HSG Fichtelgebirge

Allgemeine Diskussionen, News, Gerüchte, Bilder, Kader, Vereinsinformationen, Mannschaften, Pressemitteilungen, Statistiken, Spielberichte und anderes

Moderatoren: Budenzauber, Steve22

HSG Fichtelgebirge

Beitragvon Greenkeeper » 13.08.2010, 12:07

Die HSG Fichtelgebirge ist in der neuen BOL-Saison noch breiter aufgestellt, muss aber ein Jahr auf Stefan Tröger verzichten. Frank Fischer kehrt zurück.

Testspiele geben bekanntlich nur bedingt Aufschluss über das spätere Leistungsvermögen. Doch ein Trend ist ablesbar. Und wenn der anhält, ist die HSG Fichtelgebirge auf dem besten Weg, der Konkurrenz im neuen Handball-Bezirksoberligajahr das Fürchten zu lehren. Dem Sieg über Selb ließ die Truppe am vergangenen Freitag einen 35:33-Erfolg über den mit einer Ausnahme in Bestbesetzung aufgelaufenen Landesliga-Dritten TV Münchberg folgen.

Trainer Markus Depolt freute vor allem, dass seine Youngster "weiter Fortschritte machen und viel dazugelernt haben" und gegen die geballte Erfahrung des Nachbarn "spielerisch bereits sehr gut funktionieren". Und das gut sechs Wochen vor Saisonbeginn. Am Samstag legte die Fichtelgebirgs-Truppe bei den Junioren von Lokomotive Pilsen, in der höchsten tschechischen Nachwuchs-Liga (deutsches Jugend-Regionalliga-Niveau) beheimatet, mit einem 30:26 gleich noch einmal nach. Das ist umso bemerkenswerter, da mit Johannes Wippenbeck, Julian Rieß, Tobias Werthes und Sebastian Denzner vier Jugendliche im Kader standen. "Wir sind noch wesentlich breiter aufgestellt" freut sich der Trainer, der allerdings mit Daniel Bralic (Adduktoren), Florian Vogel (Achillessehne) und Nikolai Schöffel, bei dem die alte Ellenbogen-Verletzung wieder aufgebrochen ist, einige Ausfälle zu beklagen hat. In der nächsten Wochen soll entschieden werden, ob eine Operation nötig ist.

Depolt will nichts dem Zufall überlassen. Im neuen Spieljahr - los geht es am 26. September in Pegnitz - will er mit seinem Team nicht wieder hinterherlaufen. "Wir wollen uns gleich oben in der Tabelle festbeißen." Trotz einer starken Saison hatte es im Vorjahr am Ende um ein weniger erzieltes Tor gegenüber Helmbrechts nicht zum Aufstieg gereicht. Der Trainer kann zudem auf ein eingespieltes Team vertrauen, aus dem allerdings mit Stefan Tröger ein gewichtiger Eckpfeiler im Rückraum herausfällt. Er steht von September an bis zum März 2011 wegen eines Ausland-Semesters in den USA nicht zur Verfügung. Tröger studiert Lehramt mit Schwerpunkt Englisch und Sport.

Dafür ist Frank Fischer von der TS Selb zu seinem Heimatklub zurückgekehrt, allerdings wegen einer Handverletzung noch gehandicapt. Der Wunsiedler absolviert derzeit Laufeinheiten und wird demnächst ins normale Training einsteigen. Fischer wollte zwar weiter höherklassig spielen, da aber Selb in die BOL abgestiegen ist, schloss er sich wieder seinen früheren Kameraden an. Er soll gemeinsam mit Dominik Hartmann, Stefan Trögers Bruder Markus und Nikolai Schöffel die Lücke auf der halblinken Position schließen. Auf der rechten Seite besteht mit Rieß, Flasche und Lagershausen sogar ein Überangebot an Linkshändern. Keine Frage, dass dieser HSG, die, laut Trainer Depolt, ohne Torhüter-Routinier René Rieß ein Durchschnittsalter von zwanzig Jahren aufweist, die Zukunft gehört.

Nach Frankreich

Am 26. August 2010 spielt die HSG um 20 Uhr in Wunsiedel gegen den SV Wacker Burghausen (BOL Altbayern). Eine Mannschaft, die vom früheren Marktredwitzer Oliver Nagel trainiert wird. Vom 27. August bis 5. September reist die Mannschaft mit 16-köpfigem Kader zum Trainingslager ins französische Mende
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

 

Beitragvon Greenkeeper » 31.08.2010, 13:41

TV Rehau - HSG Fichtelgebirge 31:42
TV Rehau: Schnabel, Friedel, Mildner; N. Nützel (3/1), T. Nützel (5), Fischer (6/2), Le, Richter (2), Puschert (2), Kopecky (7), Lehmann (1), C. Nützel (5)

Beide Mannschaften hielten in dieser über die drei Mal 25 Minuten gespielten Handball-Freundschaftspartie das Tempo sehr hoch. In jedem Drittel konnten die Gastgeber zwar mithalten, aber die Leistungsdichte des Bezirksoberligisten gab den Ausschlag für die HSG.

Trotzdem konnte der TVR-Trainer Ulli Weber dem Spiel seiner Mannschaft viel Positives abgewinnen. Der TVR probierte drei Deckungs-Systeme aus und gab dem Nachwuchs eine Chance. Bei Rehau konnte Neuzugang Kopecky weiter ins Angriffsspiel integriert werden.

Nun gilt es, die erarbeiteten Dinge weiter zu verbessern. Die Spieler des TV Rehau werden vom 10. bis 12. September ins Trainingslager nach Pfreimd aufbrechen. Dort stehen neben dem Training auch Testspiele gegen höherklassige Vereine an.
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 24.09.2010, 13:47

Die Handball-Herren der HSG Fichtelgebirge starten Sonntag in Pegnitz in die Bezirksoberliga. Trainer Depolt hat auch ohne Stefan Tröger und trotz stärkerer Spielklasse nur ein Ziel im Kopf: den Aufstieg.

Herr Depolt, zunächst, was sagen Sie zum Auftakt der HSG-Damen?
Ich finde es toll, wie die in die Bayernliga gestartet sind. Anfangs waren sie noch etwas nervös, aber dann haben sie sich auf ihre Stärken besonnen und verdient gewonnen.

Fühlen sich die Herren herausgekitzelt oder an der Ehre gepackt?
Das hoffe ich. Die wollen sicher unseren Damen nicht nachstehen und da anschließen, wo sie im letzten Jahr aufgehört haben.

Die Saison endete bekanntlich auf Platz eins. Sie haben also die Landesliga fest im Visier?
Unbedingt. Leider hat es ja wegen eines weniger erzielten Tores im direkten Vergleich gegenüber Helmbrechts nicht ganz gereicht. Wir werden von Anfang an attackieren.


Wie stark ist die Bezirksoberliga in diesem Jahr einzuschätzen?
Oh, auf jeden Fall deutlich stärker und ausgeglichener besetzt. Vor allem durch die beiden Absteiger aus Kunstadt und Selb. Darum wird in diesem Jahr bestimmt nicht alles auf einen Vergleich hinauslaufen.

Gegen beide müssen Sie bereits am zweiten und dritten Spieltag ran. Zuerst kommt Kunstadt, am 9. Oktober geht's nach Selb?
Wir fürchten uns vor keinem der Absteiger. Wir haben die letzten Monate gut und hart gearbeitet und gehen mit breiter Brust in die Saison. Auch wenn uns mit Stefan Tröger eine wichtige Säule für dieses Spieljahr verloren gegangen ist. Unser Rückraumspieler absolviert ein Auslandssemester in den USA.

Die HSG-Damen haben sich kurz vor Torschluss verstärken können. Welche Überraschungen haben Sie noch für die Zuschauer parat?
Wir besinnen uns auf unsere Tugenden und setzen nach wie vor auf den eigenen Nachwuchs. Sehr positiv überrascht haben mich Tobias Werthes und Max Berger, die nun fest zum Kader der Ersten gehören. Damit bleiben wir unserem eingeschlagenen Weg treu. Für anderes fehlen letztendlich auch die finanziellen Möglichkeiten.

Die Herren spielen erstmals in der HSG-Geschichte die zweite Geige im Verein. Wie gehen Sie mit der Situation um?
Darüber mache ich mir wirklich keinen Kopf. Wir haben unseren Stellenwert im Verein. Das wissen alle. Für den Klub sind beide Mannschaften von enormer Bedeutung. Wir freuen uns genau so über die Erfolge der Damen, wie die über unsere. Da kommt bestimmt keinen Neid auf.

Pegnitz aber dürfte am Sonntagmorgen um 10.45 Uhr lediglich als lockerer Aufgalopp für die folgenden schweren Aufgaben gelten?
Auf gar keinen Fall. Wir nehmen jeden Gegner ernst. Wir wissen ja nicht mal, ob die sich verstärkt haben. Das geben die meist nicht mal bekannt. Für uns heißt es vom Start weg: Jedes Spiel ist ein Endspiel!
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 24.09.2010, 13:50

Vorbericht zum Spieltag am 25./26.09.10

Am Sonntag, Anwurf 10.45 Uhr, fällt der Startschuss für die erste Herrenmannschaft der HSG Fichtelgebirge in der Handball-Bezirksoberliga. Die Reise geht zum Aufsteiger ASV Pegnitz. Nach einer gelungenen Vorbereitung, die ihren Höhepunkt mit einem einwöchigen Trainingslager in der französischen Stadt Mende fand, will das Team von Coach Markus Depolt auch in dieser Saison im Kampf um die Meisterschaft ein Wörtchen mitreden. In der letzten Saison lag es am direkten Vergleich mit Helmbrechts, ein Regelung, die im Amateurbereich, so die Meinung der meisten Handballer, eigentlich nicht ideal ist.

Fehlen wird in dieser Saison Stefan Tröger, der sich für ein Auslandssemester in den USA entschieden hat. Diese Lücke sollen Nachwuchstalente, wie Julian Rieß, Johannes Wippenbeck oder der Bruder von Stefan, Markus Tröger ausfüllen. Am Spielerpotential liegt es nicht, wichtig ist, die richtige Mischung aufs Feld zu schicken. Die in der Vorbereitung immer wieder auftretenden Verletzungen sind größtenteils ausgeheilt, so dass in Pegnitz ein schlagkräftiges Team auflaufen wird. Obwohl die HSG, die auf ihren Spielmacher Dominik Hartmann (privat verhindert) verzichten muss, favorisiert in dieses Spiel geht, ist bei einem Aufsteiger zu Saisonbeginn immer Vorsicht geboten, da er sicherlich mit einer gewissen Aufstiegseuphorie zur Sache gehen wird. Wer von den Jugendspielern noch in den Kader aufrückt, wird der Trainer nach dem Abschlusstraining entscheiden.

HSG Fichtelgebirge: Rieß, Schelter – Berger, Birner, Bralic, Burger, Fischer, Flasche, Lagershausen, Schöffel, Tröger, Vogel, Wertes
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 27.09.2010, 14:17

Guter Einstand der Jungen

ASV Pegnitz - HSG Fichtelgebirge 26:32

Nach einer Abtastphase hielt die junge Pegnitzer Mannschaft bis zur 15. Minute beim Stand von 6:6 das Spiel ausgeglichen. Dann aber setzte sich die HSG bis auf 11:6 ab, vor allem, weil sie nach einer Viertelstunde ihre Abwehrarbeit deutlich verbesserte. Den Vorsprung wahrten die Gäste bis zum 16:11 zur Pause.

HSG Fichtelgebirge: R. Rieß, Schelter - Fischer, Bralic (3), Burger (7/3), Schöffel (6/1), Flasche (1), J. Rieß (3), Vogel (3), Berger (1), Werthes (5), Lagershausen (1), Birner (2)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Hacker/Moje (Creußen/Kasendorf)
Zeitstrafen: ASV 5, HSG 9
Siebenmeter: ASV 11/8, HSG 5/4

Nach Umstellungen in der Pause kam ein wenig Unruhe in die Reihen des HSG-Teams. Mehrere Ballverluste brachten dem ASV Pegnitz den 19:19-Gleichstand nach 40 Minuten. Dann aber besann sich die junge HSG-Truppe, überzeugte durch überlegte Anspiele und zog Tor um Tor davon. Die Nachwuchskräfte Berger, Walthes und J. Rieß feierten einen guten Einstand.
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 04.10.2010, 13:37

Schwerer als erwartet gestaltete sich die Handballbezirksoberligapartie der HSG-Herren gegen eine junge HG Kunstadt, die bis zum Schluss alles versuchte, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren.
Beide Mannschaften gingen mit verschiedenen Vorzeichen in dieses Spiel. Während die Kunstädter mit einer Heimniederlage gegen Bamberg anreisten, konnte die HSG Fichtelgebirge mit einem Auftaktsieg in Pegnitz aufwarten.

HSG Fichtelgebirge: Rieß, Gruber- Hartmann (8/3), Burger (1), Bralic (1), Flasche (7), Schöffel (3/2), Birner (3), Lagershausen (2), Werthes, Ries, Vogel (1), Tröger (1), Fischer
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Fischer/Lehner (Naila)
Strafzeiten: HSG 3, HGK 6
Rote Karte: HGK Maximilian Hildner (grobes Foulspiel)

Die Partie begann so richtig nach dem Geschmack der HSG-Fans. Zwei tolle Tore vom stärksten HSG-Akteur an diesem Tag, Stefan Flasche, sollten den Gästen gleich Angst einflößen. Kunstadt ließ dieser Blitzstart des Gastgebers völlig unbeeindruckt und hielt sofort dagegen. Da beide Mannschaften das schnelle und auf Konter ausgerichtete Spiel bevorzugen, entwickelte sich eine rasante Begegnung, in der Kunstadt plötzlich mit 3:2 führte und eiskalt die Schwächen in der HSG-Abwehr aufzeigte. Die Fichtelgebirgler zeigten zwar die bessere technische Spielanlage, ließen aber zu viele Chancen liegen, so dass die Gäste, die kompromisslos in der Abwehr zupackten, stets auf Tuchfühlung bleiben und bis zur Pause sogar mit 10:9 in Führung gehen konnten.

Kunstadt legte nach dem Wechsel auf 11:9 nach. Bei der HSG vermisste man bis zu diesem Zeitpunkt den Spielwitz und die Überraschungsmomente, die eine HGK in Verlegenheit hätte bringen können. Trotzdem merkte man dem Gastgeber an, dass er sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will und glich durch Thomas Birner zum 11:11 aus. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich bis zur 50. Spielminute ein offener Schlagabtausch und man war gespannt welches Team sich am Ende durchsetzen wird.

Der Ball lief gut bei der HSG, ohne jedoch einen Nutzen daraus zu erzielen. Als beim Stande von 20:20 Dominik Hartmann das 21:20 setzte und Nikolai Schöffel per Siebenmeter auf 22:20 erhöhte, kam Unruhe bei den Kunstädtern auf. Tobias Steuer musste verletzt ausscheiden und Maximilian Hildner hatte zuvor wegen groben Foulspiels von den Unparteiischen die rote Karten erhalten. Die HSG blieb nun am Drücker, erzielte in der 55. Minute durch Konstantin Burger den Treffer zum 24:21 und stellte damit endgültig die Weichen auf Sieg.
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 13.10.2010, 14:45

Die erfahrenen Selber haben im Derby der Handball-Bezirksoberliga einfach mehr zu bieten. Auch als sie nach der Pause schwächeln, kann das eine zu unerfahrene HSG nicht nutzen.

TS Selb - HSG Fichtelgebirge 27:23

Der Wert der Erfahrung wird heutzutage nicht immer so geschätzt, wie er es verdient. Da können ehrgeizige Jungspunde noch so wild entschlossen, temperamentvoll und temporeich antreten. Bringen sie diese und andere Eigenschaften nicht in ein System, das aufzubauen Zeit braucht, dann blicken sie bald denen hinterher, die sich das in Jahren geschaffen haben. So erging es der mit A-Jugendspielern durchsetzten und ohne wirklichen Routinier antretenden HSG Fichtelgebirge im Duell von zwei der drei bisher verlustpunktfreien Mannschaften in der Handball-Bezirksoberliga.

TS Selb: C. Kropf, V. Michanek - J. Kempf (5), L. Kempf (2), Kirsch (5), Korb, Mäsiar (4/1), Pauker, Röhring (7/3), Salom (2), Wiedel (1), Wölfel (1)
HSG Fichtelgebirge: R. Rieß, Schelter - Birner (4), Bralic, Burger (2), Flasche (3), Hartmann (4/3), J. Rieß (1), Schöffel, Tröger (5), Vogel (1), Werthes, Wippenbeck (3)
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Berghammer/Fehn (Bayreuth)
Zeitstrafen: Selb 8, HSG 5
Siebenmeter: Selb 5/4, HSG 4/3

Der Gastgeber zeigte vor der Pause all das, was Routine ausmacht. Der Deckungsverband stand dicht und zugleich variabel vor Carsten Kropf, dem mit zwölf starken Paraden besten Torhüter des Spiels. Im Angriff zeigte Selb Geduld, hatte dann aber viele Überraschungsmomente zu bieten - und individuelle Stärke. Sven Röhring überrascht von Rechtsaußen mit variantenreichen Würfen. Johannes Kempf sieht und nutzt die Möglichkeiten, sich im Duell Mann gegen Mann durchzusetzen. Thorsten Kirsch setzt einige Hämmer durch die Abwehrlücken ins Toreck, und gelegentlich überrascht die TS mit schönen, aber nicht übertriebenen Spielzügen wie zum 10:6 (20.) durch Lubos Salom.

Die Gäste führten nur einmal beim 1:0. Sie erhielten kaum Gelegenheit zu den erhofften schnellen Kontern, weil den Schlussleuten Rieß und Schelter in 30 Minuten nur jeweils eine gute Parade gelang. Viel mehr schien gegen die präzisen TS-Würfe kaum möglich. Lediglich Tröger, Flasche und später Wippenbeck überraschten einige Male die Selber Abwehrreihe. Die erlaubte kurz vor der Pause den Gästen zwei, drei leichte Treffer und wahrte dennoch einen Sechs-Tore-Vorsprung (18:12).

Nur noch die Hälfte davon sollte der TS nach der Pause gelingen. Wie schon vor einer Woche in Bamberg schmolz ein sicherer Vorsprung langsam dahin. Ein clevererer Gegner hätte die Partie durchaus noch drehen können. Etwa, nachdem Stefan Flasche nach 47 Minuten auf 19:23 verkürzt hatte. Bei Selb schien die Konzentration total dahin zu sein, bei einem aber war sie voll da: Carsten Kropf entschärfte zunächst einen Strafwurf von Hartmann, dann einen Konter gegen Birner. Der setzte wenig später den Ball an den Pfosten. Dahin war die Chance für die HSG auf Tuchfühlung heranzukommen.

Kurz vor Schluss wollten beim Stand von 26:22 die etwas kleinlichen Schiedsrichter den Gästen offenbar eine zweite Chance geben und erlaubten ihnen, fast zwei Minuten mit Sechs gegen Vier zu spielen. Heraus kam ziemliche Ratlosigkeit und sogar ein Gegentor durch Kirsch. Das schloss ein Spiel ab, das in Selb zumindest 25 Minuten lang einen Titelanwärter sah.
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 15.10.2010, 14:10

Die Aufstiegsambitionen der HSG-Handballer aus dem Fichtelgebirge erhielten mit der Niederlage in Selb einen herben Dämpfer. Trainer Depolt nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht von Disziplin- und Ideenlosigkeit. Trotzdem warnt er davor, alles in Frage zu stellen.
Herr Depolt, welche Schlüsse ziehen Sie aus der 23:27-Niederlage in Selb?
Ich habe eine führende Hand vermisst. Wir waren einfach zu grün.

Wie erklären Sie sich die zeitweise völlig Konfusion?
Einige meiner jungen Spieler waren sehr nervös und konnten diese Nervosität das gesamte Spiel über nie ablegen. Wir haben außerdem unkontrolliert und viel zu früh abgeschlossen und nicht versucht, unser Spiel aufzubauen.

Mit Erfahrung vorne weg: Lubos Salom. Maximilian Berger schaut hier dem nachsetzenden Selber Kreisspieler hinterher.
Was sich in den Wochen zuvor bereits angedeutet hat, fand in Selb eine Fortsetzung. Auch in Pegnitz und gegen Kunstadt standen die Siege lange auf wackeligen Füßen.
Wir haben eine richtig gute Vorbereitung gespielt. Jetzt aber, wo es ernst wird, fallen die Spieler in der Leistung ab. Niko Schöffel sollte sich eigentlich, nachdem Stefan Tröger in den USA weilt, auf der halblinken Position etablieren. Aber seine Schulterverletzung gibt keine Ruhe. Ich werde ihn definitiv rausnehmen, damit er sich auskuriert. Hartmann war eigentlich mit Tröger sehr gut eingespielt, wirkt aber nun entsprechend verunsichert, weil er damit nicht fertig wird, allein die Verantwortung tragen zu müssen. Fest steht: Ein Stefan Tröger ist trotz des breit aufgestellten Kaders im Moment nicht zu ersetzen.

Offensichtlich fehlen also der HSG die Häuptlinge. Es sind zu viele Indianer auf dem Platz.
Grundsätzlich richtig. Zwei, drei Häuptlinge, die ich zu haben glaubte, verstecken sich hinter den Indianern. Damit meine ich Hartmann, Birner und Flasche. Obwohl die auch erst zwischen 20 und 22 Jahre alt sind. Vogel nehme ich mal aus, da er kaum trainieren kann.

Was sagen Sie den Kritikern, die inzwischen vom "Jugendwahn" und vom "Jugendeinbau um jeden Preis" sprechen?
Der Kader ist eben so jung. Ich habe nur Jugendliche oder gerade daraus entwachsene Spieler. Nachdem Lagershausen erkrankt war und Antibiotika eingenommen hat und ich ihn darum nicht spielen lassen konnte, gab es keine Alternativen. Wir haben auch keinen Johannes Ziegler (31) mehr, der vor der Saison aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden ist. Und Stefan Tröger erhielt bekanntlich bis zum Frühjahr ein Stipendium in den USA, steht uns also nicht mal zwischendurch zur Verfügung. Damit sind Plätze frei geworden, die ich mit unseren Talenten bestücke.

Die schlechteste Leistung unter meiner Leitung - Trainer Markus Depolt
Aber die finden keinen, an den sie sich in kniffligen Spielen anlehnen können. Hat man die Situation unterschätzt und hätte vielleicht doch noch einen Führungsspieler verpflichten sollen?
Der Strategiewechsel ist schon im vergangenem Jahr vollzogen worden und wurde mit dem ersten Platz bestätigt. Dass wir aus unglücklichen Umständen, wegen des um ein Tor schlechteren direkten Vergleichs gegenüber Helmbrechts nicht aufsteigen durften, dafür kann keiner etwas. Gut, wir sind nicht optimal gestartet. Aber ich finde, es ist zu früh, jetzt alles in Frage zu stellen. Auch wenn das am Samstag die schlechteste Leistung unter meiner Leitung war. Selb hat sich im Vorjahr auch verstärkt, konnte aber trotzdem den Abstieg nicht verhindern.

Die Investition in einen Führungsspieler kann aber auch eine in die Zukunft sein. Die Jugendlichen könnten sich rascher entwickeln?
Ich bin nicht der Vorstand. Mein Auftrag lautet, junge Spieler zu formen, vorwärts zu bringen und mit ihnen den Weg nach oben anzutreten. Die Aufgabe ist reizvoll, und die Jungs ziehen sehr gut mit. Auch sozial haben sich inzwischen alle angenähert, was ja auch ein wichtiger Entwicklungsprozess innerhalb eines Teams ist.

Sie saßen am Ende abseits der Trainerbank und erlebten die Schlussminuten wie versteinert mit?
Weil ich mich sehr geärgert habe. Wir hatten uns so viel vorgenommen. Wo waren die Kreuzbewegungen? Vieles war disziplin- und einfallslos. Dazu die schweren Beine. Wir sind erstaunlich oft ausgerutscht. Das ist Konzentrationssache. Nach dem Aufwärmen hatten wir uns eingeschworen, und jeder wusste, was zu tun ist. Nach zwei, drei Minuten aber brechen plötzlich alle weg. Das Schlimme ist, dass Selb nicht überragend gespielt hat. Selbst mit zehn guten Minuten hätten wir die 50 schlechten noch vergessen machen können. Es gab auch keinen Grund, groß umzustellen. Auf der linken Abwehrseite haben wir's versucht, doch keiner war in der Lage, den Sven Röhring zu stellen. Die Welt geht nicht unter, aber wir werden Tacheles reden.

War's ein herber Rückschlag im Titelkampf?
Wir befinden uns erst am dritten Spieltag. Es ist alles noch möglich.

Noch einmal: Schließen Sie angesichts der Ausfälle Neuverpflichtungen kategorisch aus?
Ich schließe gar nichts aus. Doch das ist Sache des Vorstands. Ich kann nur sagen, die Jungs hat die Niederlage sehr getroffen. Die saßen in der Kabine und wussten lange nicht, was eigentlich passiert ist.
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 18.10.2010, 14:13

Nicht mehr als ein Pflichtsieg war diese Handball-Bezirksoberligapartie für die erste Herrenmannschaft der HSG Fichtelgebirge gegen HaSpo Bayreuth, obwohl beim Gastgeber nicht zu übersehen war, dass derzeit Sand im Getriebe steckt.

Der Stachel der Niederlage von Selb saß tief bei der HSG Fichtelgebirge, die sich diesen Frust gegen ersatzgeschwächte Bayreuther, fünf der Stammmannschaft fehlten, von der Seele spielen wollte. Dieses Vorhaben wurde getrübt vom Ausfall von Nikolai Schöffel, dessen alte Wurfarmverletzung in der Partie in Selb wieder aufbrach, jetzt operativ behandelt werden muss und eine Spielpause von mehreren Wochen nach sich ziehen wird. Eine Hiobsbotschaft, die für Coach Markus Depolt erneut eine Umstellung und Verjüngung innerhalb des Teams und einen weiteren Ausfall eines Stammspielers bedeutet.

HSG Fichtelgebirge: R. Rieß, Chr. Gruber – Fischer (4/1), Burger (4), Bralic, Flasche (5/2), J. Rieß, M. Tröger (2), Vogel, Max Berger, T. Werthes (2), Hartmann (7/1), Lagershausen (2), Birner (2), Wippenbeck (2)
HaSpo Bayreuth: Meyer, Lenhard – Gillerke (3), Aubel , Gräßel (5), Sperner (7), Sitzmann, Urban, Hartmann (3/3), Frühbauer (3), Wienecke (2), Krupp
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Groß/Osburg (TV Münchberg)
Strafzeiten: HSG 4, HaSpo 5

Diese erneute personelle Veränderung wurde auch im gesamten Spielablauf gegen Bayreuth deutlich, in dem die HSG Licht und Schatten zeigte. Der Wille, eine bessere Leistung abzurufen, war nicht zu übersehen und doch tat man sich schwer gegen eine Bayreuther Mannschaft, deren Mittel begrenzt waren. Nach zehn Minuten, beim Stande von 7:2 für die HSG, schien der Knoten beim Gastgeber, mit ihrem Spielmacher Dominik Hartmann und fünffachen Torschützen Stefan Flasche geplatzt zu sein. Aber anstatt die Führung weiter auszubauen, schlichen sich wieder unnötige Abspielfehler ein, die den Gästen stets Tormöglichkeiten eröffneten, die vom Keeper René Rieß wiederholt entschärft wurden. Bei ihm konnten sich seine Vorderleute bedanken, dass zur Pause eine 17:12-Führung Bestand hatte.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Bayreuth auf 14:17. Zu diesem Zeitpunkt verletzte sich Florian Vogel während eines Konters und schied aus. Wenig später humpelte auch Markus Tröger zur Auswechselbank. Somit kam keine Ruhe ins Spiel der HSG, die im zweiten Abschnitt etwas mehr Biss in der Abwehr zeigte und vor allem mit ihrem Besten im Team, René Rieß, einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten hatte. Dies führte dazu, dass die HSG mit schnellen Gegenstößen zum Torerfolg kommen und Bayreuth stets auf Abstand halten konnte. Dass es derzeit bei der HSG nicht rund läuft und der Druck auf Spielmacher Dominik Hartmann, der mit sieben Toren bester Schütze war, zur Zeit sehr groß ist, war nicht zu übersehen. Dies spiegelte sich auch in einem 6:4-Überzahlspiel zwischen der 46. und 48. Minute. Anstatt die Außen in gute Wurfposition zu bringen versuchte man es mit der Brechstange aus dem Rückraum. Trotzdem gelangen der HSG in dieser Phase zwei Tore zur 26:19-Führung. Als Frank Fischer mit drei blitzsauberen Treffern in Folge zum 29:21 erhöhte, hatte man den Sack endgültig zugemacht.

Dem HSG Coach Markus Depolt steht in den nächsten Wochen viel Arbeit ins Haus, um das Selbstvertrauen seines jungen und talentierten Teams zu stärken.
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

Beitragvon Greenkeeper » 25.10.2010, 15:52

TV Michelau – HSG Fichtelgebirge 18:36 (9:17)

Die HSG legte los wie die Feuerwehr und führte nach zwei Minuten mit 3:0. Es war deutlich zu erkennen, dass sie ihre Lehren aus dem Kunstadtspiel gezogen haben. Selbst als Michelau auf 3:4 verkürzte kam keine Hektik auf, sondern durch gute Abschlüsse nach Spielzügen und zwei souverän abgeschlossene Konter von Birner zog man über 5:8 (16. Min.) auf 7:11 in der 24. Minute davon. Gestützt auf eine gute Torhüterleistung von Rieß und das kluge Aufbauspiel von Hartmann, konnten Burger, Flasche und Co den mehr als verdienten Halbzeitstand von 9:17 erzielen.

Der letzte Hoffnungsfunken der Heimmannschaft wurde gleich nach der Pause durch die in Unterzahl spielende HSG mit zwei weiteren Toren zunichte gemacht. Die beiden guten Schiedsrichter unterbanden die teilweise überharte Spielweise des TVM konsequent mit 2-Minutenstrafen und zeigten in der 45. Minute beim Stand von 15:25 gegen Herr die rote Karte nach einem Griff in den Wurfarm von Flasche, der danach nicht mehr weiterspielen konnte. Die junge HSG Truppe gab die passende Antwort auf dem Spielfeld und ließ in den letzten 15 Minuten, unterstützt durch Schelter im Tor, nur noch drei Gegentore zu, bei selbst erzielten elf Treffern.


HSG Fichtelgebirge: R. Rieß, Schelter - Fischer (6/1), Burger (7/1), Birner (4), Flasche (4/1), Joh. Wippenbeck (4), M. Tröger (1), Max Berger, Schierling, T. Werthes (4), Hartmann (6/2), Lagershausen

Zeitstrafen: TVM 8 + Rote Karte - HSG 4
7-Meter: TVM 9/5 - HSG 8/5
Zuschauer: ca. 100
Schiedsrichter: Langer (Weitramsdorf) / Schäfer (Hut/Ahorn)
Greenkeeper
Regionalliga
 
Beiträge: 637
Registriert: 09.06.2009, 14:30

 

Zurück zu Herren - Bezirk Oberfranken - Bezirksoberliga

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste