von Polar » 11.09.2010, 20:39
Herren I stehen vor einem Neuanfang Drucken E-Mail
Samstag, 11. September 2010
[enton] Nach der enttäuschenden Saison im letzten Jahr und dem damit verbundenen Abstieg in die Bezirksoberliga steht die erste Herrenmannschaft in dieser Saison vor einem Neuanfang. Viele Veränderungen vor allem auf personeller Seite sollen die rasante Talfahrt der letzten beiden Spielzeiten stoppen. Dafür wurde mit Dennis Graf ein erfahrener Mann als Trainer gewonnen, der auch selbst noch ins Spielgeschehen eingreifen möchte.
Graf ist ein alter Bekannter in der Augsburger Handballszene und war schon in vielen Vereinen im Umkreis tätig. Zuletzt betreute er die Herrenmannschaft vom TSV Neusäß, davor war er unter anderem als Spieler beim TSV Friedberg auch lange Jahre in der Bayernliga aktiv. Mit ihm sollen die vielen neuen Spieler zu einem echten Team heranwachsen und zusammen mit den schon arrivierteren Akteuren im kommenden Jahr endlich wieder positive Akzente setzen. Gemeinsam mit Jens Wienöbst, der in diesem Jahr wieder voll angreifen will, geht es den beiden zunächst einmal darum, dafür zu sorgen, dass sich die Mannschaft spielerisch zusammenfindet und positiv nach vorne blickt.
Denn nach den schmerzlichen Abgängen der Leistungsträger Sebastian Smotzek, Stephan Volmering, Benjamin Jahn (alle zum Kissinger SC), Michael Schmidt (TSV Bobingen) und Benjamin von Petersdorff (TSV Friedberg), haben sich auch einige hoffnungsvolle Neuzugänge dem TSV Göggingen angeschlossen. Neben Graf werden in der kommenden Saison auch drei weitere gänzlich neue Gesichter die Schuhe für die Schwarz-Roten schnüren. Daniel Greving (Kreis), David Schafbuch (Rechtsaußen) und Tobias Maurer (Linksaußen, Rückraum-Mitte) sind studienbedingt nach Augsburg gezogen und werden die Mannschaft sicherlich nicht nur quantitativ verstärken. Darüber hinaus fand der langjährige Gögginger Goalgetter Stephan Prihoda den Weg aus Haunstetten zum TSV zurück. Nachdem auch beide Torhüter die Schwarz-Roten verlassen haben, waren auf dieser Position zunächst die wohl größten Sorgen zu verzeichnen, jedoch konnten mit Christopher Schwarz und Christian Schupp zwei hochtalentierte Keeper an die erste Herrenmannschaft herangeführt werden, die sich mit den bis dato gezeigten Leistungen in der Vorbereitung, keinesfalls hinter ihren Vorgängern verstecken müssen. Mit Patrick Rautenstrauch konnte ein hochkarätiger Spieler, der schon im Aufstiegsjahr in die Bayernliga an Bord war, reaktiviert werden. Zusammen mit den altbekannten Spielern: Dominik Schnorr, Sebastian Kolbinger, Matthias Hofner, Sven Bartsch, Dominik von Petersdorff, Jens Wienöbst und Andreas Schwendner ist der Kader komplett und sicher durchaus schlagkräftig. Insgesamt sind es damit neun (!) Spieler, die neu ins Team integriert werden müssen, sicher keine leichte Aufgabe für Spielertrainer Dennis Graf.
Die Vorbereitung lief dabei dennoch recht gut. Die vielen Trainingseinheiten und Vorbereitungsspiele wurden mit großer Motivation absolviert und zuletzt konnte man einige gute Ansätze erkennen, wenn auch noch Luft nach oben ist. Highlights dabei waren auf jeden Fall das selbst organisierte Vorbereitungsturnier Ende Juli in der Hans Adelhoch Halle und das Trainingswochenende Anfang September mit dem Pokalspiel gegen den Regionalligisten TuS Fürstenfeldbruck. Alles in Allem können die Verantwortlichen sicher mit dem Engagement zufrieden sein und hoffnungsfroh in die kommende Saison blicken.
Denn die Bezirksoberliga wartet mit mehreren heißen Derbys und spannenden Duellen auf sich und ist dabei sicher deutlich stärker als in den vergangenen Jahren. Die Nachbarschaftsduelle gegen Haunstetten II, Bobingen, Gersthofen und Schwabmünchen werden mit Spannung erwartet. Zu den Aufstiegsfavoriten zählen der TSV Aichach, der TSV Schwabmünchen, der TSV Bobingen und der TSV Haunstetten II, wobei man auch die Mannschaften aus dem westlichen Schwaben nicht unterschätzen darf. Hier spielt man gegen Niederraunau II, Lauingen, Gundelfingen und Ichenhausen. Der VSC Donauwörth komplettiert die Liga. Man wird wohl erst in einigen Wochen sehen, wo sich die neuformierte Gögginger Mannschaft einreihen kann.
Sollte es gelingen, den in den letzten Jahren doch merklich verspielten Kredit beim Gögginger Heimpublikum zurückzugewinnen, dann kann zumindest die eigene Anton-Bezler-Halle wieder zu einer uneinnehmbaren Festung werden. Schließlich ist man nun nach einer ereignisreichen Reise, die im Jahr 2004/2005 mit dem Aufstieg in die Landesliga begann, wieder in der Bezirksoberliga angekommen. Über kurz oder lang muss der Blick aber wieder in Richtung Landesliga gehen, vielleicht kann man ja schon in diesem Jahr ein kleines Wörtchen um die vorderen Tabellenränge mitreden.