Zum Landesliga-Einstand gleich ein Schlüsselspiel
Handballer der TG Biller treffen am Samstag um 19.30 Uhr im SZ West auf Mitaufsteiger HG Amberg
Die TG Biller Landshut ist wieder da: Knapp eineinhalb Jahre nach dem Abstieg aus der zweithöchsten bayerischen Handball-Etage melden sich die Niederbayern in der Landesliga zurück. Zum Saisonauftakt in der wesentlich stärker als die Südtstaffel eingeschätzten Gruppe Nord kommt es dabei heute, Samstag, um 19.30 Uhr im Landshuter Sportzentrum West gleich zum Schlüsselspiel gegen den Mitaufsteiger HG Amberg.
Während die Rot-Weißen nur eine Saison in der Bezirksoberliga darben mussten, benötigten die Oberpfälzer "etwas" mehr Geduld: Vor 14 Jahren gehörten sie letztmals dieser Spielklasse an. Amberg verfolgt eine ähnliche Philosophie wie die TGL: Die Zeit der Legionäre aus osteuropäischen Nachbarländern ist vorbei, stattdessen wird jetzt auf Perspektivspieler aus der Region gesetzt. Vom Nachbarn HC Sulzbach kamen Linkshänder Basti Braun und Torwart Mathias Prasse. Bayernligaerfahrung bei der SG Regensburg bringt der 33jährige Matthias Frankerl mit. Neu im HG-Kader sind die "Eigengewächse" Simon Vierthaler (zuletzt HC Erlangen/A-Jugend) und Moritz Ringeisen (eigener Jugend). Mit dem Schwandorfer Fritz Donhauser will es sogar ein ehemaliger Bundesligacrack bei der HG noch einmal wissen. Das Trainerduo Matthias Steinert/Robert Torunsky rechnet sich beim Neulingskollegen einiges aus und baut auf die Unterstützung einer ganzen Busladung voller Fans, die am Samstag in der Dreihelmenstadt mit dabeisein werden.
"Der Heimvorteil zum Saisonstart ist natürlich schön, aber wir stehen auch gleich unter Druck", hat TGL-Spielertrainer Markus Böhner eher gemischte Gefühle. Nicht ohne Grund, denn aus beruflichen Gründen fehlt heute mit Dominik Abeltshauser einer seiner wichtigsten Leistungsträger. Zudem haben sich die Hoffnungen zerschlagen, Sandor Schmid nach der Rückkehr in die Allgäuer Heimat wenigstens als "Stand-by-Spieler" einzusetzen. Böhner: "Der Aufwand dafür war dem Sandor einfach zu groß." Jetzt sind auf den Halbpositionen eben die Neuzugänge Stefan Axthaler und Alex Reitmeier bzw. Alexander Schwarz umso mehr gefordert. Doch für Böhner sind nicht Einzelleistungen, sondern Teamspirit entscheidend für eine erfolgreiche Saison, denn: "Lange Auswärtsfahrten bis 400 km einfach, Spiele bis Mai - da ist ein gutes Klima in der Mannschaft wichtig." Für beste Stimmung könnte bereits ein Auftaktsieg sorgen. Es wäre der erste Schritt in Richtung des Saisonzieles, das "Mäx" Böhner so formuliert: "Erst einmal mit dem Abstieg nichts zu tun haben und dann schaun mer mal."
TG Biller: Wendleder, Götz; Grolms, Germowitz, Badawi, Reitmeier, Herterich, Wetscheza, Axthaler, Schwarz, Kraus, Böhner, Guggenberger, Colesan, Schott. -fe-
