Sieg gegen Pfaffenhofen stand nie in Frage
Altenerding(gew) - Die 1. Herren der Biber Handballer machten nahtlos mit der guten Leistung vom Wochenende weiter. Das Nachholspiel gegen MTV Pfaffenhofen war kein Problem und sie gewannen mit 36:30(19:10)-Toren, ohne sich dabei zu überanstrengen.
Nach diesem Sieg stehen die Biber auf dem zweiten Tabellenplatz in der Bezirksoberliga und jetzt brauchen sie lediglich noch einen Punkt im letzten Spiel bei der SG Moosburg um den Vizemeistertitel zu sichern. Im Abendspiel gegen Pfaffenhofen wollte man keine Unklarheiten aufkommen lassen und zeigte den Gästen gleich mal die Grenzen auf. Die Abwehr, glänzend organisiert von Bennet Braune, war von Beginn an hellwach und Torhüter Frank Lippert war sofort auf Betriebstemperatur. Aus diesem Abwehrbollwerk wurden die Angriffe gestartet. Die Gäste waren auf die Konter der Biber eingestellt, die taten ihnen den Gefallen nicht und hatten es nicht eilig. SpVgg Trainer Helmut Braun hatte eine andere Taktik ausgegeben. Ruhige Angriffe über einstudierte Spielzüge war das Rezept. Da machte Spielmacher Michael Kunz seiner Position aller Ehre, die Anspiele auf Rückraumbomber Daniel Sagert oder Thomas Peteranderl waren ein Genuss und bei denen war das Visier genau richtig eingestellt. Nach zehn Minuten war den Gästen bereits der erste Zahn gezogen, man führte mit 8:1-Toren. Gerade als Pfaffenhofen sich auf die Spielweise eingestellt hatte, wechselt man die Taktik. Jetzt wurden die Konter über Fabian Stoiber oder Michael Kunz gelaufen und so stand es nach weiteren zehn Minuten bereits 17:7 für die Biber. Bis dahin war es eine Handballdemonstration mit Tempowechsel, taktischen Winkelzügen und technischen Kabinettstückchen. Die Gäste konnten ab Mitte der Halbzeit besser mithalten, doch es waren die Hausherren die sie vor einem Debakel bewahrten. Bei vielen Angriffen wollten man es zu schön oder genau machen, so war die Chancenverwertung das einige Manko bei den Bibern und die Gäste kamen mit dem 19:10-Halbzeitstand noch gut weg.
Wie sehr die Biber als Team harmonierten, zeigte sich sofort nach dem Wiederanpfiff. Da legte Tugkan Akkoc bei einem Konter uneigennützig auf den besser postierten Fabian Stoiber ab und Fehler des Nebenmanns wurden umgehend vom Teamkollegen korrigiert. Selbst bei dieser deutlichen Führung wurde nachgesetzt und Nadi Özdemir war da ein Musterbeispiel an Einsatz. Aber auch seine Mitspieler ruhten sich nicht auf den Lorbeeren aus, von den Außen wurde eingelaufen, aus dem Rückraum abgezogen und Konter per excellenze gespielt. Nach sieben Minuten im zweiten Abschnitt, sorgte Fabian Stoiber mit einem Dreierpack für den 25:14 Zwischenstand und der Gästetrainer schien mit seinem Latein am Ende zu sein. Seinen Frust wollte er an den sehr guten Unparteieischen Weber/Faruk loswerden, doch diese Unterhaltung war schnell beendet und sie wurde mit einer Roten Karte geahndet. Da sich auch einige Spieler, die sich ansonsten immer korrekt verhielten, zu Kommentaren ermuntern ließen, mussten die Gäste die nächsten beiden Minuten mit drei Akteuren bestreiten. Die Biber ließen Gnade vor Recht ergehen, zumindest konnten sie die Überzahl nicht ausnutzen und so kam Pfaffenhofen unbeschadet davon. Inzwischen hatten die Biber jedoch bereits den Schongang eingestellt und sie gestatteten den Gästen mehr Freiheiten. Auf jedes Gegentor wurde nur noch reagiert und im Angriff durften sich Tugkan Akkoc sowie Daniel Sagert mit Wurfversuchen austoben. Es reicht um bis Mitte der zweiten Halbzeit den Abstand von elf Treffern zu halten. Die Biber gingen nicht mehr auf Torjagd, sie versuchten vielmehr dem A-Jugendlichen Moritz Koburger den Einstand zu versüßen, indem sie ihn intensiv ins Spiel einbezogen. Allerdings muss man sagen, die Gäste spielten bereits zu diesem Zeitpunkt unbeschwert und irgendwie befreit auf. Sie nutzten die laschere Einstellung der Biber Abwehr und da konnte auch der eingewechselte Torhüter Christopher Schindler nichts mehr korrigieren, zu ideenreichen Angriffen, die mit einer deutlichen Resultatsverbesserung belohnt wurden. Trainer Helmut Braun sah das ganze recht locker:“ Ich habe es akzeptiert dass meine Mannschaft nur noch mit halber Kraft gespielt hat und wir hätten jederzeit einen höheren Gang einlegen können. Es war zu keinem Zeitpunkt nötig.“
Tore der SpVgg: Daniel Sagert 7, Michael Kunz und Fabian Stoiber je 6, Bennet Braune 5(5) sowie Thomas Peteranderl, Tugkan Akkoc und Nadi Özdemir je 4
Quelle:
www.altenerding-biber.de