TG Landshut Saison 2009 / 2010

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Moderator: Steve22

Beitragvon Greenkeeper » 15.03.2010, 08:00

Die TG Biller findet im HC Erlangen ihren Meister

Reserve des Zweitligisten gewinnt Spitzenspiel der Handball-Landesliga Nord vor 1.000 Zuschauern im SZ West mit 26:32 (14:16)

Die Zweitbundesliga-Reserve des HC Erlangen hat am Samstagabend einen Riesenschritt zum Meistertitel in der Handball-Landesliga Nord getan. Im Spitzenspiel vor 1.000 Zuschauern in der vollbesetzten Dreifachhalle des Landshuter Sportzentrums West musste sich der bis dahin nur einen Zähler schlechtere "Kronprinz" TG Biller verdient mit 26:32 (14:16) geschlagen geben.

"Erlangen war über die gesamten 60 Minuten das bessere Team. Ich kann meinen Jungs aber keinen Vorwurf machen, denn sie haben gekämpft bis zum Schluss", erkannte TGL-Spielertrainer Markus Böhner am Ende neidlos an. Während für Böhner die Meisterfrage geklärt ist, wollte der Erlanger Trainer Stefan Mittag vorzeitige Glückwünsche nicht annehmen: "Landshut spielt als Aufsteiger eine sensationelle Saison und wir haben noch einige schwere Spiele. Da ist noch nichts entschieden." Beeindruckt zeigte sich der HCE-Coach vom Drumherum in diesem Gipfeltreffen "So eine tolle Stimmung kenne ich normalerweise nur von den Bundesligaspielen unserer ersten Mannschaft." Am Ende freilich feierten nur die etwa 80 stimmgewaltigen Gästefans: Ihre Truppe hatte sich ganz auf dieses "Endspiel" fokussiert und das Beste vom Besten aufgeboten. Darunter mit Matthias Schmidt und Philipp Walzik zwei Torhüter der Extraklasse, welche die "Abteilung Attacke" der TG Biller schier zur Verzweiflung brachten. Außerdem entschied der Erlanger Joachim Knerr (sieben Tore) das Duell der Landesliga-Torjäger gegen seinen allerdings ebenso wie Kilian Zieglmaier durch Verletzung gehandicapten Landshuter Antipoden Dominik Abeltshauser (fünf Tore) für sich. Allerdings: Im ersten Abschnitt dieses vom Zweitliga-Schiedsrichtergespann Harald Schweizer (TSV Friedberg) und Herbert Vornehm (TSV Haunstetten) souverän geleiteten Topduells waren die bis in die Haarspitzen motivierten Niederbayern mit dem Favoriten auf Augenhöhe. Mit einer offensiv ausgerichteten Deckung setzten Böhner und Co. die Gäste unter Druck und gingen in der Anfangsphase dreimal in Führung. Aber in der Folge bestraften die Mittelfranken jeden Patzer der Gastgeber gnadenlos und wandelten nach einigen Landshuter Fehlwürfen und Fehlpässen einen 6:5-Rückstand bis zurr 15. Minute ruckzuck in einen 6:9-Vorsprung um. Bis zum Wechsel kämpften sich die Rot-Weißen zwar von 9:14 (23. Minute) auf 14:16 heran und Landshuts bester Torschütze des Abends, Stefan Axthaler, sorgte nach dem Wiederbeginn (32.) sogar für den 15:16-Anschluss. Doch dann stellte der ausgeglichen besetzte Primus (insgesamt neun Torschützen) mit einem Viererpack binnen drei Minuten die Weichen auf Sieg (15:20/35.). Dieser war spätestens in der 43. Minute (17:23) unter Dach und Fach. Die Hausherren zeigten zwar Moral steckten trotz eines zwischenzeitlichen 21:29-Rückstandes (55.) zu keiner Phase auf. Doch im Endeffekt bekam der Tabellenzweite, dessen Vorsprung auf den Rangdritten Münchberg nun auf drei Punkte geschmolzen ist, vom Meister in spe deutlich seine Grenzen aufgezeigt.

TG Biller (Tore/davon Siebenmeter): Götz, Wendleder; Schwarz, Böhner (6), Herterich, Grolms, Kraus (3), Reitmeier (2), Abetlshauser (5), Guggenberger, Germowitz, Zieglmaier (2), Axthaler (8/5), Wetscheza
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Beitragvon Greenkeeper » 19.03.2010, 16:04

TG Biller fokussiert sich jetzt ganz auf den Vizetitel
Auswärtsmatch am Sonntag beim MTV Stadeln wird zur Schlüsselpartie






Nach der glatten 26:32-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen den HC Erlangen haken die Handballer der TG Biller Landshut das Thema "Landesliga Nord-Meister" ab und konzentrieren sich voll auf die Verteidigung des zweiten Platzes, der ja noch ein Hintertürl in die Bayernliga offen lassen würde. Diahingehend steigt am Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Fürth-Stadeln) für den aktuellen "Kronprinz" beim MTV Stadeln eine Schlüsselpartie. Dies zeigt ein Blick auf die Tabelle: Hinter dem mit 34:6 Zählern zwar noch nicht völlig enteilten, aber spielerisch übermächtigen Primus Erlangen (34:6) Punkte) sieht es derzeit im Rennen um den Aufstiegs-Relegationsrang ganz nach einem Zweikampf zwischen der TGL (31:9) und dem TV Münchberg (28:12) aus. Der Vierte Stadeln (24:16) hat bereits einen Rückstand von sieben Punkten auf die Landshuter, könnte aber im Falle eines Heimsieges gegen die Niederbayern noch einmal etwas Anschluss finden. In dem Fall würden die Münchberger, die am Samstag vor einer lösbaren Hausaufgabe gegen den Drittletzten Ansbach stehen, den Rot-Weißen wohl bis auf einen Zähler auf den Pelz rücken. Soweit will es der Landshuter Spielertrainer Markus Böhner bis zum direkten Vergleich mit dem schärfsten Konkurrenten am 17. April im Sportzentrum West erst gar nicht kommen lassen: "Ab sofort gibt's für uns keine Ausreden mehr, weder wegen des ungeliebten Sonntags-Spieltermins noch wegen irgendwelcher anderer Gründe", stimmt der Coach seine Truppe auf die letzten sechs Saisonspiele ein und bittet am heutigen Samstag wieder zum Sondertraining. Nüchtern blickt "Mäx" Böhner auf das mit viel Brimborium im Umfeld gestaltete Gipfeltreffen zurück: "Die Meisterschaft war für mich nie ein Thema, und das hat sich gegen Erlangen bewahrheitet. Gegen die sahen wir kein Land." Individuelle Patzer wie vor Wochenfrist dürfen freilich auch am Sonntag beim MTV Stadeln nicht passieren, soll der angestrebte Auswärtssieg her. Neben Kunstadt und Erlangen zählen die Fürher Vorstädter zu den Teams, die in Landshut punkten konnten und mit dem Unentschieden (23:23) waren die Gastgeber damals sogar noch gut bedient. "Für mich die zweitstärkste Mannschaft, gegen die wir zu Hause gespielt haben. Die sind unberechenbar und können jeden in der Liga schlagen", hat Böhner Respekt vor den Mannen um Trainer Klaus John, die sich in eigener Halle bis dato erst einmal geschlagen geben mussten. Im Hinspiel verstanden es die "Stadler", dem Landshutern mit einer kompakten Abwehr und mit lange ausgespielten Angriffen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Beim Rückkampf müssen die Rot-Weißen aufs Tempo drücken und vor allem ihre Torchancen wieder entschlossen verwerten. Dann könnten Böhner und Co. auch ohne Jochen Germowitz, der gegen Erlangen einen Trümmerbruch des rechten Daumens erlitt und für die restlichen Spiele ausfällt, wie schon nach dem Cham-Debakel postwendend wieder in die Erfolgsspur einbiegen.

TG Biller: Götz, Wendleder; Schwarz, Herterich, Guggenberger, Grolms, Kraus, Zieglmaier, Böhner, Reitmeier, Abeltshauser, Axthaler, Wetscheza
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Beitragvon Greenkeeper » 12.04.2010, 09:57

Erste Halbzeit hui - zweite Hälfte pfui

TG Biller vergeigt in Sulzbach und büßt Vorsprung auf Münchberg ein

Nach der Landshuter 31:34-Pleite zieht der Dritte mit dem Rangzweiten gleich

In der Handball-Landesliga Nord ist der Vorsprung des Tabellenzweiten TG Biller Landshut auf seinen Verfolger seit Samstagabend dahin: Nach der 31:34 (19:14)-Pleite des Teams um Spielertrainer Markus Böhner beim HC Sulzbach zog der Rangdritte TV Münchberg, der am Samstag zum "Showdown" im Sportzentrum West gastiert, mit den Landshutern (34 Punkte) gleich.

Dabei präsentierte sich die TG Biller in der ersten Halbzeit im Stil einer Klassemannschaft und zeigte, dass sie nicht zufällig weit oben in der Tabelle rangiert. Die Abwehr stand, und in der Offensive funktionierten erste und zweite Welle sowie das Positionsspiel wie aus einem Guss. Nach knapp 22 Minuten führten die Niederbayern mit 16:10 und schienen auf einen guten Weg zu sein. Allerdings stellten die Gastgeber jetzt ihre Deckung auf eine 4:2-Formation um, mit der Stefan Axthaler, Dominik Abeltshauser und Co. zusehends Probleme bekamen. Außerdem handelte sich Böhner bereits kurz vor der Pause (27.) seine zweite Zweiminutenstrafe ein und war damit akut "rotgefährdet", was der TGL-Abwehr nicht gerade gut tat. Dennoch - bis zum Wechsel blieb es bei einer relativ komfortablen Landshuter Führung (19:14).

Auch in der Anfangsphase von Halbzeit Nummer zwei waren die Gäste "Chef im Ring" und verteidigten bis zur 37. Minute (22:17) ihr Fünf-Tore-Polster. Der Knackpunkt kam dann in der 39. Minute: TG-Linksaußen Alexander Reitmeier traf den Sulzbacher Torwart bei einem Wurf im Gesicht, was die Marktstefter Schiedsrichter Lars Gruner und Daniel Irmler veranlasste, dem Landshuter Youngster die rote Karte zu zeigen. Eine mehr als harte Entscheidung der Unparteiischen, mit denen die Niederbayern nur selten einer Meinung waren. Trotzdem ließ "Mäx" Böhner dies nicht als Ausrede für den nun folgenden Einbruch des Tabellenzweiten gelten, sondern suchte die Fehler schon in den eigenen Reihen: "Gegen die offensive Sulzbacher Deckung klappte unser Laufspiel nicht mehr, stattdessen haben wir uns immer wieder in fruchtlose Eins-zu-Eins-Aktionen zwingen lassen." Während die Landshuter Wurfeffektivität auf eine Quote von unter 50 Prozent sank, liefen beim HC Sulzbach die "Kanoniere" Jiri Smolik und MIchael Waitz (je acht Tore) jetzt richtig heiß. Zudem stachen die beiden Torhüter der Oberpfälzer, Zdenek Vojtech und Thorsten Güthe, ihre Landshuter Kollegen Andreas Götz und Daniel Wendleder klar aus. So nahm das Unheil für den Gast seinen Lauf: Die Sulzbacher egalisierten zum 26:26 (47. Minute) und die "Krötenseehalle" glich einem Tollhaus, als der abstiegsbedrohte Rangneunte bis zehn Minuten vor der Sirene mit 30:26 davonzog. In der Schlussphase setzten die Rot-Weißen zwar alles auf eine Karte, nahmen vier HC-Akteure in Manndeckung und kamen noch einmal bis auf 32:30 heran (59.). Doch am Ende behielt das Team von Trainer Christian Rohrbach mit 34:31 die Oberhand.

TG Biller (Tore/davon Siebenmeter): Götz, Wendleder; Herterich (1), Grolms (1), Kraus (3), Reitmeier (3), Abeltshauser (7/3), Axthaler (10/1), Böhner (6), Guggenberger, Zieglmaier, Alexander Gensberger
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