TS Selb Saison 2009 / 2010

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TS Selb Saison 2009 / 2010

Beitragvon Greenkeeper » 28.09.2009, 07:48

Die ewig jungen Dauerbrenner

Handball-Landesliga | Die starken Routiniers Vladimir Michanek und Patrick Mäsiar verschaffen der TS Selb einen furiosen Start und frühzeitig die uneinholbare Führung gegen rasch entnervte Ansbacher.

Der Prüfstein war keiner, und der Prüfling hat gezeigt, dass er für schwerere Aufgaben gerüstet ist. Gestützt auf eine höchst kompakte Abwehr und einen überragenden Torhüter Vladimir Michanek, hat die TS Selb bei der höchst gelungenen Saisonpremiere dem ehrgeizigen Aufsteiger HG Ansbach schon vor der Pause mit variablem und schnellem Angriffsspiel den Nerv gezogen.

TS Selb: M. Michanek, C. Kropf - J. Kempf (2), L. Kempf, Kirsch (1), Korb, M. Kropf (2), Mäsiar (10/3), M. Michanek (3), Röhring (1), Salom (5), Wiedel, Wölfel (2), Zumpe (2).

Schiedsrichter: Duscher/Kwasny (Neunburg/Regensburg). - Zuschauer: 250. - Siebenmeter: Selb 6/3, Ansbach 7/3, - Zeitstrafen: Selb 2, Ansbach 3.

Ansbach ratlos und haltlos

Samstag, 16.30 Uhr, 22 Minuten sind gerade gespielt: Beim Blick auf die Anzeigentafel reiben sich die Besucher in der Roland-Dorschner-Halle verwundert die Augen: 15:4 lautet der Zwischenstand nach einem furiosen Start der Gastgeber. Zwei scheinbar ewig junge Dauerbrenner im TS-Team haben die Partie schon nach gut einem Drittel der Spielzeit entschieden: ein kaum zu überwindender Schlussmann Vladimir Michanek und ein kaum zum bremsender Wirbelwind Patrick Mäsiar. Neun gehaltene freie Bälle des wohl besten Torhüters der Liga und sieben Treffer des Linksaußen, nicht nur von seiner Stammposition aus: Ansbach war vorne ratlos und hinten haltlos.

Wenn es eine Schlüsselszene gab, dann in der 10. Minute. Bis dahin hatten die Gäste einigermaßen mitgehalten und nun die Chance, auf 5:6 zu verkürzen, per Strafwurf. Michanek parierte diesen und den Nachwurf, und es folgten für Ansbach deprimierende 16 Minuten ohne Torerfolg. Die Selber hingegen, zunächst neben Mäsiar vor allem Kreisläufer Lubos Salom, nutzten fast jede Chance gegen eine überforderte HG-Hintermannschaft. Neben den drei Genannten und höchst konzentrierter Abwehrarbeit hatte der einzig wirklich Neue im Selber Team Anteil an der hohen Führung: Sebastian Wölfel. Der Linkshänder war vom Anpfiff weg höchst präsent und überzeugte mit einigen überraschenden Zuspielen und zwei schönen Treffern.

Die Darbietung vor der Pause bestätigte, was Trainer Horst Roch seinen Mannen nach der intensiven Saisonvorbereitung bescheinigt hatte. Sie stehen hinten sicher und spielen nach vorne noch variabler als in der vergangenen Saison. Mit sehenswerten Spielzügen nahmen sie den eher lockeren Ansbacher Deckungsverband fast nach Belieben auseinander, und im entscheidenden Moment zeigten sie sich höchst konzentriert und helle, wie etwa Salom bei einem reaktionsschnellen Abstaubertor. Auch bei den zahlreichen Kontern unterlief den Gastgebern kaum ein Fehler. Und die Ansbacher Torleute mussten fast jeden Ball passieren lassen, der auf ihr Gehäuse kam. Gegenüber Michanek, der in 45 Einsatzminuten 17 Würfe parierte und nur zehn durchlassen musste, sorgte nach dem 15:4 mit weiteren drei Paraden dafür, dass Ansbach erst in der 27. Minute zu seinem Treffer Nummer fünf kam.

Für Kunstadt gerüstet

Fortan ließ es die TS Selb etwas gemächlicher angehen, ohne ihre Linie zu verlieren. Bei 19:8-Führung vollendete Johannes Kempf eine sehenswerter Kombination über die Stationen, und zum 20:9 nach 42 Minuten traf erstmals Sven Röhring, der Rückkehrer nach fast einjähriger Verletzungspause. Nun durften auch andere ran, während Mäsiar vom Strafwurfpunkt zwei Mal die Chance vergab, seine Trefferquote auf über zehn zu schrauben. Thorsten Kirsch, Martin Michanek, Marcus Kropf und Rick Zumpe zeigten, dass sich Selb nicht nur auf einen Rekordwerfer und einen schwer überwindlichen Hüter stützen kann.

Die Basis für einen gelungenen Saisonstart hat die TS gelegt, ist für die Auswärtspartie am kommenden Samstag in Kunstadt gerüstet und könnte sich danach in Heimspielen gegen Cham und Landshut erst einmal in Richtung Ligaspitze orientieren. Sind diese Partien vorbei, dann dürfte auch die Antwort auf die Frage leichter fallen: War nun Selb so stark oder Ansbach so schwach?
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Beitragvon Greenkeeper » 02.10.2009, 06:52

Völlig ohne Angst nach Kunstadt
Handball | Das erste Auswärtsspiel der TS wird den Selber Standort bestimmen.

Die Sirene in der Roland-Dorschner-Halle beendete am vergangenen Samstag 60 Landesliga-Minuten, die nicht sonderlich aufschlussreich waren. Die Selber Handballer feierten ihren überzeugenden Sieg über den Aufsteiger HG Ansbach.

Doch die Gedanken des Selber Trainers Roch waren schon beim nächsten Gegner, der HG Kunstadt (Samstag, 19 Uhr). Diese Mannschaft ist allen Selber Handballfreunden ein Begriff, denn in den vergangenen Jahren gab es immer wieder packenden Duelle, teilweise um die Tabellenspitze der Landesliga Nord. Das ist aber schon einige Jahre her. Beide Mannschaften sind durch Täler gegangen und haben Tiefschläge hinnehmen müssen.

Die HG Kunstadt hatte im letzten Jahr einige Probleme und fand lange Zeit nicht zu ihrem Spiel. Dies mündete schließlich in der Trennung von ihrem Trainer Müller. Seit dieser Saison werden die Mannen aus Burgkunstadt von Udo Prediger trainiert, und das mit Erfolg. Die Mannschaft schlug am ersten Spieltag den ASV Cham mit vier Toren Differenz.

Hochkarätiger Neuzugang

Vor allem der starke Stirbati und das Brüderpaar Heublein, das früher in Bad Rodach spielten, sind auf Seiten der Gastgeber zu beachten. Des weiteren hat die HG Kunstadt noch einen hochkarätigen Neuzugang vom THSV Eisenach, André Stegner in ihren Reihen.

Der Selber Trainer Horst Roch kann aus dem Vollen schöpfen, alle Mann sind an Bord. Dieser Zustand war in der vergangenen Saison nur selten gegeben, wo die TS nur drei Spiele mit kompletter Besatzung bestreiten konnte. Roch weiß: "Das erste Spiel darf kein Maßstab sein, da Ansbach es mit der gezeigten Leistung in der Landesliga schwer haben wird." Auch seine Spieler wissen das und haben in dieser Woche wieder hoch konzentriert an neuen Spielvarianten gearbeitet.

Schon immer hitzige Duelle

"Mit der HG Kunstadt hat es schon immer hitzige Duelle gegeben. Wir begegneten uns zumeist auf Augenhöhe, nach dem Spiel am Samstag wird man meine Mannschaft definitiv besser einschätzen können", stellt Roch fest. Die Selber fahren am Samstag völlig ohne Angst nach Burgkunstadt und werden versuchen zwei Punkte zu entführen. Eigentlich kennen sie die generische Mannschaft sehr gut und wissen von ihren Stärken. Die einzige Unbekannte ist der Neuzugang aus Eisenach.

TS Selb: V. Michanek, C. Kropf - Mäsiar, Wiedel, Kirsch, J. Kempf, L. Kempf, M. Kropf, M. Michanek, Wölfel, Röhring, Salom, Korb, Zumpe, evtl. Pauker
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Beitragvon Greenkeeper » 05.10.2009, 07:24

Der starke Wille reicht nicht bis zum Schluss

Handball-Landesliga | Die nicht konstant spielende TS Selb leistet sich in Kunstadt eine unnötige Niederlage.

TS Selb: V. Michanek (1), C.Kropf - J. Kempf (2), Mäsiar (3), Wiedel, Korb, M. Kropf Zumpe (2), Wölfel (3/2), Salom (4), Kirsch (5/1), Röhring, L. Kempf (2 ), M.Michanek (7/1).

Zuschauer: 175.
Schiedsrichter: Walter, Weinig (beide TV Gerolzhofen) leiteten auf beiden Seiten inkonsequent.
Zeitstrafen: je 5. - Rote Karte: Korb (3x2), Kirsch (grobes Foulspiel)

Die Selber Handballer waren nach Burgkunstadt gekommen, um zwei Punkte zu entführen. Die Motivation war groß und der Wille der Mannschaft anfangs auch, allerdings konnte sie diesen nicht über 60 Minuten aufrecht halten. Wie in den vergangenen Partien begegneten sich beiden Mannschaften auf Augenhöhe, doch am Ende hatte das Heimteam die Nase einen Tick weiter vorne.

Das Spiel begann auf Selber Seite hektisch und unorganisiert. Es musste für jedes Tor hart gearbeitet werden, da der Gastgeber mit einer relativ offensiven Abwehr auftrat. So lag die Turnerschaft nach sieben Minuten mit zwei Toren im Hintertreffen (6:4). Jetzt agierte die Selber Mannschaft sowohl in der Abwehr als auch im Angriff konzentrierter, und in der zehnten Minute gab es die erste Führung für Selb durch Salom.

Unnötige Zeitstrafen

Nun folgten vier torlose Minuten, die vor allem durch einige vergebene Chancen auf beiden Seiten gekennzeichnet waren. Beide Teams fingen sich aber wieder, und das Spiel wogte hin und her, ohne dass sich eine Mannschaft deutlich absetzen konnte. Diese Phase dauerte bis zur 20. Minute, und Selb trat gestärkt daraus hervor, spielte nun schnellen und schön anzusehenden Handball, der vom Erfolg und der Pausenführung (12:16) gekrönt war.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste beendet wurde. Selb suchte den freien Mann, der dann zum Torerfolg kommen konnte. Allerdings schwächten sich die Selber Handballer in dieser Phase mit unnötigen Zeitstrafen, was Kunstadt in leichte Tore ummünzte. Die Porzellanstädter ihrerseits hielten dagegen und bauten ihre Führung erneut auf einen Drei-Tore-Vorsprung aus.

In der 43. Minute kam plötzlich ein Bruch ins Selber Spiel. Die Abwehr stand unmotiviert, die Kunstädter Spieler konnten unbehindert in die Wurfzone eindringen und leichte Tore erzielen. Selb hatte große Probleme, die gegnerische Abwehr zu überwinden und verwarf in dieser Phase ein ums andere Mal. So glich Kunstadt in der 47. Minute aus (24:24), ging wenig später sogar in Führung und setzte sich kurz darauf auf zwei Tore ab (27:25). Johannes Kempf verkürzte gleich im Anschluss und Vladimir Michanek erzielte aus dem eigenem Kreis ein direktes Tor zum Ausgleich in der 53. Minute (27:27).

Chance zum Ausgleich

Jetzt hätte nochmals ein Aufbäumen der Selber Spieler kommen müssen, doch dies blieb aus. Die Gastgeber setzten sich wieder leicht ab und gingen in der 58. Minute mit 29:27 in Führung. Die TS bekam den Ball, und Martin Michanek verkürzte erneut. Obwohl die Möglichkeit auszugleichen nochmals gegeben war, wurde der Ball immer wieder zu schnell verspielt. Kunstadt erzielte das 30. Tor, und im Gegenzug sandte Michanek mit der Schlusssirene zum 30:29- Endstand ein.

Die TS Selb kann ihr Leistungspotenzial nach diesem Spiel besser einschätzen, da das erste Spiel gegen Ansbach kein Maßstab war. Die Mannschaft muss sich in der Landesliga nicht verstecken, sondern kann wahrscheinlich jedem Gegner Paroli bieten, wenn die Konzentrationsschwächen in Angriff und Abwehr abgestellt werden.

Am nächsten Samstag gastiert der ASV Cham in der Selber Roland-Dorschner-Halle, der mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist und damit schon mit dem Rücken zur Wand steht. M. K.
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Beitragvon Greenkeeper » 10.10.2009, 12:50

Die Niederlage als Signal

Handball | Die TS Selb glaubt aus dem Spiel in Kunstadt ihre Lehren gezogen zu haben. Gegen Cham sind heute alle an Bord.

Die Handballsaison ist noch jung, die Landesliga noch nicht klar strukturiert. Die Turnerschaft Selb allerdings hat vor dem heutigen zweiten Heimspiel (Anwurf 16 Uhr) gegen den ASV Cham 2:2 Punkte auf ihrem Konto statt möglicher 3:1 oder gar 4:0. Nach dem überzeugenden 28:14-Auftaktsieg gegen Aufsteiger Ansbach musste das Team von Trainer Horst Roch vor Wochenfrist bei der HG Kunstadt eine unnötige 29:30-Niederlage bei der HG Kunstadt hinnehmen. Ein Grund mehr, dass die TS heute an die Vorstellung vom Auftaktspiel anknüpft.

Nun kommt ein bekannter Gegner nach Selb, der sicher nicht aus Dankbarkeit anreist. Denn eben in Selb hat Cham mit einem knappen Sieg im letzten Spiel der abgelaufenen Spielrunde den Abstieg gerade noch verhindert. Auch das Vorrundenspiel dürfte den Selber noch in Erinnerung sein: Selten haben sie in einer solch kalten Halle gespielt - und mit 26:22 gewonnen.

Noch keinen Punkt gewonnen hat bisher der Ex-Bayernligist aus Cham. Das sollte aber die Turnerschaft nicht zu Leichtsinn verleiten. Nicht jedes Spiel läuft so reibungslos an wie die Saisonpremiere gegen Ansbach mit einem überragenden Torhüter Michanek, der in Kunstadt wieder auf normale, das heißt gute Form, zurückfuhr.

Wo steht die Turnerschaft? "Man kann derzeit noch nichts sagen über das Leistungsvermögen der Mannschaften. Erst nach fünf bis sechs Spieltagen können wir uns ein Bild machen", sagt Abteilungsleiter Matthias Herold. Selb freilich müsse auf der Hut sein. Nach den ersten beiden Spieltagen steht mit zwei Siegen unter anderem Aufsteiger Landshut an der Spitze, der in einer Woche in Selb gastieren wird. Im letzten Drittel tummeln sich derzeit sogar hochgehandelte Mannschaften wie die Coburger Zweitliga-Reserve.

Richtige Worte gefunden

Die 29:30-Niederlage sollte, so Trainer Horst Roch, Signalwirkung für alle haben. Denn es müsse eben bis zum Schlusssignal konzentriert gespielt werden. Kommen individuelle Fehler dazu, dann kann ein schon sicher geglaubter Sieg in Minuten zerrinnen - bestes Beispiel eben vor einer Woche.

Das ist indes schon Schnee von gestern. Horst Roch hat in dieser Woche die richtigen Worte gefunden und die nötige Motivation gegeben. Die Spieler werden nicht nur auf mannschaftliche Wiedergutmachung aus sein. Auch der persönliche Ehrgeiz, seine Bestleistung zu zeigen, wird der Schlüssel zum Erfolg sein.

Heute werden alle Mann an Bord sein im TS-Team. Dies ist auch gut so, denn die rückraumstarken Chamer werden keine Geschenke verteilen.
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Beitragvon Greenkeeper » 20.10.2009, 09:44

Zehn Minuten im abgrundtiefen Loch

Handball-Landesliga | Selber Blackout nach der Pause verhilft der TG Landshut zum entscheidenden Vorsprung.

Ein Handballspiel dauert 60 Minuten. Diese Binsenweisheit besagt, dass manch Unwahrscheinliches möglich ist in dieser Sportart. Schon zehn Minuten aber können genügen, um eine Mannschaft derart aus der Bahn zu werfen, dass sie anschließend das Unwahrscheinliche nicht mehr schaffen kann. Zehn Minuten, in denen fast alles Gelernte und Antrainierte vergessen scheint, in denen der Gegner freie Fahrt erhält. Zehn solche Minuten lösten in Selb eine Landshuter Torlawine aus, die die TS-Hoffnungen auf den dritten Saisonsieg verschütteten.

TS Selb: V. Michanek, ab 42. Min. C. Kropf - J. Kempf (1), L. Kempf (1), Kirsch (1), Korb, M. Kropf , Mäsiar (11/5), M. Michanek (6), Röhring, Salom, Wiedel, Wölfel (1), Zumpe (3).

Schiedsrichter: Gruner/Kreuler (Kitzingen) waren uneins, unsicher und zeitweise zu sehr bemüht, keine Heimschiedsrichter zu sein.

Zuschauer: 300. - Siebenmeter: Selb 5/5, Landshut 1/1. - Zeitstrafen: Selb 5, Landshut 2. Rote Karte: C. Kropf (Selb/60. Min./Unsportlichkeit).

Alles schien wunderbar angerichtet zu sein. Deutlich mehr Zuschauer als in den ersten beiden Heimspielen schufen eine starke Stimmung im Zusammenspiel mit zwei Teams, die in der ersten Halbzeit eine ansehnliche Mischung aus Technik und Kampf boten und sich nichts schenkten. Die Niederbayern überraschten mit einer flexiblen und offensiven Abwehr die Selber, die ihrerseits in der Defensive "zu viel standen", so Trainer Horst Roch. Der tat nach zehn Minuten bei 2:5-Rückstand das einzig Richtige, nahm eine Auszeit, und die wirkte. Drei Landshuter Angriffe wurden abgeblockt und mit Kontertoren von Mäsiar und Zumpe abgeschlossen. Martin Michanek traf drei Mal aus der Hüfte, erst direkt, dann dem zunächst schwachen Gästeschlussmann durch die Hosenträger, schließlich abgefälscht. Sein Bruder parierte hinten gewohnt sicher, und nach 19 Minuten führte die TS mit 10:7. Und da Mäsiar auch weiter nicht zu bremsen schien und neben anderen sehenswerten Treffern auch die Strafwürfe sicher verwandelte, schien sein Team eine sichere Führung in der Halbzeit anzusteuern. Das Übel aber begann vielleicht schon in den letzten Sekunden davor, als sich Selb das unnötige 13:15 einfing. Nach der Pause brachen dann alle Dämme. Ein nahezu zehnminütiges Abtauchen seiner Mannschaft in einem abgrundtiefen Leistungsloch konnte der Trainer nicht erklären. Technische Fehler und Ballverluste in Serie ermöglichten es den Gästen, zwischen der 35. und 41. Minute aus einem 15:14 ein 16:22 zu machen. Der Frust ob der eigenen Schwäche war offenbar groß, denn die TS fing sich in diesem Teil des Spiels auch noch zwei Zeitstrafen ein, was dem Trainer auch noch die Chance nahm, erneut mittels Auszeit den Kurs der Seinen zu korrigieren.

Die fingen sich dann, als wieder sechs gegen sechs Feldspieler auf der Platte standen und nun Carsten Kropf ein sicherer Rückhalt war. Nun gelangen Landshut in 14 Minuten nur zwei Treffer, Selb zumindest fünf. Zu wenig freilich, weil die Gästeabwehr weiterhin aggressiv und beweglich agierte und zu wenig Schnelles oder Originelles von den Gastgebern kam. In deren Reihen fand sich keiner, der die Sache wirklich in die Hand nahm. Und als Rochs Truppe nach 52 Minuten tatsächlich bis auf 22:24 herangekommen war, "da spielten die Schiedsrichter nicht mit", nicht nur nach des Trainers Urteil. Beim Anschlusstreffer sahen sie den Schützen Zumpe im Kreis, auf der Gegenseite nach einer Kropf-Parade den Ball nicht im Aus und ermöglichten den Gästen das 25:22 im Nachwurf. Und als nun der vorher mit leichteren Würfen warmgeschossene Gästeschlussmann auch noch gegen Mäsiar parierte, war die Partie gelaufen. Mit der im Lande gängigsten verbalen Entgleisung fing sich Schlussmann Kropf kurz vor Schluss noch die rote Karte ein.

Die war genauso unnötig wie die Niederlage. "Wir haben uns zwei Mal selbst geschlagen", bilanzierte Trainer Roch, an das 29:30 bei der HG Kunstadt erinnernd. Die hatte in der Vorwoche ohne einige Stammspieler in Landshut deutlich geführt und am Ende gewonnen. "Vielleicht haben wir diesen Gegner dann unterbewusst unterschätzt", mutmaßte der Trainer, um sogleich einen entscheidenden Unterschied zu benennen: "Die wollten in jeder Sekunde die zwei Punkte haben." Zwei Punkte hängen für Selb in den kommenden Wochen ziemlich hoch: erst bei Aufsteiger Partenstein, der gerade einen Coup in eben diesem Kunstadt gelandet hat, und dann gegen Titelanwärter Erlangen II. "Bei diesen Krachern sehen wir, wo unsere Reise weiter hingeht", kündigt Horst Roch an - und dürfte hoffen, dass sie auf eine Strecke ohne tiefe Löcher führt.
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Beitragvon Greenkeeper » 24.10.2009, 08:54

Redebedarf gedeckt, Landshut abgehakt

Einigen Redebedarf gab es am vergangenen Samstag bei den Landesliga-Handballern der Turnerschaft Selb nach der Heimniederlage gegen Landshut. Die Enttäuschung saß tief, dass eine kurze Schwächephase den dritten Heimerfolg verhinderte. Auch Abteilungsleiter Matthias Herold war bedient. "Vor einer so tollen Kulisse darf man so ein Spiel nicht leichtfertig durch elf Minuten ,Nichthandball' herschenken. Die Landshuter waren doch selbst überrascht, wie leicht sie den Sieg am Ende mit nach Hause fahren konnten."

Statt 6:2-Punkte haben die Roch-Schützlinge nun als 4:4 auf dem Konto - und die kommenden Aufgaben haben es wahrlich in sich. Am heutigenm Samstag (19.30 Uhr) treten die Selber beim starken Aufsteiger TSV Partenstein (2.) an, eine Woche später gastiert der Tabellenführer HC Erlangen II in Selb, dann geht es nach Stadeln.

Herold denkt aber trotz der schweren Aufgaben nicht an einen Absturz in die hintere Tabellenregion, er will vielmehr den Abstand zu den vorderen Teams verkürzen. "Vielleicht kommt unserer Mannschaft ja jetzt der Auswärtsauftritt in Partenstein gerade recht. Der Anspruch und der Druck vor der Partie gegen Landshut war wohl doch zu hoch." Und von der weitesten Reise dieser Saison wollen die Selber natürlich nicht mit leeren Händen heimkehren. Mit Teamgeist, Kampf und einem wieder fitten Kirsch soll zumindest ein Punkt entführt werden.
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Beitragvon Greenkeeper » 26.10.2009, 07:58

Selb verschenkt Punkte in Überzahl

TS Selb: V. Michanek, Köhler - J. Kempf (4), Mäsiar (5), M. Michanek (6/1), Pauker, Korb, Kropf, Zumpe (1), Salom (2), Kirsch (2), Röhring (6/2), L. Kempf (2).

Schiedsrichter: Herberth (HG Zirndorf), Schwarz (MTV Stadeln) leiteten konsequent. - Zuschauer: 250. - Zeitstrafen: Partenstein 6, Selb 5.

Die Mannschaft der Turnerschaft musste in diesem Spiel nach fast vierstündiger Anfahrt bis Frammersbach im Spessart gleich drei Ausfälle hinnehmen. Wölfel und Wiedel waren aus privaten Gründen verhindert, und Carsten Kropf ist nach seiner roten Karte im jüngsten Spiel bis 16. November gesperrt. Aus diesem Grund fuhren Pauker und zum ersten Mal Felix Köhler, der dritte Torhüter, mit zum Spiel.

Dieses begann auf beiden Seiten hektisch und wogte bis zur 11. Minute hin und her. Dann besann sich Selb auf seine Angriffsvarianten, spielte seine Spielzüge bis zum Ende durch und suchte immer den frei stehenden Mitspieler. So erarbeiteten sich die Porzellanstädter ein 14:9 nach 20 Minuten. Dies war auch einer starken Leistung von Vladimir Michanek geschuldet, der in der ersten Halbzeit die Hälfte aller auf sein Tor kommenden Bälle parierte. Die Selber schufen mit ihrer starken Leistung eine angenehme, aber nicht beruhigende Pausenführung von drei Toren (14:17).

Um den immer wiederkehrenden schwachen zehn Minuten in der zweiten Halbzeit entgegenzutreten, kehrten die Mannen von Trainer Horst Roch dieses Mal früher aufs Parkett zurück und hielten sich noch ein wenig warm. Diese Maßnahme hatte scheinbar auch Erfolg, denn die Handballer der Turnerschaft bauten in den ersten Minuten der zweiten Hälfte ihre Führung auf fünf Tore aus. Jetzt allerdings fielen die Selber wieder in ihr typisches Loch, in dem sie immer das Handballspielen vergessen und es dem Gegner zu leicht machen, Tore zu erzielen. Diese inkonsequente Spielführung ermöglichte dem Überraschungszweiten Partenstein nach einer Serie von fünf Toren in Folge den Ausgleich. Danach setzte sich Partenstein dann sogar leicht ab, und Selb lief plötzlich einem Rückstand hinterher.

Die Selber glichen jedoch fünf Minuten vor Schluss nochmals zum Stand von 27:27 aus. Jetzt wurde es auf beiden Seiten wieder hektisch und ruppiger. Beide Mannschaften bekamen kurz vor Ende der Partie unnötige Zeitstrafen. Selb wurde zweieinhalb Minuten vor Abpfiff dezimiert, Partenstein genau zwei Minuten vor Schluss. Die Heimmannschaft beging dann noch den Fehler, mit sechs Aktiven weiter zu spielen, was zu einer zusätzlichen Zeitstrafe und Ballbesitz für Selb führte. Nun konnten die Selber beim Spielstand von 28:28 bis zum Ende in Überzahl spielen. Aber die Spieler von Horst Roch brachten es nicht mehr fertig, gegen vier Spieler ein Tor zu erzielen, und Partenstein traf im Gegensatz dazu noch zwei Mal ins Selber Gehäuse, auch dank sehr gutmütiger Auslegung der Zeitspielregelung durch die beiden ansonsten gut leitenden Schiedsrichter.

In zwei Wochen kommt Tabellenführer Erlangen in die Porzellanstadt. Der hat gerade mit 33:12 gegen die HG Kunstadt gewonnen und wird ein sehr harter Brocken. Die Selber müssen nun endlich wieder anfangen, ihren gewohnten Stil bis zum Ende durchzuziehen, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden.
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Beitragvon Greenkeeper » 06.11.2009, 07:42

"Zu viel grübeln bringt nichts"


Nur nicht zu viel grübeln: Horst Roch versucht, aus den Selber Handballern deren wahres Leistungsvermögen herauszukitzeln.

Horst Roch, vor drei Wo chen, nach dem letzten Heimspiel ihrer Mannschaft, waren sie ein wenig ratlos, nachdem sie in zehn Minuten den Sieg verspielt hatte. Vor zwei Wochen in Partenstein kam das Selber Loch etwas später und brachte die nächste unnötige Niederlage. Sie haben doch bestimmt die vergangenen beiden Wochen genutzt, um an der Schwäche zu arbeiten?

Natürlich, und wir haben das gemeinsam getan. Der nächste Versuch soll so aussehen: Wir spielen mit einer Formation länger durch und wechseln später. Oder wir wechseln häufiger. Vielleicht kommt unser Loch daher, dass einige aus der Stammsechs zu lange am Ende der ersten Halbzeit und in der Pause Ruhe haben und zu sehr runterfahren.

Jetzt kommt am Samstag der souveräne Tabellenführer, die Zweitliga-Reserve aus Erlangen, nach Selb. Es ist ein abgedroschener Spruch, der aber dennoch gilt: Das ist eines der leichtesten Spiele.

Das ist es in der Tat. Wobei ich dabei bleibe: Wir können auch mit diesem Team nicht nur mithalten, sondern gegen dieses Team bestehen. Bei den beiden Siegen gegen Ansbach und Cham haben 20 Minuten Normalform gereicht. Wenn wir am Samstag 60 Minuten Topform bringen, dann wird sich auch Erlangen hart tun.

Wenn dem Außenseiter Selb der Coup aber nicht gelingt, dann hat er 4:8 Punkte auf dem Konto, muss dann nach Stadeln und empfängt Gerolzhofen - auch keine Laufkundschaft. Plötzlich könnten Sie sich dort wiederfinden, wo sie nun überhaupt nicht hinwollten in dieser Saison: in der Nähe der Abstiegsränge.

...und schön würde sich die Binsenweisheit bestätigen, dass für einen Aufsteiger das zweite Jahr in den höheren Liga das schwierigste ist. Sicher haben uns im Vorjahr manche Gegner unterschätzt. Und wenn du mal in einem Loch drin bist, dann kann es dauern, bis du wieder raus kommst.

Noch ist die TS Selb nicht tief drin im großen Loch. Oder belasten die unnötigen Niederlagen das Nervenkostüm?

Wir wissen, dass wir gegen Mannschaften verloren haben, die nicht besser waren. Die Moral passt. Die Jungs haben selbst gerätselt. Aber zu viel grübeln bringt nichts. In den Köpfen der Spieler sehe ich kein Problem.

Fehlt vielleicht in den kritischen Situationen auch eine Figur, die Initiative ergreift, sich traut oder mal das Spiel verlangsamt, wie es im Vorjahr Neuzugang Merten Müller war?

Das ist möglich. Auf Müller können wir allerdings in der Vorrunde nicht mehr setzen. Er ist beruflich derzeit in den Niederlanden. Und die Typen haben wir. Sie müssen nur in der Hitze des Gefechts hellwach und kühl sein.

Neuzugang Sebastian Wölfel wäre das doch ebenfalls zuzutrauen?

Sein Problem ist, dass er als Monteur unterwegs ist und nur unregelmäßig trainieren kann. Aber der wird sich noch deutlich steigern.

Stichwort trainieren: Ist es wie im Vorjahr, dass Sie nur Freitags den Großteil der Spieler beieinander haben?

In der Tat. Die Tschechen haben Schichtarbeit, unsere Studenten wie Rick Zumpe sind wochentags einfach nicht da. Aber das ist nicht anders als in der vergangenen Saison. Und damit sind wir auch zurechtgekommen. Es klingt banal: Die Jungs wissen, was sie können. Sie müssen es nur umsetzen. Möglichst die ganzen 60 Minuten lang.
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Beitragvon Greenkeeper » 10.11.2009, 07:52

Tröstender Applaus für nie aufsteckende Selber Handballer

Die Stärke der bislang noch unbesiegten Zweitliga-Reserve des HC Erlangen neidlos anerkennen muste die Landesliga-Handballer der Turnerschaft Selb, die sich bei der 25:30-Heimniederlage noch achtbar aus der Affäre zog.
Die 250 Zuschauer in der Roland-Dorschner-Halle spendeten den nie aufsteckenden Selbern nach der Schlussirene den verdienten tröstenden Applaus
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Beitragvon Greenkeeper » 14.11.2009, 14:54

TS Selb will Wende herbeiführen

Geht es mit den Landesliga-Handballern der TS 1887 Selb weiter abwärts oder gelingt den Schützlingen von Trainer Horst Roch nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder die Wende? Einfach wird es sicherlich nicht, am Sonntag (16 Uhr) beim Tabellenfünften MTV Stadeln, der seine bisherigen drei Heimspiele allesamt gewonnen hat. Doch aussuchen können sich die Selber ihre Gegner jetzt nicht. Es muss wieder gepunktet werden.
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