TS Herzogenaurach:
Zufrieden blickt die Handball- Damenmannschaft der Turnerschaft Herzogenaurach auf die abgelaufene Saison zurück und schielt nach dem so erfolgreichen Abschneiden bereits zum 03. Oktober. Dann nämlich starten die TSH- Damen in die neue Saison und das nicht ohne große Ziele. Mit dem dritten Tabellenplatz in der abgelaufenen Landesligasaison schaffte man an der Aurach die bisher beste Platzierung in den letzten Jahren. Zu Platz zwei, der sogar zur Teilnahme an der Relegation um den Aufstieg in die Bayernliga berechtigt hätte, fehlte letzten Endes nicht viel. Dementsprechend gilt in diesem Jahr kein Tiefstapeln mehr und man setzte sich zum Ziel, zumindest unter die ersten drei zu kommen, wenn nicht sogar den Sprung in die nächst höhere Liga anzupeilen.
Die Saisonvorbereitung bestritten die Damen und Trainer Udo Hermannstädter mit einem 19-köpfigen Kader. In der kommenden Spielzeit stößt unter anderem Andrea Berner vom Ex- Bayernligisten Tuspo Heroldsberg mit zum Team. Berner ist keine Unbekannte, denn im-merhin lernte sie das Handballspielen bei der TSH, ehe sie nach der sehr erfolgreichen Ju-gendzeit unter Trainer Ingo Kundmüller, den Verein wechselte. Außerdem sollen Nora Klietz (letzte Saison noch Damen II), Nadja Müller- Tegel und die junge Maria Schilmeier für fri-schen Wind im Team sorgen. Nadja Müller- Tegel will nun wieder voll einsteigen, nachdem sie letzte Saison noch oftmals passen musste. Im Gegenzug muss die Turnerschaft den Weggang bzw. Ausfall zweier Spielerinnen verkraften. Rückraumspielerin Diana Stroie ent-schied sich für eine neue Herausforderung bei der HG Zirndorf und Claudia Kaschak nahm sich eine persönliche Auszeit. Aufgrund des großen Kaders wird eine enge Kooperation mit der zweiten Damenmannschaft unter Trainer Siggi Bauer angestrebt. Nachdem Bauer zu-dem die weibliche A- Jugend trainiert, wird es auch leichter, die restlichen jungen Spielerin-nen zunehmend in die Erwachsenenmannschaften zu integrieren und ihnen ausreichend Spielanteile zu verschaffen, zumal die „Zweite“ den direkten Wiederaufstieg in die BOL an-peilt.
Trotz des umfangreichen Kaders, besteht in beiden Frauenmannschaften im Tor ein perso-neller Engpass. Bianca Brunner laboriert erneut an einer Knieverletzung und Franziska Scheitler steht häufig aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Somit hofft die Mann-schaft wieder einmal, dass die starke Ellen Mauritz, trotz einiger gesundheitlicher Probleme, die Stellung halten wird.
Ziel der langen Vorbereitung war und ist es, sich spielerisch weiter zu entwickeln und die Abwehr zu stabilisieren. Trainer Udo Hermannstädter monierte, dass in den vorausgegange-nen Jahren zu viele Punkte in der Hinrunde liegen gelassen wurden. Das soll sich endlich ändern. Von Beginn an fit in die Saison zu starten und mit Vollgas zu starten, lautet demnach die Devise. Durch viele Vorbereitungsspiele, vor allem gegen höherklassige Gegner wie den HC Erlangen, den TSV Winkelhaid oder den 1. FC Nürnberg, hat das Team versucht, sich in dieser Hinsicht zu verbessern. Für die Landesliga Nord ist eine zunehmende Leistungsdichte zu erwarten. Neu hinzu kamen die beiden Absteiger aus der Bayernliga Tuspo Heroldsberg und TV Weidhausen. Daneben erwartet die TSH die HG Zirndorf und die HSG Fichtelgebirge als stärkste Konkurrenten auf die Meisterschaft. Wie stark die Aufsteiger HSC 93 Fürth, TV Münchberg und TV Marktsteft sein werden, bleibt abzuwarten. Dass ein Aufsteiger jedoch immer für Furore sorgen kann und demnach nie zu unterschätzen sein sollte, hat die HG Zirndorf in der vergangen Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Deswegen ist man für den 03.10. schon einmal gewarnt, denn dann reisen die TSH- Damen zum ersten Mal zum Aufsteiger TV Marktsteft.
Bericht: Katrin Gilsbach
