Ein fast perfekter Auftakt, 27:27 (13:15) Remis in Haßloch
(dk) Einen (fast) perfekten Saisonstart erwischten die Regionalligahandballer der HSG Pohlheim bei ihrem 27:27 (13:15) Unentschieden gegen die TSG Haßloch. Nach der Partie waren sich Alle, Heim wie Gast, darüber einig das es für die Pohlheimer eher ein Punktverlust und für die Pfälzer ein Punktgewinn war, bestimmten die Mittelhessen doch über weite Strecken Spiel und Gegner und drückten der spannenden und hochklassigen Partie ihren Stempel auf, um sich erst in den hektischen Schlussminuten mit einer Punkteteilung zufrieden geben zu müssen.
Pohlheims neuer Trainer Marius Naidin formulierte das Geschehen denn eher moderat, wenn er von "einem Punkt gegen den Abstieg" sprach und "fehlende Cleverniss in den Schlussminuten" bei seiner jungen Truppe monierte. Ganz anders da das Fazit von Haßlochs Trainer Richard Schlüte, der voll des Lobes für das Auftreten der HSG Pohlheim war: "58 Minuten waren die Pohlheimer uns überlegen, besser im Verhalten eins gegen eins und besser im Kombinationsspiel, besser im Abwehrverhalten, wir können glücklich sein noch einen Punkt geholt zu haben."
Was die rechte Rückraumachse mit Benni Billek auf der Mittelposition, Stefan Lex und Kapitän Mathias Kartak auf der Rechtsaussenposition den 470 Zuschauern im Haßlocher Sportzentrum bot war schon sehenswert, so der Ableger von Lex zu Kartak und das 2:0 bereits in der 3. Spielminute. Die beiden 20 und 19 Jahre alten Youngster Billek und Lex waren über die gesamte Spielzeit nicht in den Griff zu bekommen von der Haßlocher Abwehr und sorgten ein ums andere Mal für sehenswerte und überraschende Treffer, wie das 5:8 (15.) nach schöner Einzelleistung von Lex oder das 9:12 (23.) durch Billek in Unterzahl aus dem Rückraum. Die Mittelhessen waren eindeutig Herr der Lage, gestützt auf eine aggressive Abwehrarbeit und einem disziplinierten Angriffsspiel lagen sie in den ersten 30 Minuten ständig mit zwei oder drei Toren in Führung, und da war auch Trainer Naidin rundum zufrieden: "Wir haben in der ersten Halbzeit alles umgesetzt, was ich vorgegeben habe."
Einen ersten leichten Durchhänger hatten die HSG zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff, als Lex und Billek zum Verschnaufen auf der Bank saßen und das Pohlheimer Spiel etwas holpriger wurde. Die aufopfernd kämpfenden Gastgeber um Kevin Seelos im halblinken Rückraum, der mit seinem sechs Feldtoren seine Farben im Spiel hielt, markierten in der 40. Minute durch Kevin Forler den 20:20 Ausgleich und gar eine Minute später durch Dalius Rasikevicius die Führung zum 21:20 für den letztjährigen Tabellenachten der Regionalliga Südwest. Die Partie schien zu Ungunsten der Gäste zu kippen, aber die Pohlheimer hielten dagegen, wenn sie auch jetzt einige Male an dem überragenden Frank Pagel im Gehäuse der TSG scheiterten. Jan Philipp Hoepfner eroberte mit einem sehenswerten Treffer beim 22:23 (46.) die Führung für seine Farben wieder zurück. Bis drei Minuten vor dem Ende nun die Pohlheimer ständig mit einem Tor vorne, und erst tragischerweise in Überzahl gerieten sie nach einem Stürmerfoul von dem ansonsten überragenden Stefan Lex doch noch einmal beim 27:26 (59.) durch Peter Bohunicky in Rückstand, aber der gerade eben gescholtene Lex machte im Gegenangriff mit energischem Einsatz seinen Lapsus zum mehr als verdienten 27:27 Endstand wieder gut.
"In den Schlussminuten haben wir die Übersicht verloren, aber meine Mannschaft ist noch jung, daran können wir arbeiten", so Trainer Naidin, den Blick nach Vorne gerichtet.
Quelle:
www.hsg-pohlheim.de