HSC 93 Fürth
Spielgemeinschaft mit der HG Quelle Fürth auf den Weg gebracht
Männer des HSC 93 und der HG Quelle kooperieren
FÜRTH (fn) – Neue Bewegung kommt in die Fürther Handball-Szene. Die HG Quelle Fürth und der HSC 93 Fürth treten zur nächsten Saison im Männerbereich als Spielgemeinschaft an. Auch zu einer Zusammenarbeit im Jugendbereich wird es voraussichtlich bald kommen.
Bei der HG Quelle saß man vergangene Woche mehrmals zusammen, unter anderem Abteilungsleiter Torsten Vogt mit dem Hauptverein TV Fürth 1860. Sitzungsthema: Die Spielgemeinschaft mit dem HSC. »Wir sind uns einig geworden, dass das ganze ein gangbarer Weg ist, um aus der momentanen Situation herauszukommen», erklärt Vogt nun. Die erste Mannschaft der HG stecke in der Bezirksliga fest, im Training seien oft zu wenig Spieler anwesend.
»Wir hätten auf Dauer nicht vernünftig mit der Mannschaft arbeiten können», sagt indes HSC-Vorsitzender Bruno Riedl. Vor allem schwindende Trainingsbeteiligung, ähnlich wie bei der HG, sei ein großes Manko.
Seit Januar trainieren die ersten Männermannschaften beider Vereine bereits teilweise miteinander. »Die Spieler sind begeistert, und so fielen auch letzte Vorbehalte», sagt Vogt. Das Trainingsniveau sei gestiegen. Zur Saison 2010/11 wird aus den beiden ersten Mannschaften eine neue Erste zusammengestellt, insgesamt spielen dann drei Männerteams unter dem Dach der HG/HSC Fürth, so der offizielle Name.
Immer vorausgesetzt, der Bayerische Handballverband genehmigt den fristgerecht (zum 1. April) eingereichten Antrag, wovon allerdings Riedl, der als Leiter der Spielgemeinschaft fungieren wird, und sein neuer Stellvertreter Vogt ausgehen.
Bei der Männer-Zusammenarbeit soll es indes nicht bleiben. »Unser Ziel ist es, die Jugend in einem nächsten Schritt mit einzubinden», erklärt Vogt. »Gerade darauf liegt unser großes Augenmerk.» Riedl ergänzt, dass eine Zusammenarbeit beim Nachwuchs von Seiten der HSC-Verantwortlichen ebenfalls geradezu gefordert worden sei. Nach Ostern sollen die für die Jugend Zuständigen beider Vereine Gespräche führen, die Frist für eine Spielgemeinschaft ist hier der 1. Juli. Die HG/HSC wäre dann beim Nachwuchs annähernd komplett mit Teams ausgestattet. Die Mitglieder verbleiben in einer Spielgemeinschaft in ihrem jeweiligen Verein. Gegenüber dem spieltechnisch zuständigen Verband, sprich: sportlich, tritt man allerdings als Einheit auf.
Eine Spielgemeinschaft ist auch der MTV Stadeln, derzeit absoluter Spitzenreiter in Fürth, vor allem in Sachen Jugendhandball. »Wir wollen einen zweiten großen Handballverein als Alternative schaffen», grenzt sich Vogt ab. »Es geht für uns jetzt darum, in den Jugendbereich mehr Qualität reinzubringen», sagt Riedl. Dies könne durch die Zusammenführung gelingen.
Zur kompletten Zusammenarbeit fehlen indes noch die Frauen. Hier besitzt derzeit nur der HSC zwei Erwachsenenmannschaften, doch die HG stellt Teams im oberen Jugendbereich. Zur kommenden Saison wird sich offiziell noch nichts tun. »Aber es ist geplant, dass teilweise zusammen trainiert und so getan wird, als ob man schon eine Spielgemeinschaft hätte», sagt Riedl. »Unsere Mädels könnten dann nach der Jugend in eine gute Struktur einsteigen», ergänzt Vogt.
_____
