Beste Abwehr fordert die HSG
Handball-Regionalliga: Härtetest für Spitzenreiter beim heimstarken TV Groß-Umstadt
gensungen. Das Ziel steht. "Wir wollen in diesem Jahr keinen Punkt mehr abgeben", sagt Michael Viehmann, Kreisläufer des verlustpunktfreien Tabellenführers HSG Gensungen/Felsberg. Sein Trainer Detlef Kleinmann spricht etwas vorsichtiger von einem "Wunsch" - in Erwartung eines "echten Härtetests" beim TV Groß-Umstadt (So. 18 Uhr), ehe der VTZ Saarpfalz zum Jahresabschluss in der Gensunger Kreissporthalle erwartet wird (20.12.).
Die Referenzen des Tabellenvierten sprechen in der Tat für einen "heißen Tanz", den TV-Teammanager Michael Blechschmidt den Edertalern ankündigt: Mit 310 Gegentreffern stellen die Südhessen die beste Abwehr der Liga, die nun auf den besten Angriff trifft. Außerdem glänzt der Aufsteiger von 2007 durch seine Heimstärke (12:2-Punkte). Nur der SVH Kassel gelang es bisher, aus der Heinrich-Klein-Halle (äußerst glücklich) beide Punkte zu entführen.
Der HSG-Coach warnt insbesondere vor dem wurfstarken Rückraum des Gegners, aus dem der aktuelle Zweite der Regionalliga-Torjägerliste, der Halblinke Christian Scholz (105/34-Tore), herausragt. Rechtzeitig dürfte wohl wieder der etatmäßige Mittelmann Patrick Beer (43/10) in die Mannschaft zurückkehren. Der mit 29 Jahren zweitälteste Spieler im Team von Ralf Ludwig wird damit ein Fall für den vorgezogenen Stephan Untermann, um Scholz dürfte sich Jan Hendrik Walther kümmern. Eine 3:2:1-Deckung, die der TV-Coach in höchsten Tönen lobt: "Die beste der Regionalliga." Also fordert er von seinen Schützlingen eine "gnadenlose taktische Disziplin", um im Positionsangriff zu den erhofften Toren zu kommen.
Der Respekt ist gegenseitig. "Wir werden uns darauf einstellen, für jeden Treffern hart arbeiten zu müssen", sagt sein Kollege, der seine Mannschaft zudem auf wechselnde Defensivkonzepte der Gastgeber vorbereitet. Denn der ist bekannt (und gefürchtet) dafür, die gegnerische Abwehr vor immer wieder neue Herausforderungen zu stellen. Was Michael Viehmann, derzeit mit 54 Toren zweitbester HSG-Schütze, indes nicht schreckt: "Wir brauchen uns vor keinem zu fürchten."
Natürlich käme dem beweglichen Kreisläufer eine 3:2:1-Deckung entgegen, doch auch auf eine defensivere 6:0-Variante hat seine Mannschaft eine Antwort. Übergänge mit einem zweiten Kreisläufer (Untermann), die dem Ex-Hüttenberger dann wieder den nötigen Raum zum Toreschießen ermöglichen könnte. Oder aber dem eigenen Rückraum, der bisher sogar den Ausfall von Carsten Göbel wegsteckte. Alles Argumente dafür, dass die Edertaler ihren Siegeszug fortsetzen. Jedenfalls dann, wenn sie wie Viehmann ankündigt, auch beim TV Groß-Umstadt "Vollgas geben". (ohm)
Quelle: http://www.hna.de/sesportstart/00_20081 ... e_HSG.html
