24.09.2009: Handball Vorbericht der HG Kunstadt: Auftakt der Landesliga-Saison
Was kann man in der Saison 2009/2010 von der Herrenmannschaft der HG Kunstadt in der Landesliga Nord erwarten? Eine erste Antwort auf diese Frage gibt die HGK an diesem Wochenende selbst, wenn die Prediger-Truppe zum Saisonauftakt Gastgeber für den ASV Cham ist. Etwas Neues erwartet die Kunstadter Handball-Fans auf jeden Fall, denn der Anpfiff in der Obermainhalle ertönt in dieser Saison größtenteils samstags um 19 Uhr – und so auch gegen die Oberpfälzer.
Die Partie gegen den ASV Cham hat somit den Charakter einer echten Premiere aus Sicht der HGK, wenngleich sich beide Teams aus der vorherigen Saison noch recht gut kennen sollten. Damals spielte die HG noch unter Trainer Ulli Hillebrand gegen den Abstieg und musste in eigener Halle eine empfindliche 25:29-Heimniederlage gegen hoch motivierte Gäste einstecken. Am Ende schafften beide Mannschaften den erhofften Klassenerhalt. Welche Ziele die beiden Teams in dieser Saison verfolgen, ist wohl selbst den Beteiligten unklar. Die Landesliga Nord präsentiert sich in dieser Saison ungemein ausgeglichen. Hinter den heimlichen Favoriten vom HC Erlangen II und dem HSC Coburg gesellen sich zwölf Mannschaften, die allesamt zumindest einen sicheren Mittelfeld-Platz anstreben. Bei der HG steckt hinter dieser Hoffnung vor allem der Name Udo Prediger, der nach seiner Rückkehr endlich wieder auf der Kunstadter Herrenbank sitzt. Doch auch er muss darauf hoffen, dass er am Samstag alle seine Leistungsträger am Start hat. Und bereits vor dem ersten Anpfiff „wackelt“ der Einsatz des eigentlich wieder genesenen Hannes Beuerle. Im letzten Vorbereitungsspiel schmerzte erneut die rechte Schulter und Beuerle musste die Partie frühzeitig abbrechen. Dabei hatte Prediger doch so sehr auf die Spielmacher-Qualitäten des Burgkunstadters gebaut. Nichtsdestotrotz verfügt die HG auch in dieser Saison über eine Vielzahl an Schlüsselspielern. Erstmals dem eigenen Publikum vorstellen werden sich am Samstag die Neuzugänge: Bei Andrè Stegner dürfen sich die Fans auf einen wendigen und wurfstarken Rückraumspieler freuen und Marcel Schieber wird versuchen, zusammen mit Marcel Heublein ein schlagkräftiges Torhüter-Duo zu stellen, das die Lücke schließen kann, die der „Hexer“ Jürgen Friedlein hinterlassen hat. Zudem möchte Prediger einigen Nachwuchsspielern aus der eigenen Jugend, wie Tobias Steuer und Mario Kellner, die ersten Spielanteile zukommen lassen.
Gespannt dürfen die Besucher der Obermainhalle sein, ob das Team die Spielphilosophie des Trainers umsetzen kann. Sollte dies der Fall sein, dann wird sich der ASV Cham auf schnelle Kunstadter Offensivattacken und wechselnde Abwehrformationen einstellen dürfen. „Wir wollen den Fans schnellen und kämpferischen Handballsport bieten“ – so lautet die Devise der gesamten Mannschaft. Spätestens dann sollte der „Hexenkessel Obermainhalle“ auch zu ungewohnter Stunde in dieser Saison wieder „brodeln“.
