Mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger TSV Partenstein startet die Handballer des VfB Forchheim 1861 am Samstag um 19.30 Uhr in die Landesligasaison. Es soll nicht wieder eine Zittersaison wie im Vorjahr werden.
Die Landesliga Nord besteht wieder aus 14 Mannschaften und setzt sich zusammen aus den bisherigen Landesliga-Teams HSC Coburg II (3. Platz Saison 08/09), TV Gerolzhofen (4.), HC Erlangen II (5.), HC Sulzbach-Rosenberg (6.), TS Selb (7.), HG Kunstadt (8.), MTV Stadeln (9.), ASV Cham (10.) und VfB Forchheim (11.). Dazu stoßen die Aufsteiger TSV Partenstein (Meister BOL Unterfranken), TV Münchberg (Oberfranken), HG Ansbach (Mittelfranken), TG Landshut (Altbayern) und HG Amberg (Vizemeister Ostbayern).
Einige Überraschungen
Die vergangene Runde war von einigen Überraschungen geprägt. Wohl kaum jemand hatte zu Saisonbeginn den SV Auerbach auf der Rechnung, der davor noch mit argen Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. Doch die Oberpfälzer entpuppten als das konstanteste und spielstärkste Team und holten sich auf eindrucksvolle Weise den Meistertitel. Mit ihnen stiegen die schon eher favorisierten Rothenburger in die Bayernliga auf.
VfB-Trainer Trainer Elmar Ehrich gibt die Richtung vor. „Der Kern der Mannschaft ist fast identisch mit dem Vorjahresteam. Mit den zwei Rückkehrern Markus Blatt von seinem Auslandssemester aus Malaysia und dem VfB-Eigengewächs Tobias Radina vom Regionalligisten Köndringen/Teningen sollte der Weg eigentlich nach oben gehen.“ Der VfB muss aber auf seine Spitzenkraft Johannes Gradl verzichten, der sich aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hat.
„Erfreuliche Entwicklung“
Elmar Ehrich sieht eine erfreuliche Entwicklung im Nachwuchsbereich und ist der Überzeugung, dass die Landesliga den jungen Spielern eine exzellente Perspektive bietet. Kilian Kiesel und Achim Kist sind auf dem besten Weg, bei den Herren Fuß zu fassen, sie sind sozusagen die zwei „Neuzugänge“. Und sie werden wie Julius Sitzmann und Matthias Ochs fleißig trainieren müssen, bis sie ein gleichwertiger Ersatz für die arrivierten Spieler sein können. Ehrich erklärt: „Für mich als Trainer ist es eine große Genugtuung zu sehen, dass die Erste wieder junge Forchheimer Spieler anzieht und der Nachwuchs die zusätzlichen Trainingseinheiten auf sich nimmt. Sie sorgen für Belebung und drängen in die Stammformation.“
Zu den Favoriten in der Landesliga zählen die Zweitligareserven aus Erlangen und Coburg. Bei einem Aufstieg würde das Festspielen der Akteure in einer Mannschaft wegfallen und die Talente könnten besser an die 2. Liga herangeführt werden können.
Aber auch der HC Sulzbach-Rosenberg hat sich viel vorgenommen. Mit neuem Trainer und dem erfahrenen Jiri Smolik vom Bayernligisten Winkelhaid will er bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden. Mit dem MTV Stadeln, TV Gerolzhofen, ASV Cham, der TS Selb, dem VfB Forchheim und der HG Kunstadt kämpfen erfahrene Teams aus der letzten Landesligasaison um einen Platz an der Sonne. Da wird es für die Aufsteiger nicht einfach sein, die Klasse gegen die arrivierten Mannschaften zu halten.
Beim VfB bedauert man, dass die Derbys gegen Erlangen-Bruck und Herzogenaurach wegen des Abstiegs dieser beiden Teams nicht mehr stattfinden.
Ein unbeschriebenes Blatt
Zum Spiel am Samstag: Der Aufsteiger Partenstein ist für den VfB Forchheim ein unbeschriebenes Blatt. Beide Mannschaften sind bisher noch nicht aufeinandergetroffen. In der abgelaufenen Saison haben sich die Unterfranken als heimstark erwiesen: Sie verloren kein Heimspiel und schafften mit 41:3 Punkten souverän den Aufstieg. Der 17-jährige TSVler Michael Tscherkachin unterstrich bereits sein großes Talent. Auch Torjäger Olege Stanjuk hat zu einen alten Torjägerqualitäten zurückgefunden. Die Unterfranken haben außerdem einen zweitligaerfahrenen, ungarischen Torwart verpflichtet. VfB-Trainer Elmar Ehrich hat beim Sondertraining am letzten Wochenende seiner Mannschaft den letzten Schliff verpasst.
Auf- und Abstieg
Die Meister der jeweils 14 Mannschaften starken Landesligen Nord und Süd steigen in die Bayernliga auf. Die beiden Tabellenzweiten spielen einen weiteren Aufsteiger aus. Die jeweils letzten vier Mannschaften steigen ab. Je nach Abstieg aus der Bayernliga kann es bis maximal sechs Absteiger aus jeder Landesliga geben
