TSV Partenstein Saison 2009 / 2010

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2010-04-22 TV Münchberg - Herren I

Beitragvon Ka-Ri » 22.04.2010, 20:46

TV Münchberg (34:14 Punkte) - TSV Partenstein (24:24),
Samstag 19.30 Uhr (Busabfahrt 14.30 Uhr Rathaus Partenstein).

Beim Aufsteiger nur mit „Restchance“
TSV Partenstein beim Tabellendritten ohne Manegold und Wagenbach

Eine Woche nach der wenig überzeugenden Leistung gegen den HC Sulzbach im Frammersbacher Heuberg-Dome (23:31), reist der TSV Partenstein nach Oberfranken, wo die Wirth-Schützlinge von einem TV Münchberg erwartet wird, der eine fast durchweg überzeugende Saison spielt. Was umso beeindruckender ist, als auch die Männer um Spielertrainer Christian Seiferth in der letzten Saison noch in der Bezirksoberliga spielten. Allerdings haben die Oberfranken unter der Woche die 45:23-Klatsche vom Gastspiel in Landshut verdauen müssen. Das Vorspiel im Frammersbacher Heuberg-Dome kurz vor Weihnachten sah einen deutlichen und vor allem begeisternd herausgespielten 38:30-Sieg der Spessarter.
Manfred Wirth muss am Samstag auf René Manegold (Trauerfall) und Janos Wagenbach (Handverletzung verzichten. Ob Michael Diehl auflaufen wird, wird sich kurz vor der Partie entscheiden. Die kurzzeitigen Differenzen zwischen Trainer und Spieler sind völlig ausgeräumt, lediglich Diehls nach wie vor nicht ausgeheilte Schulterverletzung wird seinem Comeback möglicherweise im Wege stehen.
Wirth sieht seine Männer lediglich mit einer „Restchance“ nach Münchberg fahren, was allerdings auch ein gewisses Überraschungspotential in sich berge. Bei aller Konzentration richtet sich der Blick der Spessarter mehr auf das letzte Heimspiel gegen den HSC Coburg II. Spätestens da möchte Manfred Wirth das zu Beginn der Saison nie für möglich gehaltene ausgeglichene Punktekonto sicherstellen.

TSV Partenstein: Varga (Tor), Ch. Diehl (Tor), T. Schreier, D. Schreier, Born, Pürckhauer, Stefanjuk, Amend, Hespelein, Baudisch, Kunkel, Diehl (?)

Torschützen Partenstein: T. Schreier 108/6, Born 99, Hogyikov 80/32, Wagenbach 78/62, Baudisch 69/4, D. Schreier 63, Pürckhauer 47/1, M. Diehl 44, Hespelein 36, Stefanjuk 18, Kunkel 6, Manegold 11/5, Steigerwald 4, Teski 4, Amend 3, Lieber 1
Bericht: Werner Hartmann


Und dies schreibt Uli Sommerkorn von der Main Post vor dieser Partie:

Angespannte Situation beim TSV Partenstein
Schwach besetzte Bank beim Auswärtsspiel in Münchberg

Die letzten zwei Saisonspiele wollen die Handballer des TSV Partenstein ordentlich über die Bühne bringen. Allerdings fehlte bei der jüngsten Heimniederlage gegen den HC Sulzbach etwas die letzte Leidenschaft, um die personellen Lücken nach zahlreichen Ausfällen zu schließen, was auch daran liegen mag, dass die Spessarter den Klassenerhalt bereits in der Tasche haben. Doch TSV-Trainer Manfred Wirth will vor dem Spiel in Münchberg verhindern, dass seine Spieler die Saison bereits abhaken: „Wir müssen eine Schippe drauflegen“, fordert der 48-Jährige.

Allerdings ist die Personalsituation - wie eigentlich in der gesamten Saison - angespannt. „Mehr als zwei oder drei Auswechselspieler werden bei uns sicher nicht auf der Bank sitzen“, macht der Trainer klar. Neben den Langzeitverletzten Michael Cherkashin und Rene Sahm sind auch der am Finger lädierte Janos Wagenbach und der aus privaten Gründen verhinderte Rene Manegold nicht dabei. Dazu steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Michael Diehl.

Allerdings haben auch die Gastgeber einige Verletzungsprobleme, zudem könnte die Moral der Münchberger etwas gelitten haben. Denn bis zum vergangenen Wochenende hatten die Oberfranken noch prächtige Chancen auf den Relegationsplatz zwei. Doch beim direkten Vergleich der beiden Kandidaten auf den zweiten Rang kassierte der TVM vergangenen Samstag in Landshut eine 30:45-Packung und verlor damit nahezu alle Chancen auf den Aufstieg.
Ka-Ri
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2010-04-24 TV Münchberg - Herren I 31:32 (19:19)

Beitragvon Ka-Ri » 25.04.2010, 21:49

TV Münchberg - TSV Partenstein 31:32 (19:19).

Wettverlierer Wirth gibt eine Woche trainingsfrei
Überraschender Auswärtssieg des TSV Partenstein - Tobias Schreier verwandelt schmeichelhaften Strafwurf

Unter der Woche sprach TSV Trainer Manfred Wirth noch von bestenfalls einer „Restchance“, mit der ausgestattet sein Team nach Münchberg anreisen würde. Nun nutzten seine Schützlinge diese Restchance eindrucksvoll, und bekommen überdies für die kommende Woche noch trainingsfrei, weil sich Wirth mit einem Spieler zu einer Wette auf den Spielausgang hinreißen ließ. Doch der Trainer wird seinen Männern gerne frei geben, denn das letzte ausgegebene Saisonziel „Ausgeglichenes Punktekonto“ ist bereits vor dem letzten Heimspiel gegen Coburg in vierzehn Tagen erreicht. Die Leistung der Spessarter in Oberfranken fällt umso beeindruckender aus, als auf der Auswechselbank nur zwei Feldspieler saßen und so war es vor allem eine beeindruckende Willensleistung, die am Ende den Ausschlag zugunsten des TSV Partenstein gab: „Das war ein ganz großer Kampf und meine Männer waren hernach platt, wie’s platter nicht mehr geht.“ (Manfred Wirth)

Doch auch die spielerischen Elemente kamen an diesem denkwürdigen Abend nicht zu kurz. Vor allem Tobias Schreier krönte mit seinem intelligenten Spiel eine Entwicklung, die so die wenigsten Beobachter für möglich gehalten hätten: in der letzten Saison in der Bezirksoberliga als Könner zwischen den Pfosten einer der Garanten für den sofortigen Landesliga-Wiederaufstieg wuchs er in dieser Saison zu einem torgefährlichen und immer variantenreicheren Rückraumspieler heran, der nicht umsonst nach Saisonabschluss die teaminterne Torjägerkrone auf dem Haupte tragen wird. Der Zwei-Meter-Mann war es auch, der den letzten Siebenmeter in der letzten Spielminute zum 31:32 in die Maschen des Münchberger Tors jagte. Doch noch waren fünfzig Sekunden zu spielen - im Handball für die ballbesitzende Mannschaft eine ausreichend lange Zeit, selbst noch zum Torerfolg zu kommen. Für Manfred Wirth zeigte sein Team in dieser knappen Minute die beste Abwehrleistung der gesamten Partie, und so gelang es dem Tabellendritten tatsächlich nicht mehr, das Leder am Partensteiner Abwehrblock vorbei im Kasten von Matyas Varga unterzubringen.

Bereits in der Anfangsphase sah es gut für die Gäste aus. Die Abwehr zeigte sich zwar nicht so arg entschlossen, aber Christopher Diehl im Tor der Partensteiner zeigte in den ersten zwanzig Minuten eine starke Leistung und seine Paraden eröffneten seinen Vorderleuten zahlreiche Gelegenheiten. So dauerte es bis in die Schlussphase des ersten Durchgangs, bis die Hausherren, die beständige Führung der Spessarter verkürzen und schließlich egalisieren konnten.

Nach Wiederanpfiff waren die Münchberger das entschlossenere Team, während der TSV die schwächste Phase der Begegnung durchzustehen hatte, aber den Abstand dennoch in Grenzen hielten. Die Deckung ließ von ihrem eher körperlosen Einsatz bis dahin ab und packte entschlossener zu. „Ich nahm zwölf Minuten vor dem Ende die Auszeit und machte meinen Männern klar, dass da auf jeden Fall noch etwas gehen kann“, markierte Manfred Wirth einen vorentscheidenden Moment der Partie. Da stand es noch 27:25 für die Gastgeber, doch wenig später war der 28:28-Ausgleich und kurz danach sogar die 28:30 Führung da. Letztmalig glich Jan Lad per Rückraum-Wurf zum 31:31 für Münchberg aus, ehe der an diesem Tag in Deckung und Angriff gleichermaßen starke Daniel Born den letztlich entscheidenden, laut Manfred Wirth aber schmeichelhaften Siebenmeter herausholen konnte, den Tobias Schreier schließlich verwandelte.

TV Münchberg: Weiß (Tor), F. Bär (Tor), Kraus 7, Lauterbach 6, Jan Lad 6/2, Schwarz 3, Baumgärtel 3, G. Osburg 2, Winterstein 2, Sammet 1, H. Osburg 1, Rossner, Seiferth, Schwab

TSV Partenstein: Varga (Tor; 26.- 60.min), Ch. Diehl (Tor; 1. -25. min.), T. Schreier 12/2, Born 7, Pürckhauer 4, Baudisch 3, D. Schreier 2, Hespelein 2, Kunkel 2, Herrmann.

Siebenmeter: TV Münchberg 4/2, TSV Partenstein 2/2

Zeitstrafen: TV Münchberg 3 (Sammet 2, Lauterbach); TSV Partenstein 1 (Born)

Schiedsrichter: Drummer / Herpolzheimer (Erlangen)

Zuschauer: 180

Spielfilm: 1:0, 2:3, 3:8, 5:10, 9:11, 13:13, 16:16, 18:17, 18:19, 19:19 (HZ), 22:19, 25:23, 27:25, 28:28, 28:30, 31:31, 31:32
Bericht: Werner Hartmann


Dies schreibt Sportfreund Uli Sommerkorn von der Main-Post zu diesem Spiel:

Eine Woche trainingsfrei für Partensteins Handballer
Lohn für den TSV-Erfolg

Eine Woche trainingsfrei haben sich die Partensteiner Handballer durch den Auswärtssieg in Münchberg verdient. Trainer Manfred Wirth hatte diese unverhoffte Freizeit den Spielern im Abschlusstraining versprochen, sollten sie in Münchberg einen Punkt holen. „Dass die da wirklich gewinnen, hätte ich mir nicht träumen lassen“, gab der Coach hinterher zu, denn sein Team war mit lediglich zwei Auswechselspielern angereist.

In der ersten Hälfte hatten beide Teams ihre liebe Not in der Abwehr, was die Kontrahenten zu jeweils 19 Treffern nutzten. Münchberg hatte in seinem Deckungsverband oft mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen, Partenstein ließ zunächst den letzten körperlichen Einsatz vermissen. Das änderte sich aber nach dem Wechsel, als die TSV-Deckung dann beherzter zupackte. Einen Drei-Tore-Vorsprung holten die Gäste in diesem Spielabschnitt wieder auf. Und am Ende war es schließlich Tobias Schreier, der 50 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter zum 32:31-Siegtreffer der Spessarter verwandelte.

Tobias Schreier war ein Spieler, den der Trainer besonders hervorhob. „So intelligent habe ich ihn diese Runde noch nicht spielen sehen“, meinte Manfred Wirth und lobte vor allem die geschickten Einlaufbewegungen des Rückraumspielers, der damit drei seiner zwölf Treffer vom Kreis erzielte. Daneben verdiente sich auch Kreisläufer Daniel Born gute Noten, der siebenmal erfolgreich war und unermüdlich rackerte, so dass er die Trainingspause jetzt wohl besonders gut gebrauchen kann.
Ka-Ri
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2010-05-06 Herren I - HSC Coburg 2000 II

Beitragvon Ka-Ri » 06.05.2010, 22:02

TSV Partenstein (26:24 Punkte) - HSC Coburg 2000 II (27:23),
Samstag, 17.00 Uhr, Heuberg-Dome Frammersbach.

Saison-Finale zu einer ungewohnt frühen Stunde
Landesligist Partenstein hat sein Saisonziel längst übertroffen - Wirth-Team könnte Coburg noch überflügeln

Zu ungewohnt früher Zeit wird das letzte Partensteiner Saisonspiel angepfiffen, doch egal wie es ausgeht: mit dieser Partie geht eine unerwartet erfolgreiche Saison für den TSV Partenstein zu Ende. Ein ausgeglichenes Punktekonto hatten selbst die größten Optimisten nicht auf dem Radar und mit einem Erfolg gegen die Zweitliga-Reserve des HSC Coburg 2000 ist sogar noch eine bessere Abschlussbilanz für die Schützlinge von TSV-Trainer Manfred Wirth drin.
Wirth brachte das Kunststück fertig, aus einem ausgedünnten Kader eine Mannschaft zu formen, die mehr als konkurrenzfähig war- ja, die in ihren besten Spielen vor allem in eigener Halle einen Handball auf die Platte zauberte, der mit den vorhandenen Ressourcen eigentlich gar nicht ging. Und so ist es für die endgültige Bilanz eigentlich fast egal, wie das Match am Samstag endet. Aber die Schreier-Brüder und ihre Kollegen wissen natürlich, was sie ihrem begeisterungsfähigen Publikum schuldig sind, die ihnen in der abgelaufenen Saison oft genug den entscheidenden Spirit eingeblasen hatten, weshalb sich die Fans um die Motivation der Gastgeber keine Gedanken machen müssen.

Zum Zeitpunkt ist es fast vierzehn Tage her, dass den Partensteinern der überraschende Erfolg beim Tabellendritten TV Münchberg (31:32) gelungen war. Die Coburg stehen vor dem letzten Spieltag mit einem Punkt Vorsprung vor dem TSV auf einem guten fünften Platz und ziehen aus ihrem 30:28-Erfolg gegen den Tabellenzweiten TG Landshut sicherlich einiges Selbstvertrauen. Im Vorspiel in der Coburger Angerhalle im Januar diesen Jahres hatten allerdings die Wirth-Männer mit 24:28 die Nase vorne.

TSV Partenstein: Varga (Tor), Ch. Diehl (Tor), T. Schreier, D. Schreier, Baudisch, Kunkel, Hespelein, Pürckhauer, Born, Manegold, Stefanjuk, Amend, Diehl.

Torschützen Partenstein: T. Schreier 120/8, Born 106, Hogyikov 80/32, Wagenbach 78/62, Baudisch 72/4, D. Schreier 65, Pürckhauer 51/1, M. Diehl 44, Hespelein 38, Stefanjuk 18, Kunkel 8, Manegold 11/5, Steigerwald 4, Teski 4, Amend 3, Lieber 1.
Bericht: Werner Hartmann


Und dies schreibt Uli Sommerkorn von der Main Post vor dieser Partie:

Saisonfinale für den TSV Partenstein
Die Spessarter wollen vor eigenem Publikum noch einmal ihre Fähigkeiten zeigen

Mit einer guten Vorstellung wollen sich die Handballer des TSV Partenstein (7./26:24) in die Trainingspause verabschieden. Und Grund, nach dem letzten Saisonspiel der Landesliga-Runde am morgigen Samstag richtig zu feiern, haben die Spessarter allemal: Schließlich haben sie als Aufsteiger den Klassenerhalt geschafft – und das trotz großer Verletzungsprobleme und eines verschärften Abstiegs aus der Liga. Trotzdem sollen die Spieler nach dem Willen von Trainer Manfred Wirth nicht die Hände in den Schoß legen, wenn zum Saisonfinale die Zweitliga-Reserve des HSC 2000 Coburg (5./27:23) anreist: „Wir wollen allen Zuschauern noch einmal zeigen, was wir können.“

In welcher Besetzung seine Mannschaft aufläuft, ist aber noch unklar. Zwar fallen die Langzeitverletzten Michael Cherkashin, Rene Sahm und Janos Wagenbach aus, daneben gibt es aber eine Reihe von Wackelkandidaten. Michael Diehl befindet sich nach seiner Pause im Aufbautraining, auch der Einsatz von Torwart Jannik Hanne, der zuletzt aus gesundheitlichen Gründen pausiert hatte, ist zumindest möglich. „Wenn es geht, will ich Jannik auch noch einmal Einsatzzeiten geben“, bekräftigt der Trainer. Daneben soll auch Christopher Diehl, der nach Hannes Pause die Position des zweiten Torwarts hinter Mátyás Varga übernommen hatte, seine Spielanteile bekommen.

Allerdings ist der Gegner stark. „Ich sehe Coburg eigentlich auf Augenhöhe mit den Spitzenteams aus Landshut und Erlangen. Viele Spieler trainieren bei der ersten Mannschaft unter semiprofessionellen Bedingungen mit“, so Wirth. Allerdings kassierte die zweite Garnitur des Zweitligisten auch einige überraschende Niederlagen – unter anderem auch beim 24:28 im Hinspiel gegen den TSV Partenstein.
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2010-05-08 Herren I – HSC Coburg 2000 II 28:31 (12:15)

Beitragvon Ka-Ri » 10.05.2010, 14:04

Bis zum ersten eigenen Treffer dauert es acht Minuten
Partenstein schließt erfolgreiche Saison mit einer durchwachsenen Leistung ab - Wirth: So kann es nicht weitergehen
TSV Partenstein – HSC Coburg 2000 II 28:31 (12:15).
„Wenn sie während der Saison so gespielt hätten, wäre ich sicher sauer gewesen,“ kommentierte Partensteins Trainer Manfred Wirth die durchwachsene Vorstellung seiner Männer am Samstagnachmittag im Frammersbacher Heuberg-Dome. Doch angesichts des nunmehr vollzogenen Abschlusses einer unerwartet erfolgreichen Saison blieb der erfahrene Übungsleiter nach der Schlusssirene milde gestimmt. Die Gäste aus Oberfranken hatten erfolgreiche Revanche für die 24:28-Vorrundenniederlage in eigener Halle genommen und konnten damit den fünften Platz in der Endabrechnung sichern, während der TSV Partenstein in der Abschlusstabelle auf Platz 7 einkam.
Ein Erfolg der Hausherren war möglich, doch der Offensive fehlte letztlich die Durchschlagskraft und Ordnung, um die junge Zwei-Liga-Reserve der Coburger in entscheidende Nöte zu bringen. Das Fehlen der beiden Spielgestalter Michael Diehl (Schulterverletzung) und Daniel Baudisch (Erkrankung und berufliche Gründe) war im Spielaufbau zu spüren.
Beide Teams kamen in den ersten Minuten nicht so recht ins Rollen. Den ersten Treffer der Partie markierte Coburgs Nicola Franke nach fast fünf Minuten, dem er knappe zwei Minuten später per Tempogegenstoß das 0:2 folgen ließ. Zum ersten Mal für die Hausherren traf Oleg Stefanjuk in der achten Spielminute. Die Führung gaben die Oberfranken für die restliche Spielzeit nicht mehr ab. Mit Kampfgeist hielten die Männer um Rekord-Torschütze Tobias Schreier dagegen, doch selbst ein zeitweiliger Ausgleich sollte in den gesamten 60 Minuten nicht gelingen. Nach einer Viertelstunde konnten die Gastgeber immer wieder einmal ihren hünenhaften Kreisspieler Daniel Born einsetzen, dessen schierer Kraft die Coburger wenig entgegenzusetzen hatten. Dem 25-jährigen glückten so zum Saisonabschluss einige spektakuläre Tore, die alleine das Kommen an diesem Nachmittag lohnten.
Leider liefen sich die Angriffe zu häufig an der agilen Coburger Deckung fest, während kleine Unaufmerksamkeiten in der Partensteiner Defensive vor allem den HSC-Rückraum-Spielern zu leichte Tore ermöglichten. So konnten sich die Gäste bis kurz vor Seitenwechsel auf 11:15 absetzen, ehe Tobias Schreier mit einem Gewaltschuss Sekunden vor der Halbzeitsirene auf drei Tore verkürzte.

Der erste Ball der zweiten 30 Minuten zappelte im Netz der Spessarter, doch eine Serie von drei Partensteiner Toren in Folge brachte den TSV bis zur 34. Minute auf 15:16 heran. Das Match blieb dadurch eng, wenngleich auch durch Fehler auf beiden Seiten geprägt. Schöne Treffer der Partensteiner wie das 18:20 (41.min) durch den pfeilschnellen Kim Hespelein auf rasiermesserscharfen Pass per Tempogegenstoß wechselten mit weiterhin zu leichten Rückraum-Toren der Coburger wie das 20:23 durch den 19-jährigen Andreas Wolf in der 46.Minute, dem Christoph Schuhmann per Tempogegenstoß das 20:24 folgen ließ. Es sprach für die nie nachlassenden Bemühungen der Hausherren, dass sie immer noch gegenhielten. Der nimmermüde Max Pürckhauer und abermals der flinke Kim Hespelein brachten ihre Farben wieder heran. Doch die Wende gelang einfach nicht. Als Franke eine Drei-Tore-Serie per Schlagwurf fünf Minuten vor dem Ende zum 23:28 abschloss, schien die Partie bereits entschieden. Doch noch einmal bäumten sich die Partensteiner auf und ließen die Oberfranken durch vier Tore in Folge noch einmal zittern (27:28, 58.min). Aber schließlich war der Tank dann doch leer und so konnten sich die Kämpfer aus dem Spessart die folgenden beiden Coburger Treffer nicht mehr kontern, so dass nach dem 27:30 durch Andreas Günther in der Schlussminute der Mut sank.
Den letzten TSV-Treffer der Saison erzielte mit dem starken Oleg Stefanjuk einer der Spieler, die ihre Erste-Mannschafts-Karriere eigentlich bereits beendet hatte. Doch das war ein Kennzeichen der abgelaufenen Saison und ihrer Partensteiner Personal-Malaisen: so richtig sicher konnte man nie sein, wer im nächsten Spiel auf der Platte stehen würde, aber vielleicht waren ja gerade das Überraschende und für die Gegner so schlecht Ausrechenbare die Gründe für das unerwartet gute Abschneiden. Manfred Wirth will sich allerdings auf derartige Lotterien nicht mehr einlassen: „So kann es nicht weitergehen. Wir haben stellenweise über unsere Verhältnisse gespielt und das geht nächstes Jahr sicher nicht mehr.“
TSV Partenstein: Hanne (Tor; 1.-22.min), Ch. Diehl (Tor; 23.-30.), Vargas (Tor; 31.- 60.), Pürckhauer 6/2, T. Schreier 6, Stefanjuk 6, Born 5, Hespelein 5, Manegold, D. Schreier, Amend, Herrmann, Kunkel.
HSC Coburg 2000 II: Weiß (Tor), Merz 6/1, Franke 5, Günther 5, Wolf 5, Göpfert 4, Schuhmann 4/1, Weitz 1, Mansaré 1, Häfner, Zimmermann, Schramm, Jäckel.
Siebenmeter: TSV Partenstein 4/2; HSC Coburg 2000 II 5/2

Strafzeiten: TSV Partenstein 3 (Born, Pürckhauer, Hespelein); HSC Coburg 2000 II 8 (Häfner 2, Merz 2, Franke, Mansaré, Zimmermann, Schramm)

Schiedsrichter: Gruner / Irmler (Marktsteft)

Zuschauer: 150

Spielfilm: 0:1 (5.min), 2:4 (10.), 4:5 (15.), 6:8 (20.), 8:9 (22.), 9:13 (26.), 11:13 (28.), 11:15 (30.), 12:15 (30.), 15:16 (34.), 16:18 (39.), 18:20 (41.), 20:24 (47.), 23:25 (51.), 23:28 (55.), 27:28 (58.), 27:30 (60.), 28:31 (60.)
Bericht: Werner Hartmann,
Fotos: Steffen Anderlohr und Yvonne Vogeltanz


Dies schreibt Sportfreund Uli Sommerkorn von der Main-Post zu diesem Spiel:

Zünftige Partensteiner Feier trotz der Niederlage
Der TSV schließt die Saison auf Platz sieben ab

Der TSV Partenstein schließt die Saison mit einer Niederlage ab, das ausgeglichene Punkteverhältnis und der zum Klassenerhalt berechtigende siebte Platz stimmen die Verantwortlichen aber gleichwohl zufrieden. So war das Ergebnis zum Saisonfinale auch nicht mehr ganz so wichtig - Trainer Manfred Wirth gönnte allen drei Torhütern sowie sämtlichen Feldspielern ihre Einsatzzeiten.
„Das Spiel war wie das Wetter - mal passierten schöne Sachen, dann wieder ganz miese“, erklärte der Coach, der nach der Absage von Daniel Baudisch (Abiturvorbereitungen) ohne gelernten Spielmacher auskommen musste. Partenstein lief ständig einem Rückstand hinterher, verkürzte immer wieder, schaffte die Wende aber nicht.
Vor allem die Abwehrumstellung auf ein defensives 6:0-System im zweiten Abschnitt schmeckte den Gästen aus Oberfranken nicht. Bis auf 27:28 kamen die Hausherren heran. „Da hatten wir sogar die Chance, die Sache in den Griff zu kriegen“, meinte Wirth. Doch immer wenn es eng wurde, konnte die Zweitliga-Reserve noch einen drauf setzen. Da half auch die starke Vorstellung des aus der zweiten TSV-Mannschaft zurückgeholten Oleg Stefanjuk nichts, der in Eins-gegen-eins-Situationen oft für Gefahr sorgte und am Ende auf sechs Tore kam. Die Niederlage konnte den Partensteinern die Stimmung allerdings nicht verderben, der Saisonabschluss wurde bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags ausgiebig gefeiert.
Manegolds Abschiedsvorstellung
Die Partie gegen Coburg war auf Partensteiner Seite die Abschiedsvorstellung für Rene Manegold, den es zum Studium nach Wolfsburg verschlägt. Dagegen hat Daniel Schreier davon Abstand genommen, nach der Saison kürzer zu treten. Der Allrounder wird auch kommende Runde das Trikot der ersten Mannschaft tragen. „Nächste Saison werden wir unter dem Strich drei Spieler mehr als diese im Kader haben“, sagt Manfred Wirth, in dessen Team Simon Steigerwald (zuletzt 2. Mannschaft) und Rene Sahm (zuletzt verletzt) zurückkehren werden. Dazu kommen zwei Neuzugänge. Einer davon ist Adrian Wagenbach aus der zweiten Mannschaft des TSV Lohr, eine zweiter soll demnächst bekannt gegeben werden.
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