TV Münchberg Saison 2009 / 2010

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Moderator: Steve22

Beitragvon Greenkeeper » 25.03.2010, 10:41

Am Samstag -Anwurf 19.00 Uhr- stehen sich in der Burgkunstadter Obermainhalle die beiden oberfränkischen Kontrahenten der HG Kunstadt und des TVM im ewig jungen Derby gegenüber. Spannung und Knistern wie in früheren Begegnungen wird es diesmal sicherlich nicht geben, zumal dem TVM aufgrund der schweren Verletzungen in den letzten beiden Partien mit Christoph Bär, Daniel Winterstein und Martin Lad gleich drei tragende Säulen aus ihrer Stammbesetzung herausgebrochen sind. Inwieweit das Münchberger Lazarett überhaupt eine komplette Besetzung aufbieten kann, wird sich sicherlich erst unmittelbar vor Spielbeginn entscheiden.

Die TVM-Truppe wird nicht mit der, die auf dem hervorragenden dritten Tabellenplatz liegt, zu vergleichen sein. Den Gastgebern kann´s nur recht sein, wenn die Grün-Schwarzen starkt ersatzgeschwächt zum fälligen Auswärtsspiel an den Obermain reisen. Die HG Kunstadt ist auf jeden Punkt dringend angewiesen und selbst bei einem Heimerfolg ist es aufgrund des verschärften Abstieges noch ein weiter Weg bis zum Ligaerhalt. Doch bereits in der Vorwoche hat der TVM in Halbzeit zwei Charakter gezeigt und demonstriert, dass die Mannschaft über die Breite gewachsen ist und deshalb auch am Samstag ihre Minimalchance zum Erfolg suchen wird.
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Beitragvon Greenkeeper » 29.03.2010, 07:38

HG Kunstadt - TVM 34:37

....und sie siegen, siegen, siegen, die Handballer des TV Münchberg in der Landesliga Nord. Vier Spieltage vor Saisonende hat der Tabellendritte seinen Vorsprung vor dem Vierten auf nunmehr beachtliche 7 Zähler ausgebaut und sitzt weiterhin dem Ligazweiten TG Landshut dicht im Nacken.

Der Zweite spielte bekanntlich nach Saisonschluß die Relegation zur Bayernliga und die Konkurrenz traut dem Liganeuling in der Zwischenzeit alles zu. 17:1 Zähler in Serie, dazu bestes Rückrundenteam, das ist eine Duftnote, die die Seiferth-Schützlinge mit beeindruckenden Leistungen gesetzt haben.Und eine weitere gesellte sich jetzt bei der HG Kunstadt dazu. Immerhin fehlten bei den Grün-Schwarzen die schwerverletzten und noch lange ausfallenden Daniel Winterstein, Christoph Bär und Martin Lad. 2 Torhüter und 7 Feldspieler sind aus der Stammbesetzung übrig geblieben. Dazugezählt ist bereits Torsten Krauß, der jetzt die A-Jugend verlassen hat und seine ständigen Doppelbelastungen (Landesliga Männer und Bayernliga A-Jugend) damit der Vergangenheit angehören. Also füllte man den Kader mit Stefan Roßner, Hannes Osburg und Stefan Baumgärtel auf. Und gleich vorneweg, wer unter Spieltrainer Christian Seiferth die Farben des TV Münchberg vertritt, der macht es mit Überzeugung und Engagement, was auch diesmal letztlich für eine schlagkräftige Truppe garantierte. Kunstadt führte 1:0, hielt kurz das 2:2 und sah sich aber schon nach dem 3:6 in der Rolle des ständig aufholenden. Es war überraschend, wie schnell Münchberg das Geschehen auch in diesem Auswärtsspiel an sich riss. In einer verhältnismäßig torarmen 1. Hälfte reichte dem Gast eine disziplinierte Gesamtleistung, um eine Dreitoreführung mit in die Kabine zu nehmen. Sicherlich kam der Ausfall von Kunstadt´s Torjäger Florian Klihm entgegen, doch war bei der HG erstmals wieder Florian Kratzer mit dabei und sorgte mit 12 Buden für mächtig Wirbel. Die Gastgeber wollten ihre Chance in Hälfte zwei nutzen, in der aber Münchberg´s Tormaschine wieder einmal so richtig auf Touren kam. Der beste Sturm der Liga mit dem aktuellen Torschützenkönig Jan Lad schalte die Rakete auf Angriffsfeuerwerk. Jetzt musste Kunstadt gewaltig aufpassen, um im TVM-Angriffszauber nicht unterzugehen. Bis auf 19:26 zogen die Gäste davon, doch HG-Trainer Udo Prediger zog alle Register, um das Unheil zu verhindern. Aber selbst die direkte Manndeckungen für Petr Schwab, sowie Jan und Jakob Lad verpuffte. Und zwar deshalb, weil Münchberg mit Tobias Lauterbach, Torsten Krauß und Tobias Wilferth überragende Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen besitzt. Sie setzten dem Match ihrem Stempel auf und erzielten zusammen 19 Treffer. Kunststadt kämpfte trotzdem bis zum Umfallen, kam bis auf 32:34 heran, konnte die Begegnung aber nicht mehr umbiegen. Münchberg ist zwischenzeitlich einfach zu clever. Die Truppe um Trainer Christian Seiferth, der immer die richtige Einstellung zum Gegner parat hat, reift immer weiter. Die Siege sind lange kein Zufall mehr und was besonders hervorsticht ist der Münchberger Tempohandball, den man auch in der Fremde immer wieder mit verdienten Beifall quittiert bekommt. Ein bisher beindruckendes Gesamtwerk, der Münchberger Männerhandball in der Landesliga-Saison 2009/2010.

HG Kunstadt - TV Münchberg 34 : 37 (13 : 15)


TV Münchberg
Flo. Bär, Fleischmann (Tor);
Hannes Osburg, Jan Lad (8/4), St. Roßner (1), Seiferth (1), Schwab (3),Jakob Lad (4), Lauterbach (6), Krauß (8/1), Wilferth (5), Baumgärtel (1).

Schiedsrichter: Benzinger (Königsberg); Brotzeller (Bergrheinfeld) waren auf jedem Fall keine Heimschiedsrichter

Zuschauer: 1 6 0

Zeitstrafen: Kunstadt 7; Münchberg 1.

Spielfilm: 1:0, 2:2, 3:6, 8:10, 10:13, 13:16, 15:19, 17:24, 19:26, 27:30, 29:32, 32:34, 34:37.
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Beitragvon Greenkeeper » 08.04.2010, 11:52

Derbyzeit herrscht am heutigen Samstag in der Münchberger Gymnasiumhalle, wenn sowohl die Damen wie auch die Männer die Konkurrenz aus der Region zu den fälligen Punktspielen in der Landesliga erwarten.

Und diese Aufeinantreffen sorgen schon aufgrund der jeweiligen Tabellensituation für große Spannung im Vorfeld. Die Damen empfangen um 17.30 Uhr zum ewig jungen Derby den TV Helmbrechts. Nach dem aktuellen Stand der Dinge, gilt in dieser Liga der VfB Forchheim, der seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen hat, nicht automatisch als erster Absteiger. Das bedeutet, dass in der Landesliga Nord der 13., 12. und 11 absteigen und der 10. vielleicht in die Relegation geht. Und diesen Platz hat derzeit der TVM inne und bräuchte schon eine Siegesserie in den verbleibenden vier Begegnungen, um sich aus der schwierigen Situation zu befreien. Zumindest wäre heute ein Sieg gegen die Nachbarstädter angebracht, um die eigene Situation in Richtung Abstieg nicht weiter zu verschlechtern. Der TV Helmbrechts wird aber gewaltig dagegen halten, zumal er bei einer Niederlage selbst noch in die Nähe des Relegationsplatzes rutschen könnte. Es ist ein Derby zu erwarten, bei dem sich beide Teams nichts schenken können und werden, denn mit einem Blick auf die Tabelle wird jedem klar, das beide Mannschaften die Punkte dringend benötigen. Der TVH besitzt seinerseits den Vorteil, mit einem Sieg einem gewaltigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu unternehmen und wird alles daran setzten, diesen auch in die Tat umzusetzen. Für Münchberg würde es bei einer Niederlage wieder richtig eng, zumal in den restlichen Begegnungen die Spitzenmannschaften der Liga auf die Grün-Schwarzen warten und bei einer Niederlagenserie dann sogar der Verlust des Relegationsplatzes in Richtung direkter Abstieg droht.

Völlig gelassen und befreit können dagegen die TVM-Männer aufspielen, wenn sie im Anschluß um 19.30 Uhr die TS 1887 Selb empfangen. Der Liganeuling aus Münchberg hat in der Rückrunde mit bisher 17:1 Zählern eine beeindruckende Serie hingelegt und befindet sich momentan auf Rang drei mit 7 Punkten Vorsprung vor dem Vierten und nur 2 Zählern Rückstand auf den zweiten TG Landshut. Sorgen der andere Art besitzt momentan der Gast aus der Porzellanstadt, der dringend auf jeden Zähler angewiesen ist, weil er aufgrund des verschärften Abstieges derzeit auf einen dieser Abstiegsränge steht. Vielleicht kommt den Gästen die lange Verletztenliste der Grün-Schwarzen entgegen, die auf etliche Stammkräfte längerfristig verzichten müssen. Allerdings besitzen die Seiferth-Schützlinge eine vorzeigenswerte Jugendabteilung, die zuletzt in Kunstadt gezeigt hat, dass sie schon eine ganz scharfe Klinge zu schlagen im Stande ist. So werden die Gastgeber der TS 1887 Selb den heutigen Gang alles andere als leicht machen, zumal man bei einem eigenen Erfolg in einer Woche in Landshut ein echtes Endspiel um Rang zwei hätte. Selb seinerseits tritt dennoch zuversichtlich in Münchberg an, weil die Leistungen der letzten Partien einen ständigen Formanstieg erkennen ließen.

Der Handballfan aus der Region kann sich auf zwei packende Aufeinandertreffen vor einem sicherlich vollem Hause in Münchberg freuen.
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Beitragvon Greenkeeper » 12.04.2010, 09:59

TV Münchberg - TS 1887 Selb 30 : 27 (13 : 10)

TV Münchberg: Florian Bär, Peter Fleischmann (Tor); Gunnar Osburg (1), Jan Lad (6), Christian Szwarc (1), Tobias Lauterbach (4), Jakob Lad (6), Christian Seiferth (1), Petr Schwab (4), Torsten Krauß (2), Stefan Baumgärtel (2), Hannes Osburg (2), Tobias Wilferth (1).

TS 1887 Selb: Vladimir Michanek, Carsten Kropf (Tor); Johannes Kempf (6), Patrik Mäsiar (4/1), Daniel Wiedel (1), Michael Pauker, Andreas Korb, Jindrich Dyk (3), Lubos Salom (3), Sven Röhrig (5), Sebastian Wölfel, Lukas Kempf, Thorsten Kirsch (4), Frank Fischer (1).

Schiedsrichter: Walter / Weinig (Gerolzhofen) leiteten ruhig und souverän

Zuschauer: 3 3 0

Zeitstrafen: Münchberg 3; Selb 5.

Spielfilm: 1:2, 2:4, 4:5, 7:5, 9:10, 13:10, 14:14, 17:15, 19:19, 23:19, 25:20, 29:22, 30:24, 30:27.

Es gibt sie noch, die sportlich fairen Szenen, die ihren berechtigten Beifall finden. Michael Pauker (TS Selb) korrigiert eine Schiedsrichterentscheidung, indem er zugibt, dass er als letzter den Ball vor überschreiten der Außenlinie berührt hat. Diese und die Tatsache, dass es ein äußerst faires Derby war, lässt den sportlichen Stellenwert im richtigen Licht erscheinen. Dass es für beides Team aber um wesentlich mehr ging, zeigt der Blick auf die Tabelle, der nach diesem Spieltag die Extremsituationen für beide Mannschaften noch deutlicher werden lässt. Nachdem Sulzbach (ein direkter Konkurrent für die TS 1887 Selb um den Ligaverbleib) die TG Landshut bezwingen konnte (Landshut ist nach dieser Niederlage punktgleich mit dem TVM auf Rang zwei und drei), haben sich die Oberpfälzer jetzt bereits 3 Zähler vor die Porzellanstädter gesetzt. Dadurch wird die Luft für Selb im Kampf und den Klassenerhalt noch dünner und es helfen aller Wahrscheinlichkeit nach tatsächlich nur noch 3 Siege, um den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen. Der Blick aus Münchberger Sicht richtet sich in eine ganz andere Richtung. Wer vor Saisonbeginn prognostiziert hätte, dass den Grün-Schwarzen drei Spieltage vor Saisonende ein direktes Aufeinandertreffen um Platz zwei, der bekanntlich zur Relegation um den Bayernligaufstieg berechtigt, bevorsteht, den hätte man mehr oder weniger berechtigterweise für sportverrückt erklärt. Und wer im Nachhinein diesen jetzt tatsächlich noch möglichen Bayernligaaufstieg als Saisonziel betrachtet, der greift nicht nur eine ganze Etage zu hoch, sondern schielt über den Tellerrand der Realität deutlich hinweg. Das Plansoll aus Münchberger Sicht ist mit dem jetzt schon sicheren dritten Tabellenplatz übererfüllt. Und genau an dieser Stelle trennen sie sich wieder, die Wege und auch die an diesem Tage gebotenen Darbietungen der beiden Kontrahenten aus der Region. Während die Gäste in der Anfangsphase einen durchaus couragierten Eindruck hinterließen, wurde im weiteren Verlauf immer deutlicher, dass einstige Selber Leistungsträger in die Jahre gekommen sind. Lubos und Mäsiar gehören zwar noch zu den Führungsspielern im Selber Team, doch ihre einstige Gefährlichkeit beschränkt sich auf zwar gekonnte, aber ebenso wenig entscheidende Nadelstiche in Richtung Gegner. Lukas Kempf versucht auf seiner Position immer wieder in die Bresche zu springen und war zusammen mit Sven Röhring einer der wenigen, die etwas Mehr Licht als Schatten an diesem Tage boten. Zudem profitierte der Gästeangriff in der Anfangsphase von den Ideen und guten Anspielen von Sebastian Wölfel, der nach seinem frühen verletzungsbedingten Ausscheiden eine schmerzliche Lücke hinterließ. Zudem konnte Vladimir Michanek im Selber Kasten nur bis zum 2:4 bzw. 4:5 wirklich überzeugen. Dann wurde er von den phasenweise überragenden Münchberger Stürmern immer mehr ausgeguckt und hatte gegen die knallharten Distanzwürfe (Jan Lad, Petr Schwab) nicht den Hauch einer Chance. Aber in der Summe reichte es bis über die Mitte der ersten Hälfte für die Gäste aus, um die Begegnung vom Ergebnis her ausgeglichen zu gestalten, ja sogar nochmals mit 9:10 in Front zu ziehen. Ab der Endphase von Halbzeit eins wurde immer deutlicher, warum beide Lokalrivalen derzeit Welten in der Tabelle trennen. Während bei den Porzellanstädter in ihrer prekären Lage die fehlende Körpersprache erkennbar wurde, agierten die Gastgeber im weiteren Verlauf mit immer breiterer Brust. Seit Wochen muss Münchberg mit Daniel Winterstein, Martin Lad und Christoph Bär auf drei seiner besten Spieler verzichten. Von einem Bruch im Spiel ist absolut nichts zu erkennen. TVM-Spielertrainer Christian Seiferth kann Dank einer hervorragende A-Jugend (spielte in dieser Saison Bayernliga und hat dort mächtig an Erfahrung dazugelernt) aus den Vollen schöpfen. Er baut die Nachwuchskräfte ins System ein und diese überzeugen nicht nur durch ein schon gutes Abwehrverhalten. Sie bringen Druck nach vorne, setzen schon jetzt ihre Akzente und schließen die entstandenen Lücken fast nahtlos. Dies machte sich vor allem ab Mitte der zweiten Hälfte immer deutlicher bemerkbar. Hielt Selb zwar lange Zeit vom Ergebnis her das Geschehen offen, so blieb den Fans in der Derbysatmosphäre der gut gefüllten Münchberger Gymnasiumhalle nicht verborgen, dass die Hausherren weit klarer das Geschehen beherrschten, als es die jeweiligen Zwischenstände bestätigten. Und dann kamen die letzten 20 Minuten, die zeigten, warum der TVM seine fantastische Serie auf jetzt 19:1 Punkte ausgebaut hat. Jakob Lad leitete mit einem lupenreinen Hattrick eine minutenlange Galavorstellung der Hausherren ein. Selbst ein Klassetorwart wie Vladi Michanek ging entnervt aus seinem Gehäuse und machte für Carsten Kropf platz, der mit etlichen Paraden dafür sorgte, dass es nicht noch dicker für die Porzellanstädter kam. Über 23:19, 29:22 setzt sich die Seiferth-Schützlinge bis auf 30:24 ab und steuerten einen Schützenfest entgegen, dass sie in den Schlußminuten mit einer Serie von vergebenen Möglichkeiten letztlich selbst verhinderten. So gewann der TVM mit 29:27 in der Vorrunde in Selb und jetzt im Rückspiel mit 30:27 in Münchberg mit fast genau identischen Ergebnissen. Die Spielkulturen beider Mannschaften haben sich zwischenzeitlich aber weit auseinanderentwickelt. Während Selb mit gewaltiger Leistungssteigerung alles geben muss um die Klasse zu halten, ist Münchberg zu einem Spitzenteam gereift. Zu den Leistungsträgern gesellen sich jetzt die "jungen Wilden", die auf einem sehr guten Weg sind und vor allen Dingen eines nicht haben und das ist die Angst vor dem Gegner, was bekanntlich Berge versetzen kann. Und darauf wird sich auch die TG Landshut am kommenden Samstag im direkten Aufeinandertreffen im Kampf um Platz zwei einstellen müssen.
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Beitragvon Greenkeeper » 16.04.2010, 11:51

Vorschau für das Wochenende 17.04./18.04.10
Sie ist wie ein zweites Weihnachten im Jahr, die aktuelle Situation für die 1. Männermannschaft des TV Münchberg in der Landesliga Nord. Mit der Zielsetzung in die Saison gestartet, als Liganeuling den Klassenerhalt und eben diesen möglichst früh zu schaffen, sind die Grün Schwarzen inzwischen in ganz andere Regionen der Tabelle emporgestiegen. Mit einer einzigartigen Serie von zwischenzeitlich 19:1 Punkten in Folge, dazu bestes Rückrundenteam und bester Angriff der Liga haben die TVM-Handballer den 7-Punkte-Rückstand nach Beendigung der Vorrunde auf die TG Landshut aufgeholt und sind jetzt mit den Niederbayern punktgleich auf Rang zwei bzw. drei. Münchberg beeindruckt Woche für Woche mit modernen und druckvollen Spiel. In erster Linie sticht der in dieser Liga wohl einzigartige, tempogeladene Angriffshandball hervor.

Das war so nicht immer zu erwarten, vor allem dann nicht mehr, als innerhalb von drei Spieltagen mit Christoph Bär, Martin Lad und Daniel Winterstein drei Leistungsträger mit langfristigen Verletzungen ausfielen und weiterhin ausfallen. Die Schützlinge von Spielertrainer Christian Seiferth meisterten dank ihrer jungen und immer wieder überzeugenden Nachrücker aus der Bayernliga A-Jugend diese schwierige Lage bisher mit bravour und haben am heutigen Samstag um 19.30 Uhr ein weitere Mal Gelegenheit ihre Topform unter Beweis zu stellen. Dann muss Seiferth mit seinen Mannen in die Höhle des Löwen und tritt dort gegen die gastgebende TG Landshut zum voraussichtlich vorentscheidenden Match um den Relegationsplatz zum Bayernligaaufstieg an. Weit weniger Druck liegt heute mit Sicherheit auf den Schultern der Gäste, die ihr Saisonziel erreicht haben und alles weitere als Zugabe betrachten. Mit einer Erfahrung mehr wird man auf jedem Fall die Heimreise nach Münchberg antreten, denn heute könnte der TVM erstmals in der laufenden Runde vor einer Kulisse in vierstelliger Höhe agieren. Münchberg setzt einen Fanbus ein, der um 14.15 Uhr (Treffpunkt) ab Vereinsturnhalle fährt.
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Beitragvon Greenkeeper » 20.04.2010, 01:05

TG Landshut - TV Münchberg 45 : 30 (21 : 15)

TV Münchberg: Flo. Bär, Fleischmann (Tor); H. Osburg, Jan Lad (5/4), Sammet, Schwab (6), G. Osburg, Baumgärtel (1), Winterstein (6/1), Jakob Lad (2), Lauterbach (6), Krauß (3), Seiferth (1), Wilferth, Szwarc.

Schiedsrichter: Hegendörfer / Warter (Feucht) griffen energisch durch und leiteten konsequent

Zuschauer: 6 0 0

Zeitstrafen: Landshut 9; Münchberg 5.

Spielfilm: 2:2, 4:4, 7:7, 10:10, 11:12, 16:13, 19:14, 22:19, 24:21, 29:24, 32:26, 36:27, 40:28.

Wer vom Ergebnis her den Eindruck gewinnen sollte, Münchberg wollte nicht, müsse seine Meinung im Nachhinein revidieren. Die zahlreichen Schlachtenbummler konnten sich zudem überzeugen, dass ihr TVM gerne diese Ergebnis vermieden hätte. Eine an diesem Tage in Glanzform auflaufende TG Landshut verhinderte aber alle gutgemeinten Münchberger Aktionen. Zumindest in der Endphase, als die Grün-Schwarzen aufgrund des Spielverlaufes dann doch nicht mehr alles auf eine Karte setzten. Münchberg zog im Vorfeld alle möglichen Register. Sammet kehrte zurück in den Kader, der langzeitverletzte Winterstein ebenfalls. Letztgenannter fügte sich gleich wieder hervorragend ein und dies nicht nur wegen der erzielten 6 Treffer. Zudem fuhren die A-Jugendlichen von Stein/Nürnberg, wo sie die 1. Qualifikationsrunde für die Hallensaison 2010/2011 bestritten (hier erreichte der Münchberger Nachwuchs die 2. Runde) direkt nach Landshut. Schade nur, dass diese wichtigen Entscheidungen auf einen Tag fielen und Münchberg wieder einmal von Doppelterminen nachteilig betroffen war. Der TG Landshut seinerseits konnte dies alles egal sein. Am Tag der vermeintlichen Entscheidung um Platz zwei wollte sich die Biller-Truppe den Frust der Rückrunde von der Seele spielen. Denn in der Rückrunde lief nicht alles rund, bei den jungen, dynamischen und an diesem Tag richtig torhungrigen Niederbayern. Man sprach im Vorfeld davon, Münchberg auf die breite Brust klopfen zu wollen und dies gelang letztlich mehr als eindrucksvoll. Die treuen TVM-Fans stärkten ihren Grün-Schwarzen den Rücken und quittierten die Leistung mit Beifall. Nicht überwiegend für diesen Tag, aber für eine hervorragende Saison. Die Schulterklopfer, die immer dann auf der Bildfläche erscheinen, wenn besonders hohe sportliche Ziele in greifbare Nähe rücken, werden die Niederlage verschmerzen. Die Realität für den Moment liegt in der Landesliga und das die Mannschaft dort hingehört hat sie in dieser Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wer das Vorspiel in Münchberg gesehen hat, wird sich an ähnlichen Spielverlauf erinnern können. Auch damals hatte es der TVM in einigen Phasen versäumt, das Match für sich zu entscheiden. Freilich war der Ausgang knapper, aber Spielkulturen bleiben in sich -zumindest während einer Saison- nahezu identisch. So schenkten sich beide Kontrahenten von Beginn an nichts. Die Torfolge und die überwiegend unentschiedenen Spielstände in der Anfangsphase bestätigen dies. Landshut wollte zwar die schnelle Vorentscheidung, kam aber nicht weg. Münchberg seinerseits versäumte es gerade bei eigener 12:11 Führung und numerische Überzahl den Vorsprung zu erhöhen. Zudem vergab der TVM-Angriff etliche Chancen auf den Außenpositionen, die im Gegenangriff fast immer zu Treffern führten. Die Münchberg 6:0-Deckungsformation inklusive Torhüter spielte nicht schlecht, aber an diesem Tag eben nicht gut genug, um die Angriffsmaschinerie der Hausherren zu stoppen. Der erst in der Schlußphase von Halbzeit eins herausgespielte klare Pausenvorsprung war schon so etwas, wie die Vorentscheidung in dieser Begegnung. Nach Wiederanpfiff versuchten die Seiferth-Schützlinge alles, denn kampflos wollte man dieses Match nicht abschenken. Doch dann passierte eben dies, was an Tagen passiert, wo´s nicht überragend läuft. Mit 4:2 wurde zwischendurch eine weitere Deckungsvariante eingestreut. Die Drehzahl im Angriff ebenfalls nochmals erhöht. Die Zwischenbilanz konnte sich beim 19:22 und 21:24 Rückstand noch sehen lassen. Doch wollten die Gäste wirklich zweiter werden, dann hätte man mit 3 Toren Differenz gewinnen müssen und genau dieses Wissen zwang den Münchberger Angriff zu immer schnelleren Abschlüssen. Diese fanden im weiteren Verlauf öfter nicht ihr Ziel und in der Summe gab´s dann immer schnellere Gegentreffer. Diese Tatsache und die Galavorstellung der Landshut Goalgetter Abelshausen und Axthaler, die zusammen 21 Treffer markierten, setzten beim TVM die letzten Bemühungen schachmatt.

So bleibt den Münchberger Handballern zumindest die Erkenntnis, dass richtige Klatschen in der Summe leichter zu verdauen sind als knappe Niederlagen, auch wenn dies im Augenblick vielleicht nicht alle Beteiligten so sehen werden.
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