HG SGS/TV Amberg Saison 2009 / 2010

Allgemeine Diskussionen, News, Gerüchte, Bilder, Kader, Vereinsinformationen, Mannschaften, Pressemitteilungen, Statistiken, Spielberichte und anderes

Moderator: Steve22

HG SGS/TV Amberg Saison 2009 / 2010

Beitragvon Greenkeeper » 24.09.2009, 15:24

23. September 2009

Vorbericht der 1. Herrenmannschaft gegen die TG Landshut

Vorhang auf und Bühne frei für die Landesliga-Saison 2009/2010. Mittendrin in der zweithöchsten Handball-Spielklasse des Freistaats sind auch die Protagonisten der HG Amberg, die nach 14 Jahren Abstinenz ihr Comeback in dieser Liga geben. Damit die lang ersehnte Rückkehr nicht gleich wieder zur Abschiedstournee wird, müssen angesichts von wahrscheinlich fünf Absteigern im 14er-Feld viele Zähler her. Gute Kritiken allein nützen also wenig, gelungene Vorstellungen werden beim Kassensturz ausschließlich an einem ausreichend gefüllten Punktekonto gemessen. Am liebsten würde die HG mit der Eichhörnchentaktik gleich im Auftaktmatch am Samstag bei der TG Landshut beginnen – und gegen den Mitaufsteiger aus Niederbayern sind die Oberpfälzer sicher auch nicht chancenlos.

Die Vorbereitung für die Saison lief alles andere als wunschgemäß für das Trainergespann Matthias Steinert/Robert Torunsky. Nicht ein einziges Mal konnten die Coaches in den zahlreichen Testspielen ihren kompletten Kader aufbieten und mussten gerade durch die Verletzungen der beiden Spielmacher Jörg Schloder und Basti Schindler sehr viel improvisieren. In den letzten beiden Wochen hat sich die neu formierte Mannschaft aber gefunden und ist noch näher zusammengerückt. Der hervorragende Teamgeist ist ohnehin das große Plus der Truppe: Gerade bei den Neuzugängen wurde großer Wert darauf gelegt, dass sich mit dem Verein identifizieren und auch charakterlich in das Mannschaftsgefüge passen. Auf Verstärkungen aus Tschechien wurde bewusst verzichtet, auch wenn sicherlich interessante Akteure bei den Verantwortlichen vorstellig geworden sind: Dies hätte einfach nicht zu der Philosophie eines der größten Jugendausbildungsvereine Bayerns gepasst.

Der Identifikationsfaktor der Mannschaft bei den treuen Zuschauern ist enorm hoch und deren Unterstützung brauchen die Vilsstädter für die schwierige Mission „Klassenerhalt“ auch wie nie zuvor. In Landshut wird eine Busladung Schlachtenbummler das Team anfeuern und hoffentlich den ersten Erfolg in der neuen Liga miterleben.

Die dort ansässige Turngemeinde möchte natürlich ebenfalls mit einem Sieg in die Saison starten. Über die Hausherren ist nur wenig bekannt: Kopf des Teams ist Spielertrainer Markus Böhner, ein glänzender Handballer mit viel höherklassiger Erfahrung. Nach eigenen Angaben spielte Landshut „eine Vorbereitung mit Licht und Schatten“ und der Coach sieht die Qualität im Kader „als noch nicht breit genug an“. Abhilfe soll Linkshänder Fabian Grolms verschaffen, den es beruflich aus dem Norden nach Niederbayern verschlagen hat. Auch die anderen Neuzugänge haben Böhner überzeugt und somit geht die Favoritenrolle in dieser Partie an die Heimmannschaft.

Aber bekanntlich hat ja das erste Saisonspiel so seine eigenen Gesetze und für den Ligaverbleib muss ohnehin auch auswärts gepunktet werden. Der 19-Mann-Kader der HG gewährleistet, dass das Team auch Ausfälle in der bis Mai dauernden und mit 26 Begegnungen ausgestatteten Spielzeit kompensieren kann. Der Außenseiter will mutig seine Chance suchen und mit einer gesunden Mischung aus Aufstiegseuphorie, Spielfreude, Einsatzwillen und mannschaftlicher Geschlossenheit für das erste Ausrufezeichen sorgen. Basis ist eine konsequente Abwehrarbeit, die einige Schnellangriffe ermöglichen und damit die Effektivität in der Offensive weiter erhöhen soll. Fehlen wird bei dieser Aufgabe Kreisläufer Daniel Niebler (Urlaub). Ob die Rekonvaleszenten eingesetzt werden können, entscheidet sich erst im Abschlusstraining am Freitag. Spielbeginn ist die in Amberg bestens bekannte Anwurfzeit um 19.30 Uhr im Landshuter Sportzentrum West an der Sandnerstraße.

HG Amberg:
Tor: Prasse, Müller, Vieracker
Feld: Hirsch, Basti Schindler, Schober, Ringeisen, Benni Schindler, Böduel, Braun, Schobert, Donhauser, Frankerl, Schloder, Pömsl und Andersch
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

 

Beitragvon Greenkeeper » 28.09.2009, 06:46

27. September 2009

Nachbericht der 1. Herrenmannschaft gegen die TG Landshut

In ihrem ersten Landesliga-Auftritt nach 14 Jahren Abstinenz zahlten die Handballer der HG Amberg Lehrgeld: die Vilsstädter unterlagen am Samstag bei Mitaufsteiger TG Landshut mit 27:34(10:15).
Amberg hatte sich viel vorgenommen für das Auftaktmatch und startete auch mit einer 2:0-Führung, für die sich Fritz Donhauser verantwortlich zeigte, in die Partie. Nun kamen die Hausherren zu Treffern der Kategorie „Vermeidbar“ und gewannen durch die ersten beiden Erfolgserlebnisse merklich an Sicherheit. Die Niederbayern übernahmen nach 14 Spielminuten beim 6:5 zum ersten Mal die Führung, doch die Gäste konnten die Begegnung weiter offen gestalten. Der 10:10-Zwischenstand war für die HG jedoch alles andere als zufrieden stellend, denn die Oberpfälzer hätten angesichts des Spielverlaufs führen müssen. Zu viele technische Fehler, die oftmals Übermotivation oder Nervosität geschuldet waren, sorgten für Ballverluste und auf der Gegenseite landeten die Abpraller nach Paraden der HG-Keeper fast immer bei Landshut. So kamen die Hausherren etliche Male unnötig in Ballbesitz und die Truppe von Spielertrainer Markus Böhner nutzte dies gekonnt: Fünf Treffer in Serie brachten der TG nach einer eigentlich ausgeglichen verlaufenden ersten Hälfte einen ziemlich komfortablen 15:10-Pausenstand.

Eine Vorentscheidung war diese Hypothek noch nicht, denn die Oberpfälzer glaubten weiter an ihre Chance. Beim 12:16-Anschlusstreffer durch Benni Schindler schien die Partie zu kippen, doch Landshut konnte in dieser schwierigen Situation zweimal den freien Mann finden und sich Luft verschaffen. Im weiteren Verlauf der Partie kam es für die Vilsstädter knüppeldick: Mit Basti Schindler und Tobias Hirsch wurden zwei Akteure auf die Tribüne geschickt, die in ihrer bisherigen Handball-Karriere eine Rote Karte nur vom Hörensagen kannten. Überhaupt spielte die HG in der zweiten Hälfte sehr viel in Unterzahl und das kostete viel Kraft. Obwohl die Partie nach 50 Minuten entschieden war, bewiesen die Spieler eine tolle Moral und stemmten sich gegen die Niederlage. Dass die Mittel an diesem Abend nicht ausreichten, hatte viele Gründe: Zunächst mal einen starken Gegner, der sehr abgebrüht agierte und verdient die beiden Zähler einfuhr. Bei den Ambergern hätte schon alles passen müssen, um dies zu kompensieren. Das Fehlen von Spielmacher Jörg Schloder war an allen Ecken zu spüren, die Rekonvaleszenten sind verständlicherweise noch nicht bei ihrem vollen Leistungsvermögen angekommen und einige Leistungsträger spielten deutlich unter ihren Möglichkeiten. Ein vergessenes Tor im ersten Durchgang und nur ein zugestandener Siebenmeter in 60 Minuten trugen auch nicht gerade zur Sicherheit bei, aber die 27:34-Niederlage kann nicht an den Schiedsrichtern festgemacht werden. Ausschlaggebend waren eindeutig die zu hohe Fehlerquote im Angriff und eine nicht immer sattelfeste Deckung.

Das verlorene Spiel ist kein Beinbruch für die Amberger, die sich damit in bester Gesellschaft befinden. Dass in der Landesliga gerade auswärts ein heftiger Wind weht, mussten am ersten Spieltag alle Gastmannschaften schmerzhaft erfahren. In sämtlichen Duellen setzte sich das Heimteam meist klar durch und so bleibt der HG die Hoffnung auf die Heimpremiere in der kommenden Woche. Positiv stimmt der Kampfgeist der Truppe, die trotz der Pleite von den sehr zahlreich mitgereisten Schlachtenbummlern viel Applaus gespendet bekam. Bester Amberger war „Paule“ Böduel, der Gegenspieler und Hallensprecher immer wieder vor schwierige Aufgaben stellte.

HG Amberg:
Tor: Prasse, Müller, Vieracker
Feld: Böduel (6), Braun (6/1), Donhauser (4), Benni Schindler, Frankerl (je 3), Schober (2), Hirsch, Ringeisen, Schobert (je 1), sowie Basti Schindler
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 01.10.2009, 08:26

Vorbericht der 1. Herrenmannschaft gegen den TSV Partenstein

Die Handballer der HG Amberg präsentieren sich am Samstag zum ersten Mal in der Saison 2009/2010 ihrem Publikum. Zur Heimpremiere (Anwurf 19.30 Uhr in der GMG-Dreifachturnhalle) gibt mit dem TSV Partenstein ein weit gereister Gast, der sich aus dem Spessart auf den Weg in die Vilsstadt macht, seine Visitenkarte ab. Die Oberfranken sind aber nicht wegen der touristischen Highlights nach Amberg gekommen, sondern ausschließlich in räuberischer Absicht unterwegs: Das Team von Coach Manfred Wirth möchte die beiden Punkte entführen und den glänzenden Start in die Spielzeit auch auf fremden Terrain ausbauen.
Die Hausherren mussten sich am vergangenen Wochenende – wie alle anderen Auswärtsmannschaften auch geschlagen geben – und unterlagen beim Mitaufsteiger in Landshut. Dabei war man alles andere als chancenlos, doch eine deutlich zu hohe Fehlerquote kombiniert mit anderen Faktoren verhinderte etwas Zählbares. Die Niederlage kann jedoch leicht verdaut werden und muss nicht weiter auf den Magen schlagen: Nur zwei „Rennie“ bzw. Zähler genügen! Die Gastgeber bauen dabei nicht nur auf das Gesetz der Serie und die Fortsetzung der Dominanz der Heimteams, sondern auch auf die Unterstützung ihrer Fans. Deren Zuspruch war schon in Landshut beeindruckend und die HG würde ihren Zuschauer so gern einen Sieg schenken. Und mal ehrlich – eine absolute Sehenswürdigkeit samstagabends in Amberg ist ein Handballspiel in der GMG-Dreifachturnhalle.

In der Landesliga wird ein deutlich schnellerer Ball gespielt und die größtenteils unbekannten Gegner aus fünf Regierungsbezirken sind allesamt reizvoll. Um erfolgreich in diesem Konzert mitspielen zu können, müssen die Protagonisten aus der Oberpfalz vor allem die Ballverluste reduzieren, die auch immer die Deckung in Schwierigkeiten brachten. Die Wurfquote noch einen Tick nach oben und das Team des Trainergespanns Matthias Steinert/Robert Torunsky kann sich berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg machen.

Vor dem Mitaufsteiger aus Partenstein ist man gewarnt, denn der TSV konnten am ersten Spieltag – obwohl ersatzgeschwächt – den VfB Forchheim sehr deutlich mit 29:18 in die Schranken verweisen. Das Ergebnis lässt eine starke Defensive erahnen und auch die Offensive ist nicht ohne. Die Amberger dürfen deshalb aber nicht vor Ehrfurcht erstarren, denn wie die vergangene Woche gezeigt hat, sind Auswärtspartie und Heimspiel zwei Paar Stiefel. Vieles deutet darauf hin, dass die Coaches das gleiche Aufgebot wie zum Auftakt ins Rennen schicken werden.

HG Amberg:
Tor: Müller, Prasse, Vieracker
Feld: Benni Schindler, Donhauser, Schober, Frankerl, Ringeisen, Basti Schindler, Schobert, Braun, Hirsch und Böduel
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 05.10.2009, 06:38

Nachbericht der 1. Herrenmannschaft gegen den TSV Partenstein

(tor). Was war das für ein Spiel! Die Heimpremiere der Landesliga-Handballer der HG Amberg bot über 60 Minuten tollen Sport und mehr Nervenkitzel als für alle Beteiligten zuträglich war. Das 27:27(14:13)-Unentschieden der Vilsstädter gegen den TSV Partenstein passte dabei wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, denn diese Partie hatte wahrlich keinen Verlierer verdient. So waren am Ende trotz der Punkteteilung irgendwie alle Gewinner: Ganz besonders die Zuschauer, die Zeuge dieser denkwürdigen Begegnung waren und nach dem Abpfiff die Spieler beider Lager mit reichlich Applaus für die perfekte Samstagabendunterhaltung belohnten.
Wie erwartet erwiesen sich die hoch motivierten Gäste als großes Kaliber: Der Mitaufsteiger aus dem Spessart hatte bei seinem 29:18-Auftaktsieg gegen Forchheim reichlich Selbstvertrauen getankt und war ein ganz schwer zu spielender Gegner. Partenstein legte trotz der Reisestrapazen los wie die Feuerwehr und stellte die Deckung der Hausherren in der Anfangsviertelstunde vor unlösbare Aufgaben. Die TSV-Akteure setzten dabei fast immer ihren Kreisläufer gekonnt in Szene, der nicht nur wegen seiner Körpergröße von 205 Zentimetern ein überragendes Spiel ablieferte. Wie schon in der Vorwoche leistete sich Amberg zu viele Ballverluste und Fehlwürfe. Nach etwas über 14 Minuten sah es beim 3:9-Zwischenstand zappenduster aus und der erste Landesliga-Heimauftritt nach 14 Jahren drohte zum Fiasko zu verkommen. Die HG ließ sich jedoch nicht unterkriegen und kämpfte sich zurück. Eine Abwehrumstellung brachte mehr Sicherheit und der glänzende Keeper Mathias Prasse hielt seine Farben mit drei gehaltenen Strafwürfen im Spiel. Gestützt auf die Paraden und weitere Ballgewinne holten die Oberpfälzer in Windeseile auf. In der 28. Minute gelang dem starken Fritz Donhauser der 13:13-Ausgleich. Partenstein musste nun seinen wenigen Wechselmöglichkeiten und dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Der Pausenpfiff des gut leitenden Fürther Schiedsrichtergespanns, das sich trotz seiner jungen Jahre nicht von dem Hexenkessel beeindrucken ließ, erfolgte für die Gäste genau zur rechten Zeit.
Duplizität der Ereignisse dann nach Wiederanpfiff: Erneut kamen die Unterfranken! besser in Tritt, bevor das Pendel langsam zu Gunsten der Heimmannschaft ausschlug. Die 22:19-Führung der Amberger nach 46 Minuten war jedoch nicht die erhoffte Vorentscheidung. Der ungarische Klassekeeper der Gäste trieb die HG-Angreifer in der Folgezeit mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung und in der Offensive war Partenstein allein durch seine beiden Zwei-Meter-Riesen und die flinken Aufbauspieler jederzeit brandgefährlich. Bei den Ambergern dünnte sich nach einer roten Karte und Verletzungen der ohnehin dezimierte Kader immer weiter aus. Nur kühne Optimisten rechneten angesichts des Zwei-Tore-Rückstandes fünf Minuten vor Ende und der Unterzahlsituation noch mit einem positiven Ausgang. Mit dem Mute der Verzweiflung fasste sich der bis dahin ziemlich unglücklich agierende Max Schobert ein Herz und versenkte zwei Unterarmgeschosse im Tornetz. Die Halle stand Kopf und allein über die letzten Minuten der Begegnung ließe sich ein ganzes Buch schreiben. Die Kurzform: 50 Sekunden vor dem Ende egalisierte der vom Siebenmeterpunkt eiskalte Basti Braun den Rückstand. Im Gegenzug erzielten die Unterfranken! die erneute Führung, die von „Paule“ Böduel Sekunden vor dem Abpfiff abermals ausgeglichen wurde. Der Freiwurf der sympathischen Gäste mit dem Abpfiff brachte nichts mehr ein und es blieb beim leistungsgerechten Remis.
Aus einer geschlossenen Amberger Mannschaft, in der jeder Spieler zum umjubelten Punktgewinn beigetragen hatte, ist neben Fritz Donhauser und Mathias Prasse besonders Linkshänder Basti Braun herauszuheben. Der Neuzugang blieb zwar im Positionsangriff unter seinen Möglichkeiten, aber seine Abwehrleistung gegen die „Kreisläufer-Kante“ des TSV sowie seine unglaublichen Siebenmeterwürfe im Duell mit dem hervorragenden Gästekeeper waren eine Schau.

HG Amberg:
Tor: Prasse, Müller Vieracker
Feld: Braun (7/6), Donhauser, Hirsch (je 5), Böduel (3), Benni Schindler, Schobert (je 2), Basti Schindler (2/1), Ringeisen (1) sowie Frankerl und Schober
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon matze » 09.10.2009, 07:12

Vorbericht der 1. Herrenmannschaft gegen den HC Erlangen II

(tor). Die Handballer der HG Amberg sind mit dem 27:27-Unentschieden am vergangenen Wochenende gegen den TSV Partenstein und dem damit verbundenen Punktgewinn in der Landesliga angekommen. Die Ankunft erfolgte genau zum richtigen Zeitpunkt, denn am Samstag gastieren die Vilsstädter beim Aufstiegsfavoriten HC Erlangen II. Gegen die Zweitbundesliga-Reserve müssen die Oberpfälzer schon am absoluten Limit spielen, um Aussicht auf einen Überraschungscoup zu haben.
Die Aufgabe wird aber nicht nur angesichts der Klasse der Gastgeber sehr schwierig, denn das Erlanger Team nennt sich nicht zu Unrecht „1b“: Der Zähler in dem dramatischen und mitreißenden Duell mit dem Mitaufsteiger Partenstein wurde teuer erkauft. Mit Tobias Hirsch und Benni Schindler fallen zwei Leistungsträger bei der HG aus, die sich zu Spielmacher Jörg Schloder auf die Tribüne gesellen werden. Daneben gibt es noch einige weitere angeschlagene Akteure, die aber wohl auflaufen werden können. Das Amberger Team stellt sich also praktisch von alleine auf und muss noch enger zusammen rücken. Moral und Teamgeist der Mannschaft des Trainergespanns Matthias Steinert/Robert Torunsky sind aber „1a“ und der knappe Sieg der Erlanger in Forchheim am letzten Spieltag hat gezeigt, dass die Mittelfranken nicht unangreifbar sind.
Der HC hat vor Saisonbeginn das Saisonziel „Aufstieg in die Bayernliga“ klar formuliert. Für einen Zweitligisten ist eine höherklassige Reserve auch enorm wichtig und deswegen hat sich auch Coburg den Gang in die Eliteklasse des Freistaats auf die Fahnen geschrieben. Letztere mussten aber bereits zwei Rückschläge hinnehmen und verloren unter anderem das direkte Duell in Erlangen deutlich mit 27:34. So könnte sich möglicherweise Ambergs Lokalrivale HC Sulzbach als härtester Konkurrent im Meisterschaftsrennen erweisen, der allerdings auch schon zwei Minuspunkte auf dem Konto hat. Erlangens Vorteile gegenüber den meisten Kontrahenten liegen auf der Hand: Das Team aus der Universitätsstadt verfügt über beste Trainingsbedingungen und gerade die Spieler aus dem Perspektivkader des Profiteams können wesentlich öfter die Handballschuhe schnüren als die meisten Gegner in der Landesliga. Coach Stefan Mittag setzt folglich konsequent auf Tempohandball, um die konditionellen Vorteile seiner Truppe auszuspielen. Eckpfeiler des HC sind die Linkshänder Sven Eskofier und Alexander Streng sowie Spielmacher Dietmar Mathias. Letzterer ist die Schaltzentrale und mit seiner Kreativität ein entscheidender Faktor in der Offensive.
Im Duell der kleinen Ballverteiler mit Dietmar Mathias ist Ambergs Regisseur Sebastian Schindler gefordert, der gegen Partenstein ein exzellenter Regisseur war. Eine disziplinierte Spielweise mit hoher Wurfquote und wenig Ballverlusten ist erforderlich, damit Erlangen seine Stärke bei Tempogegenstößen nicht ausspielen kann. Gegen die schnelle Mitte ist eine konsequente Rückwärtsbewegung essentiell, was angesichts des dezimierten Kaders sicher ein Kraftakt werden wird. Die HG will die Partie so lange wie möglich offen gestalten und hofft dabei auf einen Routine-Vorteil gegenüber den größtenteils blutjungen Hausherren. Anwurf ist um 19.30 Uhr in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle.

HG Amberg:
Tor: Prasse, Müller, Vieracker
Feld: Basti Schindler, Donhauser, Schobert, Frankerl, Böduel, Braun, Schober und Ringeisen
matze
Bezirksliga
 
Beiträge: 100
Registriert: 24.07.2007, 15:11

Beitragvon Greenkeeper » 13.10.2009, 16:43

Nachbericht der 1. Herrenmannschaft gegen den HC Erlangen II

(tor). Die Landesliga-Handballer der HG Amberg kamen am Samstagabend beim Meisterschaftsfavoriten HC Erlangen II mächtig unter die Räder: Mit 19:33(10:16) unterlagen die Vilsstädter auch in der Höhe verdient den Mittelfranken.
Nach der starken Leistung gegen Partenstein hatte man auf eine wesentlich knapper verlaufende Partie gehofft, auch wenn die Vorzeichen nicht gut waren. Mit Tobias Hirsch, Benni Schindler und Daniel Niebler fehlten im Vorfeld schon drei wichtige Spieler, dazu gesellte sich außerdem kurzfristig der grippeerkrankte Max Schobert. Damit noch nicht genug: Nach wenigen Minuten in der Partie musste Linkshänder Fritz Donhauser mit Achillessehnenbeschwerden passen. Das dezimierte Aufgebot der Amberger hätte sich dennoch weitaus besser verkaufen können, allerdings hätten dafür die verbliebenen Akteure am absoluten Limit spielen müssen. Es schien aber so, als hätten die Protagonisten vorab kollektiv im Bergwerk übernachtet, denn das Team hatte einen kohlrabenschwarzen Tag erwischt.
Zu Beginn der Begegnung hatte alles noch ganz ordentlich ausgesehen. Bis zum 4:4-Zwischenstand hielten die Oberpfälzer gut mit, verpassten aber durch einen vergebenen Strafwurf die Führung. In der Folgezeit wäre viel mehr möglich gewesen, doch Fehlwürfe und Ballverluste ließen die jungen Gastgeber immer leicht in Führung bleiben. Die Anschlusstreffer wurden leichtfertig vergeben und im direkten Gegenzug setzte es weitere Tore. Bis zum Halbzeitpfiff zeichneten sich die Amberger nur noch dadurch aus, dass sie die taktischen Vorgaben des Trainergespanns mit vorschnellen, unvorbereiteten Abschlüssen missachteten und damit die akribische Vorbereitung ad absurdum führten.
Die zweite Hälfte ist schnell erzählt: Die HG konnten auch nach Wiederanpfiff weder den Hebel umlegen noch die richtigen Knöpfe drücken. Auf mehreren Positionen fehlten schlichtweg auch die Alternativen, sodass die fälligen Denk- und Schaffenspausen für einige Akteure kaum umgesetzt werden konnten. Erlangen machte mit seiner voll besetzten Bank fortwährend mächtig Druck und schraubte das Ergebnis immer weiter in die Höhe. Der Schlusspfiff konnte für die Gäste gar nicht früh genug kommen, denn außer den nimmermüden Schlachtenbummlern erreichte kaum ein Aktiver Landesliga-Niveau. Mit dem Spiel ging auch das doppelte Debüt von zwei Spielern in die Hose: Jörg Schloder feierte nach längerer Verletzungspause sein Comeback und Neuzugang Christian Roth gab seinen Einstand bei der HG. Die Amberger müssen aus diesem uninspirierten Auftritt schnell ihre Lehren ziehen und im kommenden Heimspiel gegen den MTV Stadeln so ziemlich alles deutlich besser machen.

HG Amberg:
Tor: Prasse, Vieracker
Feld: Basti Schindler (6/1), Braun (3), Schloder (3/1), Frankerl (je 2), Böduel, Pömsl, Donhauser, Schober, Steinert (je 1), sowie Roth und Ringeisen
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Vorbericht der 1. Herrenmannschaft gegen den MTV Stadeln

Beitragvon matze » 16.10.2009, 07:38

(tor). Amberg, meine Perle, du wunderschöne Stadt – so fühlen derzeit Fans, Spieler und Verantwortliche der Landesliga-Handballer der HG Amberg nach den beiden deutlichen Niederlagen in der Fremde in Anlehnung an den Hamburger Kultsänger Lotto King Karl. Denn zuhause in der Vilsstadt ist nach dem Punktgewinn gegen Partenstein im bislang einzigen Heimauftritt die Welt noch in Ordnung. Damit der Wohlfühl-Faktor auch weiterhin greift, muss am Samstag gegen den MTV Stadeln (Anwurf 19.30 Uhr) ein weiterer Erfolg her.
Dass dies alles andere als einfach wird, ist bereits beim Blick auf die Tabelle ersichtlich. Die Gäste aus Fürth starteten mit drei Siegen in die Spielzeit und liegen punktgleich mit dem Aufstiegsfavoriten HC Erlangen II und der HG Kunstadt an der Tabellenspitze. Die Truppe von MTV-Trainer Klaus Jahn kommt traditionell hervorragend aus den Startlöchern: Schon in der vergangenen Runde gelang mit fünf Erfolgen in Serie ein Auftakt nach Maß. Den brauchten sie in der Endabrechnung aber auch dringend, denn die Mittelfranken konnten erst durch einen Heimsieg am letzten Spieltag der Relegation entrinnen.
Über einen derartigen Saisonverlauf wären die Amberger heilfroh, auch wenn die derzeitige Bilanz angesichts der Schwere der Aufgaben noch kein Beinbruch ist. Schlimmer war da schon die Leistung bei der 19:33-Niederlage in Erlangen am vergangenen Wochenende, die trotz etlicher fehlender Stammkräfte inakzeptabel war. Aus diesem selbst gegrabenen Loch müssen sich die Spieler am eigenen Schopfe wieder herausziehen, damit die Klassenerhaltsambitionen nicht vorzeitig begraben werden müssen. Grundvoraussetzung dafür ist absolute Disziplin – sei es bei taktischen Vorgaben oder dem mentalen Verarbeiten von nicht beeinflussbaren Dingen.
Hoffnung besteht in der Tatsache, dass die Amberger wieder auf Max Schobert und Tobias Hirsch zurückgreifen können. Mit Benni Schindler und Fritz Donhauser fallen zwar wichtige Stützen aus, doch der wichtigste Faktor steht ohnehin nicht auf dem Spielberichtsbogen: das Amberger Publikum, das gegen Partenstein für Gänsehaut-Atmosphäre in der GMG-Dreifachturnhalle gesorgt hatte. Mit einer derartigen Unterstützung lassen sich zwar Berge versetzen, dennoch darf sich die Truppe des Trainergespanns Matthias Steinert nicht ausschließlich auf den „achten Mann“ verlassen. Die Spieler müssen nicht nur individuell eine Top-Leistung abrufen, sondern auch im Verbund bedingungslos für ihre Nebenleute kämpfen. Nur so ist der Tabellenzweite in Schach zu halten. Stadeln stellt eine schwer ausrechenbare Truppe, die von jeder Position gefährlich ist und die Last des Torewerfens auf viele Schultern verteilt. Das Selbstvertrauen des MTV ist nach 6:0 Punkten dementsprechend hoch und die Gäste werden mit breiter Brust anreisen.
Die HG setzt dennoch auf einen Sieg, mit dem die Oberpfälzer sich nicht nur mächtig Luft im Abstiegskampf, sondern auch sich selbst mehr Volumen im Oberkörper für die kommenden Wochen verschaffen könnten.

HG Amberg:
Tor: Prasse, Vieracker
Feld: Böduel, Schloder, Ringeisen, Basti Schindler, Frankerl, Schobert, Braun, Schober, Roth und Hirsch
matze
Bezirksliga
 
Beiträge: 100
Registriert: 24.07.2007, 15:11

Beitragvon RCT » 18.10.2009, 17:44

(tor). Die Landesliga-Handballer der HG Amberg bleiben auf heimischen Parkett weiter ungeschlagen: Am Samstag besiegten die Vilsstädter den Tabellenzweiten MTV Stadeln mit 29:27(13:13).
Schon vor Beginn der Partie war zu spüren, dass im Vergleich zur Vorwoche eine völlig andere Amberger Mannschaft in der Halle war. Die Spieler hatten sich nach der 19:33-Klatsche in Erlangen sehr viel vorgenommen und brannten auf den ersten Heimsieg. Auch personell hatte die HG ein verändertes Gesicht, denn die in Erlangen schmerzlich vermissten Tobias Hirsch und Max Schobert standen wieder im Kader.
Trotz ihrer Heimstärke gingen die Hausherren als Außenseiter in die Partie, denn Stadeln reiste mit der beeindruckenden Bilanz von 6:0 Punkten aus den ersten drei Partien an. Zudem fehlten bei Amberg mit Fritz Donhauser und Benni Schindler zwei Spieler aus der ersten Sieben. Trotz der schweren Ausgangslage stand das Team des Trainergespanns Matthias Steinert/Robert Torunsky mit der Ausbeute von 1:5 Zählern unter Druck, denn im Falle einer Niederlage wäre man schon zu Saisonbeginn ganz tief in den Tabellenkeller gerutscht.
Die Oberpfälzer starteten gut und die 3:1-Führung war Balsam auf die Wunden der Vorwoche. Der Deckungsverbund arbeitete hervorragend, dennoch hatte die Abwehr mit der starken rechten Angriffseite der Gäste so ihre Probleme. Auch im Angriff hatte die HG Schwierigkeiten, denn die Halbspieler konnten ihre Möglichkeiten nicht verwerten und scheiterten etliche Male am starken TV-Keeper oder dem Holz. Dass es trotzdem zu einem Unentschieden zur Pause reichte, lag an der Torgefahr von Regisseur Basti Schindler und dem unbedingten Willen der Spieler: „Paule“ Böduel und Tobias Hirsch sorgten mit ihrem beherzten Nachsetzen für wichtige Treffer und verwandelten zwei Abpraller mit letztem Einsatz.
Nach der Pause sahen die HG-Fans die Felle davonschwimmen, denn ihre Lieblinge mussten sich mit einer dreifachen Unterzahl auseinandersetzen. Torhüter Mathias Prasse, der ein starker Rückhalt war, bewahrte seine Farben mit einem gehaltenen Siebenmeter vor dem Rückstand. Im Gegenzug gelang Basti Braun mit seinem ersten Treffer die wichtige Führung. Neben Braun hatten auch seine Rückraumkollegen Schobert und Frankerl im zweiten Durchgang den Fahrkartenschalter verlassen – das Trio erzielte neun seiner elf Tore nach Wiederanpfiff. Die hervorragend verlaufenen Unterzahlsituationen hatten den Gastgebern mächtig Selbstvertrauen verliehen und zwei verwandelte Kempa-Tricks zur 21:17-Führung machten die Halle zum Tollhaus. Stadeln demonstrierte aber seine Klasse und blieb dran – auch weil die HG ihr Erfolgsrezept verließ und einige Male zu früh den Abschluss suchte. Basti Braun konnte den daraus resultierenden 24:25-Rückstand egalisieren und wenig später gelang Tobias Hirsch mit einem frechen Kopfleger die erneute Führung. Angetrieben von den fantastischen Zuschauern verteidigten die Hausherren den Vorsprung, den Linksaußen Hirsch in der 57. Minute per Strafwurf auf 29:27 erhöhte. Die letzten 200 Sekunden bis zur Schlusssirene verliefen dann sehr ungewöhnlich, denn beiden Teams gelang trotz bester Chancen kein Tor mehr. So feierte die HG ihren ersten Landesliga-Sieg nach 14 Jahren und wurde vom Publikum für die tolle Mannschaftsleistung mit stehenden Ovationen belohnt.
HG Amberg:
Tor: Ma. Prasse, Vieracker
Feld: Hirsch (6/1), Basti Schindler, Braun (je 5), Böduel (4), Schobert, Frankerl (je 3), Ringeisen (2), Schloder (1) sowie Roth.
RCT
Bezirksliga
 
Beiträge: 53
Registriert: 26.06.2007, 14:27

Beitragvon Greenkeeper » 20.10.2009, 09:53

Nachbericht der 1. Herrenmannschaft gegen den MTV Stadeln

(tor). Die Landesliga-Handballer der HG Amberg bleiben auf heimischen Parkett weiter ungeschlagen: Am Samstag besiegten die Vilsstädter den Tabellenzweiten MTV Stadeln mit 29:27(13:13).
Schon vor Beginn der Partie war zu spüren, dass im Vergleich zur Vorwoche eine völlig andere Amberger Mannschaft in der Halle war. Die Spieler hatten sich nach der 19:33-Klatsche in Erlangen sehr viel vorgenommen und brannten auf den ersten Heimsieg. Auch personell hatte die HG ein verändertes Gesicht, denn die in Erlangen schmerzlich vermissten Tobias Hirsch und Max Schobert standen wieder im Kader.
Trotz ihrer Heimstärke gingen die Hausherren als Außenseiter in die Partie, denn Stadeln reiste mit der beeindruckenden Bilanz von 6:0 Punkten aus den ersten drei Partien an. Zudem fehlten bei Amberg mit Fritz Donhauser und Benni Schindler zwei Spieler aus der ersten Sieben. Trotz der schweren Ausgangslage stand das Team des Trainergespanns Matthias Steinert/Robert Torunsky mit der Ausbeute von 1:5 Zählern unter Druck, denn im Falle einer Niederlage wäre man schon zu Saisonbeginn ganz tief in den Tabellenkeller gerutscht.
Die Oberpfälzer starteten gut und die 3:1-Führung war Balsam auf die Wunden der Vorwoche. Der Deckungsverbund arbeitete hervorragend, dennoch hatte die Abwehr mit der starken rechten Angriffseite der Gäste so ihre Probleme. Auch im Angriff hatte die HG Schwierigkeiten, denn die Halbspieler konnten ihre Möglichkeiten nicht verwerten und scheiterten etliche Male am starken TV-Keeper oder dem Holz. Dass es trotzdem zu einem Unentschieden zur Pause reichte, lag an der Torgefahr von Regisseur Basti Schindler und dem unbedingten Willen der Spieler: "Paule" Böduel und Tobias Hirsch sorgten mit ihrem beherzten Nachsetzen für wichtige Treffer und verwandelten zwei Abpraller mit letztem Einsatz.
Nach der Pause sahen die HG-Fans die Felle davonschwimmen, denn ihre Lieblinge mussten sich mit einer dreifachen Unterzahl auseinandersetzen. Torhüter Mathias Prasse, der ein starker Rückhalt war, bewahrte seine Farben mit einem gehaltenen Siebenmeter vor dem Rückstand. Im Gegenzug gelang Basti Braun mit seinem ersten Treffer die wichtige Führung. Neben Braun hatten auch seine Rückraumkollegen Schobert und Frankerl im zweiten Durchgang den Fahrkartenschalter verlassen - das Trio erzielte neun seiner elf Tore nach Wiederanpfiff. Die hervorragend verlaufenen Unterzahlsituationen hatten den Gastgebern mächtig Selbstvertrauen verliehen und zwei verwandelte Kempa-Tricks zur 21:17-Führung machten die Halle zum Tollhaus. Stadeln demonstrierte aber seine Klasse und blieb dran - auch weil die HG ihr Erfolgsrezept verließ und einige Male zu früh den Abschluss suchte. Basti Braun konnte den daraus resultierenden 24:25-Rückstand egalisieren und wenig später gelang Tobias Hirsch mit einem frechen Kopfleger die erneute Führung. Angetrieben von den fantastischen Zuschauern verteidigten die Hausherren den Vorsprung, den Linksaußen Hirsch in der 57. Minute per Strafwurf auf 29:27 erhöhte. Die letzten 200 Sekunden bis zur Schlusssirene verliefen dann sehr ungewöhnlich, denn beiden Teams gelang trotz bester Chancen kein Tor mehr. So feierte die HG ihren ersten Landesliga-Sieg nach 14 Jahren und wurde vom Publikum für die tolle Mannschaftsleistung mit stehenden Ovationen belohnt.

HG Amberg:
Tor: Ma. Prasse, Vieracker
Feld: Hirsch (6/1), Basti Schindler, Braun (je 5), Böduel (4), Schobert, Frankerl (je 3), Ringeisen (2), Schloder (1) sowie Roth
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 22.10.2009, 13:58

Vorbericht der 1. Herrenmannschaft gegen den TV Gerolzhofen

Am fünften Spieltag der Handball-Landesliga Nord wartet auf die HG Amberg bereits die fünfte Mannschaft aus den „Top 5“ der Tabelle: Die Vilsstädter gastieren am Samstagabend (Anwurf 20 Uhr) beim Drittplatzierten Gerolzhofen.

Der ungeschlagene TV verbuchte bislang 7:1 Zähler und liegt punktgleich mit dem TSV Partenstein hinter Klassenprimus HC Erlangen II in Lauerstellung. Der glänzende Saisonstart kommt auch für Coach Stefan Dinkel etwas überraschend, denn der Übungsleiter hatte nach der abgelaufenen Spielzeit doch einen enormen personellen Substanzverlust bei seinem Team zu beklagen. Seine junge Mannschaft hat die Abgänge aber offenbar bestens verkraftet und schickt sich an, die hervorragende Vorjahresplatzierung (Tabellenvierter) noch zu toppen. Es sind zwar noch 22 Spiele zu absolvieren, der vor wenigen Monaten von einigen Experten und sogar Dinkel selbst noch prognostizierte Abstiegskampf dürfte aber definitiv kein Thema sein.

Völlig anders sieht es bei der HG aus. Die Truppe des Trainergespanns Matthias Steinert/Robert Torunsky belegt mit 3:5 Punkten Rang neun. Am vergangenen Wochenende feierten die Oberpfälzer mit dem 29:27-Heimerfolg gegen den MTV Stadeln den ersten „Zweier“. Der Jubel war dementsprechend groß, doch für Träumereien ist kein Platz. Die bisherigen Spiele haben gezeigt, dass die Liga sehr stark ist und die Amberger können nur bestehen, wenn sie in jeder Partie individuell und kollektiv bis oder sogar über ihre Leistungsgrenze gehen. Vor dem fantastischen Publikum in heimischer Halle klappte das bislang hervorragend: die Vorstellungen waren klasse, die Ausbeute gut und die begeisternden Spiele besaßen Event-Charakter.

Doch in der Fremde waren die Auftritte eine völlig andere Geschichte. Das „Auswärtsgesicht“ der Vilsstädter war bislang ziemlich hässlich und es setzte deutliche Niederlagen. Die Aufgaben in Landshut und speziell Erlangen dürften zwar zu den schwierigsten zählen, dennoch waren die Leistungen überhaupt nicht so, wie sich die Verantwortlichen das vorstellen. Gerade in der Fremde ist taktische Disziplin unabdingbar, mit unvorbereiteten Lustwürfen ist kein Staat zu machen. Das ist auch völlig unnötig, denn die HG verfügt über ein extrem großes Repertoire an Auslösehandlungen, mit Basti Schindler und Jörg Schloder über zwei kreative Gestalter sowie zweikampfstarke Akteure auf allen Positionen. Gepaart mit Gegenstößen aus einer gut funktionierenden Deckung müssen die Amberger dieses Gesamtpaket über 60 Minuten schnüren, denn die Hausherren verfügen über eine giftige 6:0-Deckung, die nur mit Spielwitz und Entschlossenheit zu knacken ist.

Gerade in eigener Halle – der Gerolzhofener Hexenkessel ist durchaus mit der GMG-Dreifachturnhalle zu vergleichen – sind die Unterfranken klarer Favorit. Mit dem Selbstvertrauen des Stadeln-Siegs wollen die Amberger aber alles in die Wagschale werfen, denn im Anschluss wartet ein spielfreies Wochenende zur Regeneration. Die HG-Trainer können die Formation der Vorwoche plus „Comebacker“ Daniel Niebler aufbieten, mit Fritz Donhauser und Benni Schindler fallen aber weiterhin zwei Leistungsträger aus.

HG Amberg:
Tor: Prasse, Vieracker
Feld: Böduel, Braun, Frankerl, Hirsch, Niebler, Ringeisen, Roth, Basti Schindler, Schloder, Schober und Schobert
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

 
Nächste

Zurück zu Herren - Landesliga Nord

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

cron