HSC 2000 Coburg - Spielberichte 2. Bundesliga Süd 2008/09

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HSC 2000 Coburg - Spielberichte 2. Bundesliga Süd 2008/09

Beitragvon jacob » 12.09.2008, 22:03

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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 10:29

Rotzfreche „Youngster“ bringen „alte Hasen“ in Schwierigkeiten

HSC 2000 Coburg war beim 30:29 gegen Concordia Delitzsch am Rande einer Niederlage. Rückstand von sieben Toren aufgeholt.


„Unglaublich, als ob sie alles aus der Vorbereitung vergessen hätten, weder im Angriff noch in der Abwehr machen sie das, was besprochen wurde“, so kehrte 2. Vorsitzender Jürgen Apfel nach der Pause in die Halle zurück, mit der Hoffnung, dass der HSC 2000 Coburg eine bessere zweite Halbzeit präsentieren würde. Doch da dauerte es noch einmal 15 Minuten, in denen die HSC-Fans eine weiter enttäuschende Leistung ihrer Mannschaft sahen und von den Gästen, die mit ihrer jugendlichen Frische zu überzeugen wussten, phasenweise sogar vorgeführt wurden. Denn erst als den Concorden in der Schlussphase die Luft etwas ausging, kamen die Coburger richtig ins Rollen. Horvat vertraute in dieser Phase auch seinen jungen Kräften und wurde belohnt. Am Ende führten die Coburger mit 30:29, das zweite Mal in dieser Partie überhaupt und man muss dem HSC am Ende eine tolle Moral bescheinigen, wie sie ein verloren geglaubtes Spiel doch noch gedreht haben. Bitter für die Gäste, die lange Zeit mit viel Spielübersicht und disziplinierter Spielweise die klar bessere Mannschaft waren, am Ende aber mit leeren Händen dastanden. Wie bitter, das war Gästetrainer Jungandreas, der sein Team hervorragend auf den HSC eingestellt hatte, noch bei der Pressekonferenz anzumerken, zu der er, sich entschuldigend, erst später erschien: „Ich musste selbst erst einmal runterkommen.“ Kein Wunder nach so einem Spielverlauf.

HSC 2000 Coburg - 1. SV Concordia Delitzsch 30:29 (13:16)

Denn beim HSC waren, weil wenig miteinander klappte, zunächst Einzelaktionen Trumpf. Vor allem Gästetorwart Gabor Pulay brachte die HSC-Werfer mit seinen Paraden lange zur Verzweiflung, mehr als ein Dutzend Mal entschärfte er freie Würfe der Coburger. Die mussten weiter ohne Alternative am Kreis, also ohne Michael Werner (stand zwar auf dem Spielformular, wurde aber nicht eingesetzt) auskommen und in der Abwehr fehlte Stefan Fladt, der sich gegen Düsseldorf einen Rippenbruch zugezogen hatte.

Die Delitzscher spielten ihre Angriffe von Beginn an lange aus, warteten auf ihre Chance. Nach dem 2:1 durch Vladimir Suma, es sollte die letzte Führung des HSC bis zum Abpfiff sein, übernahmen die Gäste mehr und mehr die Initiative. Die gute Abwehrarbeit des HSC konnte zunächst die Mängel im Spielaufbau und im Angriff kompensieren. Als erneut Suma nach einem gelungenen Spielzug zum 3:4 (9.) auf der Rechtsaußenposition toll frei gespielt wurde, glaubten die Fans, die Coburger würden nun Fahrt aufnehmen, aber die wurden immer ratloser. Martin Hummel auf Seiten der Gäste hatte dann zu viele Freiräume und war maßgeblich an der 7:4-Führung (14.) seiner Mannschaft beteiligt. Nach 18 Minuten war es dann passiert, die erste Vier-Tore-Führung stand beim 6:10 an der Anzeigetafel, vor allem deswegen, weil die immer ratloser wirkenden Coburger selbst mit besten Chancen nicht den Weg vorbei an Pulay im Delitzscher Tor fanden. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Mehr und mehr setzten die Gäste die deutlicheren Akzente und als zunächst Anton Lakisa einen Siebenmeter verwirft, im Folgeangriff Suma, Schulz und Lendner innerhalb von 30 Sekunden frei vergeben und sich dann auch die HSC-Abwehr von der Verunsicherung anstecken ließ, war der Weg zur 14:7-Führung der Gäste nach 24 Minuten frei. Alles wartete nun auf eine Auszeit von Coburgs Trainer Horvat, doch zumindest äußerlich sehr ruhig beobachtete er das Treiben seiner Mannschaft. Die Auszeit kam, allerdings genommen durch Jungandreas auf Seiten von Delitzsch, nach zwei Anschlusstreffern zum 9:14 durch Matthias Werner und Ronny Göhl, der am Ende zwar sieben Treffer zu Buche stehen hatte, aber doch auch einige „Fahrkarten“ warf. Die Auszeit half den Coburgern eher weiter als den Gästen, denn obwohl Lendner, Piskac und eben Göhl erneut frei vergaben, war der HSC mit fünf Toren in Folge zum 12:14 (29.) wieder in Schlagdistanz gekommen.

Dann aber gewährten die Coburger dem Magdeburger Neuzugang Philip Seitle auf der rechten Seite der Delitzscher Freiheiten, wie man sie sich als Handballer wünscht, und dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten. Mit vier Toren zum Zwischenstand von 14:19 (35.) schaffte er es fast im Alleingang, Delitzsch wieder auf Distanz zu bringen und auch beim 19:24 (43.) war Coburg nicht wieder herangekommen. Es fehlten weiter die zündenden Ideen, aber immerhin parierte Martinsen in dieser Phase bereits seinen dritten Siebenmeter und vorne hält Suma seiner Mannschaft mit Einzelaktionen im Spiel unterstützt von Pack, der wie auch Piskac mit energischerem Vorgehen die Delitzscher Abwehr immer öfter zu Siebenmeterfouls zwangen. Von den insgesamt zehn Strafwürfen vergeben aber auch die Coburger drei, die auch immer wieder mit Zeitstrafen zu kämpfen hatten. Als sich Horvat die gelbe Karte einhandelte, weil er die progressive Bestrafung eher bei seiner Mannschaft als bei den Gästen sah, war dies mit dem 21:25 (44.) die Initialzündung für seine Mannschaft gegen nun nachlassende, nicht mehr so konsequente Gäste. Auch dadurch lief der Ball nun besser durch die Reihen des HSC und die Umstellung in der Abwehr auf einen 6:0-Deckungsverband tat sein übriges. „Ich habe gemerkt, dass zu viele Lücken da waren, weil wir nicht ordentlich verschoben haben, da musste ich reagieren“, begründete Horvat diese Maßnahme, die Früchte tragen sollte. Mehrmals „fischten“ die HSCler, allen voran Kamil Piskac, in der Abwehr Bälle heraus und obwohl vorne noch lange nicht alles rund lief, gelang Ronny Göhl nach einem Alleingang über das gesamte Feld, wobei der Ball mehr als einmal schon verloren schien, unter dem Jubel der Fans nach 50 Minuten der 25:25-Ausgleich.

Eine erneute Zeitstrafe und die daraus resultierende Unterzahl verhinderte aber die eigene Führung, da Delitzsch die numerische Überlegenheit schulbuchmäßig ausspielte, sich wieder absetzte (25:26) und nach einem Fehlversuch von Matthias Briem einen weiteren Treffer draufpackte (26:28, 54.). Als kurz darauf Göhl frei vergab und Lakisa mit einem Strafwurf scheiterte, schien die Partie doch zu Gunsten der Gäste gelaufen, zumal Rene Selke, über weite Strecken der zweiten Halbzeit im Tor, mit einem zu riskanten (Fehl-)Pass beim Stand von 27:28 dem Gegner das 27:29 ermöglichte. Aber Matthias Briem mit zwei Toren in dieser Phase war es, der den erneuten Anschluss herstellte und als Göhl zwei Minuten vor dem Abpfiff das nicht mehr für möglich gehalten Remis erzielte, steht die Halle endgültig Kopf. Mit einem eiskalten, per Kopfleger verwandelten Strafwurf schaffte Lakisa dreißig Sekunden vor dem Abpfiff sogar den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg, den Selke hinten dann festhielt und eine konsternierte Delitzscher Mannschaft hinterlässt, die diesen Ausgang nicht verdient hatte.


SR: Matthias Knapp (Birkenau) / Martin Puchinger (Fürth)

HSC 2000 Coburg: Rene Selke, Havard Martinsen – Matthias Briem (2), Matthias Werner (3/1), Ronny Göhl (7), Christian Pack (1), Anton Lakisa (8/6), Philipp Schulz (2), Vladimir Suma (6), Michael Werner, Florian Lendner, Kamil Piskac (1), Christoph Schuhmann. - Zeitstrafen: 6, Siebenmeter: 10/7.

SV Concordia Delitzsch: Manuel Röttig, Gabor Pulay – Jan Löffler (6), Sascha Meiner (2), Ulrich Streitenberger (3), Martin Hummel (7), Thomas Oehlrich (3), Vladimir Maltsev, Georg Eulitz, Eric Jacob (1), Maximilian Weiß, Till Riehn (2), Philipp Seitle (5).– Zeitstrafen: 3, Siebenmeter: 3/0.


STIMMEN ZUM SPIEL

HSC-Trainer Hrvoje Horvat: „Wir haben uns das heute sicher anders vorgestellt. Wir wollten unsere Heimbilanz verbessern, das haben wir heute getan. Aber es war ein glücklicher Sieg. Im Angriff ist es nicht richtig gelaufen, wir haben viele Zweikämpfe verloren. Toll war unsere Moral in der letzten Viertelstunde, als wir um jeden Ball gekämpft haben und René Selke im Tor dann auch wichtige Bälle gehalten hat.“

SV-Trainer Uwe Jungandreas: „Ich habe mich über die Spielweise meiner Mannschaft sehr gefreut. Ich wusste, dass wir mit unserem jungen Team irgendwann auch einmal Lehrgeld zahlen würden, aber das es gleich zum Saisonstart passiert ist, ist schade. Ich bin bitter enttäuscht zumal wir nur zwei Mal in dieser Partie zurück gelegen haben. Wir haben am Rande unserer Möglichkeiten gespielt, aber in der zweiten Halbzeit haben wir zu viele individuelle Deckungsfehler gemacht, die der HSC gnadenlos ausgenutzt hat.“

Von Ralph Bilek (Coburger Tageblatt)

Quelle: http://www.hsc2000.de/
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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 10:38

HSC erkämpft sich zwei Punkte

Bei der starken TSG Münster sichern sich die Coburger dank einer geschlossen starken Mannschaftsleistung einen 41:39-Sieg.


HSC-Trainer Hrvoje Horvat musste nach dem Spiel nicht lange überlegen, als es darum ging, den "Matchwinner" beim wichtigen 41:39-Sieg in Münster auszumachen. "Die geschlossene Mannschaftsleistung hat uns heute den Erfolg gebracht", analysierte der Coburger Coach. Nach einem schnellen und spannenden Spiel auf hohem Zweitliganiveau besiegte der HSC die TSG Münster und hat damit 4:0 Punkte auf dem Konto.

Nachdem in der ersten Halbzeit die Hausherren das Kommando hatten und durchweg führten, nahmen die Coburger in Häfte zwei das Heft in die Hand. In einer spannenden Schlussphase ließen sich Göhl & Co. den Sieg nicht mehr nehmen und spätestens, als Matthias Werner 15 Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter das 41:39 erzielte, waren die zahlreich mitgereisten Fans absolut aus dem Häuschen.

Der SpielverlaufVladimir Suma erzielte zwar den ersten Treffer in der Partie, doch die Münsteraner machten ihrem Ruf als starke Heimmannschaft gleich zu Beginn alle Ehre. Steffen Weber und Sven Pausch trafen zum 2:1 für die Hausherren, ehe Kamil Piskac nach tollem Anspiel von Anton Lakisa ausglich. Die Hausherren spielten in der Anfangsphase effektiver als der HSC und nutzten ihre Chancen konsequent. 5:3 stand es nach sechs Minuten. Über den starken Linksaußen Sven Pausch erarbeitete sich Münster eine 8:5-Führung. Sein direkter Gegenspieler wollte sich das jedoch nicht gefallen lassen: Ronny Göhl traf gleich nach zwei Pausch-Treffern ebenfalls doppelt, der HSC war auf 8:7 dran. Nun kam Havard Martinsen besser ins Spiel, der einen Siebenmeter und eine freie Chance der Hausherren parierte. Doch Münster profitierte von Coburger Ballverlusten und kam über den agilen Kreisläufer Fabian Bohnert zu Toren.

Nach dem 9:9-Ausgleich durch Anton Lakisa erzielten die Hessen drei Treffer in Folge. HSC-Trainer Hrvoje Horvat reagierte mit einer Auszeit nach 21 Minuten. Diese Maßnahme fruchtete, die eingewechselten Philipp Schulz und Matthias Werner trafen zum Anschluss (12:11). Neuzugang Schulz war es dann, der weiterhin aufdrehte und mit zwei Treffern in Folge die erste Führung erzielte (13:14). Ex-Nationalspieler Jan-Olaf Immel glich in einem tollen und offenen Spiel wieder aus. Mit 17:16 für die Hausherren wurden die Seiten schließlich gewechselt.

Nach der Pause hatte der HSC den deutlich besseren Start: Aus dem 17:16 machten die Coburger schnell ein 19:21. Havard Martinsen parierte seinen zweiten Siebenmeter (seit der Halbzeit spielte Selke, der Norweger jedoch kam für den Siebenmeter) und durch Tore von Pack, Suma und dem starken Göhl ging der HSC sogar mit 25:28 in Führung. Das Spiel wurde immer schneller, die Tore fielen Schlag auf Schlag und beide Mannschaften spielten mit offenem Visier. Ein Erfolgsrezept des HSC in dieser Phase war die Manndeckung von Florian Lendner gegen Münsters Spielertrainer Jan-Olaf Immel. Außerdem kam der in der ersten Hälfte eher blasse Christian Pack immer besser ins Spiel, erzielte wichtige Treffer und setzte auch seine Nebenleute gekonnt ein. Ronny Göhl mit seinem siebten Treffer erzielte zwölf Minuten vor dem Ende die erste Vier-Tore-Führung für den HSC.

Das Spiel ging weiterhin hin und her, die zahlreich mitgereisten Coburger Fans hatten keine Minute Zeit, sich auszuruhen. Fast jedes HSC-Tor wurde postwendend mit einem Treffer der Hausherren beantwortet. Der andere Ex-Nationalspieler im Dress der TSG Münster, Steffen Weber, übernahm für seinen gedeckten Kollegen Jan-Olaf Immel das Zepter und hielt seine Farben nach dem 31:35 für Coburg mit zwei Treffern nacheinander im Spiel.

Drei Minuten vor dem Ende nahmen die Hausherren eine Auszeit und stellten auf offene Manndeckung um. Eineinhalb Minuten vor dem Ende hatte Münster zum 38:39 aufgeschlossen, ehe Anton Lakisa per Siebenmeter zum 38:40 traf. Jan-Olaf Immel traf 40 Sekunden vor dem Ende zum Anschluss - zu allem Überfluss kassierte Anton Lakisa noch eine Zeitstrafe. Mit fünf Spielern auf dem Parkett hatten die Coburger noch 30 Sekunden zu überbrücken. 23 Sekunden vor dem Ende zog Trainer Hrvoje Horvat die Grüne Karte. Philipp Schulz fasste sich ein Herz, ging alleine durch und holte einen Siebenmeter heraus. Matthias Werner trat an und behielt die Nerven: 39:41 für den HSC 2000 Coburg.

TSG Münster gegen HSC 2000 Coburg 39:41 (17:16)

TSG Münster: van de Mortel, Rebstock - Bohnert (3), Immel (4), Quilitzsch (3/2), Weber (8 ), Wernig (2), Ochs (1), Buschsieper (1), Zapototschny (2), Mauch (6), Pausch (9).

HSC 2000 Coburg: Selke, Martinsen - Briem, Ma. Werner (2/1), Göhl (7), Pack (6), Lakisa (6/6), Schulz (5), Suma (4), Mi. Werner (1), Lendner (6), Piskac (4), Schuhmann.

Von Stefan Schuhmann (Coburger Tageblatt)

Quelle: http://www.hsc2000.de/
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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 10:43

Jetzt hat es auch gegen Wallau geklappt

HSC gewinnt im dritten Vergleich erstmals gegen den Ex-Erstligisten. Fladi genesen, Vladi „folgt“, aber „Matze“ Briem schließt Lücke


Der HSC 2000 Coburg kann gegen die SG Wallau doch gewinnen. Nach zwei vergeblichen Anläufen im vergangen Jahr, behielten die Coburger nach spannendem Spielverlauf diesmal mit 35:33 die Oberhand, vergaben aber reihenweise beste Torchancen. „Das hätte fast für zwei Spiele gereicht“, war nicht nur einmal zu hören, aber auch die in „Holland-Orange“ angetretenen Wallauer warfen nicht wenige Fahrkarten. Vielleicht waren auch wegen der gegnerischen Trikotfarbe jede Menge Nickligkeiten im Spiel, das von den Unparteiischen nicht immer sicher geleitet wurde.

Eine Hiobsbotschaft gab es schon am Freitag für die Coburger. Vladimir Suma musste am Donnerstag Abend das Training aufgrund von Schmerzen und Luftproblemen abbrechen, ließ sich dann am Freitag röntgen und die Diagnose war alles andere als erfreulich für die Coburger: Rippenbruch bei der Nummer 14 der HSCler, erlitten im Spiel bei der TSG Münster in der vergangenen Woche. Das bedeutet zwei bis drei Wochen Pause auf einer „problematischen“ Position, da ja auch Christian Rose schon fehlt. Immerhin war Stefan Fladt nach seinem

Rippenbruch einsatzfähig und zusammen mit einem ebenfalls überzeugenden Matthias Briem sorgte er für den „Lückenschluss“.

HSC 2000 Coburg - SG Wallau 35:33 (16:16)

Nach dem ersten Fehlpass Richtung Briem stoppte Lakisa den gegnerischen Konter, beim zweiten Angriff lief der Ball dann auf Göhl zum 1:0 durch. Doch nach dem Ausgleich kassierten die Coburger nach Fehlversuchen zwei Konter und lagen nach drei Minuten mit 1:3 in Rückstand. Doch nach einem Strafwurf lässt Lakisa das erste Feldtor zum 3:3 folgen. Auch am 4:3 durch Piskac, der den Ball nach einem parierten Lakisa-Wurf aufnimmt, ist der Weißrusse beteiligt. Der wechselvolle Spielverlauf blieb weiter erhalten und beim 6:5 in Unterzahl zeigte Briem mit herrlichem Anspiel auf Piskac am Kreis, wie die Wallauer Abwehr überwunden werden kann. Die blieben vor allem über die Konter gefährlich und setzten sich selbst mit 7:6 (12.) in Front.

Es deutete sich schon wieder ein torreiches Spiel an, denn nach dem erneuten Ausgleich bringen zwei verwandelte Strafwürfe wieder die Coburger Führung (10:9, 16.). Bedingt durch eine doppelte Unterzahl des HSC zog Wallau abermals vorbei und beim HSC wirkte manches sehr unkonzentriert. Nicht aber bei Lendner, der nach mutigem Anspiel von Pack, der den Ball in der Abwehr erobert hatte, beim Konter die HSCler mit 12:11 in Front bringt. Den schnellen Gegenangriff fängt die HSC Abwehr ab, aber Göhl hämmert den Konter über das Tor, etliche dieser vergebenen Großchancen sollten folgen. Im Zuge einer immer besser stehenden Abwehr steigert sich auch Martinsen, fängt einen Konter beim Stand von 14:13 (22.). Doch Coburg geizte mit Kontertoren, der zweite Fehlversuch von Göhl, er trifft nur den Innenpfosten, bringen Wallau dann den erneuten Ausgleich. Zum Glück für die Coburger kann Martinsen einen Heber entschärfen. Überhaupt blieb die Phase zwischen der 23. und 28. völlig ohne Tore, ganz ungewöhnlich für ein ansonsten wieder sehr torreiches Spiel.

Ungewohnt lange blieben die Coburger in der Kabine, doch zunächst agierten sie im Angriff zu riskant, luden damit Wallau zum 16:18 ein. Beide Tore fielen erneut per Konter, ehe Pack ganz einfach Eins gegen Eins den Anschluss schaffte und Lendner per Konter nach toller Abwehraktion von Piskac zum 18:18 nachlegte (34.). Das 19:19 war dann das letzte Remis in einer weiter sehr körperbetonten Partie. Die schönste Aktion des Spiels, ein Kempa-Tor von Pack auf Briem, leitete den Siegeszug der Coburger ein. Bis zum 24:22 (42.) halten sie den Gegner zwar nur auf Distanz, legen dann aber richtig los. Obwohl die Halbspieler phasenweise kurz gedeckt werden und Pack den nächsten Konter beim Stand von 23:21 an die Latte jagt. Dann kommen die fünf Minuten von Matthias Briem. Zwischen der 45. und 50. Minute ist er vier Mal erfolgreich, schafft sogar einen lupenreinen Hattrick. Von 26:24 auf 31:24 (50.) setzen sich die HSCler ab, auch weil im Tor Martinsen teilweise im Sekundentakt Bälle, Nachwürfe und alles was sonst noch aufs Tor „fliegt“ entschärft.

Wallau hatte in dieser Phase kaum Entfaltungsmöglichkeiten, da kaum mehr Konterchancen, ihre stärkste Waffe, blieben. Alles sah nach einem klaren Erfolg aus, doch Coburg wurde leichtsinnig und musste die Gäste nach dem 34:27 (53.) auf 34:33 (59.) herankommen lassen. Auch weil man eine doppelte Unterzahl zu verdauen hatte und nach Meinung vieler HSC-Anhänger sich einseitigen SR-Entscheidungen gegenüber sah, die auch der Ex-Wallauer Christian Rose am Spielfeldrand vehement gestikulierend kritisierte. Doch Philipp Schulz erlöste mit dem abschließenden Treffer den HSC. Hätten die Coburger aber zuvor ihre zahlreichen Großchancen untergebracht, hätte das wohl keinen mehr interessier, so bekamen die Fans aber die fast schon traditionell spannende Schlussphase geboten.

SR: Jutta Ehrmann (Odenthal) / Jutta Künzig (Karlsruhe).

HSC 2000 Coburg: Rene Selke, Havard Martinsen – Matthias Briem (8 ), Matthias Werner (2), Ronny Göhl (2), Christian Pack (2), Stefan Fladt (2), Anton Lakisa (7/5), Philipp Schulz (3), Michael Werner (1), Florian Lendner (5), Kamil Piskac (3), Christoph Schuhmann. - Zeitstrafen: 6, Siebenmeter: 5/5.

SG Wallau: : Mathias Beer, Sebastian Schermuly – Jens Ehrmann (1), Sebastian Schulz, Martin Lorenz, Tim Plattner (5), Luis Garbo (3), Steffen Fäth (5), Stefan Bonnkirch (4), Christian Zölls (1), Markus Roßmeier (2), Sebastian Linder (6), Tobias Schimmelbauer (2), Tobias Hahn (4).– Zeitstrafen: 1, Siebenmeter: 4/3.


STIMMEN ZUM SPIEL:

HSC-Trainer Hrvoje Horvat: „So spannend wollten wir es am Ende nicht mehr machen, aber das war hauptsächlich durch unser Unterzahlspiel bedingt. In der Abwehr haben wir unser bestes Saisonspiel gezeigt, die bekannten Laufwege wurden im Spielverlauf besser zugemacht und auch Martinsen im Tor konnte sich auszeichnen. Im Angriff hat Briem Suma sehr gut ersetzt.“

SG-Trainer Jörg Schulze: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen und ich habe erhofft, das wir die Partie länger offen halten können. Dann sind wir zwar klar in Rückstand geraten, haben aber dagegengehalten. Da wir ein großes Kämpferherz gezeigt haben, bin ich auch sehr zufrieden. Der Erfolg der Coburger geht so auch in Ordnung.“

HSC-Präsident Norbert Kastner: „Am Ende haben wir es uns unnötig noch einmal schwer gemacht. Acht Minuten vor dem Ende dachte ich nicht, dass es noch einmal so knapp werden würde. Wir haben es versäumt unseren Vorsprung ruhig runterzuspielen.“

Von Ralph Bilek (Coburger Tageblatt)

Quelle: http://www.hsc2000.de/
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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 10:59

HSC 2000 Coburg nach der Pause vorgeführt

28:36-Debakel im Frankenderby beim HC Erlangen / Gastgeber spielten sich in einen Rausch


Die Bäume wachsen auch für den HSC 2000 Coburg nicht in den Zweitliga-Himmel. Mit einem deklassierenden 28:36 im Frankenderby beim HC Erlangen sind die HSCler knallhart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Sie waren dem Neuling aus der Universitätsstadt am Samstag Abend in allen Belangen unterlegen, emotional, spielerisch und kämpferisch. Die Gastgeber spielten sich vor 2200 Zuschauern phasenweise in einen Rausch und Coburg hatte darauf keine Antwort parat. Zu viele Fehler sorgten dafür, das sie nach anfänglicher Führung nie mehr selbst in Front gehen konnten. Mit der ersten Saisonniederlage hat man auch die Tabellenführung abgeben müssen und auch viele der mitgereisten HSC-Fans waren ob der Leistung ihrer Mannschaft so richtig „angefressen“. Überraschend bot Coburgs Coach Horvat im Tor Rene Selke auf und der mit Rippenbruch angeschlagene Vladimir Suma hatte kurze Einsatzzeiten, aber insgesamt erreichten alle Coburger kaum Normalform. Fast schon beängstigend ist die Torflaute des Goalgetters Anton Lakisa, der es in vier Spielen erst auf fünf Feldtore gebracht hat und dessen Tore ganz deutlich fehlen.

HC Erlangen - HSC 2000 Coburg 36:28 (14:12)

HSC-Präsident Norbert Kastner hat die Spieler gleich nach der Pleite in die Pflicht genommen und erwartet im nächsten Spiel am kommenden Wochenende eine Trotzreaktion. Die ist auch bitter nötig nach der phasenweise peinlichen Vorstellung beim Neuling. Denn vor allem nach der Pause war die Abwehr nicht als solche zu bezeichnen und im Angriff blieb vieles Stückwerk. Da waren Lakisa, Pack, Lendner, Briem und Göhl klare Verlierer gegen Stumpf, Schmidtke, Auer und Nienhaus. Die kamen im Gegensatz zum fast behäbigen Spiel des HSC immer mit viel Dampf und hatten in Tobias Wannenmacher den Regisseur, der Dreh- und Angelpunkt war und seine Leute immer wieder mitriss. „Die gingen wie ein heißes Messer durch die Butter durch unsere Abwehr“, brachte es ein HSC-Fan nach dem Spiel auf den Punkt.

Dabei hatte alles mit zwei schnellen Kontertoren durch Ronny Göhl zum 2:0 sehr gut angefangen und das sehenswerte Anspiel von Matthias Briem auf Christian Pack vor dem 3:3, nach drei Erlanger Toren in Folge, wurde sogar vom Hallensprecher gelobt. Dann aber war es fast schon vorbei mit dem Spielwitz des HSC. Coburg vergab gute Möglichkeiten und auch Erlangen spielte in dieser Phase alles andere als souverän, nutzte ebenfalls viele Chancen nicht, blieb aber immer knapp vorne. Trotzdem wirkte ihr Spiel insgesamt zielstrebiger und mit Andreas Bayerschmidt im Tor hatten sie einen weiteren Pluspunkt an diesem Tag auf ihrer Seite. So konnte Coburg vor der zweiten Halbzeit eigentlich froh sein, nur mit zwei Treffern in Rückstand zu liegen.

Die begann dann gleich wieder mit Ballverlusten von Lakisa und Briem, aber als Erlangen kurzfristig in doppelter Unterzahl war, nutzte Coburg dies um aus dem 14:17 ein 17:18 (37.) zu machen. In dieser Phase vergab Matthias Werner dann einen Siebenmeter mit viel Pech (Innenpfosten) und kurz darauf Piskac frei vom Kreis, Göhl von außen. Jetzt sollte sich der HSC, anders als im ersten Durchgang, nicht mehr erholen. Erlangen setzte sich erstmals mit vier Toren auf 21:17 (39.) ab und ließ Coburg nicht mehr herankommen. Bis zum 28:24 (47.) blieben die zwar durchaus in Schlagdistanz, jedoch an diesem Tag ohne Durchschlagskraft. Erlangen ist eben auch nicht Delitzsch, die in der letzten Viertelstunde vor drei Wochen einbrachen. Erlangen legte gegen konsternierte Gäste jetzt erst richtig los und zog auf 35:26 davon, während Coburg sich seinem Schicksal nun wehrlos ergab.

SR: Jürgen Hilfinger (Ulm) / Ralf Kroner (Senden).

HSC 2000 Coburg: Rene Selke, Havard Martinsen – Matthias Briem (4), Matthias Werner (4/2), Ronny Göhl (4), Christian Pack (4), Stefan Fladt, Anton Lakisa (2/1), Philipp Schulz (3), Vladimir Suma, Michael Werner (1), Florian Lendner (3), Kamil Piskac (3), Christoph Schuhmann. - Zeitstrafen: 6, Siebenmeter: 5/3.

HC Erlangen: Andreas Bayerschmidt, Bernhard Zapf – Felix Müller, Benedikt Schwandner (1), Georg Münch, Sebastian Kirchner (1), Hannes Münch, Bastian Krämer (2), Tobias Wannenmacher (1), Christoph Nienhaus (7), Christoph Auer (7), Mario Schmidtke (8), Daniel Stumpf (9), Claus Luther. – Zeitstrafen: 7, Siebenmeter: 5/3.


STIMMEN ZUM SPIEL:

Jürgen Apfel, 2. HSC-Vorsitzender: „Wir haben heute vieles falsch gemacht. Erlangen hat verdient gewonnen. Man muss akzeptieren, dass wir heute die schlechtere Mannschaft waren und völlig verdient diese Niederlage bezogen haben. Erlangen hat begeisternden Handball und sich dann phasenweise in einen richtigen Rausch gespielt. In dieser Phase haben wir dann ausgerechnet auch noch die meisten Fehler gemacht.“

HC-Trainer Frank Bergemann: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, da haben wir sehr diszipliniert gespielt und Tobias Wannenmacher hat unsere Abwehr sehr gut organisiert. Die zweite Halbzeit war dann wirklich nur ein Rausch. Ich hatte auf ein gutes Spiel gehofft und dass wir mithalten können, aber was rauskam war ein Wahnsinn.“

HSC-Präsident Norbert Kastner: „In der zweiten Halbzeit hat das letzte Aufbäumen gefehlt. Die Mannschaft weiß aber auch selbst, was sie heute an Unzulänglichkeiten gespielt hat. Das können sie in der nächsten Woche geraderücken, da muss einfach guter Handball gezeigt werden.“

Von Ralph Bilek (Coburger Tageblatt

Quelle: http://www.hsc2000.de/
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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 11:21

HSC 2000 Coburg - HR Ortenau 31:29

Als Coburgs Kreisläufer Kamil Piskac am Sonntag nach dem 31:29-Sieg gegen die HR Ortenau aufwachte, dürfte ihm seine Schulter ordentlich weh getan haben. Ausnahmsweise nicht - oder besser gesagt, nicht nur - weil die knallharten Abwehrspieler der Ortenauer ihn so richtig weichgeklopft haben, sondern auch, weil nahezu jeder Zuschauer, der an ihm vorbei lief, ihm auf das breite Kreuz klopfte. "Klassespiel, Piski", hieß es, oder "Wahnsinn, wie fängt man denn solche Bälle". Der Tscheche, der am Samstag seinen 30. Geburtstag feierte, war der Held der Coburger in der Schlacht gegen die ehemalige Mannschaft des HSC-Trainers Hrvoje Horvat. Acht Treffer selbst erzielt, dazu noch haufenweise Siebenmeter herausgeholt: Es war sein Spiel. "Die Mannschaft hat sich eindrucksvoll für die Niederlage gegen Erlangen rehabilitiert", sagte HSC-Präsident Norbert Kastner nach dem Spiel stellvertretend für alle Vorstandsmitglieder und "Macher". Ein bisschen nervös war man nämlich schon im HSC-Lager nach der herben 28:36-Schlappe beim fränkischen Konkurrenten. Eine erneute Niederlage hätte Unruhe hineingebracht, die man so überhaupt nicht gebraucht hätte. Doch genug mit hätte und wäre: Die Mannschaft war hervorragend auf den starken Gegner eingestellt und hat sich nach einem packenden und emotionsgeladenen Spiel den Sieg gesichtert. 8:2 Punkte nach fünf Spielen, das ist es, was zählt.


Der Spielverlauf

Dem HSC merkte man in der mit 1150 Zuschauern nicht ganz ausverkaufen Angerhalle von Beginn an den unbedingten Siegeswille an. Überrascht waren die Fans, dass Mittelmann Christian Pack sich nicht wie sonst gewohnt seinen Pullover ausgezogen und sich Harz an die Finger geschmiert hat, sondern erst einmal auf der Bank Platz nahm. Für Pack - der nicht wegen schlechter Leistung draußen war, sondern unter der Woche verletzungsbedingt nicht trainieren konnte - spielte Matthias Werner von Beginn an auf der Königsposition im Angriff. Vladimir Suma war nach seinem Rippenbruch wieder fit und spielte ebenfall von Beginn an. Der Anfang des Spiels war geprägt von den hart zupackenden Abwehrreihen der beiden Mannschaften - erst in der 4. Minute erzielte Vladimir Suma den ersten Treffer des Spiels. Von der Körpersprache her war die Coburger Mannschaft kaum zu vergleichen mit dem Auftritt der Vorwoche. Jedes Tor wurde bejubelt, Havard Martinsen in seinem Tor riß bei jedem Treffer die Fäuste nach oben, die Spieler feuerten sich gegenseitig an: Das braucht man, um erfolgreich zu sein. Fast sieben Minuten dauerte es, ehe die Gäste, die als einer der großen Favoriten in die Saison gestartet waren, das erste Tor erzielten. Der HSC hatte bis dato schon vier Mal eingenetzt. Auch in den nächsten Minuten waren es die Coburger, die das Spiel kontrollierten. Zwei Treffer von Ronny Göhl brachten die 7:2-Führung. Für die Gäste traf bis zum 7:4 drei Mal Linkshänder Jens Schöngarth, der damit jedoch sein Pulver für den Rest des Spiels bereits verschossen hatte. Das Spiel wurde mit hohem Tempo geführt und der HSC schaffte es nicht, sich weiter abzusetzen. Aber auch die Gäste konnten nicht aufholen, weil bei den Coburgern das Spiel über Kreisläufer Kamil Piskac hervorragend klappte und dieser mit einer fast hundertprozentigen Sicherheit traf. 14:11 stand es drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit, als Florian Lendner eine fragwürdige Zeitstrafe erhielt und die routinierten Or tenauer Morgenluft witterten. Drei Treffer vom "Schrank" auf der halblinken Posiiton, Grzegorz Garbacz, brachten den 15:14-Halbzeitstand. Ähnlich wie in der ersten Halbzeit waren es auch nach dem Wechsel die Coburger, die aufdrehten und das Spiel kontrollierten. 21:15 stand es nach schnellen Toren des HSC in der 36. Minute und einige Zuschauer rechneten schon mit einem Kantersieg. Doch die Ortenauer bewiesen nochmals, was für eine routinierte und starke Mannschaft sie haben. Ohne in Hektik zu verfallen spielten sie weiter und hatten beim 22:20 den Anschluss - auch dank eines starken Danile Sdunek im Tor - wieder hergestellt. Die Fans beider Lager sahen nun ein spannendes und emotionsgeladenes Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Die HSC-Abwehr hatte ihre schwächste Phase im Spiel und zu oft tauchten die Ortenauer glockenfrei vor Havard Martinsen auf und hatten keine Mühe, Treffer zu erzielen. Nach dem 27:26 von Anton Lakisa musste Vladimir Suma mit seiner dritten Zeits trafe vom Platz, kurz darauf erwischte es den Ortenauer Abwehrchef Till Bitterlich. Wie kräfteraubend das Spiel war, bewies Kamil Piskac, der nach einem Treffer mit einem Muskelkrampf liegen blieb - sich danach aber aufrappelte und weiter spielte. Felix Danner erzielte das 29:28 und die Ortenauer rochen nun endgültig an einem Punktgewinn. Erst recht, als Florian Lendner (nach dem 30:28 des mittlerweile eingewechselten Christian Pack) eine Zeitstrafe bekam. Sandro Catak erzielte schnell den Anschluss, die Coburger verloren im Angriff den Ball und Ortenau hatte die Chance auf das Unentschieden. Einen Wurf von der Rechtsaußenposition parierte Havard Martinsen jedoch bravourös und hielt den Sieg für seine Mannschaft fest. Nach diesem Wurf kam es zu tumultartigen Szenen auf dem Parkett: Der Ortenauer Trainer war der Meinung, dass er noch vor dem Wurf die "Auszeit"-Karte auf den Kampfrichtertisch gelegt hatte. Dann wäre seine Mannschaft noch im Ballbesitz. Die Zeitnehmer und die S chiedsrichter jedoch sahen dies anders - Coburg hatte den Ball, noch 15 Sekunden Spielzeit. Als Hrvoje Horvat dann fünf Sekunden vor dem Ende seine Auszeit nahm, war nicht nur durch den ohrenbetäubenden Jubel auf der Tribüne, klar: Der HSC gewinnt das Spiel und biegt eindrucksvoll wieder auf die Erfolgsspur ein.

HSC 2000 Coburg: Martinsen, Selke - Briem, Matthias Werner (1), Göhl (6), Pack (2), Fladt, Lakisa (6/3), Schulz (2), Suma (2), Michael Werner (1), Lendner (3), Piskac (8).

Zeitstrafen: 8 (Suma drei, Lendner zwei, Matthias Werner, Fladt, Piskac). Siebenmeter: 5/3 (Lakisa scheitert an Sdunek, Matthias Werner scheitert ebenfalls, trifft aber im Nachwurf).

HR Ortenau: Ritschel, Henne, Sdunek - Schöngarth (3), Garbacz (5), Bitterlich (1), Helm (1/1), Stock (1), Temelkov (4/1), Danner (4), Geppert (2), Catak (5/3), Glinski (1), Valo (2).

Zeitstrafen: 7 (Bitterlich drei, Helm und Stock je zwei). Siebenmeter: 5/5

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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 11:49

Bärenstarke Auswärtsleistung bringt Platz Eins

HSC 2000 Coburg nach 38:34 bei TSG Friesenheim Tabellenführer. Vor der Pause berauschendes HSC-Konterspiel.


Der HSC 2000 Coburg hat den erneuten Sprung an die Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga Süd geschafft. Möglich geworden war dies durch ein maßgeschneidertes 26:26-Unentschieden im Spitzenspiel zwischen dem Bergischen HC und der HSG Düsseldorf am Samstag Abend. Die Coburger konnten die Gunst der Stunde 24 Stunden später bei der TSG Friesenheim nutzen. Die ebenfalls bis dato noch ungeschlagenen „Eulen“, wie sie sich selbst bezeichnen, hatten beim 34:38 gegen den HSC wenig zu bestellen und mussten nach ausgeglichenem Beginn die Überlegenheit der Gäste anerkennen.

Leicht angeschlagen mit einer Erkältung musste Spielführer Florian Lendner in die Partie gehen gegen die nach eigenen Angaben jüngste Zweitligamannschaft im Süden. Laut, gemütlich und trotzdem kuschelig sollte es nach Wunsch des TSG-Hallensprechers zugehen.

TSG Friesenheim - HSC 2000 Coburg 34:38 (16:20)

Zwar sorgten die HSC-Fans unter den knapp 600 Zuschauern von Anfang an für die nötige Lautstärke, aber auf dem Spielfeld ging es von Beginn an alles andere als kuschelig zu, da wurde gleich kräftig zugelangt. Erst bei Piskac, dann bei Lendner, anschließend bei Suma und den dann fälligen Strafwurf vergab Lakisa. Ein schlechter Start, aber der HSC ließ sich wenig beeindrucken, zwei Konter brachten die 2:1-Führung. Insgesamt waren die Anfangsminuten sehr wechselvoll und 2. Vorsitzender Jürgen Apfel war beim 3:3 (7.) erleichtert: „Toni trifft beim ersten Wurf aus dem Feld.“ Der setzte dann einen drauf, doch Fehler und vergebene Chancen wurden auf beiden Seiten vom Gegner bestraft. Nachdem der HSC zwei Mal in Folge in bester Position gescheitert war, war die 7:5-Führung für die TSG „fällig“ (12.).

Dann drehte Coburg den Spieß um, nachdem Suma zwei Mal in Folge in der Abwehr den Ball erobert hatte und insgesamt das halbe Dutzend Konter zum 8:11 (16.) voll gemacht wurden. Das erforderte dann auch beim Stand von 9:13 (18.) eine Friesenheimer Auszeit. Danach überstand Coburg sogar eine Unterzahl und den zweiten verworfenen Siebenmeter von Lakisa schadlos, ehe etwas überraschend nach 23 Minuten Horvat eine Auszeit beim Stand von 11:15 nahm. „Unser Stefan Lövgren“, kommentierte Apfel dann das 12:16 von Vladimir Suma (25.). Bis zur Halbzeit war Coburg zwar noch zwei Mal in Unterzahl, aber trotzdem ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen und nahm die Vier-Tore-Führung in die Kabine.

Nach nicht einmal eineinhalb Minuten der zweiten Halbzeit folgte dann die dritte Zeitstrafe und die rote Karte für Matthias Werner. Seinen Part an der Sieben-Meter-Linie übernahm Schulz wenig später zum 17:21(33.) und 18:22 (34.). Trotz Unterzahl waren die Coburger weiter voll auf Ballhöhe und wie ein Löwe verteidigten sie trotz weiterer Zeitstrafen in einem dennoch fairen Spiel die Vier-Tore-Führung (19:23, 36.). Auf Dauer war dies zwar kräfteraubend, aber immer mehr erinnerte diese Partie an die im letzten Jahr, als die Coburger ihre errungene Führung mit viel Coolness verteidigten. Trotz einiger Möglichkeiten wurden es aber nicht mehr als vier Tore bis zum 21:26 (41.) durch Ronny Göhl.

Aber die Coburger ließen sich auch durch weitere diskussionswürdige Zeitstrafen nicht aus der Ruhe bringen. Wie ein Uhrwerk lief das Angriffsspiel der Coburger bis zum 22:29 (46.), als die TSG mit einer Auszeit noch den letzten Joker zog. Doch gegen die HSCler war an diesem Tag kein Staat zu machen. Auf alles hatten sie die richtige Antwort parat und selbst das Unmögliche klappte, auch wenn die HSCler in der Schlussphase fast schon ein bisschen zu übermütig zu Werke gingen und es nach der 34:26-Führung recht locker angehen ließen ohne noch einmal in Gefahr zu geraten. Und noch einen Sieger hatte diese Partie - Toni Lakisa scheint nach seiner Verletzung mit sieben Feldtoren endlich richtig Fahrt aufgenommen zu haben.

SR: Martin Franz (Mommenheim) / Hartmut Gentes (Kirkel).

HSC 2000 Coburg: Rene Selke, Havard Martinsen – Matthias Briem (4), Matthias Werner (3/3), Ronny Göhl (6), Christian Pack (3), Stefan Fladt, Anton Lakisa (8/1), Philipp Schulz (4/2), Vladimir Suma (3), Michael Werner (1), Florian Lendner (2), Kamil Piskac (4), Christoph Schuhmann. - Zeitstrafen: 7, rote Karte nach dritter Zeitstrafe gegen Matthias Werner (32.); Siebenmeter: 8/6.

TSG Friesenheim: Kevin Klier, Stefan Pfeiffer – Tim Beutler (1), Philipp Grimm (5/3), Thomas Zellmer (3), Gunnar Dietrich (3), Frank Müller (2), Ulrich Spettmann (6), Nils Brandt (3), Steffen Bühler (3), Benjamin Matschke (3), Sascha Hanke (1), Sebastian Roth (2), Mindaugas Veta (2). – Zeitstrafen: 6, Siebenmeter: 3/3.


STIMMEN ZUM SPIEL:

Jürgen Apfel, 2. HSC-Vorsitzender: „Nachdem ich die Friesenheimer in Erlangen gesehen hatte, hätte ich nie gedacht, dass wir sie so souverän beherrschen. Aber unsere Mannschaft hat das vorgegebene umgesetzt und vor allem in der Abwehr sehr gut gestanden.“

HSC-Präsident Norbert Kastner: „So kann es weitergehen. Wir haben die Friesenheimer kaum zum Zuge kommen lassen und vor der Pause mit dem Konterspiel eigentlich so agiert wie es von der TSG erwartet wurde. Auch die Abwehr war heute deutlich besser als in den Spielen zuvor und dort haben wir die Basis für diesen Erfolg gelegt.“

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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 11:52

Platz Eins wieder nicht verteidigt

HSC 2000 Coburg unterliegt Hüttenberg nach schwacher Trefferausbeute und insgesamt indiskutabler Leistung und mit 23:32.


„Lieber nie wieder Spitzenreiter“, das war aus den Mündern vieler enttäuschter Fans des HSC 2000 Coburg zu hören. Denn die HSCler haben die Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga Süd wieder nicht verteidigen können. Nach der schwächsten Halbzeitvorstellung in der zweiten Liga mit nur neun Toren vor dem Wechsel, was man auch dem 40jährigen gegnerischen TW Strzelec „zu verdanken“ hatte, war der Acht-Tore-Abstand einfach zu groß um den Rückstand noch aufholen zu können. Man hatte diesmal auch nicht die geeigneten Mittel. Nur die Brechstange gegen eine selbstbewusste, in der Abwehr konsequent zupackende Hüttenberger Mannschaft war einfach zu wenig. Erst einmal haben die Coburger in einer Zweitligapartie weniger Treffer erzielt (im Frühjahr bei der Heimniederlage gegen den späteren Absteiger Gensungen/Felsberg) und gegen Hüttenberg gab es im letztjährigen Heimspiel auch nur 24 Tore und ebenfalls eine Heimniederlage.

Sich lange über die bittere Niederlage zu ärgern, dafür blieb HSC-Coach Cveba Horvat aber gar keine Zeit, denn schon kurz nach dem Spiel hieß es Erfahrungen sammeln für die nächsten schweren Auswärtsspiele, wo es nur wieder besser laufen kann. Deswegen ging es nach Erlangen, wo mit dem Leichlinger TV der übernächste Auswärtsgegner des HSC zu Gast war. Auch einen ruhigen Sonntag konnte sich der HSC-Coach „abschminken“ – sein Studium führte ihn erneut nach Friesenheim. Dort war der nächste Gegner des HSC 2000, die TSG Groß-Bieberau, zu Gast, bei der man am kommenden Sonntag um 17.00 Uhr gastiert.

HSC 2000 Coburg - TV 05/07 Hüttenberg 23:32 (9:17)

Rene Selke stand zunächst aufgrund der Erkältung von Martinsen im Tor und seine Vorderleute liefen von Anfang an einem Rückstand hinterher. Im Angriff der Coburger war viel Bewegung, es wurde zum Kreis hin aufgelöst. Aber auch die Hüttenberger standen nicht nach, präsentierten nach drei Minuten gleichen einen Kempa-Trick, den Selke aber entschärfte. Aber weil der HSC im Angriff zu ungenau agierte und die Würfe nicht ihr Ziel fanden, war es ein Leichtes für die Gäste auf 6:2 (8.) davonzuziehen. Die Coburger waren überhaupt noch nicht in der Partie, denn sogar wenn Selke einen Konter parierte, waren die Hüttenberger dann schneller zur Stelle. Das erste Überzahlspiel (11.) nutzte Coburg gegen eine aggressive Hüttenberger Deckung dazu sich näher heran zu arbeiten und den Anschlusstreffer zum 5:6 zu markieren (13.). Das war es aber auch schon fast. Die Hüttenberger präsentierten sich als der erwartet unangenehme Gegner scheuten keinen Zweikampf. Aber Coburg bewies noch viel Übersicht, doch weiter haperte es im Abschluss. So mit einem überraschend Pass von Göhl an den Kreis, den Piskac aber leider weit neben das Tor setzte. Als Lakisa dann einen Strafwurf nicht verwandelte, schaffte es Hüttenberg trotz Unterzahl im Gegenzug den Abstand wieder auf drei Tore auszubauen und legte, immer noch in Unterzahl, zum 5:9 einen drauf. Beim 5:10 musste einem HSC-Fan Angst und bange werden, da neben den Würfen auch so immer mehr schief lief.

Die „unterirdische“ Quote der Coburger hielt weiter an und der bislang stärkste Sturm der Liga präsentierte sich als laues Lüftchen. Beide Mannschaften war von der Spielanlage im ersten Spieldrittel auf Augenhöhe, aber die Gäste vor dem Tor viel effektiver und das hielt auch weiter an, als Göhl auf der Außenposition zwar schön frei gespielt wurde, der Ball aber erneut nicht den Weg ins Tor fand. Nach dem siebten Kontertor der Hüttenberger war die Auszeit von Coach Cveba Horvat beim 6:12 (22.) überfällig. Es fehlte einfach die letzte Konsequenz beim HSC, aber das ging so weiter, das nächste Kontertor zum 6:13 fiel. (Fast) jeder Hüttenberger Wurf war ein Treffer, wobei man den Torleuten des HSC kaum einen Vorwurf machen kann. Aber auch der Spielaufbau wurde immer ungenauer was den Gast natürlich weiter zu Kontern einlud und beim 7:15 fand das Desaster für die Coburger seinen vorläufigen Höhepunkt. Wäre Martinsen, nach 15 Minuten ins Tor gekommen, hätte es schon da viel übler ausgesehen., doch die neun Coburger Tore zur Pause sprechen Bände.

Auch wenn Pack danach mit zwei Toren zum 11:17 (34.) zur Aufholjagd blies, fehlte an diesem Tag der Turbo und so entpuppte sich dies nur als Strohfeuer. Coburg war oft auch zu kopflos, man hatte sich einfach den Schneid abkaufen lassen und vergaß das mannschaftliche Zusammenspiel. Es klappte einfach fast nichts mehr so richtig. Hüttenberg fiel es deswegen ziemlich leicht, sich auf den acht Toren aus der ersten Halbzeit auszuruhen. (12:20 , 40.). Krönung des schlechten Tages war ein Eigentor von Suma zum 14:21 bei einem Abwehrversuch und als Pack den Gegenzug in Wembley-Manier an die Unterkante der Latte nagelte und Hüttenberg dann das 14:23 (44.) markierte, war wohl auch dem letzten klar, dass die HSCler an diesem Tag nichts zu bestellen haben.

Die stemmten sich zwar gegen die Pleite, aber es fehlte an diesem Tag die trotz des großen Rückstandes nötige Ruhe und Übersicht, um den Gegner, der die HSC-Schwächen konsequent für sich nutzte, noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen, auch weil die Trefferquote an diesem Tag einen ganz schwachen Wert erreichte. Die Mannschaft kann sicher mehr als man gegen Hüttenberg gezeigt hat, aber es war eben der zweite rabenschwarze Tag der Coburger Das Auf und Ab ist eigentlich nicht verständlich und die fehlende Konstanz derzeit das größte Manko der Coburger. Erst wenn man das abstellen kann, ist man wirklich eine Spitzenmannschaft.

SR: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin)

HSC 2000 Coburg: Rene Selke, Havard Martinsen – Matthias Briem (1), Matthias Werner (2/2), Ronny Göhl (2), Christian Pack (5), Stefan Fladt (1), Anton Lakisa (1/1), Philipp Schulz (5), Vladimir Suma (1), Michael Werner (2), Florian Lendner, Kamil Piskac (3), Christoph Schuhmann. - Zeitstrafen: 5; Siebenmeter: 6/3.

TV 05/07 Hüttenberg: Waldemar Strzelec, Mathias Lang - Andreas Lex (7), Florian Laudt (4), Peter Dettling (2), Christian Stelzenbach (2), Arne Rigterink (2), Andreas Scholz (1), Michael Bepler (1), Marc Langenbach (6), Florian Billek (3), Mario Allendörfer (4). – Zeitstrafen: 5, Siebenmeter: 2/2.


STIMMEN ZUM SPIEL:

Jürgen Apfel, 2. HSC-Vorsitzender: „Ich habe nur einen Erklärungsversuch, weil mir schlüssige Erklärungen für diese Leistung fehlen. Vielleicht hat sich in einigen Köpfen der Traum von der Spitzenposition so fest gesetzt, dass wir es versäumt haben, uns als Tabellenerster zu präsentieren. Dabei will ich die Leistung gar nicht schön reden. Der unbedingte Wille hat einfach gefehlt. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Schade das dies gerade zu Hause passiert ist. Die Mannschaft ärgert sich selbst darüber, doch abstellen kann sie dies nur selbst.“

HSC-Trainer Hrvoja Horvat: „Nur Handball spielen geht gegen solch ein Team wie die Hüttenberger nicht, da muss man dagegenhalten, darf nicht denken, der Sieg kommt von selbst. Es ärgert mich, dass meine Mannschaft aber genau das gemacht hat, es zu locker genommen hat. Damit haben wir uns früh völlig unnötig Bedrängnis gebracht und mit der Brechstange sind wir auch nicht weiter gekommen.“

TV-Trainer Jan Gorr: „Letzte Woche in Ortenau waren wir 42 Minuten auf gleicher Höhe, haben dann mit neun Toren unverdient verloren. Wir waren zunächst ja auch mit 6:2 Punkten gut gestartet und hatten dann eben Auszeiten, die sich aber auch an Verletzungen festmachen lassen. Heute hat mein Team die richtige Antwort gegeben und die vergegebene Spielweise wie besprochen umgesetzt.“

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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 11:54

HSC 2000 Coburg zur „Kerb“ nicht voll überzeugend

Coburger erneut mit schwacher Wurfquote, aber mit viel Kampfgeist. Gegen Niederlage gestemmt, aber insgesamt ohne Durchschlagskraft.


Der HSC 2000 Coburg hat die Wiedergutmachung für das verkorkste Heimspiel in der vergangenen Woche zumindest vom Ergebnis her verpasst. Beim Aufsteiger TSG Groß-Bieberau kamen die Coburger vor 700 Zuschauern, davon über 100 eigenen Fans, die sich mit auf dem Weg nach Südhessen gemacht hatten, über eine starke Leistung, jedoch ohne Zählbares, nicht hinaus. Die Durchschlagskraft im Angriff war zu wenig, um die engagierten Odenwälder nach schwacher Anfangsphase wirklich ernsthaft in der Verlegenheit zu bringen. Das 32:26 war letztendlich Ausfluss der Coburger Chancenverwertung, die beängstigend schwache Formen angenommen hat. Durch die Niederlage stürzte der HSC in der Tabelle auf Rang Sechs ab und muss nun bereits eher nach unten als nach oben „schielen“. Dort führt man nun das breite, eng zusammenliegende Mittelfeld an, ist aber auch von Platz Eins nur drei Zähler entfernt.

TSG Groß-Bieberau - HSC 2000 Coburg 32:26 (14:12)

Das zweite Sonntag-Auswärtsspiel in Folge zur „Kerb“ in Groß-Bieberau und am Ende hatten die Coburger den Kirchweih-Kater und in Groß-Bieberau kann am Kirchweihmontag unbeschwert weiter gefeiert werden. „Es wird viel darauf ankommen, dass wir von Anfang an auf dem Spielfeld Kirchweih feiern“, so 2. Vorsitzender Jürgen Apfel vor dem Spiel zu den Anfordernissen an den HSC das Heft in die Hand zu nehmen. Das taten die, vergaßen aber das Torewerfen.

Coburg, ganz in schwarz, weil die TSG auch in den Grundfarben gelb-schwarz agiert, hatte nach schönem Anspiel von Göhl auf Piskac den ersten Treffer markiert und Lendner ließ nur Sekunden später per Konter das zweite Tor folgen. Die Coburger begannen also gewünscht aggressiv, aber dann folgten bis zur 6. Minute unbedrängt die ersten drei Fehlversuche in Serie. Anstatt auf 6:1 davonzuziehen musste man den 3:2-Anschlusstreffer hinnehmen. Es folgten zwei weitere vergebene Großchancen und Coburg brachte sich damit um den Lohn der guten Abwehrarbeit, denn nach zehn Minuten hieß es 3:3, die TSG konnte sich dafür bei ihrem TW Felix Beck bedanken, der hauptverantwortlich dafür war, dass es nach 13 Minuten 6:4 für Groß-Bieberau stand.

Coburg, durch eine Zeitstrafe gegen Piskac erstmals dezimiert, blieb weiter abschlussschwach, hatte der TSG mit den vielen vergebenen Chancen so richtig Aufbauarbeit geleistet, die sich mit dem 8:5 (16.) auch „bedankten“. Die Angriffsleistung erinnerte bis dahin an die der Vorwoche, als der Ball ebenfalls nicht den Weg ins Tor finden wollte. Trotzdem kam der HSC zum 8:8-Ausgleich, wobei vor allem Matthias Werner dafür sorgte. Die Partie blieb weiter eng und wurde mir harten Bandagen geführt, sah aber die Gastgeber dann wieder weiter in Front, weil die lange, für die SR aber nie zu lange, auf ihre Chance warteten, die sich meist dann auch bot und vor allem auch genutzt wurde. Die Coburger Abwehr stand nun auch nicht mehr ganz so sattelfest und war gegen die wie aufgedreht spielenden Groß-Bieberauer, die allzu gerne bei leichter Berührung „abhoben“, ein bisschen überfordert, weil man sich zu sehr auf den Kampf konzentrierte. Bis zum Wechsel musste man dabei auch weiter einem ständigen Rückstand hinterherlaufen, kam einfach nicht mehr selbst in Führung, was zu Beginn des Spieles so einfach gewesen wäre. Zudem musste man die letzten beiden Spielminuten in doppelter Unterzahl agieren, wobei Piskac schon seine zweite Zeitstrafe kassiert hatte, was für den zweiten Durchgang gefährlich schien. Allerdings machte die TSG nichts daraus, weil überhastet aus der Mittelposition geworfen wurde. Pech hatte dann Suma mit einem Wurf zur Halbzeitsirene, der aus doppelter Unterzahl heraus am Pfosten landete so dass man mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause musste.

Die TSG spielte ihre Angriffe auch weiter lange aus, versuchte mit ruhigem Spielaufbau die schnellen Vorstöße der Coburger zu unterbinden, die dennoch beim 16:15 (35.) den direkten Anschluss schafften. Mehr verhinderte eine zu riskante Spielweise im Spiel nach vorne. Symptomatisch das 19:16 (37.) - erst landete ein HSC-Konterversuch beim Gegner, der nächste wird frei vergeben und den direkten Gegenzug verwandelt Groß-Bieberau, vergibt dann aber ebenfalls frei die erste Vier-Tore-Führung und plötzlich war Coburg wieder auf 19:18 (40.) dran.

Die Partie auf höchstem Zweitliganiveau, sieht man einmal von der Abschlussschwäche des HSC ab, ließ die Coburger weiter hinterherlaufen. Beim 23:19 (43.) waren es dann doch erstmals vier Tore und Coburg erholte sich nun einfach nicht mehr von den Fehlwürfen zu Beginn der Partie. Auch weil man genau dass falsch machte, was man letzte Woche falsch gemacht hatte – es wurde die Brechstange ausgepackt und die führte abermals nicht zum Erfolg.

In einer Auszeit schärfte Horvat dann seinen Jungs ein, Handball zu spielen. Und als man sich genau darauf besann, wurde es doch wieder eng (25:23, 50.), der HSC war dann aber dezimiert und mit einem Ballverlust war die erneute Aufholjagd beendet. So verstrichen die Minuten und die TSG spielte die Überzahl kaltschnäuzig zum 27:23 aus, erhöhte nach vergebenen Chancen des HSC mit eigenen Kontern auf 29:23. Spätestens da hieß es für Coburg erneut „abhaken“, denn ein bärenstarker Felix Beck im TSG-Tor hatte den HSC-Stürmern nun endgültig den Zahn gezogen und einen eigenen Anteil von eineinhalb an den zwei Punkten für Groß-Bieberau für einen Erfolg der sicher um einige Tore zu hoch ausgefallen ist.

SR: Tobias Marx (Nümbrecht) / Falko Pühler (Wiehl).

HSC 2000 Coburg: Rene Selke, Havard Martinsen – Matthias Briem (2), Matthias Werner (2), Ronny Göhl (4), Christian Pack, Stefan Fladt, Anton Lakisa (6), Philipp Schulz, Vladimir Suma (4), Michael Werner, Florian Lendner (4), Kamil Piskac (4), Christoph Schuhmann. - Zeitstrafen: 4, Siebenmeter: 0/0.

TSG Groß-Bieberau: Felix Beck, Matthias Hümmer – Yannick Göbel (2), Daniel Knobloch, Benedikt Seeger (4), Maciej Nowakowski (1), Alexej Rybakov (2/1), Mathias Konrad, Sebastian Schellhaas, Florian Bauer (3), Andreas Neumann (1), Dennis Rybakov (7/2), Felix Kossler (12). – Zeitstrafen: 1, Siebenmeter: 3/2.


STIMMEN ZUM SPIEL:

Jürgen Apfel, 2. HSC-Vorsitzender: „Es gibt drei Gründe für die Niederlage, die sicher um ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist. Groß-Bieberau hat sich keine schwache Phase geleistet, hatte einen hervorragenden Torwart und wir haben mit acht vergebenen freien Bällen in der Anfangsphase unseren Teil „geleistet“. Dann läuft ein Spiel so wie es gelaufen ist und Felix Kossler auf Rechtsaußen hat dann auch noch einen Superlauf mit zwölf Toren.“

HSC-Trainer Hrvoje Horvat: „In einigen Situationen nach der Pause wo es eng war, hat die Ruhe gefehlt. Wir haben in der ersten Viertelstunde unsere Chancen hervorragend herausgespielt, aber verworfen und damit den Gegner ins Spiel gebracht. Der ist immer sicherer geworden. Eigentlich hätten wir zur Pause selbst mit 14:10 führen müssen, aber unserem Angriff fehlt die Konstanz und der Spieler, der auch mal acht, neun oder mehr Tore macht.“

Quelle: http://www.hsc2000.de/
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Beitragvon Budenzauber » 29.11.2008, 11:57

So richtig rund lief es trotzdem nicht

HSC 2000 Coburg siegt, überzeugt aber nicht. 32:22 gegen HG Oftersheim/Schwetzingen. TW Martinsen in Hochform.


Unter den Augen des Ex-Coburgers Felix Lobedank, der die Punktspielpause in der Toyota-Handball-Bundesliga für den Abstecher zum HSC-Heimspiel nutzte, landete der HSC 2000 Coburg gegen den Tabellenvorletzten HG Oftersheim-Schwetzingen einen glanzlosen, soliden 32:22-Pflichtsieg. Denn von den Sitzen gerissen hat die Partie sicherlich keinen, was aber auch daran lag, dass die Coburger nie so richtig vom Gegner gefordert wurden. Im Positionsspiel hatten sie ab und an schon ihre Probleme, wurden aber nicht permanent gefordert. Das es ein recht lockeres Spielchen war, lag vor allem an HSC-Torhüter Havard Martinsen, dem der gegnerische Coach Michael Franz „Erstligaformat“ bescheinigte.

HSC 2000 Coburg - HG Oftersheim-Schwetzingen 32:22 (17:11)

Die Coburger verloren zwar die Platzwahl und mussten sich dadurch auf der „falschen“, nämlich auf der rechten Seite warmlaufen und spielten dadurch zunächst auch in Richtung „blauer Block“. Mancher Fan meinte, dies geschehe aus „psychologischen“ Gründen, doch hatte dies nicht diesen Hintergrund. Auf die „Psycho-Kiste“ braucht man trotz der letzten schlechten Heimleistung also noch nicht zurückzugreifen, aber gefruchtet hat dieser Platzwechsel dann doch. Ungewohnt war auch die Anfangsformation mit beiden Werner-Brüdern auf der zentralen Position und am Kreis. Piskac (angeschlagen) und Pack blieben auf der Bank.

Torarm verliefen die ersten fünf Minuten der Partie, denn das 1:0 durch Lakisa blieb fast sechs Minuten der einzige Treffer, ehe er selbst per Strafwurf zum 2:0 nachlegte. Zwischenzeitlich war dabei aber Martinsen im HSC-Tor einige Male gefordert, hielt seinen Kasten aber lange sauber.

Mit einem schulmäßigen Konter kamen die Gäste dann zum Ausgleich beim 2:2 und auch nach zwölf Minuten lag Coburg zwar mit 6:5 in Führung, aber die Gäste spielten munter mit, fanden immer wieder Lücken in der Coburger Abwehr, vor allem Mathias Polifka im linken HG-Rückraum, vier der ersten fünf Tore waren von ihm. Im Angriff hatten die HSCler aufgrund der offensiv ausgerichteten HG-Abwehr Probleme, fanden sich dann aber doch besser zurecht und nach fünfzehn Minuten gelang beim 8:5 die erste Drei-Tore-Führung. Auch ein Torwart- Wechsel beim Gegner konnte in der Folge nicht verhindern, dass sich der HSC, jetzt mit der bis dahin besten Phase und dank Martinsen im Tor absetzte, obwohl dabei zwei Konterchancen vergeben wurden, weil der Pass aus der Abwehr heraus nicht ankam. Trotzdem gelang es Coburg sich auf 11:6 abzusetzen, was HG-Trainer Franz zu einer Auszeit (19.) veranlasste. Doch das nächste Tor setzte der HSC, hinten parierte Martinsen, der Konterpass kam an und Mathias Werner verwandelte zum 12:6.

Nach 20 Minuten kam dann erstmals der leicht angeschlagene Piskac ins Spiel, der sich gleich, toll angespielt von Suma, mit dem 13:7 einführte. Der musste dann allerdings zwei Minuten auf die Strafbank. Aber auch zu sechst lief es nicht richtig rund, weil die gegnerische Abwehr weiterhin sehr offen agierte, was den Spielfluss störte. Aber immer wenn Coburg überlegt agierte, war man meist erfolgreich. Nach dem 15:8 ging die bis dahin fast vorbildliche Ordnung im Coburger Spiel etwas verloren, es ging ein bisschen so zu wie am Ende eines entschiedenen Spiel, rauf und runter ohne taktische Zwänge, doch Coburg konnte, mit einem beruhigendem Sechs-Tore-Vorsprung in die Kabine, ohne aber wirklich zu überzeugen

So ging es auch nach der Pause weiter, Coburg hielt mit einer soliden Leistung die Gäste auf Distanz. Pack, Briem, Fladt, Kästner, für den erkrankten Schuhmann im Aufgebot, und Selke hatten bis zur 41. noch keine Spielzeit erhalten, aber das war nicht unbedingt nötig, auch wenn das Spiel insgesamt recht farblos weiterlief. Den ersten richtigen Farbtupfer setzte Lendner zum 20:14 mit einem sehenswerten Heber von außen. Es ging aber auch weiterhin so manches daneben und insgesamt plätscherte die Partie auch nach 40 Minuten nur so dahin (21:15). Wenn einer Glanzpunkte setzte, war es Martinsen mit seinen Paraden im Tor, der insgesamt gesehen wohl ein erneutes Zitterspiel verhinderte.

Zu oft lief das Spiel beim HSC einfach zu sehr in die Breite, der nötige Druck aufs Tor fehlte, aber den Gegner hatte man auch weiterhin sicher im Griff, verteidigte die ungefährdete Führung. So richtig zufrieden schien Horvat bei seiner Auszeit 12 Minuten vor dem Abpfiff (24:17) aber dennoch nicht.

Coburg, bei denen Pack und Selke nach 50 Minuten eingesetzt wurden, später auch noch Jan Kästner, der zu seinem ersten Zweitligaminuten und –tor per Strafwurf kam, konnte sich beim 27:18 erstmals auf neun Tore absetzen und auch in der Schlussphase änderte sich am Spielverlauf nichts mehr. Coburg hielt die Fäden sicher in der Hand, spielte die Partie abgeklärt zu Ende. Alles andere als optimal lief die Partie für Christian Pack, der nach gerade einmal fünf Minuten Einsatzzeit nach einer unglücklichen Abwehraktion sehr hart mit der roten Karte bestraft wurde.

Ganz eilig hatte es nach dem Spiel HSC-Kreisläufer Kamil Piskac. Der machte sich schnurstracks auf den Weg zur Nationalauswahl Tschechiens. Die spielte am gestrigen Sonntag in der EM-Qualifikation gegen Frankreich und dazu wurde „Piski“ schon unter der Woche nachnominiert.

SR: Jürgen Hilfinger (Ulm) / Ralf Kroner (Senden)

HSC 2000 Coburg: Rene Selke, Havard Martinsen – Matthias Briem (n.e.), Matthias Werner (4), Ronny Göhl (3), Christian Pack, Stefan Fladt (1), Anton Lakisa (6/4), Philipp Schulz (5), Vladimir Suma (3), Michael Werner (3), Florian Lendner (5), Kamil Piskac (1), Jan Kästner (1/1). - Zeitstrafen: 4; rote Karte gegen Christian Pack (55:22); Siebenmeter: 6/5.

HG Oftersheim-Schwetzingen: Matthias Baur, Andreas Röll– Benjamin Hundt, Sergiu Dimitru (2), Mathias Heider, Holger Hubert (1), Dennis Krätz (1), Andreas Zellmer (6), Mathias Bogusch (1), Andreas Maurer (3), Mathias Polifka (5), David Ewald (1), Frank Scholl (2). – Zeitstrafen: 5, Siebenmeter: 2/2.


STIMMEN ZUM SPIEL:

HSC-Trainer Hrvoje Horvat: „Wir haben gegen solche Mannschaften auch schon verloren, deswegen bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn wir trotzdem alles andere als fehlerfrei waren. Die Mannschaft hat nach zwei verlorenen Spielen aber die richtige Antwort gegeben. Ich habe heute deswegen anders spielen lassen, weil Piskac Probleme mit dem Knie hat und wir ja 14 gute Spieler haben. Bei Christian Pack gab es keine besonderen Gründe.“

HG-Trainer Michael Franz: „Es gibt einen einfachen Grund, warum wir, obwohl wir uns viele Chancen herausgespielt haben, so hoch verloren haben. Der heißt Martinsen und hat eine erstligareife Leistung im Coburger Tor gezeigt. 25 Chancen hat mein Team nicht genutzt, da war der Respekt vor dem HSC-Torhüter zu spüren. Spielerisch war die Partie sicher nicht hochklassig und die körperliche Überlegenheit der HSC-Spieler war letztlich von zu großem Gewicht.“

HSC-Co-Trainer Michael Weixler: „Wir haben natürlich unter Druck gestanden, mussten ja gewinnen. Spielerisch waren sicherlich Mängel vorhanden, an der kämpferischen Einstellung gibt es aber nichts zu kritisieren. Wir haben uns für Matthias Werner auf der Mittelposition entschieden, weil er aufgrund seiner Trainingsleistungen diese Chance verdient hatte.“

Quelle: http://www.hsc2000.de/
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