HSG Gensungen/Felsberg: Vor dem Start in neuer Umgebung

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HSG Gensungen/Felsberg: Vor dem Start in neuer Umgebung

Beitragvon NordhessenPower » 14.09.2008, 16:46

Kleinmann vertraut Ober
HSG-Trainer im Interview: Schweres Auftaktprogramm als Standortbestimmung

Von Ralf Ohm

Gensungen. Der Countdown läuft. In drei Tagen startet die HSG Gensungen/Felsberg in die neue Saison der Handball-Regionalliga. Nicht euphorisch, aber zuversichtlich, wie Trainer Detlef Kleinmann im Interview zu entlocken war.



Detlef Kleinmann, wie ist die Vorbereitung auf die am Samstag beginnende Regionalliga-Saison gelaufen?

Detlef Kleinmann: Durchaus positiv. Obwohl wir unter Zeitdruck standen, haben Dragos Negovan und ich als neues Trainerduo den Einstieg ohne Probleme geschafft. Wir haben eine gemeinsame Handball-Philosophie, die dann auch von der Mannschaft angenommen wurde. Die hat sehr motiviert trainiert und zeigte in den Testspielen schon den nötigen Biss.

Ist der schmerzliche Abstieg aus der 2. Liga völlig raus aus den Köpfen der Spieler?

Kleinmann: Die Köpfe müssen einfach frei sein, denn die Regionalliga ist eine neue, höchst interessante Herausforderung für uns, die wir mit vollem Engagement angehen müssen, um darin zu bestehen. Das gilt insbesondere für die erfahrenen Spieler.

Trotz des Abstiegs ist die Stammformation fast komplett zusammen geblieben. Dazu kommen eine Reihe junger Spieler. Was versprechen Sie sich von dieser Mischung?

Kleinmann: Erstmal ist es gut, dass wir auf eine erfahrene Stammformation zurückgreifen können. Die soll und muss aber von unseren Talenten unterstützt und entlastet werden, so dass wir schließlich jede Position doppelt besetzt haben und, wenn es gut läuft, über 60 Minuten volles Tempo gehen können.

Heißt doppelt besetzt auch gleichwertig besetzt?

Kleinmann: Trainer und Spieler müssen daran arbeiten, diesen Zustand von doppelt gleich gleichwertig zu erreichen. Unsere jungen Spieler haben sich gut eingefügt, aber um mit den ersten Sechs konkurrieren zu können, brauchen sie noch Zeit.

Im rechten Rückraum steht Ihnen mit Steffen Ober nur ein Linkshänder zur Verfügung, der zudem in der letzten Saison nur selten überzeugen konnte und häufig angeschlagen war. Eine Risiko-Position?

Kleinmann: Nein, Steffen Ober ist unserer etatmäßiger Mann im rechten Rückraum. Er hat in der Vorbereitung durchaus überzeugt und ist wie alle anderen verletzungsfrei geblieben. Ich hoffe, dass er in dieser Saison den Durchbruch schafft. Alternativen sind Rechtsaußen Jan-Hendrik Walther und Carsten Göbel, Mario Schanze und Michael Horn als Rechtshänder.

Sie haben nach dem Abstieg zusammen mit Dragos Negovan ein keineswegs leichtes Trainererbe übernommen. Wo liegen ihre spieltaktischen Schwerpunkte?

Kleinmann: Wir favorisieren beide den Tempohandball mit einer aggressiven 3:2:1-Deckung, um daraus eine schnelle erste und zweite Welle zu spielen. Dabei sind Laufwege sowie das Timing mit und ohne Ball weitgehend festgelegt. Wichtig ist, dass wir das mit der nötigen Konsequenz durchziehen.

Wer ist ihr Favorit auf den Aufstieg?

Kleinmann: Die SVH Kassel, wenn er sein großes Potential abrufen kann.

Sie haben die SVH Kassel in der Vorbereitung bei einem Turnier in Baunatal geschlagen.

Kleinmann: Stimmt, aber da hat die SVH ohne seine drei etatmäßigen Linkshänder Kurtagic, Tataraga und Aschenbroich gespielt.

Und was ist somit Ihr eigenes Saisonziel?

Kleinmann: Wir wollen unter die ersten Fünf kommen.

Wie bewerten Sie das Auftaktprogramm der HSG am Samstag gegen Hochdorf, dann in Gelnhausen, gegen Budenheim, in Pohlheim und bereits am fünften Spieltag gegen den SVH Kassel?

Kleinmann: Durchaus schwierig, aber nach diesen fünf Spielen wissen wir, wo wir stehen. So früh gegen mögliche Aufstiegskandidaten zu spielen, ist sicherlich kein Nachteil. Foto: Hahn

Quelle: www.hna.de
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Beitragvon NordhessenPower » 14.09.2008, 16:48

Aufsteiger gegen Absteiger
DHB-Pokal: HSG rechnet sich in Leichlingen etwas aus - gelungene Vorbereitung

Von Ralf Ohm

gensungen/Leichlingen. "Das wird ein enges Spiel", sagt Frank Lorenzet, Trainer des Leichlinger TV. Ein Einschätzung, die sein Kollege Detlef Kleinmann von der HSG Gensungen/Felsberg teilt: "Wir sind hier keineswegs chancenlos und werden alles versuchen, uns durchzusetzen." Gemeint ist das Duell der ersten DHB-Pokal-Hauptrunde zwischen dem Zweitliga-Aufsteiger und Zweitliga-Absteiger (Sa. 15 Uhr, Sporthalle am Hammer), für beide die erste echte Bewährungsprobe vor dem Ligastart am 13./14. September.


Die ihre Schatten bereits voraus warf. In der Vorrunde des 2. Baunataler Handballcups ließ Kleinmann nämlich gegen den kommenden Pokalgegner seine zweite Garde auflaufen und nahm damit die erste Testspielniederlage der Edertaler in Kauf. Um dann im Endspiel (26:26) ernst zu machen und sich im Siebenmeterwerfen den Turniersieg zu sichern. "Ein Muster ohne Wert", erklärt der TV-Coach, der mit nur sieben Leuten nach Nordhessen gereist war.

Bis auf Kevin Jahn (Knieverletzung) hat er bei der Heimpremiere nun seine volle Kapelle zur Verfügung. Auch die Neuzugänge Stefan Nippes (vom Bergischen HC), David Kreckler und Eryk Kaluzinski (beide von Eintracht Hildesheim), die den Bergischen den Klassenerhalt sichern sollen. Zusammen mit dem Stamm des Westdeutschen Meisters (u.a. die Bundesliga erfahrenen Born und Scherer), dem im vierten Anlauf der Sprung in die 2. Liga gelang.

Unter Frank Lorenzet, der das Team 2003 übernommen und gleich in die Regionalliga geführt hatte. Ein bemerkenswerte Erfolgsgeschichte, die nicht darüber hinweg täuscht, dass die Leichlinger, das sportliche Aushängeschild der 28000-Einwohnerstadt in der Zweitklassigkeit "nur kleine Brötchen backen können" (Lorenzet). Und damit natürlich im Falle des angestrebten Weiterhkommens auf ein wirtschaftlich attraktives Pokallos hofft, wenn in der zweiten Runde die Erstligisten wie etwas der "großen Bruder" VfL Gummersbach eingreifen.

Ein Ehrgeiz, den der Zweitliga-Neuling mit den Gensungern teilt. Die zudem eine richtig gute Vorbereitung hingelegt haben. "Wir sind im Soll", bestätigt Detlef Kleinmann, der bis auf Philipp Julius, dessen Freigabe immer noch nicht vorliegt, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Damit ist jede Position (mindestens) doppelt besetzt, wobei den Stamm erstmal die verbliebenen Zweitliga-Spieler bilden werden. Neuer Chef der aggressiven 3:2:1-Deckung wird Carsten Göbel. Die Basis für den angestrebten Tempohandball, dem ein ausgefeiltes Tempogenstoßkonzept mit erster, zweiter und dritter Welle zugrunde liegt.

"Wir wollen 60 Minuten Gas geben", betont der HSG-Coach. So wie im Halbfinale des Baunataler Handballcups, als (der ersatzgeschwächte) Aufstiegsfavorit SVH Kassel mit 27:18 überrollt wurde und auch Torwart Fabian Meyfarth, die Nummer zwei hinter Michael Stahl, schon mal andeutete, dass der 19-jährige Neuzugang aus Bad Wildungen die "Herausforderung Regionalliga" angenommen hat. Vielleicht kann er das ja nun im Pokal bestätigen.

Quelle: www.hna.de
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