MTV Stadeln - TV Münchberg 36 : 35 (19 : 18)
TV Münchberg
Flo. Bär, Nicolas Weiß (Tor);
Sammet, G. Osburg, Jan Lad (11/5), Baumgärtel, Winterstein, Jakob Lad (6), Chr. Bär (2), Seiferth, Schwab (5), Ehrlich, Lauterbach (2), Martin
Lad (9).
Schiedsrichter: Binneweiß (Rimpar); Weschenfelder (Zell am Main) boten eine gute Leistung
Zuschauer: 1 5 0
Zeitstrafen: Stadeln (4); Münchberg (3).
Spielfilm: 0:1, 2:2, 6:8, 12:12, 15:15, 19:18, 20:18, 23:26, 33:30, 35:33, 36:35.
In einer Partie, die 60 Minuten auf Augenhöhe passierte, startete der Liganeuling mit der knappsten aller Niederlagen. Frech, couragiert, technisch und spielerisch absolut gleichwertig stand der Gast aus Münchberg am Ende mit leeren Händen da, weil in einer hochdramatischen Schlußphase 2 Pfostentreffer den möglichen und verdienten Ausgleich verhinderten. Ohne TW Peter Fleischmann und Torsten Krauß wurde der Saisonauftakt in Mittelfranken bestritten. Trainer Christian Seiferth setzte verständlicherweise erst einmal auf die Routiniers, um somit auch die Last von den jungen Nachrückern zu nehmen, die künftig nach und nach mehr Spielzeit erhalten werden. Ohne Scheu vor dem Gegner nahmen die Grün Schwarzen den Elan des Aufstieges mit in dieses Match und hatten nach einer knappen Viertelstunde beim 6:8 die Nase vorne. In der Folge wollten die Hausherren unbedingt vermeiden, ständig aus einem Rückstand heraus agieren zu müssen. Vor allem die schnelle Mitte und eine gute 2. Welle brachte den Fürther Vorortlern immer wieder zählbaren Erfolg. Aber Dank der Brüder Lad und Peter Schwab blieb die Begegnung immer eng. Erfreulich vor allem, dass Martin Lad seine schwere Knieoperation bestens überstanden hat und schon wieder der Alte ist. Nach Wiederanpfiff gelang Stadeln der schnelle Treffer zum 20:18, aber Münchberg hielt weiter dagegen. Vor allem die Abwehr richtete jetzt verstärkt ihr Augenmerk darauf, bei selbst erzielten Treffern anschließend schnelle Gegentore zu verhindern, was letztlich auch deutlich besser als in der ersten Hälfte gelang. Die Seiferth-Schützlinge hatten danach ihre stärkste Phase und nutzten eine 6:4 Überzahl gnadenlos aus. 26:23 war hier der Zwischenstand aus TVM-Sicht und zu diesem Zeitpunkt roch es kurzzeitig nach einer Überraschung. Aber die Hausherren wollten alles, nur nicht mit einer Auftaktheimniederlage in die Saison starten. Und dann legten Sie den Hebel um und brachten das Spiel erneut zum kippen. Entscheidend war nach dem 23:26 ein 10:4-Lauf für Stadeln, die erst zum 30:30 ausglichen und dann eine eigene 6:4 Überzahl zur 33:30 Vorentscheidung nutzten. Vor allem die beiden besten Akteure der Gastgeber John und Seifert konnten in dieser Phase von der TVM-Abwehr nicht entscheidend neutralisiert werden und setzten so die Akzente. Sie fing sich Münchberg die Gegentore nicht nur über den Kreis ein, sondern kassierte immer wieder wichtige Distanztreffer. Aber Hut ab vor Münchberger Moral, denn die Gäste gaben sich nie auf und kamen aufgrund einer glänzend organisierten Manndeckung in der Schluphase nochmals bis auf einem Treffer heran. Das schon fast tragische Ende ist bekannt. Für den TVM bleibt die Erkenntnis mit einer guten Partie gezeigt zu haben, dass Potential für diese Liga vorhanden ist. Das schmerzliche Endergebnis sollte nicht allzulange in den Köpfen hängen bleiben, denn die nächste schwere Aufgabe wartet am kommenden Samstag bei der Heimpremiere gegen den TV Gerolzhofen, der sein Auftaktmatch gewann.
