TS Selb Saison 2009 / 2010

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Moderator: Steve22

Beitragvon Greenkeeper » 20.04.2010, 01:28

Die Pflicht und noch ein bisschen mehr

TS Selb: V. Michanek, C. Kropf - Dyk (5/2), Fischer, J. Kempf (6), L. Kempf (3), Kirsch (3), Korb, Mäsiar (3/2), Salom (4), Röhring (6), Wiedel.

Zuschauer: 220. - Schiedsrichter: Lehmann/Schwarz (Forchheim/Eibach) -

Zeitstrafen: je 4: -
Siebenmeter: Selb 5/4, Coburg 11/9.

Die Abwehr steht, einige starke Individualisten setzen sich vorne durch. Und die erweiterte Stammsechs, auf die der Trainer seit einigen Wochen konsequent baut, beißt die Zähne zusammen und sich durch.
So kann die Mannschaft in den beiden Auswärtsspielen in Forchheim und Amberg die nötigen zwei Punkte holen, um zumindest den direkten Abstieg aus der Landesliga zu vermeiden. Die würden reichen, um Fünftletzter vor der HG Kunstadt zu sein, die gestern gegen Forchheim 26:26 spielte. Nachdem in der Regionalliga der HSC Bad Neustadt sein Polster vor den Abstiegsrängen auf drei Punkte verstärkt hat, könnte der Rang, den Selb derzeit innehat, den Verbleib in der Landesliga bringen. Noch einen Platz höher zu klettern, ist allerdings unwahrscheinlich geworden. Tabellennachbar HG Sulzbach steht nach dem zweiten überraschenden Sieg in Folge weiterhin um drei Punkte besser da.

Gegen Coburg erwies sich die Turnerschaft als deutlich Landesligatauglicher wie vor Wochenfrist in Münchberg. Geschenkt wurde ihr allerdings nichts. Zwar führte Selb von der ersten bis zur letzten Minute. Doch die Zweitliga-Reserve aus Coburg, in der einige in höheren Klassen erfahrene Spieler standen, machte den Hausherren lange das Leben schwer. Erst das 26:19 durch Johannes Kempf nach 48 Minuten erlaubte den Fans das langsame Durchatmen. Nach dem 30:23 erlaubte die TS in den letzten Minuten dem Gast noch etwas Ergebniskosmetik bis zum 30:27.

Mit sechs Toren war der Gastgeber schon einmal in Front gelegen, nach knapp 20 Minuten. Auf 11:5 hatten vor allem der kampfstarke Rechtsaußen Sven Röhring mit richtig dosiertem Risiko, Jindrich Dyk mit zwei Rückraumhämmern und auch Lubos Salom vom Kreis die Führung geschraubt. Fortan erlaubte die TS den Coburgern einige leichte Kontertore. Zweitligaspieler Schuhmann am Kreis war zudem nur bedingt zu bändigen. Hätte nicht Carsten Kropf bei 11:7 einen Straf- plus Nachwurf pariert - Coburg wäre schon früher nah herangekommen. Das gelang dennoch zum 11:12 und 12:13 gegen dezimierte Selber. Die Außen Mäsiar und Röhring hielten die Gastgeber kurz vor der Pause im Spiel.

Nach Wiederanpfiff zeigten sie sich im Gegensatz zu manch früherer Partie sofort hellwach. Nun waren es die Kempf-Brüder mit der ihnen eigenen Mischung aus Mut und Entschlossenheit, die ihre Farben bis zur 40. Minute auf 23:16 in Front warfen. Der Gegner kam fast nur durch Siebenmeter zu Treffern. Nun aber verletzte sich Linksaußen Patrick Mäsiar. Torhüter Carsten Kropf ließ aber gar keine Verunsicherung aufkommen und hielt wie zuvor Vladimir Michanek mit je sieben Paraden die Seinen in der Spur. Die zeigten in der Endphase gerade jene Qualitäten, die im Abstiegskampf entscheidend sein können. Thorsten Kirsch und Johannes Kempf suchten das direkte Duell Mann gegen Mann und warfen entschlossen ein. Das ist Ausdruck des unbedingten Willens, der die Selber Mannschaft an das Ziel Klassenerhalt bringen kann.
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