von Greenkeeper » 11.09.2009, 06:57
HSC und ein glückliches Händchen
Interview mit Martin Benkert – Ein Platz in der Spitzengruppe wird anvisiert
Bad Neustadt In der Handball-Regionalliga Süd fällt an diesem Wochenende der Startschuss für die Saison 2009/2010. Unsere Sportredaktion führte anlässlich des Rundenbeginns ein Interview mit dem 44-jährigen Juristen Martin Benkert, Geschäftsführer der Bad Neustädter Spielbetriebs-KG:
Frage: Als letztjähriger Vizemeister ist der HSC von der Konkurrenz zu einem der absoluten Top-Favoriten auf den Meistertitel auserkoren worden. Wie geht man an der fränkischen Saale mit dieser Rolle um?
Martin Benkert: Wir wollen vorne mitspielen. Es ist doch verständlich, dass uns andere Teams als Anwärter auf Platz eins nennen, um von ihrer eigenen Rolle als Meisterschaftsfavorit abzulenken.
Wer sind für Sie die heißesten Meisterschaftskandidaten?
Benkert: Meines Erachtens muss da in erster Linie einmal der ESV Lok Pirna genannt werden, wenn man sieht, wie der sich in der Sommerpause verstärkt hat. Auch andere Mannschaften haben nicht geschlafen. Letztlich weiß man nie, mit wem dann wirklich zu rechnen ist. In dieser Klasse sind nämlich alle Mannschaften gefährlich, was wir letzte Saison leidvoll am eigenen Leib erfahren mussten. Und heuer haben wir mit sechs Fixabsteigern noch einmal eine ganz besondere Situation. Es geht für jeden um sehr viel.
Wie ist die Vorbereitung gelaufen und wie sehen Sie den HSC für die neue Spielzeit aufgestellt?
Benkert: Ich denke, dass wir bei unseren beiden Neuverpflichtungen, die sehr schnell integriert worden sind, ein glückliches Händchen hatten. Margots Vaklovskis ist am Kreis auf jeden Fall ein vollwertiger Ersatz für Tommi Sillanpää, wenn nicht sogar eine Steigerung. Und Frank Eidam stellt ebenfalls eine klare Verstärkung dar, von der die gesamte Mannschaft und insbesondere auch Margots Valkovskis profitiert.
Mit der Vorbereitung kann man im Großen und Ganzen zufrieden sein. Ich habe die Mannschaft beispielsweise in Coburg (27:31) gesehen, wo sie mir sehr gut gefallen hat. Aber Testspiele sind bekanntlich Muster ohne Wert. Ab Sonntag wird aus Spaß Ernst. Und man wird sehen, was wir zu leisten imstande sind, wenn es zählt.
Wie in der abgelaufenen Saison startet der HSC aufgrund der neuerlichen Sanierungsarbeiten an der Bürgermeister-Goebels-Halle abermals mit drei Auswärtspartien, ...
Benkert: ... was kein Nachteil sein muss. Das hat man ja in der zurückliegenden Runde gesehen, als wir zunächst dreimal in der Fremde gewonnen und dadurch eine Auftaktserie (22:0 Punkte) hingelegt haben, wie es sie zuvor noch nie gegeben hat. Wir freuen uns aber auch schon riesig darauf, wenn wir Anfang Oktober endlich wieder in unserem „Wohnzimmer“ antreten können.
Die Sanierungsarbeiten auf dem Schulberg werden bis zum ersten Heimspieltermin am 3. Oktober gegen Konstanz abgeschlossen sein?
Benkert: Okay, die Außenfassade wird bis dahin wohl noch nicht fertig sein. Aber nachdem die Handwerker bislang im Zeitplan sind und ihr Bestes geben, gehe ich fest davon aus, dass uns die Halle am 3. Oktober zur Verfügung steht.
Das DHB-Pokalspiel gegen den Zweitligisten EHV Aue wird entgegen der ursprünglichen Absicht am 22. September nun doch im Erzgebirge ausgetragen. Warum das?
Benkert: Weil die Statuten des Deutsche Handball-Bundes keine Terminverlegungen nach hinten zulassen. Wir hatten diesbezüglich zwar auf eine Ausnahmegenehmigung gehofft. Aber der DHB hat da nicht mit sich reden lassen. Und von der zu erwartenden Zuschauerresonanz her ist Aue als Austragungsort einfach attraktiver als die möglichen Alternativen Coburg, Rimpar oder Schmalkalden gewesen.
Was wollen Sie unseren Lesern von dieser Stelle aus sonst noch mitteilen?
Benkert: Zuerst einmal möchte ich mich bei der Stadt und den vielen fleißigen Handwerkern dafür bedanken, dass wir ab dieser Saison ein noch schmuckeres Heimdomizil besitzen werden. Ohne entsprechende Halle wäre ambitionierter Regionalliga-Handball in Bad Neustadt genauso wenig möglich wie ohne die Unterstützung unserer Sponsoren, denen für ihr Engagement ebenfalls Dank gebührt. Schließlich hoffe ich noch darauf, dass wieder möglichst viele Zuschauer den Weg zu den HSC-Heimspielen finden werden und unsere Fans – diesmal allerdings über die ganze Saison – genauso attraktiven und erfolgreichen Handball wie in der letzten Runde zu sehen bekommen.