HG Kunstadt - Saison 2009 / 2010

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Moderator: Steve22

Beitragvon Greenkeeper » 26.03.2010, 13:07

Handball. Gelingt den Landesliga-Herren der HG Kunstadt am Samstag vor eigenem Publikum der dritte Streich in Folge? Diese Frage stellt sich an diesem Wochenende die gesamte HGK, wenn die Prediger-Schützlinge ab 19 Uhr in der Obermainhalle versuchen, gegen den TV Münchberg den nächsten Schritt aus der Abstiegszone zu machen.

Gerade nach dem Auswärtserfolg in Sulzbach vergangene Woche keimt noch ein Stück mehr Hoffnung bei der HG im Hinblick auf den eigenen Klassenerhalt auf. Gerade jetzt müssen die Kunstadter aber weiter nachlegen, haben aber mit dem oberfränkischen Rivalen vom TV Münchberg eine echte Herausforderung vor sich. Fünf Spieltage vor Saisonende kann nämlich der TVM mit Recht als die Überraschung der gesamten Liga gesehen werden. Nicht zuletzt aufgrund des unglaublichen „Laufs“ von zuletzt 15:1 Punkten in Serie belegen die Männer von Trainer Christian Seiferth auf den ersten Blick sensationell den dritten Tabellenplatz. Doch hinter der Tatsache, dass die Ost-Oberfranken in diesem Jahr endgültig den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft abgelegt haben, liegen Tatsachen, die nicht von der Hand zu weisen sind und die die HG am Samstag vor eine enorm hohe Hürde stellen. Die Münchberger um den ehemaligen Kunstadter Torhüter Peter Fleischmann stellen nämlich das offensiv stärkste Team der gesamten Liga. Bei einem Schnitt von Toren 33,2 pro Spiel lässt die Seiferth-Truppe nicht nur locker die HGK (28 Tore pro Spiel) sondern sogar den souveränen Tabellenführer vom HC Erlangen II (30,2) weit hinter sich. Hinter dieser beeindruckenden Angriffsbilanz steckt der ungemein attraktive Tempohandball des TVM mit einem überragenden Jan Lad an der Spitze. Der tschechische Spielmacher ist aufgrund seiner Schnelligkeit nur schwer zu bremsen und trägt deshalb nicht unverdient die Krone des besten Torjägers der Liga. Allerdings hat der TVM vor allem im letzten Spiel einen harten Rückschlag hinnehmen müssen. Denn Jans Bruder Martin Lad verletzte sich in der Heimpartie gegen die HG Ansbach schwer an der Patellasehne und fällt bis zum Saisonende aus. Gleiches gilt wohl auch für Daniel Winterstein, der sich ebenfalls gegen Ansbach die Nase brach. Hinzu kommt die Verletzung von Christoph Bär, sodass die Angriffsmaschinerie der Münchberger ein wenig an Feuer verloren hat. Dennoch verfügt der TVM mit dem dritten Lad-Bruder Jakob und Petr Schwab über das Profil einer gestandenen Landesliga-Mannschaft, die auch in dieser Besetzung ihren gefürchteten Tempohandball aufziehen kann.

Demnach kann aus Kunstadter Sicht nicht von einer entspannteren Ausgangsposition gesprochen werden. Und dies liegt vor allem daran, dass die HG selbst auf zwei enorm wichtige Spieler verzichten muss. Zum einen wurde Florian Klihm für unsportliches Verhalten beim Spiel in Sulzbach nachträglich für zwei Partien gesperrt und zum anderen fehlt mich Michael Kropka aus privaten Gründen gerade der Spieler, der kaum wie ein anderer den Aufschwung der letzten zwei Wochen verkörperte. „Das ist natürlich wieder einmal ein herber personeller Rückschlag für uns, aber wir müssen erneut das Beste daraus machen“, erklärte HG-Coach Udo Prediger unter der Woche. Für ein wenig Zuversicht sorgt in diesem Zusammenhang die Rückkehr von Florian Kratzer in den Kunstadter Rückraum. Zudem verfügen gerade Stirbati und Stegner wie auch die beiden zuletzt starken Torhüter Schieber und Heublein über das nötige Selbstvertrauen, um selbst die Angst einflößende Serie der Münchberger zu durchbrechen. Auf jeden Fall bauen die Kunstadter auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans, die an einem solchen Tag sicherlich den Unterschied machen können
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Beitragvon Greenkeeper » 29.03.2010, 07:37

HG Kunstadt : TV Münchberg 34:37 (13:15)

Handball. Einen echten „Matchball“ hat die Herrenmannschaft der HG Kunstadt am vergangenen Samstagabend im Kampf gegen den Abstieg verspielt. Vor eigenem Publikum verloren die Kunstadter gegen den Tabellendritten vom TV Münchberg mit 34:37 (13:15) und dies obwohl die Luft bei den zuletzt vom Verletzungspech geplagten Münchbergern eigentlich draußen war. Allerdings schaffte die HG den durchaus möglichen Befreiungsschlag auch nicht, weil das Schiedsrichtergespann äußerst einseitig pfiff.

Am Ende standen neben zahlreichen zweifelhaften Entscheidungen acht Zeitstrafen und ein gegebener Siebenmeter auf dem Konto der HGK, während die Münchberger mit nur einer Zweiminutenstrafe, dafür aber mit sieben Strafwürfen bedacht wurden. Letztendlich war es aber auch ein gutes Stück Kunstadter Unvermögen, das den dritten Erfolg in Serie verhinderte, denn bei einer ähnlich couragierten Leistung wie in den Vorwochen wäre ein Heimerfolg gegen den Dritten absolut möglich gewesen. In den nun noch ausstehenden vier Spielen ist die HG fast zu 8:0 Punkten „verdammt“, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, da Selb am selben Tag gegen Sulzbach gewann, so dass diese drei Teams und eventuell noch Forchheim den Klassenverbleib, den möglichen Relegationsplatz und den letzten Abstiegsrang unter sich ausmachen werden.

Gerade vor diesem Hintergrund wäre für die HG ein Sieg am Samstag so dringend notwendig gewesen. Vor allem zu Beginn merkte man den Gastgebern aber das Fehlen von Kropka und Klihm deutlich an. Obwohl Marcel Heublein im Kunstadter Tor zunächst eine sehr gute Leistung zeigte, lag Münchberg in der 13. Minute bereits mit 3:7 in Front. Verantwortlich hierfür war der starke Auftritt von Petr Schwab, der zusammen mit Jan Lad genau die Spielübersicht präsentierte, die der HG bis zu diesem Zeitpunkt gefehlt hatte. Besserung trat aus Kunstadter Sicht erst nach einer Auszeit durch Trainer Prediger ein, da der Coach anschließend „Rückkehrer“ Florin Kratzer in den linken Rückraum schickte. Der 26jährige Kunstadter brachte sein Team mit drei Treffern in Folge zum 8:10 (19.) zurück ins Spiel. Jedoch verpasste es die HG, aus den Fehlern des TVM mehr Kapital zu schlagen. Resultierend aus einer Kunstadter Zeitstrafe zog der TVM stattdessen über Torsten Krauß auf 9:13 davon (24.), ehe die HG über Andrei Stirbati bis zur Halbzeit noch auf 13:15 verkürzte.

In der zweiten Halbzeit rechneten nun alle Kunstadter Fans mit der Wende in der Partie, doch die Hausherren agierten weiterhin viel zu zurückhaltend und ließen die zuletzt so überzeugende Entschlossenheit in der Abwehr immer wieder vermissen. Nach dem 14:18 griffen allerdings auch immer mehr die Schiedsrichter ins Spielgeschehen ein. Nach einer völlig harmlosen Szene schickten sie zunächst Sascha Heublein für zwei Minuten auf die Bank und als sich dieser völlig verwundert über diese Entscheidung zeigte, „legten“ die „Männer in Schwarz“ gleich zwei Minuten oben drauf. Als dann auch noch Andre Stegner wegen einer ähnlich harmlosen Szene eine Zeitstrafe erhielt, befanden sich die Kunstadter plötzlich in ständiger Unterzahl, was der TVM vor allem über Tobias Lauterbach zum 17:25 (43.) nutzte. Die HG brauchte ab diesem Zeitpunkt ein ähnliches Handballwunder wie zwei Wochen zuvor an gleicher Stelle gegen Gerolzhofen. Und mit einer offensiveren Abwehrformation kam die HG tatsächlich noch auf 27:30 (54.) heran, ließ aber dann im direkten Zweikampf auch die nötige Entschlossenheit vermissen. Zudem überzeugten in der Offensive lediglich Kratzer und Stirbati, die am Ende zusammen 25 der insgesamt 34 Kunstadter Treffer erzielt hatten. Als Andre Stegner für einen Torjubel (!) erneut zwei Minuten erhielt, erlebte der Unmut der Kunstadter Fans einen neuen Höhepunkt und der Wille der Spieler schien gebrochen. Münchberg hielt den eigenen Vorsprung konstant bei drei Toren und spielte diesen routiniert über die Zeit.

HGK: Heublein M. / Schieber (Tor), Kratzer 13/1, Stirbati 12, Heublein S. 4, Stegner 2, Lutter 1, Maile 1, Fengler 1, Steuer, Kellner, Hildner.

TVM: Fleischmann / Bär (Tor), Lad Jan 8/4, Krauß 8/1, Lauterbach 6, Wilfurth 5, Lad Jakob 4, Schwab 3, Baumgärtel 1, Roßner 1, Seiferth 1, Osburg.

Schiedsrichter: Benzinger (TV Königsberg) / Brotzeller (TSV Bergrheinfeld)
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Beitragvon Greenkeeper » 09.04.2010, 09:21

Mindestens drei aus vier – am besten vier aus vier! Derart mathematisch klingt der Ausblick auf den Schlussspurt der Landesliga-Saison aus Sicht der Handball-Herren der HG Kunstadt. Um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, müssen die Kunstadter in der Tat als derzeitiger Tabellenelfter in den letzten vier Saisonspielen noch kräftig Punkte sammeln, und auch wenn der Gegner an diesem Wochenende HSC 2000 Coburg II heißt, kann die mathematische Formel am Ende aufgehen.

Denn die Partie am Samstag um 17.30 Uhr beim HSC ist der Auftakt zu einer Reihe von Aufgaben, die von der Papierform her lösbar erscheinen. Denn nach dem Gastsspiel in der Vestestadt hat die HG mit Forchheim und Ansbach zwei Teams zu Gast in der Obermainhalle, die noch hinter den Prediger-Schützlingen rangieren. Hinzu kommt noch die Auswärtspartie bei der bereits abgeschlagenen HG Amberg. „Wenn wir auch in der nächsten Saison in der Landesliga spielen wollen, dann müssen wir diese drei Partien gewinnen. Und wahrscheinlich gilt dies auch bereits für das Spiel in Coburg“, erklärte Mannschaftsführer Andrei Stirbati unter der Woche. Somit wird das Derby beim HSC II zum ersten von vier Endspielen um den Verbleib in der Landesliga, auch wenn bei einer etwaigen Niederlage in Coburg zumindest der etwaige Relegationsplatz noch im Bereich des Möglichen wäre. Die HG fährt am Samstag aber ganz sicher mit der Marschroute „Auswärtssieg“ nach Coburg. Dabei treffen Kratzer & Co auf einen Gegner, der an den letzten Spieltagen ordentlich Federn lassen musste und deshalb gerade gegen die HGK auf Wiedergutmachung aus ist. Denn die Spieler des Trainergespanns Häfner/Müller bekleckerten sich in einer ohnehin aus Coburger Sicht verkorksten Saison zuletzt mit wenig Ruhm. Gerade gegen die Mitkonkurrenten der HG aus Forchheim und Ansbach musste sich der HSC geschlagen geben. In der jeweils anschließenden Spielanalyse machte das Trainergespann immer wieder die höhere Motivation des Gegners als Grund der eigenen Niederlage aus.

Tatsächlich scheint bei den Coburgern mit den derzeit „nur“ 23:21 Punkten und dem damit verbundenen siebten Tabellenplatz die Luft draußen zu sein. Vor Saisonbeginn noch als eindeutiger Titelaspirant gewettet, konnten die Coburger um Stefan Schuhmann nur selten überzeugen. Zu groß war der Aderlass, mit dem die Mannschaft durch den Wechsel von Jan Kästner in das Bundesliga-Team des HSC konfrontiert wurde. Zwar besteht die Coburger Reserve weiterhin aus einer viel versprechenden Mischung aus einigen „alten Hasen“ und zahlreichen hoffnungsvollen Nachwuchstalenten, doch für echte spielerische Konstanz scheint das Team noch nicht ausreichend gefestigt zu sein. All dies wird am Samstag aber zur Nebensache, denn gerade im Derby gegen die HGK wird der HSC auf Wiedergutmachung hoffen. Von „nachbarschaftlicher Schützenhilfe“ für die HG wird demnach sicherlich nicht die Rede sein werden. Allerdings sollten die Kunstadter den Ernst der Lage längst erkannt haben und deshalb bereits am Samstag mit hoher Motivation in die Schlussrunde des Abstiegskampfes eintreten. Dabei wird der weiterhin gesperrte Florian Klihm dem Team sicherlich fehlen. Im Gegensatz zur Heimniederlage gegen Münchberg wird dafür aber wohl Michael Kropka wieder auflaufen, was gerade der Abteilung „Angriff“ sicherlich weiter helfen wird. Und sollte die HG dann am Samstag auch noch in der Lage sein, die zuletzt in Sulzbach gezeigte mannschaftliche Geschlossenheit zu präsentieren, dann könnten die Kunstadter selbst nach fünf Jahren ohne Punktgewinn in der Coburger Angerhalle das Feld als Sieger verlassen und somit in den kommenden Wochen mit dem wichtigen Rückenwind in die Spiele gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib gehen.
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Beitragvon Greenkeeper » 13.04.2010, 08:00

HSC 2000 Coburg II: HG Kunstadt 32:28 (15:17)

Einen bedrohlichen Schritt näher an die Bezirksoberliga ist die erste Herrenmannschaft der HG Kunstadt am Samstagabend geraten. Denn während die HGK beim HSC 2000 Coburg II mit 28:32 (15:17) verlor, sammelte der ebenfalls abstiegsbedrohte HC Sulzbach gegen den Tabellenzweiten von der TG Landshut zwei wichtige Zähler, so dass die HG in den letzten drei Spielen im Fernduell gegen die TS Selb (27:30-Niederlage beim TV Münchberg) wohl nur noch um den möglichen Relegationsplatz der Landesliga spielt.

Dabei war die Niederlage der Prediger-Schützlinge wie schon beim Heimspiel gegen den TV Münchberg absolut unnötig, da man gegen die Coburger einen Bilderbuch-Start hinlegte und bei Zwischenständen von 8:13 und 10:14 und selbst bei einer Pausenführung von 15:17 nicht nur vom Ergebnis her alle Trümpfe in der Hand hatte. Allerdings präsentierten sich die Spieler des Coburger Trainergespanns Häfner/Müller in den zweiten 30 Minuten deutlich entschlossener und kamen am Ende aufgrund der couragierteren Abwehrleistung zu einem verdienten Heimerfolg.
Wie groß allerdings die Coburger Verunsicherung nach zuletzt wenig erfolgreichen Spielen war, zeigten die Anfangsminuten der Partie. Kunstadt war nicht nur auf den Zuschauerrängen der Angerhalle zahlenmäßig überlegen, sondern wirkte vor allem auf dem Spielfeld deutlich entschlossener als die Gastgeber. Der Ball lief äußerst sicher durch die Kunstadter Angriffsreihe und Andre Stegner wie auch Tobias Lutter erzielten zeitweise fast ungehindert sehenswerte Treffer zum überraschenden Zwischenstand von 4:9 (12.). Der HSC agierte in dieser Phase viel zu zurückhaltend und allein Stefan Schuhmann wirkte als Hüne am Kreis wie der Turm in einer Schlacht, die die Hausherren noch nicht angenommen hatten. HSC-Coach Häfner forderte demnach in seiner früh genommenen Auszeit deutlich mehr Engagement von seinen Spielern, die dies aber nicht sofort umsetzen konnten. Stattdessen rannten sich die HSCler immer wieder an der gut formierten Kunstadter Abwehr fest und die Gäste vom Obermain bestimmten selbst in einer der zahlreichen Unterzahlsituationen klar das Geschehen. Bis zum 9:14 (21.) sah alles nach dem so dringend benötigten Erfolg der HG aus. Allerdings folgte dann der nicht zu erklärende Kunstadter Leistungsknick. Vor allem als Rückkehrer Michael Kropka ins Spielgeschehen eintrat, fehlte der HG plötzlich die klare spielerische Linie der Anfangsphase. Zudem schwächte sich das Team durch zahlreiche Zweiminuten-Strafen selbst, wenngleich es in dieser Saison wie ein Fluch über der HG lastet, dass erneut sowohl die Zeitstrafen (HGK: 8; HSC 3) als auch die gegebenen Siebenmeter (HGK: 1; HSC 7) eindeutig zu Gunsten des Gegners verteilt waren. Auch dadurch fanden die Coburger besser zum eigenen Spiel und verkürzten somit bis zur Halbzeit noch auf 15:17.


In der zweiten Spielhälfte wurden dann aber die zahlreich mitgereisten Kunstadter Fans vom Auftritt ihrer Mannschaft bitter enttäuscht. Nur phasenweise hatte man den Eindruck, dass sich das Team tatsächlich mit allen Kräften gegen die Niederlage und somit gegen den drohenden Abstieg stemmte. Allerdings hatte der HSC jetzt auch mit einer offensiveren Abwehrformation das richtige Mittel gefunden, um den Kunstadter Angriff still zu legen. Folgerichtig erzielte Florian Göpfert zunächst den 18:18 (33.)-Ausgleich, ehe Nikola Franke und der erst 17jährige Heiko Jäckel über Rechtsaußen die erste deutliche HSC-Führung herausspielten (22:19; 41.). Doch angetrieben von Florian Kratzer und dem erneut starken Tobias Lutter kämpfte sich die HG nochmals auf 23:23 beziehungsweise auf 26:26 (50.) heran. Doch die breiter besetzte Auswechselbank und das entschlossenere Spiel nach Vorne sprachen am Ende für den Gastgeber. Mit dem Rücken zur Wand unterliefen den Kunstadtern immer mehr leichte Fehler und weitere überzogene Zeitstrafen ebneten letztendlich den Weg zum Coburger Heimerfolg, der den Negativtrend des HSC stoppte und die HG zu einem Saisonausklang von 6:0 Punkten zwingt, um den bitteren Gang in die Bezirksoberliga doch noch zu verhindern.

HSC: Weiß/Karapetjan (Tor), Schuhmann Stefan 7/7, Metz 4, Schramm 4, Franke 3, Günther 3, Jäckel 3, Schuhmann Christoph 3, Göpfert 2, Mansare 1, Zimmermann 1, Wagner 1, Wolf.

HGK: Heublein Marcel / Schieber (Tor), Kratzer 7, Lutter 7, Stirbati 5/1, Stegner 3, Heublein sascha 3, Kropka 2, Fäht1, Steuer, Fengler, Hildner, Maile.

Schiedsrichter: Langner (TSV Weitramsdorf) / Müller (HG Ansbach)


-mts-
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Beitragvon Greenkeeper » 16.04.2010, 11:46

„Alles oder nichts!“ So einfach lautet das Motto der Herrenmannschaft der HG Kunstadt im Hinblick auf die letzten drei Spieltage der Landesliga. Denn nur drei Siege zum Abschluss können die HGK noch vor dem schweren Gang in die Bezirksoberliga bewahren. Den Auftakt zum Herzschlagfinale bildet das Heimspiel gegen den VfB Forchheim am Sonntag um 16 Uhr (!) in der Obermainhalle und somit eine Partie gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle hinter der HGK platziert ist und somit am Sonntag selbst um die allerletzte Chance kämpft.

Rein rechnerisch hat der VfB als derzeitiger Tabellendreizehnter mit seinen 14:32 Punkten und vier Zählern Rückstand auf den vermeintlichen Relegationsplatz kaum noch Chancen auf den Ligaverbleib. Doch so lange die theoretische Möglichkeit besteht, werden die Forchheimer auch in der Obermainhalle alles versuchen. Allerdings machte die wohl entscheidende VfB-Heimniederlage vor einer Woche gegen die HG Ansbach auch klar, dass das Team von Trainer Elmar Ehrich nach der langen Saison nicht nur im Hinblick auf die eigenen körperlichen Kräfte sondern vor allem mental ausgebrannt ist. Und genau in diesem Punkt scheinen die Forchheimer das gleiche Schicksal zu teilen wie die HGK. Denn sowohl gegen Münchberg als auch gegen Coburg waren die Kunstadter nicht in der Lage, über 60 Minuten die eigene Anspannung zu halten. „Wenn wir die nun folgenden Spiele nicht gewinnen, dann haben wir es auch nicht verdient, in der Landesliga zu bleiben“, erklärte Spielführer Andrei Stirbati kurz nach der unglücklichen Niederlage in Coburg und versuchte damit seine Mannschaft nochmals wach zu rütteln. Denn im Gegensatz zu den beiden letzten Spieltagen trifft die HG an diesem Wochenende auf ein Team, das noch um die eigenen Ziele kämpfen wird. Sollte die HG diesen Kampf nicht annehmen, dann wird der Abstieg bereits an diesem Sonntag bittere Gewissheit sein. Dabei hat die HG im Vergleich zu den ebenfalls noch im Abstiegskampf steckenden Mannschaften von der HG Ansbach, dem TS Selb und dem HC Sulzbach das vermeintlich einfachste Restprogramm. Allerdings liegt das Kunstadter Schicksal nicht mehr allein in den Händen der HG. Denn die Männer um den zuletzt starken Tobias Lutter müssen selbst bei einer optimalen Punkteausbeute noch auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Der HC Sulzbach hat zwar noch das schwerste Programm vor sich, braucht aber nur noch einen Sieg aus drei Spielen. Etwas anders sieht es bei der TS Selb aus. Bereits eine Niederlage könnte die Ost-Oberfranken den zehnten Platz und somit den Relegationsplatz kosten- vorausgesetzt die HGK holt das Optimum von 6:0 Punkte. Für Zuversicht sorgt in diesem Zusammenhang die Rückkehr von Florian Klihm, der nach seiner Sperre nun gegen Forchheim endlich wieder auf Torejagd gehen darf. Von ihm erhoffen sich die Fans der HG die gewohnte Torgefährlichkeit über Linksaußen und beim Tempogegenstoß. Wichtig wird auch sein, dass die Gastgeber trotz der großen Brisanz am Sonntag diszipliniert auftreten, da man sich gerade jetzt eine weitere Schwächung des Kaders nicht leisten kann. Zu was ein „überhitzter Kopf“ führen kann, wissen die Kunstadter noch allzu gut aus dem Hinspiel, als man in letzter Sekunde beim Endstand von 29:29 einen wichtigen Punkt in Forchheim zurücklassen musste.
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Beitragvon Greenkeeper » 20.04.2010, 01:02

HG Kunstadt : VfB Forchheim 26:26 (13:10)

Das war´s dann wohl für die Kunstadter Herrenmannschaft! Mit dem 26:26 (13:10)-Unentschieden gegen den VfB Forchheim vergaben die Landesliga-Herren der HG Kunstadt ihre wahrscheinlich letzte Chance auf den Klassenerhalt. Zwar ist der Relegationsplatz rein rechnerisch noch möglich, doch nach dem 30:27-Erfolg der TS Selb gegen den HSC Coburg II brauchen die Selber nur noch zwei Zähler aus den letzten beiden Partien, um die HG endgültig in die Bezirksoberliga zu schicken.

Dabei offenbarte der Heimauftritt der HGK am Sonntagnachmittag in der Obermainhalle all die Probleme, die der Mannschaft am Ende wohl auch den Ligaverbleib kosten werden. Gegen einen bereits als Absteiger feststehenden VfB Forchheim waren die Kunstadter nicht in der Lage, über einen längeren Zeitraum überzeugend als Mannschaft aufzutreten und verspielten dabei sogar eine klare 16:10 Führung kurz nach der Halbzeitpause – und dies gegen einen Kontrahenten, der sich zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon aufgegeben hatte.

Bereits die Auftaktphase dieses so vehement wichtigen Spieles bestritten die Gastgeber nur mit angezogener Handbremse. Gerade einmal zwei eigene Torerfolge bis zur 12. Minute untermauerten diesen Eindruck. Der VfB trat zu diesem Zeitpunkt deutlich entschlossener auf, vollbrachte aber in der Offensive ebenfalls keine Wunderdinge, so dass die Gäste nur mit 2:4 in Führung lagen. Allerdings offenbarte die Partie aus Kunstadter Sicht dennoch etwas Neues, denn im Gegensatz zu den Vorwochen war es diesmal der Gegner, der sich aufgrund zahlreicher Zeitstrafen vermehrt in Unterzahl befand. Ab der 19. Minute begannen die Hausherren daraus Profit zu schlagen. Zunächst erzielte Andrei Stirbati den Ausgleich zum 7:7 und als wenig später Tobias Lutter auf Rechtsaußen seine besten Momente hatte, führte die HG urplötzlich mit 11:8 (26.) Nach schönem Zuspiel von Tobias Steuer erzielte Sascha Heublein sogar das 13:9 (27.), das der Gast aber bis zur Halbzeit über seinen Spielgestalter Markus Blatt noch auf 13:10 verkürzte.

Die zweiten 30 Minuten begannen dann gleich wieder mit einer Zeitstrafe gegen Forchheim und anschließend folgten die stärksten Minuten der HG. Endlich suchten die Kunstadter Rückraumspieler wie Florian Kratzer und Andrei Stirbati konsequent den Weg in die gegnerische Abwehr und unterstützt von Florian Klihm erhöhte die HG bis auf 16:10 in der 37. Minute. Da den Spielern des VfB bis dahin die einfachsten technischen Fehler unterlaufen waren, war der Kunstadter Sieg eigentlich unter Dach und Fach. Doch die HG passte sich nun dem schwachen Niveau der Partie endgültig an und ließ im Angriff völlig unverständlich jegliche Entschlossenheit vermissen. Vom Gegner derart aufgebaut erkannten die Forchheimer wieder ihre Chance und verkürzten über Benedikt Wackersreuther und Julius Sitzmann Tor um Tor. Die Spieler der HG wirkten wie stille Beobachter der Forchheimer Aufholjagd und erwachten erst in der 56. Minute, als erneut Wackersreuther den wenige Minuten zuvor noch undenkbaren Führungstreffer seiner Mannschaft zum 22:23 (55.) erzielte. Jetzt begann die HG wieder zu kämpfen und hatte beim 26:25 nach Klihms Gegenstoßtreffer eigentlich die Partie gewendet, doch das Tor wurde nicht gegeben, da Forchheim kurz zuvor eine Auszeit beantragt hatte, was von den Schiedsrichtern nicht bemerkt worden war.
Die spannenden Schlusssekunden entschädigten dann für die niveaulosen vorherigen Minuten. Mit dem Rücken zur Wand schickte die HG den Torwart vom Platz und dafür einen zusätzlichen Feldspieler auf das Parkett. Und tatsächlich gelang so der Ausgleich zum 26:26. Zehn Sekunden vor Abpfiff prallte dann der nächste Kunstadter Angriffsball vom Bein des gut haltenden Forchheimer Schlussmanns Michael Schmitt direkt in die Hände von Tobias Steuer, der – symptomatisch für das Spiel seiner Mannschaft an diesem Tag - aber das leere Tor nicht traf und somit die Chance auf den Klassenverbleib wohl endgültig zunichte machte.

HGK: Heublein M. / Schieber (Tor), Stirbati 7, Kratzer 7/3, Klihm 5, Lutter 4, Heublein S. 2, Stegner 1, Steuer, Fengler, Maile, Hildner, Kellner.

VfB: Schmitt / Albrecht (Tor), Blatt 7/2, Sitzmann 4, Wackersreuther 4, Gärtner 4, Ihrke 3/2, Radina 2, Krämer 1, Rist 1, Hallmann.

Schiedsrichter: Behrens (ESV Flügelrad) / Hehn (MTV Stadeln)
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