HG Kunstadt - Saison 2009 / 2010

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HG Kunstadt - Saison 2009 / 2010

Beitragvon Greenkeeper » 24.09.2009, 15:17

24.09.2009: Handball Vorbericht der HG Kunstadt: Auftakt der Landesliga-Saison

Was kann man in der Saison 2009/2010 von der Herrenmannschaft der HG Kunstadt in der Landesliga Nord erwarten? Eine erste Antwort auf diese Frage gibt die HGK an diesem Wochenende selbst, wenn die Prediger-Truppe zum Saisonauftakt Gastgeber für den ASV Cham ist. Etwas Neues erwartet die Kunstadter Handball-Fans auf jeden Fall, denn der Anpfiff in der Obermainhalle ertönt in dieser Saison größtenteils samstags um 19 Uhr – und so auch gegen die Oberpfälzer.

Die Partie gegen den ASV Cham hat somit den Charakter einer echten Premiere aus Sicht der HGK, wenngleich sich beide Teams aus der vorherigen Saison noch recht gut kennen sollten. Damals spielte die HG noch unter Trainer Ulli Hillebrand gegen den Abstieg und musste in eigener Halle eine empfindliche 25:29-Heimniederlage gegen hoch motivierte Gäste einstecken. Am Ende schafften beide Mannschaften den erhofften Klassenerhalt. Welche Ziele die beiden Teams in dieser Saison verfolgen, ist wohl selbst den Beteiligten unklar. Die Landesliga Nord präsentiert sich in dieser Saison ungemein ausgeglichen. Hinter den heimlichen Favoriten vom HC Erlangen II und dem HSC Coburg gesellen sich zwölf Mannschaften, die allesamt zumindest einen sicheren Mittelfeld-Platz anstreben. Bei der HG steckt hinter dieser Hoffnung vor allem der Name Udo Prediger, der nach seiner Rückkehr endlich wieder auf der Kunstadter Herrenbank sitzt. Doch auch er muss darauf hoffen, dass er am Samstag alle seine Leistungsträger am Start hat. Und bereits vor dem ersten Anpfiff „wackelt“ der Einsatz des eigentlich wieder genesenen Hannes Beuerle. Im letzten Vorbereitungsspiel schmerzte erneut die rechte Schulter und Beuerle musste die Partie frühzeitig abbrechen. Dabei hatte Prediger doch so sehr auf die Spielmacher-Qualitäten des Burgkunstadters gebaut. Nichtsdestotrotz verfügt die HG auch in dieser Saison über eine Vielzahl an Schlüsselspielern. Erstmals dem eigenen Publikum vorstellen werden sich am Samstag die Neuzugänge: Bei Andrè Stegner dürfen sich die Fans auf einen wendigen und wurfstarken Rückraumspieler freuen und Marcel Schieber wird versuchen, zusammen mit Marcel Heublein ein schlagkräftiges Torhüter-Duo zu stellen, das die Lücke schließen kann, die der „Hexer“ Jürgen Friedlein hinterlassen hat. Zudem möchte Prediger einigen Nachwuchsspielern aus der eigenen Jugend, wie Tobias Steuer und Mario Kellner, die ersten Spielanteile zukommen lassen.

Gespannt dürfen die Besucher der Obermainhalle sein, ob das Team die Spielphilosophie des Trainers umsetzen kann. Sollte dies der Fall sein, dann wird sich der ASV Cham auf schnelle Kunstadter Offensivattacken und wechselnde Abwehrformationen einstellen dürfen. „Wir wollen den Fans schnellen und kämpferischen Handballsport bieten“ – so lautet die Devise der gesamten Mannschaft. Spätestens dann sollte der „Hexenkessel Obermainhalle“ auch zu ungewohnter Stunde in dieser Saison wieder „brodeln“.
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Beitragvon Greenkeeper » 28.09.2009, 06:41

HG Kunstadt : ASV Cham 29:25 (15:11)

Erstaunlich abgeklärt und spielerisch überzeugend – derart knapp lässt sich der Saisonauftakt der Kunstadter Herrenmannschaft zur Landesliga-Saison am Samstag in der Obermainhalle umschreiben. Das Team von Udo Prediger präsentierte sich gegen den ASV Cham in einer beeindruckenden Form und verbuchte mit dem 29:25 (15:11)-Heimerfolg die ersten beiden wichtigen Zähler einer langen Saison.

Vor allem die klare spielerische Linie und das gute Zusammenspiel der neuen Mannschaft überzeugten die Zuschauer in der Obermainhalle und zuletzt auch die Gäste aus der Oberpfalz. Denn die HGK ging als absolut verdienter Sieger aus der Partie hervor, weil eben auch die Handschrift des Trainers Udo Prediger eindeutig zu erkennen war. Die Offensivaktionen der Gastgeber waren nämlich im Vergleich zur vorherigen Saison deutlich strukturierter und auch an der flexiblen Abwehrformation bissen sich die Chamer immer wieder die Zähne aus.

Die Leistung der Hausherren am Samstag war umso überzeugender, nimmt man die personellen Rückschläge in Betracht, die das Team unter der Woche einstecken musste. Linkshänder Tobias Lutter war am Samstag verhindert und auch die aufstrebende „Nachwuchskraft“ Tobias Steuer konnte krankheitsbedingt nicht auflaufen. Den größten Rückschlag muss die HG aber mit der erneuten Schulterverletzung von Hannes Beuerle hinnehmen. „Das war`s!“ – so kommentierte Beuerle selbst die Verletzung, die beim letzten Testspiel erneut aufgebrochen war. Nach bereits zwei Operationen und langen Wegen der Regeneration in den letzten Jahren scheint die Handball-Karriere des Burgkunstadters damit endgültig und viel zu früh am Ende zu sein. Dabei hatten sich das Team und Trainer Prediger gerade von seinen spielerischen Qualitäten so viel erhofft.

Am Samstag kompensierten die Kunstadter diesen Rückschlag aber mit Bravour, da mit viel Bewegung im Angriffsspiel von zahlreichen Positionen Gefahr ausging. Ein überzeugendes Debüt lieferte dabei Neuzugang André Stegner ab. Der 34jährige Rückraumspieler strahlte sehr viel Übersicht und Sicherheit aus und präsentierte sich vor allem im Zusammenspiel mit Andrei Stirbati auf der rechten Angriffsseite schon sehr gut eingespielt. Vor allem aber Stirbati selbst gab eine Leistung ab, die an eigentlich längst vergangene Zeiten erinnerte. Der 26jährige Linkshänder scheint gerade unter Trainer Prediger seine Rolle als Anführer der Mannschaft auch auf dem Feld endgültig angenommen zu haben. Mit acht Toren stellte er den erfolgreichsten Kunstadter Torschützen.

In den ersten Minuten waren es aber noch die Gäste aus der Oberpfalz, die das Tempo bestimmten und somit nach acht Minuten mit 2:3 in Front lagen. Doch mit zunehmender Spieldauer spürte man bei der HG die wachsende Sicherheit in Offensive und Defensive. Torhüter Marcel Heublein zeigte nun immer öfters glänzende Paraden und dies vor allem gegen den gegnerischen Schlüsselspieler Petr Tahovsky. Der Chamer Rückraum-Hüne hatte den Kunstadtern im April in der Obermainhalle noch 14 Tore „eingeschenkt“. Am Samstag waren es nur deren vier und auch wenn der ASV mit Korbinian Meier auf Außen und dem Rückraumschützen Lubos Knakal zwei starke Offensivkräfte hatte, präsentierte sich die HG in der Breite deutlich besser aufgestellt. Bis zur 22. Minute hatten die Gastgeber ihre beste Phase, als sie hinten ungemein sicher standen und vorne der Ball sehr schnell die Positionen wechselte. Sascha Heublein und Florian Klihm drehten das Ergebnis bis zum Zwischenstand von 12:6 (23.) nach oben. Nach dem Halbzeitstand von 15:11 gab es dann nur noch wenige Phasen, in der die HG in Bedrängnis kam. Mitte der zweiten Halbzeit hätte die Partie aber nochmals kippen können, da sich die Kunstadter nun vermehrt in Unterzahl befanden und vorne nicht konsequent genug abschlossen, was durch eine nur 50prozentige Trefferquote beim Strafwurf noch verschärft wurde. Der ASV „schlich“ sich auch dank seines starken Torhüters Zdenek Hejduk in der 47. Minute auf 21:19 und wenig später (55.) auf 25:23 heran. Jedoch war die HG über den guten Benedikt Geißler und den immer besser werdenden Florian Kratzer gerade in diesen Abschnitten in der Lage, den Gegner auf Distanz zu halten und am Ende einen sicheren 29:25-Heimerfolg zu verbuchen.

HGK: Heublein / Schieber (Tor), Stirbati 8/1, Klihm 6, Kratzer 6, Stegner 4/2, Geißler 2, Heublein S. 2, Kropka 1, Fengler, Kellner, Mussoni.

ASV: Hejduk (Tor), Knakal 8/2, Meier 6, Tahovsky 4, Selmer M. 2, Selmer Chr. 2, Soukup 2/1, Neumeyer 1, Eckert.

Schiedsrichter: Dusolt (TG 48 Würzburg) / Epple (TG Veitshöchheim)
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Beitragvon Greenkeeper » 02.10.2009, 06:40

Topduell gegen alten Bekannten
HGK-Herren und Fans freuen sich auf Heimpartie gegen TS Selb / Standortbestimmung
HANDBALL-LANDESLIGA - Bereits am 2. Spieltag erwartet die Spieler und Fans der Herrenmannschaft der HG Kunstadt ein echter Saisonhöhepunkt: Denn mit der TS Selb stellt sich am Samstag um 19 Uhr ein alter Bekannter in der Obermainhalle vor, gegen den die HGK schon so manches hitziges Duell geführt hat.

Und auch der verheißungsvolle Saisonauftakt beider Mannschaften vor einer Woche lässt für Samstag einiges erwarten. Sowohl die HG als auch die Ostoberfranken sorgten durch recht eindeutige Heimerfolge für Aufsehen. Noch beeindruckender als der 29:25-Erfolg der Kunstadter gegen den ASV Cham fiel dabei der 28:14-Kantersieg der Selber über den Aufsteiger von der HG Ansbach aus.

„War Selb so stark oder Ansbach so schwach?“ – diese Fragen stellten sich nicht nur die Mannen von TS-Coach Horst Roch vor einer Woche. Eine Antwort darauf wird es ganz sicher in der Obermainhalle geben, was gleichzeitig auch Rückschlüsse auf die Form der HGK zulässt. Dabei sind dem Team von Trainer Udo Prediger die Stärken des Gegners hinlänglich bekannt.

Immerhin stellen noch immer die „alten Haudegen“ vergangener Zeiten den Kern der Mannschaft - allen voran „Vladi“ Michanek, der seit vielen Jahren zu den besten Schlussmännern Oberfrankens zählt und auch der HG schon mehrmals den Zahn gezogen hat, wie zum Beispiel beim jüngsten Aufeinandertreffen beider Teams im Januar 2009, als sich die HG vor eigenem Publikum klar mit 22:26 geschlagen geben musste. Das Selber Urgestein hat zuletzt gegen Ansbach bewiesen, dass er derzeit wieder in Top-Form ist.

„Nur nicht zu viel Respekt zeigen und überlegt abschließen“, lautet deshalb die Devise des Kunstadter Trainers, der von seinem Team auch fordert, besonderes Augenmerk auf den pfeilschnellen Patrick Masiär zu richten.

Zugleich zeigt sich Prediger aber auch recht selbstbewusst. Immerhin setzte seine Mannschaft die neue taktische Marschroute des beweglichen Offensivspiels, bei dem Gefahr von allen Positionen ausgeht, gegen Cham sehr gut um. Zudem dürfen sich Trainer und Fans auf die Rückkehr von Tobias Lutter und Tobias Steuer freuen. Sie werden das Angriffsspiel der HG zusätzlich bereichern, was im Vergleich zum Gegner vor allem die Offensive abwechslungsreicher und somit gefährlicher machen sollte. Insgesamt dürfen sich die Kun-stadter und sicherlich auch die zahlreichen Selber Fans am Samstag auf eine spielerisch wie taktisch hoch interessante Partie freuen.
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Beitragvon Greenkeeper » 05.10.2009, 06:33

HG Kunstadt : TS 1887 Selb 30:29 (12:16)

Handball. Beste Samstagabend-Unterhaltung kombiniert mit der Spannung eines Freitagabend-Krimis – all das erlebten die Zuschauer der Landesligapartie zwischen der HG Kunstadt und der TS Selb am Samstag in der Obermainhalle: Dass die Hausherren dabei mit 30:29 (12:16) eine Partie gewannen, die die Gäste aus Selb eigentlich nicht hätten verlieren dürfen, lag auf Kunstadter Seite an einem überraschenden Rückkehrer und auf Seiten der Selber wohl an einem Wechselfehler auf der Torhüter-Position.

Gewinner waren am Samstagabend aber auf jeden Fall die Zuschauer, die ein teils hochklassiges und zum Ende hin dramatisches Oberfranken-Derby miterlebten und folgerichtig die Obermainhalle endlich wieder in ein Tollhaus verwandelten.

Bereits die ersten acht Minuten der Partie waren vom temporeichen und offensivstarken Spiel beider Teams gekennzeichnet. In dieser frühen Phase hatten die Kunstadter noch leicht die Nase vorne, weil Klihm & Co durch eine fast hundertprozentige Trefferquote überzeugten und auf der Torhüter-Position HG-Schlussmann Marcel Heublein noch leichte Vorteile gegenüber dem Selber Torhüter Vladimir Michanek hatte. Folgerichtig stand es 6:4 für die HG. Doch im Anschluss daran setzte Selb immer deutlicher die Akzente. „Vladi“ Michanek steigerte sich im Tor der Gäste von Wurf zu Wurf und in der Offensive präsentierten sich die Gäste ungemein ausgeglichen. Aus dem Rückraum waren die Mannen von Trainer Horst Roch sogar doppelt gut besetzt, so dass Johannes Kempf und Martin Misanek auf den Halb-Positionen die ebenfalls starken Sebastian Wölfel und Thorsten Kirsch Mitte der ersten Halbzeit ersetzten und damit nach dem 7:7 (13.) den Umbruch in der Partie einläuteten. Die Selber zeigten sich mit ihrem 41jährigen „Veteranen“ Andreas Korb in der Abwehr immer sicherer und spielten vorne auch über den Kreis ungemein flexibel und variantenreich auf. Dieser Übermacht konnte die HG bis zum Halbzeitpfiff nur noch wenig entgegensetzen, da man sich zudem immer öfters in Unterzahl befand. Kontinuierlich bauten die Gäste aus der Porzellanstadt ihre Führung aus und erzielten mit dem Pausenpfiff sogar noch das 12:16.

In den zweiten 30 Minuten änderte sich zunächst wenig an den eindeutigen Kräfteverhältnissen zu Gunsten der TS Selb. Doch dann präsentierte HG-Trainer Udo Prediger mit Marco Müller einen Trumpf im Ärmel, den selbst die Kunstadter Fans nicht erwartet hatten. Denn der Leistungsträger des letzten Jahres hat derzeit eigentlich seine Zelte in der Schweiz aufgeschlagen. Eine Prüfung an der Uni Bamberg hatte Müller aber in die Heimat getrieben und einen Tag vor seinem 25. Geburtstag sagte der Spielmacher spontan seine Unterstützung zu. Und wie wichtig diese am Samstag war, zeigte sich sofort nach seiner Einwechslung in der 37. Minute. An einem Tag, an dem die zuletzt so starke rechte Seite der HG mit Stegner und Stirbati nicht in Bestform auftrat, riss Müller sofort das Spiel an sich und hebelte die starke Selber Defensivreihe immer wieder gekonnt aus. Dass sich die HG aber nach dem 15:19 auch wieder der eigenen Trefferquote aus den Anfangsminuten annäherte, lag an einer Entscheidung von Gästetrainer Roch, die im Nachhinein nur schwer nachvollziehbar war. Denn Roch wechselte den überragenden Schlussmann Michanek aus und schickte den jungen Carsten Kropf zwischen die Pfosten. Dieser parierte gegen die nun wieder entschlossener auftretenden Kratzer, Stirbati und Stegner nur ganz wenige Bälle, so dass die HG bis zur 51. Minute die Partie komplett gedreht hatte (27:25). Erst jetzt kehrte Michanek zurück ins Tor und sorgte gleich wieder für Vorteile auf Selber Seite. Den Vogel schoss der Selber Schlussmann dann auch gleich ab, indem er einen gehaltenen Ball mit einem Wurf über die gesamte Spielfeldlänge über den ansonsten guten Kunstadter „Keeper“ Marcel Schieber zum 27:27-Ausgleich verwandelte (55.). Zur erneuten Wende im Spiel kam es dann aber doch nicht, weil Selb mittlerweile mit Korb und Kirsch zwei wichtige Akteure mit „Rot“ verloren und die HGK, angetrieben vom überragenden Müller, den Respekt vor Michanek endgültig abgelegt hatte. Bester Beweis hierfür war der freche Heber von Tobias Lutter zum vorentscheidenden 30:28 in der letzten Spielminute.

HGK: Heublein M. / Schieber (Tor), Kratzer 6/3, Stirbati 5, Lutter 5, Klihm 5, Müller 3, Stegner 3/1, Heublein S. 2, Kropka 1, Fengler, Geißler, Kellner.

TS Selb: Michanek / Kropf C. (Tor), Misanek 7/2, Kirsch 5, Lubos 4, Wölfel 4, Mäsiar 3, Kempf J. 2, Zumpe 2, Kempf L. 2, Korb, Wiedel, Kropf M. Röhring.

Schiedsrichter: Walter / Weinig (beide TV Gerolzhofen)
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Beitragvon Greenkeeper » 10.10.2009, 12:44

Vorbericht der HG Kunstadt

Handball. In ihrem ersten Auswärtsspiel muss sich die erste Herrenmannschaft der HG Kunstadt gleich auf die längste Reise der gesamten Landesliga-Saison machen. Gegner am Sonntag um 16 Uhr ist nämlich die Vertretung der TG Landeshut, die nach zwei Spieltagen etwas überraschend den Spitzenplatz der Liga einnimmt. Doch auch die Kunstadter wollen nach dem Spiel gegen die Niederbayern ihre weiße Weste behalten und sich somit selbst an der Tabellenspitze weiter festsetzen.

Dass die Landshuter als Aufsteiger derzeit so weit oben stehen, hat sicherlich auch etwas mit dem relativ einfachen Auftaktprogramm zu tun. Mit Amberg und Ansbach hatten die Mannen von TGL-Spielertrainer Markus Böhner ebenfalls zwei Neulinge der Liga im Programm, gewannen aber beide Spiele recht souverän. Somit herrscht im Landshuter Sportzentrum West selbstbewusste Aufbruchstimmung, der sich die HG am Sonntag nun bei ihrer Auswärtspremiere stellen muss. Die Landshuter sind nach ihrer Zuordnung in die Landesliga Nord für die gesamte Liga noch der große Unbekannte. Ein Erfolgsrezept der TGL ist aber sicherlich deren guter Teamgeist, der auf dem Fundament einer gut zusammengewachsenen Mannschaft liegt. Spieler wie Axthaler, Abeltshauser, Kraus und Reitmeier haben sich in den ersten beiden Spielen bereits als Torschützen einen Namen gemacht. Somit muss sich die HG auf einen Gegner gefasst machen, der recht ausgeglichen besetzt ist und vor allem von seinem schnellen Spiel nach Vorne lebt. Mit einem solchen temporeichen Spiel durften sich die Kunstadter erst vor einer Woche gegen Selb auseinandersetzen.

Da Marco Müller wie auch Michael Kropka und wahrscheinlich Florian Klihm in Landshut nicht zur Verfügung stehen werden, müssen wieder die Leistungsträger aus der ersten Partie, wie zum Beispiel Andrei Stirbati und Andrè Stegner, zu alter Form finden. HG-Coach Udo Prediger erwartet von seinen Jungs auf jeden Fall, dass in der Offensive wieder das bewegliche Spiel umgesetzt wird, das von allen Positionen Gefahr auf den Gegner ausübt. Und in der Abwehr ist davon auszugehen, dass der „Fuchs“ auf der Kunstadter Trainerbank wieder die richtige Formation findet. Denn gerade ein Aufsteiger tut sich meist gegen wechselnde Aufstellungen in der Defensive erfahrungsgemäß recht schwer. Zu Guter letzt wollen die Kunstadter mit einem beherzten Auftritt ihrem Trainer nachträglich das schönste Geburtstagsgeschenk machen, denn Udo Prediger feiert tags zuvor seinen 50. Geburtstag.
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Beitragvon Greenkeeper » 13.10.2009, 16:50

HANDBALL-LANDESLIGA - Das Glück des Tüchtigen scheint derzeit auf Seiten der Handballer der HG Kunstadt zu sein. Denn eine Woche nach dem knappen Heimerfolg gegen Selb behielten die Prediger-Schützlinge auch beim ersten Auswärtsspiel der Saison hauchdünn die Oberhand und gewannen nach einer dramatischen Schlussphase gegen die bislang verlustpunktfreie TG Landshut mit 28:27 (17:13). Belohnung für diesen erneuten doppelten Punktgewinns sind die weiterhin „weiße Weste“ und das Klettern auf den dritten Tabellenplatz der Landesliga.

„Solche Ergebnisse sind gut für die Moral der Truppe und davon haben wir jetzt sicherlich jede Menge“, kommentierte kurz nach dem Schlusspfiff Kunstadts Trainer Udo Prediger den Spielausgang. Denn noch höher zu bewerten ist der Erfolg auch deshalb, weil die HGK die lange Auswärtsreise nach Niederbayern ohne die Leistungsträger Klihm, Kropka und Fengler antreten musste.

Auch deshalb wurde es nach einer zwischenzeitlichen 25:19-Führung am Ende noch einmal richtig eng, als der Landshuter Fabian Gromls wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff ganz alleine auf das Kunstadter Gehäuse zulief, um dann Lediglich den Pfosten zu treffen. Was folgte, waren wahre Jubeltänze der Gäste und ein mehrfaches Dankeschön an den eigenen Torhüter Marcel Heublein, der mit zahlreichen Paraden hauptverantwortlich für den knappen Erfolg gewesen war.

Doch auch er konnte nicht verhindern, dass die HGK in Landshut einen klassischen Fehlstart hinlegte. Die Gastgeber gingen über Axthaler und Reitmeier schnell mit 3:0 in Front. Bis dahin taten sich die Kunstadter gegen die 5:1-Verteidigung der TGL schwer. Danach beorderte Prediger seinen Kreisspieler Sascha Heublein immer wieder vor die Abwehr. Diese zusätzliche Anspieloption verlieh der HGK mehr Stabilität, mit der sie auch zurück ins Spiel fand.

Dem Ausgleich zum 3:3 folgte eine weitere Steigerung der Gäste. Marcel Heublein begann an seiner am Ende überragenden Siebenmeterquote (fünf von insgesamt sechs Strafwürfen abgewehrt) zu arbeiten. Und in der Offensive wurden Florian Kratzer und Tobias Lutter immer treffsicherer. Folge dessen war die erste klare HG-Führung von 9:6 (20.), die der Gastgeber nur zum 10:12 (24.) verkürzen konnte, ehe der Gast mit einer erneuten Tempoverschärfung bis zur Halbzeit auf ein 13:17 kam.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte agierten die Kunstadter wie ein echtes Spitzenteam und ließen dem Gegner nur wenig Freiraum. Dann aber orderte TGL-Spielertrainer Markus Böhner eine Manndeckung gegen Andrei Stirbati an. Dies brachte nicht nur die bis dahin starke rechte Kunstadter Seite mit Stirbati und Stegner, sondern die gesamte Offensiv-Abteilung der HGK aus dem Konzept.

Angetrieben von ihren Fans verkürzten die Hausherren Tor um Tor (22:26/50. und 25:26/56.). Der HGK merkte man nun recht deutlich den Kräfteverschleiß an. „Die Fehler der letzten 15 Minuten werden im nächsten Training sicherlich eine mindestens einstündige Nachbesprechung erfordern“, drohte Trainer Udo Prediger an.

Höhepunkt der nachlassenden Ordnung war die rote Karte gegen Tobias Lutter, die dazu führte, dass sich die Kunstadter in der Schlussphase in zweifacher Unterzahl befanden.

Der Liga-Neuling aus Landshut sah nun seine Chance auf einen Punktgewinn gekommen. Doch am Ende scheiterten die Gastgeber nicht nur am Aluminium des Kunstadter Gehäuses, sondern auch an den eigenen Nerven, als sie mit dem letzten vergebenen Wurf dem Kunstadter Trainer ein nachträgliches Geschenk zu dessen 50. Geburtstag machten.

HG Kunstadt: Heublein M./Schieber - Kratzer 8, Lutter 5, Stegner 5/1, Heublein S. 3, Stirbati 3, Steuer 3/1, Kellner 1, Mussoni, Maile, Geißler.

TG Landshut: Götz/Wendleder - Axtahler 7/2, Gromls 5, Abeltshauser 4, Reitmeier 4, Böhner 2, Schwarz 1, Wetscheza 1, Germowitz 1, Kraus 1, Wetscheza 1, Guggenberger, Badawi.

Schiedsrichter: McKie (TSV Unterhaching)/Barth (TV Gerolzhofen).
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Beitragvon Greenkeeper » 20.10.2009, 09:49

HG Kunstadt : TSV Partenstein 24:25 (12:12)

Handball. Am vierten Spieltag der Landesliga-Saison hat die Herrenmannschaft der HG Kunstadt das Glück verlassen. Denn nach zwei äußerst knappen Erfolgen in den letzten Wochen blieb dieser im Heimspiel gegen den TSV Partenstein am Samstagabend aus, obwohl die Prediger-Schützlinge nach einer insgesamt wenig überzeugenden Leistung in den letzten Minuten eigentlich den Sieg vor Augen hatten. Doch eine Torflaute in den letzten Spielminuten brachte letztendlich den 25:24 (12:12)-Auswärtssieg der Partensteiner.

An der Miene des Kunstadter Trainers Udo Prediger konnte man nach der Partie erkennen, dass diese Niederlage Spuren hinterlassen hatte. Äußerlich ruhig haderte er noch lange nach dem Schlusspfiff mit der verpassten Chance auf den Traumstart mit 8:0 Punkten. „Mit drei bis vier spielerischen Ausfällen kannst du so ein Spiel kaum gewinnen“, resümierte Prediger, der erstmalig auch Defizite seines Teams bei der Laufbereitschaft erkennen musste. Partenstein hingegen trat von der ersten Minute an äußerst entschlossen auf und konnte dies bis zum Schlusspfiff konsequent durchhalten. Dabei kam es zu einem äußerst körperbetonten Spiel, das zwischenzeitlich auch hässliche Züge trug. Das Schiedsrichtergespann ließ dabei oft die nötige Souveränität vermissen und brachte zusätzliche Unruhe auf das Spielfeld.

Davon war zum Beginn der Partie aber noch nichts zu erkennen. Bei der HG bestätigte zunächst Torhüter Marcel Heublein seine starke Form der Vorwochen und parierte bis zum 3:1 (6.) einige hundertprozentige Einwurfchancen des Gegners. Allerdings steigerte sich auch der Partensteiner Schlussmann Matyas Varga von Minute zu Minute und sorgte unter anderem mit zwei gehaltenen Strafwürfen für den 5:5-Ausgleich (15.). Jedoch wirkte die Partie bereits jetzt äußerst zerfahren. Selbst die erneute Führung durch Michael Kropka zum 9:6 (20.) der HG brachte keine Ruhe ins Spiel. Der Kunstadter Rückraum um Klihm, Kratzer und Stirbati fand gegen den groß gewachsenen Mittelblock des TSV kein passendes Mittel und suchte zudem oft überhastet den Abschluss. Auch der erneute Auftritt von Marco Müller brachte zunächst nicht die erhoffte Stabilität ins Spiel der Gastgeber. Partenstein hingegen wurde immer stabiler und hatte nun in Alexander Hogiykov seinen überragenden Torschützen. Bei seinen am Ende 15 Torerfolgen waren es vor allem die sieben sicher verwandelten Strafwürfe, die Torwart Heublein völlig entnervten.

Den Wiederanpfiff nach dem 12:12-Pausenstand verschliefen die Prediger-Schützlinge dann komplett. In der Offensive war der zunehmende Respekt gegen TSV-Schlussmann Varga allgegenwärtig und in der Defensive verlor man mehr und mehr direkte Zweikämpfe gegen den guten Daniel Schreier und den wieder genesenen Michael Diehl. Als dann Kunstadts André Stegner den mittlerweile vierten Siebenmeter gegen Varga verworfen hatte, führte der TSV in der 41. Minute mit 14:18. Doch die HG fand nun angetrieben von Marco Müller zurück ins Spiel. Die körperlich weiterhin sehr robust auftretenden Partensteiner konnten ihn oft nur durch Fouls stoppen und sahen sich in den folgenden zehn Minuten in mehrfacher Unterzahl, was vor allem die Partensteiner Bank mehr und mehr in Wallung brachte. Nachdem Stirbati nach 42 Minuten den ersten Kunstadter Siebenmeter verwandelt und Marcel Schieber im HG-Gehäuse wichtige Bälle pariert hatte, fühlten sich die Zuschauer an das Heimspiel gegen Selb erinnert. Und tatsächlich waren es die numerische Überzahl (bei am Ende vier Kunstadter im Gegensatz zu 11 Partensteiner Strafzeiten) und die Tore von Marco Müller, die zunächst den 20:20-Ausgleich (48.) und dann sogar die 24:22 (52.)-Führung bedeuteten. Der TSV sah nun seine Felle davonschwimmen, kämpfte sich aber nach der neuen höchst zweifelhaften Marschroute seines Trainers Manfred Wirth („Ab jetzt nur noch auf die Fresse hauen!“), der nach dem Schlusspfiff eine ebenfalls unsportliche Erklärung folgte („Was will ich denn als Trainer anderes machen, wenn mein Team so verpfiffen wird“), zurück in die Partie. Dass das Spiel für die HG verloren ging, hatten sich die Spieler aber alleine selbst zuzuschreiben. Mehrfach verpassten es Tobias Lutter, Marco Müller und Florian Kratzer, den Sack endgültig zuzumachen. Sieben Minuten ohne eigenen Torerfolg und der letzte Treffer durch Partensteins Max Pürckhauer brachten den an diesem Tag einfach entschlossener auftretenden Gästen den am Ende nicht unverdienten 25:24-Auswärtserfolg.

HGK: Heublein M. / Schieber (Tor), Kratzer 4, Stirbati 4/3, Kropka 3, Müller 3, Stegner 3, Heublein S. 3, Klihm 2, Lutter 1, Steuer 1, Geißler, Fengler, Kellner.

TSV: Varga / Hanne (Tor), Hogiykov 15/7, Schreier D. 3, Pürckhauer 2, Diehl 2, Born 1, Baudisch 1, Hespelein 1, Manegold, Herrmann.

Schiedsrichter: Andeslohr (ESV Nürnberg) / Jäckel (DJK Nürnberg)
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Beitragvon Greenkeeper » 24.10.2009, 08:49

„Wir dürfen den zwei verschenkten Punkten nicht hinterher trauern, sondern müssen jetzt wieder optimistisch an die anstehenden Aufgaben herangehen!“ Udo Prediger, Trainer der ersten Herrenmannschaft der HG Kunstadt hatte unter der Woche reichlich Aufbauarbeit zu leisten, um die Heimniederlage gegen Partenstein aus den Köpfen seiner Schützlinge zu bekommen. Gegen den Tabellenführer vom HC Erlangen II brauchen die Kunstadter am Samstag um 16 Uhr ganz sicher einen freien Kopf, um gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten bestehen zu können.

Eigentlich erwartet die HG in Erlangen die höchste und somit einfachste Auswärtshürde der Saison. Jung, hungrig und erfolgreich – so tritt nämlich der HCE in dieser Saison auf. Keiner erwartet von den Kunstadtern, dass sie den Jungs von Trainer Stefan Mittag die Zähler entreißen könnten. Gerade in dieser Außenseiterrolle liegt aber auch die kleine Chance der HG. Dabei wäre es sicherlich einfacher für die Prediger-Schützlinge gewesen, hätten sie gegen Partenstein ihre weiße Weste behalten und so mit 8:0 Punkten zum Tabellenführer gefahren. Bei einer Auswärtsniederlage würde nun das Abrutschen in das Tabellenmittelfeld drohen. Doch absolut chancenlos sehen die HGKler ihre eigene Situation für den Samstag eben nicht. Die Siege gegen Cham und Selb haben gezeigt, dass die Mannschaft das dafür nötige Potenzial allemal besitzt. Hierfür braucht es aber vor allem eine größere Lauf- und Einsatzbereitschaft als noch in der Vorwoche. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, dass am Samstag noch einmal Marco Müller für die HGK auflaufen wird. Der eigentlich „ausgewanderte“ Spielmacher der HG war auch gegen Partenstein einer der besten Kunstadter. Seine Aufgabe wird es sein, den HG-Rückraum um Florian Kratzer und Andrei Stirbati zu alter Stärke zu verhelfen. Gerade von diesen Positionen kam in der Vorwoche einfach zu wenig. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Andrè Stegner, der aus der Partie gegen Partenstein eine Hüftprellung mitnahm. Seine Erfahrung täte der HG in der derzeitigen Phase der Saison sicherlich gut und dies vor allem im Hinblick auf den Gegner.

Denn der HC Erlangen reist derzeit auf einer wahren Erfolgswelle durch die Landesliga. Vor der Saison von allen Trainern der Liga als eindeutiger Meisterschaftsfavorit erklärt, haben die Mittelfranken all diese Erwartungen bisher mit Bravour erfüllt. In der Universitätsstadt verpflichten die überragenden Auftritte der ersten Mannschaft in der zweiten Bundesliga derzeit fast die „Zweite“, den Weg in die Bayernliga anzutreten, um längerfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Aufbauend auf eine konsequente Jugendarbeit hat Trainer Mittag mit Spielern wie Joachim Knerr und Sven Eskofier eine starke Truppe geformt, die sich selbstbewusst „HC Erlangen 1b“ betitelt. Dabei bietet das Auftreten der Mittelfranken alles, was der moderne Handball erfordert: schnelles Spiel nach Vorne, spielstarke Einzelspieler und ein ungemein athletisches Auftreten. In der letzten Saison kam die HG dann auch böse beim HCE unter die Räder. Am Samstag will man dies mit allen Kräften verhindern.
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Beitragvon Greenkeeper » 26.10.2009, 07:53

HC Erlangen II: HG Kunstadt 33:12 (20:7)

Eine beispiellose Demontage erlebte die erste Herrenmannschaft am späten Samstagnachmittag beim Spitzenreiter der Landesliga Nord. Gegen den HC Erlangen II verloren die Kunstadter mit sage und schreibe 33:12 (20:7) und präsentierten sich dabei kopf-, kampf- und vor allem seelenlos. Zwischenstände von 13:0 aus Sicht des Gegners lassen erahnen, dass die HG am Samstag mehr als eine Niederlage eingesteckt hat.

Sicherlich präsentierte sich die junge Erlangener Mannschaft von Trainer Stefan Mittag gegen die HGK in einer Form, die eindeutig erkennen ließ, dass bei der Frage der Titelvergabe in dieser Saison kein Weg an dem bärenstarken HCE vorbeiführen wird. Dass sich aber über 60 Minuten hinweg nicht nur ein Klassenunterschied sondern ein Unterschied von mindestens zwei Klassen herauskristallisierte, sollte jedem einzelnen Kunstadter Spieler zu denken geben. Fast hatte es den Anschein, als hätte die HG mit der knappen Heimniederlage gegen den TSV Partenstein sämtlichen Glauben an die eigene Leistungsstärke verloren. Von dem Team, das in den ersten drei Partien noch sechs Zähler geholt hatte, war am Samstag wahrlich nichts mehr zu erkennen. Dass Spielmacher Marco Müller aufgrund einer Verletzung, die er am Vortag beim Fußballspielen erlitten hatte, nicht eingreifen konnte und Tobias Lutter studienbedingt erst in der zweiten Halbzeit zum Team stieß, durften keinesfalls als Ausrede herangezogen werden.

Gerade in den ersten Spielminuten erstarrte die HG wie das Kaninchen vor der Schlange. Gegen den hoch motivierten und vor Selbstvertrauen nur so strotzenden Gastgeber wies nicht eine einzige Aktion in den ersten Minuten darauf hin, dass die Mannschaft überhaupt an sich glaubte. Erlangen stand vor allem im Abwehrzentrum sehr sicher und hatte mit Matthias Schmidt einen enorm starken Mann zwischen den Pfosten. Allerdings machten es die Kunstadter den Hausherren auch sehr leicht. Entgegen der taktischen Marschroute von Trainer Udo Prediger suchten Andrei Stirbati, Andrè Stegner und Florian Klihm aus dem Rückraum immer wieder den Weg über den gegnerischen Mittelblock, der die geworfenen Bälle aber reihenweise abfing. Der Konter folgte pfeilschnell und die Gäste wurden von Joachim Knerr und Alexander Streng im Minutentakt geradezu überrannt. Und auch aus dem Spiel heraus waren die Erlangener Aktionen für die wehrlosen Gäste einfach zu schnell. Nicht nur die mit leichter Verspätung gekommenen Zuschauer blickten recht ungläubig drein, als die Anzeigetafel nach 15 Spielminuten ein 13:0 für die Gastgeber wiedergab. Nach 15 Minuten und 25 Sekunden war es dann Sascha Heublein, der vom Kreis aus das erste HG-Tor erzielte. Die Partie war aber zu diesem Zeitpunkt natürlich längst entschieden. Auch wenn die HG anschließend kurzfristig etwas lebendiger wirkte und auf ein weiterhin indiskutables 15:4 (23.) verkürzte, waren die überaus hungrigen Gastgeber noch lange nicht satt. Mit ihrer Entschlossenheit und Athletik waren sie der HG an diesem Tag weit überlegen. Geradezu einer Erlösung kam aus Sicht der mitgereisten Kunstadter Fans der Halbzeitpfiff beim Stand von 20:7 gleich. Doch wer in den zweiten 30 Minuten auf eine Besserung hoffte, wurde größtenteils schwer enttäuscht. Zwar gelang dem HCE jetzt seltener der Torerfolg, aber in der Offensive agierten die Kunstadter weiterhin kopflos. HC-Keeper Schmidt parierte die gelegentlichen Würfe auf sein Tor sehr sicher und in der Erlangener Offensive wurde weiterhin schneller Tempohandball geboten, der trotz der weiterhin klaren Zwischenstände von 26:9 und 28:11 nun allerdings auch immer öfters sein Ende im Kunstadter Schlussmann Marcel Schieber fand. Er war noch der Beste einer ansonsten auf breiter Front enttäuschenden Mannschaft, die sich unter der Woche dringend zusammensetzen und beraten sollte, wie man den am Samstag verspielten Kredit gegenüber den eigenen Fans so schnell wie möglich wieder gut machen kann.

HGK: Heublein M. / Schieber (Tor), Kratzer 4/1, Klihm 2, Stirbati 2/1, Kellner 1, Maile 1, Stegner 1, Heublein S. 1, Lutter, Geißler, Fengler, Steuer.

HCE II: Schmidt (Tor), Wein 10/8, Knerr J. 7, Streng 4, Müller 3, Kohler 2, Urbasik 2, Knerr A. 1, Luther 1, Dietmar 1, Schneck 1, Schäffer, Eskofier.

Schiedsrichter: Walter / Weinig (beide TV Gerolzhofen)
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Beitragvon Greenkeeper » 31.10.2009, 09:03

Handball Vorbericht der HG Kunstadt

Welche Reaktion wird die Herrenmannschaft der HG Kunstadt an diesem Wochenende auf die desaströse 12:33-Pleite beim Spitzenreiter vom HC Erlangen II in der Vorwoche zeigen? Diese Frage stellt sich der gesamte Kunstadter Anhang im Hinblick auf das Heimspiel am Samstag um 19 Uhr gegen den HC Sulzbach in der Obermainhalle. Von den Männern um Andrei Stirbati wird nichts anderes als die passende sportliche Antwort und somit eine klare Leistungssteigerung erwartet.

„Wie konnte das nur passieren?“ - Mit dieser Frage sahen sich am vergangenen Samstag die Landesliga-Handballer nach ihrer Heimreise aus Erlangen mehrfach konfrontiert. Bei allem Erklärungszwang lag der Grund für das Kunstadter „Waterloo“ in Erlangen offensichtlich auf der Hand: Die Mannschaft hatte zu keinem Zeitpunkt der Partie an sich selbst geglaubt. „Mit einer solchen Einstellung gewinnst du in der Landesliga kein Spiel“, so die einhellige Meinung der mitgereisten Fans. Gerade vor eigenem Publikum wäre die Wiederholung eines solchen Spielverlaufes eine wahre Katastrophe. Deshalb wollen die HG-Männer am Samstag hoch motiviert zu Werke gehen und dabei vor allem die spielerische Ordnung aus den ersten drei Partien wieder finden. Dabei geht es weniger um die Tatsache, dass die HGKler am letzten Samstag wie ein Absteiger spielten, sondern vielmehr um die Sorge, das eigentliche treue Kunstadter Publikum aus der Obermainhalle zu vergraulen. Um gerade dies zu verhindern, muss das Team um Florian Klihm und Andrè Stegner sich wieder als Mannschaft mit Charakter präsentieren. Denn mit dem HC Sulzbach gibt am Samstag zwar „nur“ der Tabellenneunte (4:6 Punkte) seine Visitenkarte am Obermain ab, doch die eigenen Saisonziele sowie der hohe Heimsieg von letzter Woche machen die Herzogstädter zu einem höchst gefährlichen Gegner. Denn im Gegensatz zur HG gelang den Mannen von Trainer Klaus Küther gegen den VfB Forchheim vor einer Woche mit 40:22 der lang ersehnte Befreiungsschlag. Eigentlich hatte sich der HC mit seinen namhaften Verstärkungen selbst zum Kreis der Titelaspiranten gezählt. Nach dem wenig überzeugenden Saisonauftakt musste man dies zunächst hinten anstellen, doch die Sulzbacher scheinen rechtzeitig vor ihrem Gastspiel in Burgkunstadt wieder Fahrt aufgenommen zu haben. HC-Kapitän Thomas Hartmann ist dank seiner Schnelligkeit ein enorm gefährlicher Konterspieler und mit einem zuletzt sehr starken Michael Waitz haben die Sulzbacher einen weiteren torhungrigen Angreifer in der Mannschaft. Doch die Stärken des Gegners sollten die HG am Samstag ausnahmsweise weniger interessieren als vielmehr die Aufgabe, zum alten Selbstbewusstsein und somit zur alten Stärke zurückzufinden.
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