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NordhessenPower Oberliga
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Verfasst am: 15.02.2009, 06:54 Titel: HSG Gensungen/Felsberg - TV Gelnhausen 31:31 (16:19) |
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Starkes Teamwork und fast ein Sieg
Regionalliga: Auch ohne Wacker und Camdzic hat Gelnhausen Tabellenführer Gensungen-Felsberg am Rande einer Niederlage
HSG Gensungen-Felsberg - TV Gelnhausen 31:31
Frank Kaminski
FELSBERG. Louis Rack, im steingrauen Poloshirt, reckte die Fäuste nach oben, seine abgekämpften Spieler in den schweißnassen roten Trikots fielen sich in die Arme. Der TV Gelnhausen hatte dem Tabellenführer HSG Gensungen-Felsberg soeben den ersten Punktverlust der Saison in eigener Halle abgerungen. Und beim 31:31 (19:16) hatten die Barbarossastädter den Klassenprimus der Handball-Regionalliga Südwest hart am Rande einer Niederlage. Dabei sah es vor dem Anpfiff vor 600 Zuschauern nicht gut aus für den TVG. Torwart Jasmin Camdzic musste wegen Rückenproblemen erneut passen und auch Jan Wacker hatte es erwischt: Der Rückraumriese saß mit einer Gipsmanschette am rechten Handgelenk nur auf der Zuschauertribüne - ein Fehlgriff im Abschlusstraining hatte ihn lahmgelegt. "Gebrochen ist zum Glück nichts, aber es ist noch offen, wie lange ich ausfalle", rieb sich Wacker nachdenklich die Stirn. Seine verbliebenen Teamkollegen dagegen rauften sich regelrecht zusammen: Mit neun Mann bot Gelnhausen dem Favoriten entschlossen die Stirn und war über weite Strecken das bessere Team. "Unser bestes Spiel seit über einem Jahr", legte sich Anders Indset nach dem Schlusspfiff fest. Und auch HSG-Trainer Detlef Kleinmann war beeindruckt: "Wir können froh sein, diesen Punkt zu haben."
Bis zum 11:8 (16.) hatte Gensungen-Felsberg stets vorgelegt, dann aber griff Gelnhausen an: Philipp Deinet und Anders Indset verschafften sich im Rückraum immer besser Platz und sie zielten gut, Marc Stallmann übernahm die Rolle des pfiffigen Spielmachers, in der Abwehr rackerten zudem Philip Schwaab, Heiko Trinczek, Oliver Hubbert und Thomas Nielsen mit großer Wirkung und im Tor kam Markus Breidenbach immer besser in Fahrt. Und das beeindruckende Teamwork zeigte Wirkung: Trinczek brachte den TVG in der 23. Minute mit 13:12 erstmals in Front und danach schien Gensungen-Felsberg unter dem Gelnhäuser Druck förmlich einzubrechen: Indset erhöhte den Vorsprung kurz vor dem Halbzeitpfiff auf vier Treffer (19:15) - und hätte Hubbert bei zwei Tempogegenstößen nicht nur Latte und Hallenwand getroffen, wäre der Vorteil sogar noch deutlicher gewesen.
Dann aber missglückte der Einstieg in die zweite Halbzeit. "Wir haben uns überhaupt nicht bewegt", musste Deinet einräumen. Selbst eine schnelle Auszeit und eine gepfefferte Ansprache von Trainer Rack brachte das Team zunächst nicht auf Trab - und das nutzten die Gastgeber. Binnen sechs Minuten drehte der Tabellenführer das Spiel (21:20) und spätestens beim 24:22 (43.) glaubten auch die 600 Zuschauer wieder an einen Heimsieg: Der Lärmpegel schwoll dramatisch an. Doch Gelnhausen hatte noch nicht ausgespielt: Trinczek und Deinet glichen aus (24:24/46.), dann legten Nielsen, Stallmann und der in der zweiten Halbzeit immer öfter ins Spiel gebrachte Peter Jambor sogar drei Treffer vor - 28:25 in 53. Minute. Mit zwei kraftvollen Würfen konnte Indset bis zur 59. Spielminute einen Vorsprung von zwei Treffern halten (31:29). Breidenbach bewahrte sein Team mit einer spektakulären Fußabwehr dann 50 Sekunden vor dem Ende zunächst noch vor dem 31:31. In einer überaus hitzigen Schlussminute kam Gensungen-Felsberg in doppelter Überzahl per Siebenmeter aber doch noch zum Ausgleich.
"Wir sind dennoch hoch zufrieden. Wir haben spielerisch überzeugt und eine überragende Abwehrleistung gebracht", kommentierte Rack den bemerkenswerten Teilerfolg, der seine persönliche Erfolgsbilanz gegen die HSG weiter ausbaute: Der Ex-Nationalspieler hat in der Kreissporthalle Gensungen noch kein Spiel verloren.
Quelle: http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/sixcms/detail.php?id=4716844&template=d_artikel_import&_adtag=sports&_zeitungstitel=1133845&_dpa=sport
Zuletzt bearbeitet von NordhessenPower am 15.02.2009, 07:00, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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NordhessenPower Oberliga
Anmeldedatum: 01.09.2008 Beiträge: 303
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Verfasst am: 15.02.2009, 06:59 Titel: |
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HSG teilweise offen wie ein Scheunentor
Regionalligist büßt gegen Gelnhausen Punkt ein - erhebliche Schwächen in Abwehr und Angriff
Von Björn Mahr
GENSUNGEN. Nein, eine Schiedsrichter-Diskussion entbrannte nicht. Obwohl die Unparteiischen Weiner/Kaplan (Wiesbaden) in der letzten Sekunde ein Foul an HSG-Außen Stephan Untermann nicht mit einem möglichen Siebenmeter ahndeten und auch sonst nicht immer ein glückliches Händchen bewiesen, machten die Handballer des Regionalliga-Spitzenreiters HSG Gensungen/Felsberg die eigene Leistung als Grund für den Punktverlust beim 31:31 (16:19) gegen den TV Gelnhausen aus.
"Wir hatten es in der Hand, das Spiel zu entscheiden", analysierte HSG-Trainer Detlef Kleinmann treffend. Tatsächlich standen sich die Edertaler eine Woche nach der ersten Saisonpleite in Hochdorf erneut selbst im Weg. Weil sie mehr als 20 Chancen vergaben, über weite Strecken in der Abwehr nicht aggressiv genug waren und von den Torleuten nicht den erforderlichen Rückhalt bekamen.
Allein im ersten Abschnitt wehrten Michael Stahl und Fabian Meyfarth lediglich drei Bälle ab. Zum Vergleich: Der 18 Jahre alte Gelnhäuser Schlussmann Markus Breidenbach kam bis zur Pause schon auf elf Paraden und avancierte sogar zum Mann des Abends. Seine wichtigste Tat im zweiten Durchgang: die Fußabwehr gegen den frei vor ihm auftauchenden Mario Schanze (59.). "Markus hat sich komplett an das gehalten, was wir taktisch besprochen haben", lobte TVG-Coach Louis Rack seinen Torwart Nummer zwei.
Breidenbach musste ran, weil Routinier Jasmin Camdzic verletzungsbedingt genauso passen musste wie Rückraumschütze Jan Wacker. Die Ausfälle merkte man den Südhessen nicht an, weil Philip Deinet, Marc Stallmann und Anders Indset über die zweite Welle zu leichten Toren kamen. "Wir haben die gegnerischen Angreifer praktisch durchgewinkt", erklärte Schanze selbstkritisch. Dabei hatte die Marschroute so ausgesehen, dass die Halben schon neun Metern vor dem Kasten empfindlich gestört werden sollten. Doch davon war lange nichts zu sehen.
Zudem verzettelte sich die Heimsieben all zu oft in Einzelaktionen. Und die waren selten so erfolgreich wie in der elften Minute, als Christian Gherhard mit einem spektakulären Hüftwurf zum 8:5 traf. So geriet die HSG, bei der Regisseur Frank Eidam durch eine Brustmuskelzerrung arg gehandicapt war, noch in der ersten Hälfte in Rückstand.
Erst als Spielertrainer Dragos Negovan nach dem Wechsel Indset anging und das Gegenstoßspiel ankurbelte, lief es beim Tabellenführer besser. Zwei Treffer von Michael Viehmann und Michael Horn brachten sogar eine Zwei-Tore-Führung ein (24:22). Doch angesichts der Schwächen in der eigenen Offensive musste Gensungen/Felsberg am Ende noch froh sein, einen Zähler erobert zu haben. HSG: Stahl, Meyfarth - Ober 1, Eidam, Hütt 1, Horn 2, Untermann 6/3, Bärthel, Negovan 1, Schanze 4, Viehmann 7, Julius, Gherhard 6, Walther 3.
Quelle: http://www.hna.de/sesportstart/00_20090201201244_HSG_teilweise_offen_wie_ein_Scheunentor.html |
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