TSV Partenstein Saison 2009 / 2010

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TSV Partenstein Saison 2009 / 2010

Beitragvon Greenkeeper » 28.09.2009, 06:54

Partenstein verblüfft selbst seinen Trainer

Ersatzgeschwächte Landesliga-Handballer starten mit deutlichem Sieg in die Saison

Ein ganz unerwartetes Handballfest feierte der ohne Michael Diehl, Michael Cherkashin und Simon Steigerwald angetretene TSV Partenstein in seiner Auftaktpartie in der Landesliga Nord. Nach deren Ende der Trainer der favorisierten Gäste, Elmar Ehrhardt, Komplimente in Richtung TSV-Coach Manfred Wirth schickte: Manfred hat seine dezimierte Mannschaft gut auf uns eingestellt. Ich hatte meine Leute davor gewarnt, dass ein angeschlagener Gegner besondere Energien freisetzen kann;. Und vor Energie strotzen die Hausherren von der ersten Minute an.

Den ersten Treffer setzte mit Daniel Baudisch einer der besten Partensteiner, doch die Mittelfranken drehten
postwendend den Spieß um und nach vier Minuten buchte Tobias Hallmann mit einem Rückraum-Treffer die 1:2-Führung
– die letzte seiner Farben in der gesamten Spielzeit. Tobias Schreier, in der letzten Saison noch im Partensteiner
Kasten, glich quasi im Gegenzug aus und nun ging es Schlag auf Schlag. Nach dreizehn Minuten hieß es 8:2 für
Partenstein. Allerdings dürften die meisten Fans, die mitbekommen hatten, wie schwer sich die Spessarter in der Endphase der Vorbereitung, gegen auch auf dem Papier schwächere Gegner, getan hatten, noch auf den großen Konter des VfB Forchheim gewartet haben.

Doch beim genauen Hinsehen wurde schon in dieser Phase deutlich, dass die Partensteiner vor allem in der Deckung einfach schneller auf den Beinen waren und den technisch und athletisch überlegenen Gegner zu unerwartet vielen Fehlern zwangen. Die Gäste kamen tatsächlich und als der starke Partensteiner Keeper Matjas Varga in der 24. Minute
zwar den Siebenmeter von Tobias Radina entschärfen konnte, aber seine Vorderleute den Schützen im Nachwurf einnetzen ließen, waren die Mittelfranken auf 9:8 heran. Zweimal Daniel Baudisch und Tobias Radina stellten den 11:9-Pausenstand her.

Wahnsinn ; ich weiß nicht, was Manni unter der Woche mit den Spielern gemacht hat, aber es war das Richtige, staunte der etatmäßige knieverletzte TSV-Rechtsaußen René Sahm über die Führung seiner Kameraden.
Und es sollte noch viel besser kommen. In den ersten dreißig Minuten waren Daniel Baudisch und Tobi Schreier die besten Partensteiner, während Sascha Hogyikov 30 Minuten lang Anlauf genommen zu haben schien. Nun wirbelte der 28-jährige Ungar die Forchheimer Deckung durcheinander, der intelligente Max Pürckhauer luchste den immer pomadiger zu Werke gehenden Mittelfranken Ball um Ball ab und erzielte einige sehenswerte Treffer. Spielerisch fast in einer Schockstarre fielen die Gäste, die erste Viertelstunde, nach Wiederanpfiff hauptsächlich durch zahlreiche Undiszipliniertheiten auf, die die beiden guten Referees unnachgiebig mit Zeitstrafen belegten.

Es dauerte bis zur 46. Minute, ehe der vor der Partie hochgehandelte Markus Blatt den ersten VfB-Treffer nach der Pause erzielen konnte, aber da war das Leder zwischenzeitlich schon acht Mal im Forchheimer Kasten eingeschlagen. Doch dieses 19:10 war keineswegs das Signal zur Aufholjagd der Gäste. Abermals gelangen den nun entfesselten Wirth-
Schützlingen bis zur 52. Minute sechs Tore in Folge, von denen das 24:10 durch den frech und kampfstark aufspielenden Youngster Kim Hespelein sicherlich in der Halle am meisten umjubelt wurde. Nun war die Messe tatsächlich gelesen und Manfred Wirth konnte nun seinem zweiten Torhüter Jannik Hanne eine Chance geben und der 17-jährige zeigte sein großes Talent und kochte in der kurzen Zeit nicht weniger als zwei Siebenmeter ab.

Nach dem Abpfiff bremste Manfred Wirth fast pflichtgemäß die Euphorie: So etwas wie heute Abend geht nicht immer, aber zugleich war dem sonst so nüchternen Trainerfuchs die Freude anzumerken. Wir haben uns
in dieser Woche taktisch ganz detailliert auf den Gegner vorbereitet und bis zur 20. Minute haben die Jungs die Marschroute 100%-ig eingehalten. Man merkte heute Abend, dass fleißiges Trainieren doch etwas bringt, denn meine Leute waren den athletisch überlegenen Gegnern in der Beinarbeit voraus, schoss der Trainer eine kleine Spitze in Richtung der Kritiker, die ihm während der Vorbereitung ein Übertrainieren seiner Männer vorgehalten hatte.
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Beitragvon Greenkeeper » 01.10.2009, 11:01

Partensteiner Blindflug in die Oberpfalz
TSV wieder mit Diehl?

Landesliga Nord, Männer
HG SGS/TV Amberg – TSV Partenstein (Samstag, 19.30 Uhr)

Manfred Wirth, Trainer des TSV Partenstein, der vor Wochenfrist noch ziemlich pessimistisch gewesen war, hat durch den starken Auftritt seines Teams gegen Forchheim vor dem Spiel in Amberg neue Hoffnung geschöpft: „Ich hoffe, dass wir an die Leistung anknüpfen können.“ Ob dazu auch Michael Diehl beitragen kann, ist jedoch unklar. Der Rückraumspieler ist nach seiner Fingerverletzung zumindest wieder ins Training eingestiegen. Ob er am Samstag wirklich aufläuft, steht noch nicht fest. Trainer Wirth verfügt in Bezug auf den Mitaufsteiger Amberg nur über spärliche Informationen. „Es ist ein Blindflug“, meint er. Doch die 27:34-Auftaktniederlage der HG vor Wochenfrist in Landhut machte zumindest klar, dass die Oberpfälzer nicht unbezwingbar sind.
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Beitragvon Greenkeeper » 05.10.2009, 06:37

HG SGS/TV Amberg- TSV Partenstein 27:27 (14:13 )
Daniel Born ist kaum zu halten

Partenstein kehrt mit einem Punkt zurück

„Das war eine Superpartie und wir waren ein Teil davon“, zeigte sich Manfred Wirth begeistert vom Gastspiel seiner Mannschaft am Samstagabend in der Oberpfalz. „Ob wir nun einen Punkt gewonnen oder verloren haben, lässt sich schwer beantworten –unterm Strich hat so alles gepasst“. Und tatsächlich deutet schon der Spielfilm auf ein äußerst intensives Spiel hin, das vor einer beeindruckenden und stimmungsvollen Kulisse mit 350 begeisterten Zuschauern stattfand.

Den besseren Start hatten die Gäste aus dem Spessart (Unterfranken!), die nach einer Viertelstunde mit 3:9 führten. Die Amberger nahmen nun den angeschlagen ins Spiel gegangenen Tobias Schreier an die kurze Leine – eine Maßnahme, die dem bisherigen Spiel der Spessarter an diesem Abend eigentlich entgegen hätte kommen können. Doch Daniel Baudisch und Sascha Hogyikov, die ihr Spiel vor allem mit Anspielen auf den Kreisläufer Daniel Born bis dahin glänzend aufzogen, suchten nun im Angriff zu schnell die Entscheidung und eröffneten den Amberger Angriffen mit ihrer vorschnellen Deckungsarbeit zu große Spielräume, die der Mit-Aufsteiger aus der Oberpfalz nun auch nutzte. Der Vorsprung schmolz dahin und fast folgerichtig führten die Gastgeber zur Halbzeitsirene mit 14:13.

Nach der Pause kam der TSV schnell wieder in die Partie zurück und nun wurden auch die drei besten Partensteiner Daniel Baudisch, Sascha Hogyikov und vor allem der überragende Daniel Born immer besser. Vor allem seinem Riesen am Kreis bescheinigte Manfred Wirth „das Spiel seines Lebens“. Knapp sechs Minuten nach Wiederanpfiff stand eine erneute knappe Partensteiner Führung zu Buche und bis Mitte des zweiten Durchgangs wogte die Partie hin und her. Zehn Minuten vor dem Ende zogen die von ihrem Publikum enthusiastisch angetriebenen Hausherren noch einmal mächtig an und das 22:19 (50.min) kennzeichnete einen ganz kritischen Punkt. „Jetzt hätte das Spiel ohne weiteres davonlaufen können“, gruselte sich Wirth noch im Nachhinein. Doch seine Männer bewiesen Klasse und Moral und konterten mit fünf schnellen Treffern in Folge (22:24, 53.min). Die Amberger gaben nun ihrerseits nicht auf und nachdem sie in den letzten Minuten jeweils zwei Führungstreffer von Daniel Born (25:26 und 26:27) ausgleichen konnten, war das leistungsgerechte Remis eine unverrückbare Tatsache.
Das letzte Tor des Spiels erzielte Ambergs bester Mann, Sebastian Schindler per Siebenmeter. Ein weiterer erfreulicher Aspekt des samstäglichen Ausflugs in die Oberpfalz: TSV-Rückraum-Crack Michael Diehl feierte seinen Saisoneinstieg –wenngleich zur behutsamen Rehabilation nur in zwei Minuten-Portionen in Unterzahlsituationen, wenn seine Mannschaft auf seine Spielstärke zurückgreifen musste. Gebangt werden muss um den mit einer schmerzhaften Rippenprellung ins Match gegangene Max Pürckhauer, der nach 25 Minuten wieder einen Schlag abbekam und fortan nicht mehr eingesetzt werden konnte.

HG SGS/TV Amberg: Vieracker, Müller (beide Tor), Braun 7/6, Dornhauser 5, Hirsch 4, Böduel 3, B. Schindler 2, Ringeisen 2, Schobert 2, S. Schindler 2/1, Schober, Frankerl, Prosse

TSV Partenstein: Varga (Tor), Hanne (Tor, eingesetzt bei zwei Siebenmetern), Born 8, Hogyikov 6/1, Baudisch 5/2, T. Schreier 4/1, D. Schreier 3, Hespelein 1, Diehl, Pürckhauer, Manegold (n.e.), Herrmann (n.e.).

Siebenmeter: HG SGS/TV Amberg: 7/7; TSV Partenstein: 8/4

Strafzeiten: HG SGS/TV Amberg: 2 (Braun, Böduel); TSV Partenstein: 5 (Hogyikov 2, Born, Baudisch, T.Schreier)

Rote Karte: Frankerl (Amberg) 54. wegen Undiszipliniertheit gegen eine Mitspieler und den Schiedsrichter

Spielfilm: 0:2, 3:9 (15.min), 5:9, 8:11 (25.min), 10:13, 14:13 (30.), 15:13, 15:16 (35.), 16:16, 19:19, 20:19 (45.), 22:19 , 22:24 (53.), 24:24, 24:25 (56.).

Schiedsrichter: Homa/ Mehl (Stadeln)
Bericht: Werner Hartmann

Und dies schreibt unser Sportfreund Uli Sommerkorn zu dieser Begegnung:

Auch im zweiten Spiel der Saison bleiben die Partensteiner ungeschlagen. Ob es in Amberg ein verlorener oder ein gewonnener Punkt gewesen war, das wusste TSV-Trainer Manfred Wirth am Ende aber nicht so recht: „Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Natürlich freuen wir uns riesig über das Unentschieden, aber am Ende können wir es sogar noch gewinnen.“ Damit spielte er auf die Tatsache an, dass sein Team in der letzten Minute in Führung lag, dann aber durch einen verwandelten Siebenmeter den Ausgleich hinnehmen musste.

Der Gast aus dem Spessart (Unterfranken!) zeigte eine bärenstarke Anfangsphase, lag schon mit 9:3 vorne. Doch die Phase vor der Pause war die schwächste der Partensteiner, denn da holte der Gastgeber erst Tor um Tor auf und lag nach dem ersten Abschnitt sogar in Führung. Danach wechselte die Führung mehrmals, bis sich die Kontrahenten am Ende mit einem nach Wirths Worten „gerechten“ Unentschieden trennten.

Einen großen Beitrag zum Punktgewinn lieferten auf Partensteiner Seite die Schreier-Brüder. Während Daniel Schreier in der Abwehr eine überzeugende Vorstellung zeigte und zudem auch noch von der ungeliebten Rechtsposition zu Toren kam, avancierte Bruder Tobias zum gefährlichsten TSV-Akteur aus dem Rückraum. Am Ende erhielt der Mann, der bis vor einem halben Jahr noch Torwart gewesen war, noch eine kurze Deckung verpasst – ein deutliches Indiz seiner Gefährlichkeit. Dazu war Daniel Born kaum zu halten. Der lange Kreisläufer war mit acht Treffern erfolgreichster Werfer im Team der Spessarter und lieferte zudem in der Abwehr eine überzeugende Leistung.

Applaus vom Amberger Publikum

„Es war eine riesige kämpferische Leistung“, merkte Wirth an. Zudem hätten seine Spieler in der stimmungsvollen Atmosphäre die Nerven bewahrt. „Es war ein tolles Publikum. Es hat die eigene Mannschaft bedingungslos unterstützt, war aber jederzeit fair“, erklärte der 48-jährige Coach. Denn am Ende applaudierten die Zuschauer nicht nur den einheimischen Spielern, sondern auch dem Gast aus Partenstein.
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Beitragvon Greenkeeper » 10.10.2009, 12:47

Vorbericht TSV Partenstein (3:1 Punkte) – HG Ansbach (0:4)

Samstag, 19.30 Uhr, Heuberg-Dome Frammersbach.

Wer nach der Vorbereitung und angesichts der äußerst angespannten Personalsituation beim TSV Partenstein vor Rundenstart drei Punkte aus den beiden Auftaktpartien vorhergesagt hätte, wäre von den Handballkennern im Umfeld der Mannschaft wohl belächelt worden. Aber einmal mehr zeigt sich, dass das Ganze oft mehr ist als die Summe der Einzelteile und im Sport mitunter unerwartete Leidenschaft und Kraft freigesetzt werden kann. Ob das am Samstag gegen den Tabellenletzten HG Ansbach reichen wird, muss sich zeigen.

Die Ausgangslage ist nicht schlecht: allmählich wird Michael Diehl wieder ins Geschehen eingreifen und die Partensteiner Handball-Welt hat Hoffnung, dass auch die zuletzt angeschlagenen Tobias Schreier und Max Pürckhauer, die im ersten Heimspiel restlos überzeugen konnten, mitmischen können. Sicher nicht dabei sind weiterhin die verletzten René Sahm und Michael Cherkashin. Die Ansbacher haben ihre Punkte bei ganz starken Gegner (in Selb 28:14 und zuhause gegen Landshut 30:32) eingebüßt, sind aber sicher besser als ihr derzeit letzter Tabellenplatz. Etliche Spieler der HG sind im Spessart aus früheren Landesliga-Duellen noch wohlbekannt: so erzielte Frank Greiner-Schwed in der Saison 2007/08 im letzten Aufeinandertreffen der beiden späteren Absteiger 10 Tore und war damit maßgeblich am knappen 33:32-Erfolg der Mittelfranken beteiligt. Aber auch Torhüter Michael Sprattler und die beiden Liebich-Brüder waren schon damals wichtige Stützen ihres Teams.

TSV-Coach Manfred Wirth geht jedenfalls von einem heißen Tanz im Frammersbacher Heuberg-Dome aus: „Nach dem etwas missglückten Auftaktprogramm werden sich die Schützlinge von Wolfgang Schmitt geradezu zerreißen, um nach einer sehr starken BOL-Runde nun endlich auch in der Landesliga auf die Erfolgsspur einzubiegen.“

TSV Partenstein: Varga, Hanne (beide Tor), Hogyikov, D. Schreier, T. Schreier, Diehl, Pürckhauer, Born, Baudisch, Hespelein, Manegold, Herrmann.

Partensteins bisherige Torschützen: Hogyikov 13/3, T. Schreier 11/2, Born 10, Baudisch 9/3, D. Schreier 6, Pürckhauer 5, Hespelein 2.
Bericht. Werner Hartmann
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Beitragvon Greenkeeper » 13.10.2009, 16:44

TSV Partenstein – HG Ansbach 29:24 (16:13)
Partenstein in der Erfolgsspur - TSV bleibt im dritten Spiel ungeschlagen

Auch im dritten Saisonspiel blieb der TSV Partenstein ungeschlagen. Gegen einen stark ersatzgeschwächten Gast aus Mittelfranken knüpften die Wirth-Schützlinge an die Leistungen der beiden ersten Partien an. Sie zeigten phasenweise Spielzüge wie aus dem Lehrbuch und errichteten in diesen Phasen vor allem im Mittelblock ein schwer zu durchdringendes Bollwerk. Erst gegen Ende, als die Hausherren bereits deutlich in Front lagen, ließen sie die Konzentration etwas schleifen und so konnten die routinierten Gäste am Ende eine deutlichere Niederlage verhindern.

Zu Beginn des Matches spielten beide Teams auf Augenhöhe, ohne dass eines so richtig weg kam. Die erste Zwei-Tore-Führung einer der beiden Kontrahenten erzielte Daniel Schreier für den TSV in der 22. Minute mit einem schönen Wackler über die Außenposition. Der 33-jährige –mittlerweile mit der wichtigste Spieler im Konzept von Coach Manfred Wirth- war an diesem Abend einmal mehr einer der besten auf der Platte und überzeugte in gleichem Maße als konsequenter Abwehrchef und geschickter Vollstrecker. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der lange verletzte und im Auswärtsspiel in Amberg mit Kurzeinsätzen debütierende Michael Diehl bereits mit zwei Toren unmittelbar nach seiner Einwechslung eindrucksvoll zurückgemeldet. Das war ganz wichtig, denn während man Max Pürckhauer seine schmerzhafte Rippenprellung nicht anmerkte, hatten die Aktionen des rückenkranken Rückraumhünen Tobias Schreier nicht den Zug wie im ersten Heimspiel. Außerdem wechselte Manfred Wirth nach 18 Minuten seine Nummer 1 zwischen den Pfosten, Matjas Varga aus, der bis dahin kaum eine Hand an den Ball bekommen hatte. Die Nummer 2, Jannik Hanne machte es bis zur Pause besser. Der TSV baute seine Vorsprung nun bis auf sechs Tore aus (16:10 durch Sascha Hogyikov in der 29. Minute), begab sich gedanklich danach aber anscheinend vorzeitig in die Kabine, was die Mittelfranken bis zur tatsächlichen Halbzeitsirene zur Ergebniskorrektur auf 16:13 nutzten.

Dafür schienen in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff die Gäste noch nicht so richtig auf dem Parkett zu sein, denn ehe sie sich versahen, hatten Partensteins Angreifer vier Mal in Folge getroffen. Das 20:13 markierte der starke René Manegold, der diesmal dem in Amberg so überragenden Daniel Born den Rang ablief, diesen Treffer in der 36. Minute aber mit einem dicken Daumen bezahlen musste. Doch seine Mannschaftskameraden setzten ihren Sturmlauf fort –auch begünstigt durch einen sich nun immer mehr steigernden Matjas Varga, der seit Wiederanpfiff wieder im Kasten stand. Am Ende des Zwischenspurts stand ein Zehn-Tore-Vorsprung auf der Anzeigentafel (26:16, 48. Minute), zu dem der 17-jährige Kim Hespelein nicht weniger als vier Treffer beigetragen hatte. Dieser Vorteil war allerdings bitter nötig, denn nun verlor vor allem das Angriffspiel seine Linie und auch die Abwehraktionen vor allem der Außenspieler ließen nun die nötige Konsequenz vermissen. Die vom 42-jährigen HG-Spielertrainer Wolfgang Schmitt gut eingefädelten Angriffsaktionen fanden nun immer häufiger ihr Ziel oder konnten nur regelwidrig gestoppt werden. Und Siebenmeter für die Ansbacher waren an diesem Abend stets sichere Treffer, denn ihr bester Schütze Frank Greiner-Schwed ließ vom Punkt überhaupt nichts anbrennen. Doch schließlich reichte das Polster bis zum Ende und Wolfgang Schmitt erklärte seine Gastgeber zu verdienten Siegern in dieser Auseinandersetzung.

Manfred Wirth, der während der nachlässigen Phasen seiner Männer stinksauer ins Spiel hineinrief, zeigte sich nach der Partie milder gestimmt: „Unterm Strich zählen die zwei Punkte, auch wenn wir´s uns gegen die ersatzgeschwächten Gäste hätten leichter machen können. Aber es ist klar, dass wir eben nicht immer die 120 Prozent geben können.“
Und teilte abschließend noch Komplimente an seine beiden Verletzten Max Pürckhauer und Tobi Schreier aus, die sich trotz schmerzhafter Verletzungen durchgebissen haben.

TSV Partenstein: Varga (Tor; 1.-18.Min und 31.-60.min), Hanne (Tor; 19. –30.min), D. Schreier 5, Hogyikov 5/3, Diehl 4, Hespelein 4, Manegold 3, Born 3, T. Schreier 3, Pürckhauer 2, Baudisch, Herrmann (n.e.)

HG Ansbach: Sprattler (Tor), Rössl (Tor), Greiner-Schwed 11/7, Vogel 4, Dawid 3, Schmitt 3, Hochreuter 1, Schober 1, Liebich 1, Zintl, Bayer.

Siebenmeter: TSV Partenstein 4/3; HG Ansbach 7/7

Zeitstrafen: TSV Partenstein 4 (Baudisch 2, Diehl, Manegold); HG Ansbach 2 (Bayer, Greiner-Schwed)

Zuschauer: 280 im Frammersbacher Heuberg-Dome

Schiedsrichter: Hübner/ Jedzik (Schwabach/Roth)

Spielfilm: 1:0 (1.min), 1:2 (4.), 2:3 (7.), 3:4 (10.), 5:4 (14.), 5:6 (17.), 9:7 (22.), 12:8 (25.), 14:9 (26.), 16:13 (30.), 20:13 (36.), 23:16 (42.), 26:16 (48.), 27:21 (54.), 29:22 (58.), 29:24 (59.)

Dies schreibt Sportfreund Uli Sommerkorn von der Main-Post zu diesem Spiel:

Nach drei Spielen steht der TSV Partenstein allen personellen Problemen zum Trotz noch immer ohne Niederlage da. Im Aufsteigerduell konnten die Spessarter ihre Ausfälle besser kompensieren als die ebenfalls personell gebeutelten Ansbacher. „Wir freuen uns trotzdem, obwohl wir in der Schlussphase ziemlich viel Blödsinn gemacht haben und einige Spieler hinter ihrem Leistungsvermögen zurückgeblieben sind“, sagte Partensteins Trainer Manfred Wirth.

Doch eine engagierte Deckungsreihe machte Schwächen, die die Torhüter sowie Alexander Hogyikov offenbarten, an diesem Tage wett. Einer, der in Abwehr und Angriff einen Glanztag erwischt hatte, war Daniel Schreier. Hinten hielt er im Deckungszentrum den Laden zusammen, vorne traf er von der ungeliebten Rechtsaußenposition fünfmal. Daneben attestierte Wirth seinen Spielern großen Willen, etliche Akteure wie Tobias Schreier oder Daniel Baudisch, waren angeschlagen in die Partie gegangen, bissen sich aber durch. Entscheidend war die Phase nach der Pause, als die Gastgeber von 16:13 auf 26:16 wegzogen. Dennoch warnt Wirth vor verfrühten Lobeshymnen: „Wir haben erst fünf Punkte. Zum Klassenerhalt fehlen uns noch etwa 20.“
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2009-10-15 Vorbericht HG Kunstadt – Herren I

Beitragvon Ka-Ri » 18.10.2009, 21:32

HG Kunstadt (6:0 Punkte) – TSV Partenstein (5:1), Samstag, 19.00 Uhr, Busabfahrt 15.00 Uhr Rathaus Partenstein.

„Normalerweise dürften wir bei diesem Spiel nicht als Sieger vom Platz“, sieht TSV-Coach Manfred Wirth die Favoriten-Rolle klar beim Gastgeber. Die Kunstädter haben mit 6:0-Punkten eine makellose Bilanz und die Tatsache, dass sie ihre letzten beiden Matches zuhause gegen Selb (30:29) und in Landshut (27:28) knapp für sich entschieden haben, könnte auch dafür sprechen, dass sie auch im Schlussspurt eines Spiels einen ordentlichen Punch haben.

Wirth charakterisiert die Mittelfranken, dessen Trainer Udo Prediger er aus vergangenen Oberligazeiten gut kennt, als eine gut austrainierte und handballerisch sehr starke Truppe. Tempospiel nach vorne und variables Deckungsspiel erwarte seine Männer in der Burgkunstädter Halle.
Beide Teams begegneten sich in der Landesliga in der Saison 2007/2008 und beide Male hatten die Spessarter knapp das Nachsehen –die Partie im Frammersbacher Heuberg-Dome endete seinerzeit 24:26 zugunsten der Oberfranken, die dann in der Rückrunde in eigener mit 28:26 siegten.
Mit den beiden Rückraumspielern Andrej Stirbati und Florian Kratzer sind zwei herausragende Spieler der damaligen Spiele immer noch dabei, aber auch auf den starken Außenspieler Florian Klihm gilt es aufzupassen. Im ohnehin nicht üppigen Kader der Partensteiner sind Tobias Schreier (Rückenprobleme) und Max Pürckhauer immer noch angeschlagen. Viel versprechen sich die Anhänger des TSV von der Rückkehr von Michael Diehl, der schon bei seinem Heimspieldebüt am vergangenen Samstag einen Klasse-Eindruck machte. Besondere Pikanterie bekommt die Begegnung auch dadurch, dass die Kunstädter vor Beginn der Saison ihre Fühler gen Max Pürckhauer ausgestreckt haben. Ein Ausweis für die schöne Entwicklung, die das junge und spielintelligente Eigengewächs in kurzer Zeit genommen hat – zum Glück für die Spessarter hält er seinem Verein die Treue.

TSV Partenstein: Varga, Hanne (beide Tor), Hogyikov, D. Schreier, T. Schreier, Diehl, Pürckhauer, Born, Baudisch, Hespelein, Manegold, Herrmann.

Partensteins bisherige Torschützen: Hogyikov 18/6, T. Schreier 14/2, Born 13, D. Schreier 11, Baudisch 9/3, Pürckhauer 7, Hespelein 6, Diehl 4, Manegold 3
Bericht: Werner Hartmann
Ka-Ri
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2009-10-17 Spielbericht HG Kunstadt–Herren I, 24:25 (12:12)

Beitragvon Ka-Ri » 18.10.2009, 21:35

HG Kunstadt - TSV Partenstein 24:25 (12:12).

Partenstein trotzt allen Widrigkeiten
Hogyikov und Varga überragen in Kunstadt

Ungläubiges Staunen herrschte bei den nicht mitgereisten Anhängern des TSV Partensteins, als das Ergebnis des Auswärtsspiels am Samstagabend langsam bekannt wurde. Und das Staunen wurde noch größer, als die Umstände bekannt wurden, unter denen der Sieg der Wirth-Truppe zustande kam.
Die Rumpftruppe, die auf den rückenverletzten Tobias Schreier verzichten musste, erhielt neun ihrer insgesamt elf Zeitstrafen im zweiten Durchgang und war damit 18 von 30 Spielminuten in Unterzahl. Und doch konnten sie ihren Gegner, die mit diesem Schiedsrichtergeschenk nichts anfangen konnten, in Schach halten und sicherten sich einen völlig unerwarteten doppelten Punktgewinn.
Begonnen hatte das Match ganz normal: die Kunstädter zeigten den besseren Handball, die Partensteiner hielten mit der schon gewohnten Kampfkraft gegen und schlossen immer wieder die Resultatslücken, die im ersten Durchgang nie mehr als drei Tore betrugen, so dass das 12:12 noch alle Möglichkeiten offen hielt. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings schon klar, dass an diesem denkwürdigen Abend aus der verschworenen Gemeinschaft zwei Spieler herausragten: Matjas Varga im Kasten löste nun all das ein, was sich sein Verein von ihm versprochen hat und Sascha Hogyikov lieferte eine wahre Handballgala ab. „Mati hat heute alles weggeräumt, was wegzuräumen war, und Sascha hat in der Abwehr keinen einzigen Fehler gemacht und im Angriff stellenweise Katz und Maus gespielt,“ schwärmte Manfred Wirth noch Stunden nach dem Spiel von seinen beiden „Überfliegern“.
Nach Wiederanpfiff dominierte zunächst sein Team und baute bis zur 41. Minute den Vorsprung auf 14:18 aus. Doch nun spielten die beiden Schiedsrichter Schicksal, läuteten eine Phase der fast permanenten Unterzahl ein und brachten das Partensteiner Spiel auch mit sonst recht strittigen Entscheidungen ins Rutschen. Geburtstagskind Daniel Baudisch sah in der 44. Minute anlässlich seiner dritten Zeitstrafe den roten Karton. Die Spessarter ließen sich lange Zeit auch davon nicht unterkriegen, aber schließlich gewannen die Hausherren dann doch langsam aber sicher die Oberhand. Das 24:22 nach 52 Minuten schien unter den gegebenen Umständen auf eine Vorentscheidung hinzudeuten. Doch nun passiert etwas, was sich Manfred Wirth auch einen Tag nach dem Spiel immer noch nicht so recht erklären konnte. Statt nun die Unterzahlsituationen auszunutzen, verloren die Kunstädter vollkommen den Rhythmus und erzielten –auch dank eines phänomenalen Matjas Varga im Partensteiner Tor- nun keinen einzigen Treffer mehr. Stattdessen lochten die Spessarter noch dreimal ein und sicherten sich die Saison-Punkte sechs und sieben.
„Das war eine superdisziplinierte Leistung meiner Jungs, die alle noch so komischen Schiedsrichterentscheidungen ohne mit der Wimper zu zucken hinnahmen und einfach weitermachten.
Für alle die nicht dabei waren: das Spiel wär´s wert gewesen nach Kunstadt hinzulaufen,“ machte Manfred Wirth seinen abgekämpften Recken ein großes Kompliment. „Aber so was geht definitiv kein zweites Mal und die nächsten Wochen werden von uns richtig hart.“

HG Kunstadt: M. Heublein (Tor), Schieber (Tor), Stirbati 5/3, Kratzer 5, Müller 3, Kropka 3, Klihm 3, Stegner 3, Fengler, Steuer 1, Lutter 1, Kellner, Geißler, S. Heublein, Mussoni.

TSV Partenstein: Varga (Tor), Hanne (Tor; n.e.), Hogyikov 15/7, D. Schreier 3, Diehl 2, Pürckhauer 2, Hespelein 1, Born 1, Baudisch 1, Manegold, Herrmann (n.e.).

Siebenmeter: HG Kunstadt 6/3; TSV Partenstein 8/7

Zeitstrafen: HG Kunstadt 4 (Klihm 2, Stirbati, S. Heublein); TSV Partenstein 11 (Baudisch 3, Hogyikov 2, Diehl 2, Schreier 2, Pürckhauer 1, Manegold 1)

Rote Karte: Baudisch (TSV Partenstein, 44.min für die dritte Zeitstrafe)

Zuschauer: 260 in Burgkunstadt

Schiedsrichter: Anderlohr (Nürnberg) / Jeckel (Nürnberg)

Spielfilm: 2:0, 3:1, 4:2, 4:4, 5:5, 8:5, 9:6, 9:9, 10:11, 12:12 (HZ), 13:13, 13:16, 14:18 (41.min), 16:19, 19:19, 22:22, 24 (22 (53.), 24:24 (56.), 24:25 (57:30).
Bericht: Werner Hartmann

Dies schreibt Sportfreund Uli Sommerkorn von der Main-Post zu diesem Spiel:

Partenstein bleibt auch im vierten Saisonspiel ohne Niederlage. Trainer Manfred Wirth nahm das Zustandekommen des Erfolgs mit Verwunderung auf: „Es war ein Spiel, in dem alles gegen uns sprach.“ Nicht nur, dass mit Tobias Schreier ein Rückraumspieler ausgefallen war. Auch die Entscheidungen des Schiedsrichter-Duos fanden oft nicht Wirths Zustimmung. Die Referees schickten in der zweiten Hälfte nur einen Kunstadter auf die Strafbank, dafür aber neunmal Akteure des TSV. „Einmal standen wir sogar drei gegen sechs auf dem Feld. Trotzdem haben wir ein Tor gemacht“, sagte Wirth.

Nach einem 22:24-Rückstand kamen die Gäste zurück und gingen zweieinhalb Minuten vor Schluss durch den an diesem Tage überragenden Alexander Hogyikov, der selbst durch eine kurze Deckung nicht zu stoppen war, in Führung. Der hätte wenig später noch seinen 16. Treffer erzielen können, scheiterte aber per Siebenmeter am Kunstadter Keeper. Dass Partenstein den Sieg dennoch ins Ziel rettete, lag am zweiten überragenden TSV-Akteur an diesem Tag. Torhüter Mátyás Varga trieb die Hausherren mit seinen Paraden nicht nur in den Schlussminuten fast zur Weißglut und hielt den Sieg fest.

Beim Team war die Stimmung hernach ausgelassen. Zahlreiche Spieler verließen Samstagnacht den Mannschaftsbus in Bamberg, um dort zu feiern. Sie kamen erst am Sonntag mit dem Zug zurück in den Spessart.
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2009-10-22 Vorbericht Herren I – TS 1887 Selb

Beitragvon Ka-Ri » 22.10.2009, 16:58

TSV Partenstein (7:1 Punkte) – TS 1887 Selb (4:4),
Samstag 19.30 Uhr, Heuberg-Dome Frammersbach.

Der TSV Partenstein empfängt am Samstag mit dem TS 1887 Selb den ersten Tabellenführer der Saison 2009/ 2010, der allerdings nach vier Spieltagen in die Tabellenmitte zurückgefallen ist. Auf diesem siebten Rang sind die Oberfranken auch in der Vorsaison eingekommen.

Vergangenes Wochenendes unterlagen sie in eigener Halle dem bärenstarken TG Landshut mit 24:27. Das Gesicht der Mannschaft ist seit jeher von der Nähe zu Tschechien geprägt, denn Spieler aus dem Nachbarland verstärkten schon seit Grenzöffnung das oberfränkische Team, das es zu Glanzzeiten bis in die Regionalliga schaffte. So sind denn mit Vladimir Michanek im Selber Tor sowie mit Solom Lubos, Patrick Mäsiar und Martin Michanek vier der wichtigsten Leistungsträger der Porzellan-Städter genannt.

Bei Partenstein ist der Einsatz von Tobias Schreier, der auch beim 24:25 in Kunstadt seinen Kollegen untätig von der Tribüne zuschauen musste, gefährdet. Ansonsten hofft TSV-Coach Manfred Wirth, dass er weiter vom Schwung des sensationellen Saisonstarts profitieren kann, denn der Rumpfkader spielt natürlich stets am Limit und verletzten darf sich darüber hinaus sowieso niemand. Laut Manfred Wirth ist der derzeitige Trainingsbetrieb mehr ein „Bei-Laune-Halten“ denn ein systematisches Arbeiten. Für Sascha Hogyikov wird´s am Samstag auf jeden Fall ein ganz besonderes Spiel. Seine Eltern werden da sein, um ihn erstmals an seiner Wirkungsstätte zu begutachten. Und wenn der 28jährige nur annähernd das auf die Platte zaubert, was er bei seiner Gala am Samstag in Kunstadt gezeigt hat, wird es für die Gäste ein heißer Ritt werden.

TSV Partenstein: Varga, Hanne (beide Tor), Hogyikov, D. Schreier, T. Schreier, Diehl, Pürckhauer, Born, Baudisch, Hespelein, Manegold, Herrmann.

Partensteins bisherige Torschützen: Hogyikov 33/13, T. Schreier 14/2, Born 14, D. Schreier 14, Baudisch 10/3, Pürckhauer 9, Hespelein 7, Diehl 6, Manegold 3
Bericht: Werner Hartmann
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2009-10-23 Die neue Rolle des Tobias Schreier (Herren I–Selb

Beitragvon Ka-Ri » 24.10.2009, 16:34

Partensteins Torwart wechselt ins Feld

Seit dieser Saison erleben die Zuschauer beim Handball-Landesligisten TSV Partenstein Tobias Schreier in einer völlig neuen Rolle. Der vormalige erste Torhüter ist in den Rückraum gewechselt.
Er war über lange Jahre einer der Leistungsträger beim TSV Partenstein. Mit seinen 2,02 Metern Körpergröße gab er als Torwart eine imposante Erscheinung ab, fischte mit seinen langen Krakenarmen wieder und wieder schwerste Bälle weg und war schon mehrfach das Objekt der Begierde höherklassiger Vereine. Trotzdem hat Tobias Schreier seine Torhüter-Laufbahn beendet und spielt seit dieser Saison im Rückraum.

„Eigentlich wollte ich schon seit der Jugend ins Feld wechseln. Als Torwart stehst du im Training immer hinten drin, bist bei Vielem nicht dabei“, erklärt Schreier seine Motivation. Obwohl sein Wunsch zu wechseln nicht neu war, hat er den Umstieg erst jetzt vollzogen. „Es hat immer an adäquatem Ersatz für mich gefehlt. Aber mittlerweile bin ich 25, und ich wollte das jetzt durchziehen“, so der Versuchstechniker, der in Lohr bei Bosch Rexroth arbeitet. So verkündete er vor Start der Saisonvorbereitung seinen Entschluss, die Position zu wechseln. „Viele haben versucht, mich umzustimmen. Die Wenigsten konnten den Schritt verstehen“, erinnert er sich. Doch Schreier war nicht abzubringen. „Positiv war, dass der Verein mit Mátyás einen guten Torwart geholt hat“, ist sich der vormalige Keeper sicher, dass seine Nachfolge zwischen Pfosten gut geregelt ist.

Nun kamen aber völlig neue Herausforderungen auf den 25-Jährigen zu. „Ehrlich gesagt: Ich hätte mir das als Feldspieler einfacher vorgestellt“, gibt er zu. Gerade die Härte, der er als Rückraumspieler ausgesetzt ist, oder auch die gestiegenen Anforderungen an die Kondition sind Neuland für ihn. Zudem muss sich Schreiers Muskulatur erst mit der veränderten Art von Belastung vertraut machen. „Ich werfe viel mehr als früher. Daran müssen sich Schulter- und Rückenmuskulatur erst einmal gewöhnen“, sagt er. Wegen aus der Umstellung resultierender muskulärer Probleme musste er beim jüngsten Auswärtssieg in Kunstadt auch pausieren, am Samstag zu Hause gegen TS/HR Selb will er aber wieder dabei sein (Anwurf 19.30 Uhr, Heuberg-Dome Frammersbach).

Doch trotz der Startschwierigkeiten – Tobias Schreier fühlt sich im Rückraum wohl und ist erfolgreich. In den ersten drei Saisonspielen hat er stattliche 15 Treffer erzielt. Und auch den Gegnern ist die Gefährlichkeit des langen Rechtshänders ins Auge gestochen. Beim Auswärtsspiel in Amberg ordnete der gegnerische Trainer gar eine kurze Deckung gegen den Partensteiner an, nachdem der in der Anfangsphase mehrere Tore markiert hatte. Es scheint so, als solle sich der frühere Torhüter auch auf seiner neuen Position zum Leistungsträger entwickeln.
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2009-10-24 Spielbericht Herren I - TS 1887 Selb

Beitragvon Ka-Ri » 25.10.2009, 21:33

TSV Partenstein – TS 1887 Selb 30:28 (14:17).

Partensteiner Party
TSV erzielt bei Zwei-Mann-Unterzahl entscheidende Tore

Der TSV Partenstein liefert seinen Zuschauern weiterhin beste Samstagabendunterhaltung und bleibt auch im fünften Spiel ohne Niederlage. Danach sah es allerdings in den ersten 30 Minuten nicht aus. Nach ausgeglichenem Beginn bekamen die Gäste ab der zehnten Minute zusehends Oberwasser.
Die in den letzten Spielen so starke Partensteiner Deckung hatte in dieser Phase einige Risse, durch die Martin Misanek und seine Mitspieler mit kraftvollen Durchbrüchen und kernigen Schlagwürfen ein ums andere Mal zum Erfolg kamen. Jannik Hanne, den TSV-Coach Manfred Wirth im Partensteiner Tor beginnen ließ, konnte einige Bälle entschärfen, war aber gegen zahlreiche Versuche der ausgefuchsten Selber Routiniers chancenlos.
Nach einer Viertelstunde kam Torhüter Nr. 1, Matjas Varga ins Spiel, konnte aber auch nicht die erste Fünf-Tore-Führung der Oberfranken durch Thorsten Kirch eine knappe Minute später verhindern. Auf diesem Abstand pegelte sich die Gästeführung bis kurz vor der Pause ein, ehe Daniel Born und Sascha Hogyikov ihre Farben bis zur Halbzeitsirene auf drei Tore heranbrachten (14:17) und damit die Hoffnung hochhielten. Um diese Hoffnung zu erfüllen, würde eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein, spürten die 300 Zuschauer im Frammersbacher Heuberg-Dome.

Die Wirth-Schützlinge kamen zunächst entschlossener aus der Kabine als ihre Gäste. Tobias Schreier versenkte seinen Rückraumknaller zum 15:17 ins Selber Netz (31.min) und seine Nebenleute dominierten die ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn –allerdings ohne weiteren zählbaren Erfolg. Stattdessen fassten nun die Oberfranken wieder Tritt und zeigten sich dabei erheblich konsequenter in der Torausbeute als ihre Gastgeber. Sven Röhring, Martin Misanek und Lukas Kempf stellten mit ihren Treffern bis zur 37. Minute den alten Fünf-Tore-Abstand und die Partie schien ihren sich im ersten Durchgang andeutenden Verlauf zugunsten der Selber zu nehmen. Doch genau jetzt zeigte sich einmal mehr, dass den TSV Partenstein im bisherigen Saisonverlauf vor allem seine Willensstärke auszeichnet.
Die Aufholjagd läutete Tobias Schreier ein, der in höchster Zeitspiel-Not das Leder ins Dreick des Selber Gevierts „nagelte“. Sein Nachfolger als TSV-Keeper, Matjas Varga steigerte sich nun in die Form seines überragenden Auftritts in Kunstadt am letzten Samstag und durch Treffer von Hogyikov, Born und abermals Tobias Schreier war nach 45 Minuten der Ausgleich geschafft (20:20). Noch einmal brachte Patrick Mäsior (TS Selb) seine Farben mit 20:21 in Front, aber danach nahmen die Hausherren zunehmend das Heft in die Hand. Es blieb dem immer mehr zu alter Bestform auflaufenden Michael Diehl vorbehalten, mit seinem 22:21 die erste Partensteiner Führung seit dem 4:3 in der siebenten Minute zu markieren, die Tobias Schreier eine Minute später unter dem frenetischen Beifall der Partenstein Zuschauer auf 23:21 erhöhte. Doch die Gäste kamen immer wieder heran, so dass die Spannung in der Halle in Richtung Siedepunkt stieg. Technische Fehler auf beiden Seiten wechselten mit herrlichen Toren. Partenstein legte immer wieder vor, Selb zog nach. Und dann die dramatischen letzten zwei Minuten:
die beiden jungen, diese am Ende wirklich faire, aber aufgrund ihrer Intensität schwierige Partie gut leitenden Referees hatten Michael Diehl für die Restspielzeit auf die Bank geschickt. Plötzlich gestikulierte die Selber Bank wild und signalisierte, dass ein Spieler der Heimmannschaft zuviel auf dem Parkett stand. Dieser unglückliche Wechselfehler bedeutete, dass sich beim Stande von 28:28 etwas mehr als anderthalb Minuten vier Partensteiner sechs Gästespielern gegenüber sahen – und so schien das Match nun zugunsten der Oberfranken gelaufen. Doch dann kam Sascha Hogyikov an das Leder und schloss den Tempogegenstoß zum 29:28 ab. Auf der Gegenseite bekamen die Selber das Leder wieder nicht an Matjas Varga vorbei und für den immer noch dezimierten TSV galt es nun, das Leder in den eigenen Reihen zu halten, ohne für Passivität mit Ballverlust gestraft zu werden. Die Schiedsrichter hoben bereits den Arm zum Zeichen des drohenden Zeitspiels, als Manfred Wirth seine Team-Auszeit nahm, um letzte taktische Anweisungen zu geben (Spielminute 59:34). Rückraum-Hüne Tobias Schreier schien seinem Coach genau zugehört zu haben und hämmerte die Kugel Sekunden nach Wiederanpfiff zum Endstand von 30:28 in die Maschen.
„Das war zum fünften Mal Willen pur“, brachte Manfred Wirth die derzeitige Kernkompetenz seines Teams auf den Punkt. Er sah im „phänomenalen“ Unterzahl-Tor von Sascha Hogyikov die spielentscheidende Situation und zollte Matjas Varga und Michael Diehl ein Sonderlob, während sein Selber Kollege Horst Roch sichtbar geschockt war von der eigentlich unmöglichen Niederlage: „Dieses Spiel müssen wir gewinnen und wir waren eine Dreiviertelstunde lang auf dem Weg dahin. Doch dann sind meine Männer hektisch geworden und haben sich zu viele technische Fehler und vergebene freie Würfe geleistet“

TSV Partenstein: Varga (Tor; 16. – 60. min), Hanne (Tor; 1. – 15.), Hogyikov 8/5, T. Schreier 7, Diehl 6, D. Schreier 3, Born 3, Pürckhauer 1, Baudisch 1/1, Hespelein 1, Manegold, Herrmann (n.e.)

TS 1887 Selb: Michanek (Tor), Köhler (Tor), Misanek 6/1, Röhring 6/2, Mäsiar 5, J. Kempf 4, L. Kempf 2, Kirch 2, Lubos 2, Zumpe 1, Kropf, Pauker, Korb

Siebenmeter: TSV Partenstein: 8/6; TS 1887 Selb: 6/3

Strafzeiten: TSV Partenstein 6 (Baudisch 2, Hogyikov, Born, Diehl Pürckhauer, Hespelein); TS 1887 Selb 6 (J. Kempf 2, Lubos 2, Korb, Misanek)

Spielfilm: 0:1 (1.min), 2:2 (4.), 4:3 (7.), 5:8 (12.), 6:10 (15.), 9:12 (19.), 11:16 (27.), 14:17 (30.), 15:20 (37.), 20:20 (45.), 23:21 (48.), 25:24 (52.), 27:25 (56.), 28:28 (58.), 30:28 (60.)

Schiedsrichter: Kerstin Herberth (Zirndorf) / Bengt Schwarz (Stadeln)

Zuschauer: 300 im Frammersbacher Heuberg-Dome
Bericht: Werner Hartmann
Fotos: Yvonne Vogeltanz

Dies schreibt Sportfreund Uli Sommerkorn von der Main-Post zu diesem Spiel:

Partenstein schwimmt auf der Euphoriewelle in der Tabelle weiter ganz vorne mit. Die Spessarter rangen mit unbändigem Einsatz einen spielerisch überlegenen Gegner nieder. „Wir haben wieder an unserem Kampfsau-Image gebastelt“, meinte ein restlos zufriedener Trainer Manfred Wirth.

Nachdem die Hausherren zuvor schon einen Fünf-Tore-Rückstand in eine zeitweilige Führung verwandelte hatten, boten dann die Schlussminuten Spannung pur. Beim Stand von 28:28 handelten sich die Gastgeber eine Zeitstrafe wegen Foulspiels ein. Als dann Daniel Baudisch übereifrig ins Spielfeld stürmte, befand sich kurzzeitig ein Partensteiner zu viel in der Partie. Die Folge: noch eine Zeitstrafe gegen den TSV. Doch Selb verwarf mit zwei Akteuren mehr, während auf Seiten der Hausherren Alexander Hogyikov, dessen Eltern aus Ungarn angereist waren und sich in der Halle befanden, das 29:28 markierte. Im Gegenzug trafen die Oberfranken wieder nicht, versuchten aber schnell wieder in Ballbesitz zu gelangen. Doch als ein abgefälschter Wurf von Tobias Schreier seinen Weg zum 30:28 ins Selber Tor fand, war die Partie entschieden. Die Hausherren durften ausgelassen ihren Erfolg feiern.

Dass es am Ende eine Partensteiner Party geben würde, danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Bis zu Beginn der zweiten Hälfte fiel der TSV-Abwehr wenig gegen die Angriffskonzepte der Gäste ein. Weder Jannek Hanne, der im TSV-Tor begonnen hatte, noch der dann eingewechselte Mátyás Varga fanden recht ins Spiel. Erst im zweiten Abschnitt steigerte sich Varga ganz beträchtlich und hatte großen Anteil daran, dass Partenstein nach einem zwischenzeitlichen 15:20-Rückstand noch die Wende schaffte. Dass die Abwehr in der zweiten Hälfte besser stand, dafür leistete auch Rene Manegold seinen Beitrag. Der wurde nach 35 Minuten als Deckungsspieler eingewechselt und störte die Kreise der Selber Halbspieler weit effektiver als sein Vorgänger Daniel Born.

Allerdings gab auch Trainer Wirth zu: „Wir hatten sagenhaftes Glück.“ Doch er schickte hinterher: „Dieses Glück haben wir erzwungen.“
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