-Strafen: 12 - 3; Disqualifikationen: 2 - 0
Quelle:
www.tsv-rol-handball.de