Erste Halbzeit total verschlafen
Altenerding(gew) – Bereits im zweiten Saisonspiel bekamen die Herren 1 der Altenerdinger Handballer ihre Grenzen aufgezeigt. Beim TSV Indersdorf verloren sie nach einer völlig verkorksten ersten Halbzeit deutlich mit 22:30 (8:16)-Toren.
In Halbzeit eins hatten die Biber nur einmal Grund zur Freude, das war die 1:0-Führung nach einem Konter von Thomas Peteranderl. Die nächsten zehn Minuten wurden sie regelrecht vorgeführt. Im Angriff war von Durchschlagskraft oder gar Ideen nichts zu sehen. Mit den Torchancen wusste man ebenfalls nichts anzufangen und die Abwehr, vergangene Woche noch das Prunkstück, agierte wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Die Biber lagen mit 1:6 hinten und von Aufbäumen keine Spur. Trainer Helmut Braun machte dem Spuk ein Ende und mit einer Auszeit versuchte er sein Team aufzurütteln. Gebracht hat es nicht viel, lediglich ein Treffer von Patrick Schmid und ein Strafwurf von Michael Kunz waren die weitere Ausbeute bis Mitte der ersten Halbzeit. Fassungslos musste der Trainer dem Treiben seiner Männer zuschauen. Selbst einige Umstellungen in der Abwehr und ein Torhüterwechsel, für Frank Lippert kam Christopher Schindler, der gleich einen Strafwurf unschädlich machte, brachte kaum Besserung. Die Biber Abwehr fand kein Mittel gegen die dynamischen Angriffe der Gastgeber. Inzwischen lag man mit 5:13 hinten. Der Rückstand allein war schon besorgniserregend genug, doch viel schlimmer war die Körpersprache der Biber. Fast schockiert über die eigene Leistung schlich man mit hängenden Köpfen über das Parkett. Ein kleiner Lichtblick waren noch die Treffer von Tugkan Akkoc und ein Strafwurf von Christian Weiß, das änderte am Abstand jedoch nichts mehr und man musste mit einem 8:16-Rückstand in die Halbzeit gehen. Selbst die Spieler konnten die Leistung nicht erklären und Kreisspieler Patrick Schmid fand deutliche Worte:“ Für diese erste Halbzeit müssen wir uns schämen.“
Die Pause zum Verschnaufen und Nachdenken war etwas Balsam auf die Wunden. Trotz einer immer noch hohen Fehlerquelle hielten sie besser dagegen. Jetzt gelangen auch mal die schnellen Konter und da zeichnete sich A-Jugendspieler Thomas Peteranderl aus, der im zweiten Abschnitt sein Talent aufblitzen ließ. In der Abwehr wurden Patrick Schmid und Thomas Schwaiger stärker, doch individuelle Fehler wie ungenaue Anspiele, stümperhafte Fouls in der Abwehr und Würfe neben das Tor waren nicht hilfreich für eine Aufholjagd. Mitte der zweiten Hälfte liefen die Biber immer noch dem 8-Tore Rückstand hinterher. Von Spielfluss war auf beiden Seiten nicht mehr viel zu sehen, beide Teams spielten selten komplett und Spielmacher Michael Kunz musste nach seiner dritten Zeitstrafe bereits zuschauen. Zu diesem Zeitpunkt gelang wenigstens ein kurioses Tor durch Torhüter Frank Lippert, der einen weiten Pass spielte, den ein Indersdorfer Abwehrspieler ins eigene Tor abfälschte. Ganz untergehen wollten die Biber dann doch nicht. Tugkan Akkoc und Nadi Özdemir kurbelten die letzten zehn Minuten das Angriffsspiel noch mal an, so dass man wenigstens mit dem Ergebnis des zweiten Abschnitts (14:14) etwas zufrieden sein konnte. Als Fazit bleibt festzustellen: Vielleicht ganz gut dass die Biber schon zu so einem frühen Zeitpunkt einen Dämpfer bekommen haben, jetzt müssen sie nur noch die Lehren daraus ziehen.
Tore der SpVgg: Thomas Peteranderl 6, Tugkan Akkoc 4, Christian Weiß 3(1), Patrick Schmid und Nadi Özdemir je 2, Michael Kunz 2(2), Daniel Sagert und Torhüter Frank Lippert je 1 sowie Hans Weber 1(1).
Quelle:
www.altenerding-biber.de