HC Sulzbach - Spielberichte 2007 - 2009

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Moderator: Steve22

Beitragvon Greenkeeper » 11.04.2010, 08:40

Sensationelle zweite Halbzeit bringt den Sieg über Landshut

34:31-Erfolg lässt weiter auf den Klassenerhalt hoffen

Die Sulzbacher Handballer prüfen in diesen Tagen die Leidensfähigkeit ihrer Fans bis an die Grenzen. Im vorletzten Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten aus Landshut knüpften die Herzogstädter in der ersten Halbzeit nahtlos an die nervigen Auftritte gegen Kunstadt und Selb an und fast alle Zuschauer hätten keinen Cent mehr für ihr Team gegeben. Doch was in der zweiten Hälfte geschah wird wohl in die Analen der Geschichte des HCS eingehen. Mit einer fulminanten Aufholjagd und nicht mehr für möglich gehaltenem Kampfgeist, drehte die Rohrbach-Truppe diese so wichtige Partie und zog sich sprichwörtlich selbst mit einem 34:31-Sieg aus dem Sumpf.

Die ersten Minuten begannen für die Gastgeber, die ohne ihren Spielmacher Peter Andörfer, Edu Wertmiller, Christoph Baumgärtel und Julian Steiner auflaufen mussten, noch erträglich. Besonders der Gästekeeper hatte wohl Mitleid mit den nervös auftretenden Sulzbachern und lies einige leichte Würfe passieren (4:4). Doch schnell wurde klar, warum die beiden Teams in der Tabelle so weit auseinander stehen. Mit breiter Brust spielte der Favorit fast fehlerfrei seine Angriffe aus und wurde auch nach angezeigten Zeitspielen nicht nervös. Ein einfacher Freiwurf reichte dem überragenden Landshuter Rückraumschützen Stefan Axthaler aus, um die schläfrige Sulzbacher Abwehr ein ums andere Mal zu verladen. Nun lagen die Nerven endgültig blank und die Gastgeber überboten sich gegenseitig mit teilweise kuriosen technischen Fehlern. Die Niederbayern nahmen jedes Gastgeschenk des Heimvereins dankend an und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause, ohne sich groß anstrengen zu müssen auf fünf Tore aus (5:8, 10:16, 14:19). Kein Akteur des HC erreichte auch nur annähernd Normalform und so sah man in der Halbzeitpause nur frustrierte und ratlose Gesichter auf den Tribünen.

Doch zumindest einer in der Halle hatte sein Team noch nicht aufgegeben und fand auch den richtigen Rat für seine Mannschaft. Trainer Christian Rohrbach schickte sein Team mit einer neuen, gnadenlos offensiven Taktik in die Partie. Alles oder nichts war jetzt die Devise und die Herzogstädter wollten diesmal alles. Ein unbändiger Kampfgeist erwachte nun in der Truppe, die den Vorsprung der TG, langsam aber sicher schmelzen lies. Die beiden Torhüter Güthe und Vojtech sorgten für Sicherheit in der Abwehr, die nun bissig ihre Gegenspieler bis fast an die Mittellinie zurückdrängten. Auch im Angriff hatten die Sulzbacher ihre vornehme Zurückhaltung inzwischen aufgegeben. Spielmacher Marek Nachtman sorgte für den nötigen Schwung und die beiden starken Halbspieler Smolik und Waitz für die Tore (20:23, 26:26). Nachdem der Ausgleich gefallen war brachen in der Krötenseeschule alle Dämme. Während die Landshuter nur noch mit schauspielerischen Einlagen glänzen konnten, gelang den Gastgebern nun einfach alles. Besonders Kreisläufer Stefan Moritz legte noch eine Schippe drauf und warf die Spiel entscheidende Führung heraus (31:27). Nun war die Partie endgültig gelaufen und die inzwischen versöhnten Fans feierten diesen nie erwarteten Sieg mit „stehenden Ovationen“.

Der 34:31-Erfolg lässt nun wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Ein Sieg im nächsten Auswärtsspiel in Partenstein und die Messe ist fast schon gelesen. Um die Mannschaft in dieser entscheidenden Partie zu unterstützen setzt der Verein einen Fanbus ein, der um 14.30 Uhr am kommenden Samstag am Sportpark abfährt.

HC Sulzbach:
Güthe, Vojtech (Tor);
Waitz 8, Smolik 8(3), Nachtman 5(1), Moritz 5, Hartmann 3, Ströhl 2, Forster 2, Stauber 1, Artz, Englhard, Burkhard, Ott
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Beitragvon Greenkeeper » 16.04.2010, 11:53

Mit Rückenwind nach Partenstein
Herzogstädter wollen alles klar machen
Der Blick auf die Tabelle der Landsliga Nord war in dieser Woche für die Sulzbacher Handballer wieder etwas rosiger anzusehen. Der doch etwas überraschende 34:31-Erfolg gegen den Aufstiegskandidaten Landshut und die gleichzeitigen Niederlagen der Verfolger aus Selb und Kunstadt legten ein etwas komfortableres Drei- bzw. Vier-Punkte-Poster zwischen diese Teams. Am Samstag hat die Rohrbach-Truppe nun die Gelegenheit mit einem Sieg beim TSV Partenstein den großen Befreiungsschlag zu schaffen. Die Partie beginnt um 19.30 Uhr und wer die Mannschaft unterstützen will, nimmt am besten den Fanbus, der um 14.30 Uhr am Sportpark abfährt.

Der Gastgeber aus Unterfranken hat sein Saisonziel bereits am letzten Samstag erreicht, zwar verlor die Truppe von Trainer Manfred Wirth beim TV Gerolzhofen mit 27:31 Toren, doch durch die Niederlagen der Abstiegskandidaten sind die Partensteiner nicht mehr von den rettenden Plätzen zu verdrängen. Zu verdanken hat dies der Aufsteiger vor allem seiner enormen Heimstärke. In eigener Halle gelten die Franken als fast unschlagbar und wenn das Team nicht bei Auswärtsspielen genauso konsequent den Kürzeren gezogen hätte, wäre ein noch besserer Tabellenplatz möglich gewesen. Auch im Hinspiel in der Herzogstadt bestätigte die Mannschaft aus dem Spessart diese Regel und verlor mit 29:32 Toren. Damals glänzte vor allem Routinier Janos Wagenbach als sicherer Strafwurfschütze und der agile Kreisläufer Daniel Born, der auch in den letzten Spielen für die entscheidenden Tore der Partensteiner sorgte, die den Klassenerhalt sicherten.

Darauf zu hoffen, dass die Gastgeber nach dem geschafften Saisonziel die Zügel etwas schleifen lassen dürfen sich die Gäste jedoch nicht verlassen. Natürlich wollen die Franken ihren Heimnimbus wahren und so müssen die Punkte in Partenstein sicher wieder hart erkämpft werden. Doch der HCS fährt verständlicherweise mit breiter Brust nach Unterfranken, denn die Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Landshut lässt auch auf ein Erfolgserlebnis an diesem Samstag hoffen. Mit dem zuletzt angeschlagenen Peter Andörfer und dem diesmal sicher anwesenden Christoph Baumgärtel kehren zwei enorm wichtige Spieler in die Mannschaft zurück. Besonders in der Abwehr hat Coach Christian Rohrbach damit bedeutend mehr Alternativen als zuletzt.

Mit dem Selbstbewusstsein des Landshutsieges im Rücken sollten die Sulzbacher Handballer diesmal einfach den Kampfgeist vom letzten Samstag mit in den Bus nehmen und die Chance beim Schopf packen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

HC Sulzbach:
Güthe, Vojtech (Tor);
Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Hartmann, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Ströhl, Burkhardt
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Beitragvon Greenkeeper » 20.04.2010, 00:59

Partenstein war eine Reise wert

Grandioser Auftritt der Rohrbach-Truppe beim 31:23-Erfolg

Wer den Auftritt der Sulzbacher Handballer am letzten Samstagabend in Partenstein miterlebt hat, möchte einfach nicht glauben, dass dieses Team immer noch um den Klassenerhalt in der Landesliga Nord kämpfen muss. Die Rohrbach-Truppe zeigte sich in allen Bereichen ihrem besser platzierten Gegner überlegen und schoss den TSV mit 31:23 Toren förmlich aus der eigenen Halle. Doch da auch der Verfolger aus Selb nicht locker lässt und seinerseits punktete, fehlt den Herzogstädtern immer noch ein Sieg aus den beiden letzten Partien gegen Erlangen und in Stadeln, um endgültig gesichert zu sein.

Solche Probleme hat der neue Landesligameister und Aufsteiger in die Bayernliga, der HC Erlangen II nicht mehr. Mit einem überzeugenden 40:29-Erfolg gegen den TV Gerolzhofen machte die Bundesligareserve den Deckel drauf und holte sich den Meistertitel, zu dem wir herzlich gratulieren.

Sein Saisonziel erreicht hatte auch schon der TSV Partenstein vor der Partie gegen die Sulzbacher und das merkte man den Unterfranken auch deutlich an. Die Truppe von Trainer Manfred Wirth war wohl mit den Köpfen schon bei der nachfolgenden Saisonabschlussfeier und so dauerte es nicht lange und die Gäste aus Sulzbach konnten sich absetzen. Obwohl wieder einmal nicht in Bestbesetzung (Hartmann, Baumgärtel und Wertmiller fehlten), machten die Oberpfälzer schnell klar, dass man die 240 km lange Strecke an den Main nicht ohne die Punkte zurück fahren will. Mit einer sehr offensiv ausgelegten Abwehr setzte man den müde wirkenden Gastgeber gehörig unter Druck, dem erst nach zehn Minuten das erste Feldtor gelang. Da hatten sich die Herzogstädter im Angriff schon eingespielt und die Partensteiner Abwehr durcheinander gewirbelt. Die beiden Spielmacher Andörfer und Smolik glänzten mit tollen Anspielen, die von ihren Nebenmännern diesmal traumhaft sicher verwandelt wurden (1:4, 3:8, 6:11). Die Experten der zahlreich mitgereisten Fans konnten hier schon erkennen, dass die Rohrbach-Truppe an diesem Tag gegen einen demotivierten Gegner nichts anbrennen lassen würde. Zu einfach gelangen die Treffer der Sulzbacher, denen ihre spielerischen Mittel locker ausreichten um den Vorsprung bis zur Halbzeit weiter aus zu bauen (11:19).

Nach der Pause gaben die Gäste noch einmal richtig Gas und schraubten den Zwischenstand auf 12:25. Angesichts der Leichtigkeit, mit der die Tore gelangen ließ zwar die Abwehrarbeit etwas nach, doch dies gab den jungen Torhüter Julian Steiner, die Gelegenheit sein großes Potential zu präsentieren. Im Angriff sorgten der bärenstarke Kreisläufer Stefan Moritz, Michael Waitz, Peter Andörfer, Stefan Ströhl und vor allem der gut aufgelegte Jiri Smolik für die Treffer. Der Tscheche präsentierte sich als großer Stratege und als hundertprozentiger Siebenmeterwerfer.

Der 31:23-Endstand wurde von den gut gelaunten Fans hier schon lange gefeiert und nährt die Hoffnung, dass es den Herzogstädtern gelingen wird, die letzten beiden notwenigen Punkte auch noch einzufahren. Hier hofft das Team, dass die Fans im letzten Heimspiel am kommenden Samstag in der Realschule, gegen den Tabellenführer aus Erlangen noch einmal für eine tolle Kulisse sorgen, wenn der Meister aus Erlangen gegen den Meistermacher aus Sulzbach antritt.

HC Sulzbach:
Steiner, Vojtech (Tor);
Smolik 10(6), Moritz 6, Andörfer 5, Waitz 5, Ströhl 4, Nachtmann 1, Forster, Stauber, Artz, Englhard, Burkhard, Schmidt
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Beitragvon Greenkeeper » 20.04.2010, 01:01

Der Meister gibt sich die Ehre

Doch die Sulzbacher Handballer wollen auch gegen Erlangen punkten

Nach dem grandiosen 31:23-Erfolg in Partenstein will man in der Herzogstadt gar nicht so recht wahrhaben, dass sich die Sulzbacher Handballer noch mitten im Abstiegskampf befinden. Erst ein Blick auf die Tabelle und das Restprogramm der beteiligten Teams macht deutlich, dass es noch so richtig eng werden kann. Zwar ist seit letzter Woche der direkte Abstieg endgültig vermieden, doch um den Relegationsplatz streiten sich immer noch die beiden Mannschaften aus Sulzbach und Selb. Bei noch zwei Spieltagen und drei Punkten Vorsprung für die Rohrbach-Truppe, sieht es zwar auf dem ersten Blick so aus als lägen alle Trümpfe in der Hand der Bergstädter, doch die beiden letzten Partien gegen Erlangen und in Stadeln haben es in sich. Das einfachere Restprogramm hat sicherlich die TS Selb, die bei den sicheren Absteigern aus Forchheim und Amberg als hoher Favorit ins Rennen geht.

Dagegen ist der HCS am Samstag um 16.30 Uhr beim letzten Heimspiel der Saison in der Realschulhalle krasser Außenseiter. Zu Gast ist der bereits feststehende Meister aus Erlangen, der mit beeindruckender Souveränität durch diese Saison gezogen ist und verdientermaßen in die Bayernliga aufsteigen wird. Zwei Runden vor Schluss hat die Truppe von Trainer Stefan Mittag schon fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Landshut, obwohl man zu Beginn der Saison vier Zähler am grünen Tisch hergeben musste. Diese eindrucksvollen Zahlen unterstreichen die einsame Klasse der Gäste, die meist einige Nummern zu groß für ihre Gegner in der Landesliga waren. Dabei zogen sich die Herzogstädter bei der 24:27-Hinspielniederlage in Erlangen noch recht gut aus der Affäre. Besonders die zweite Halbzeit in der Universitätsstadt zeigte, dass selbst die Erlanger nicht ohne Schwächen sind, wenn der Gegner auf seinem höchsten Level agiert.

Die Aufgabe der Mannschaft von Trainer Christian Rohrbach scheint also fast unlösbar, doch zwei Tatsachen lassen die Gastgeber trotzdem auf eine Überraschung hoffen. Erstens ist ein Team, das gerade ihr Saisonziel erreicht hat sicher nicht so fokussiert auf den Gegner sondern lässt es eher etwas gelassener angehen und zweitens zeigten sich die Herzogstädter in den letzten beiden Spielen in bestechender Form und offenbarten einen unbändigen Siegeswillen. Probleme gibt es noch bei der Besetzung des Kreisläuferpostens (Moritz Arbeit und Baumgärtel gesundheitlich angeschlagen) doch das wird die Mannschaft nicht davon abhalten, am Samstag ihre kleine Chance, mit der Hilfe ihrer treuen Fans zu nutzen.

HC Sulzbach:
Steiner, Vojtech (Tor);
Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Burckhard, Ströhl
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