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NordhessenPower Oberliga
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Verfasst am: 19.01.2009, 21:05 Titel: TV Gelnhausen - SVH Kassel 24:31 (12:15) |
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Greiner zeigt gegen TVG alte Klasse
Gelnhausen hält gegen Kassel lange mit und verliert am Ende doch deutlich - Indset mit überragender erster Halbzeit
Frank Kaminski
GELNHAUSEN. Nico Greiner grinste beim Abpfiff, in den Gesichtern der TVG-Spieler stand Enttäuschung. Der Kreisläufer des Handball-Regionalligisten SVH Kassel, der von 2002 bis 2005 für den TV Gelnhausen gespielt hatte, war der Mann des Abends beim am Ende doch deutlichen 31:24 (15:12)-Sieg seines Teams in der Großsporthalle. Der 28-Jährige erzielte druckvoll das erste Tor der Partie (2.) und war in der zweiten Halbzeit bester Mann auf dem Spielfeld. "Gelernt ist gelernt", nahm Greiner auch die Glückwünsche seines Ex-Trainers Sergej Budanow, jetzt Sportlicher Leiter in Gelnhausen, lächelnd entgegen. Dieser attestierte dem bulligen Athleten einen "überragenden Auftritt". In der Tat: Greiner war auch von zwei oder drei Gegenspielern kaum zu stoppen. Er erzielte vier Tore selbst, holte gleich eine Handvoll Siebenmeter heraus, schaffte jede Menge Platz für seine Nebenleute und wusste auch in der Abwehr meist, was zu tun ist. Er spielte so, wie ihn das Publikum aus Gelnhäuser Zweitligazeiten noch in Erinnerung hatte. "Klasse, was er vor allem nach dem Seitenwechsel gezeigt hat", klopfte ihm schließlich auch SVH-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson auf die Schulter. Doch der Gelobte gestand auch etwas Wehmütigkeit ein: "Es hat Spaß gemacht, wenn auch ein Sieg gegen Gelnhausen ein komisches Gefühl ist: Ich hatte hier eine klasse Zeit und das schwingt immer mit."
Kassel feierte den erwarteten Erfolg - dennoch: Bis zur 47. Minute war Gelnhausen dem Favoriten eng auf den Fersen. Marc Stallmann und Philipp Schwaab hatten den TVG, der meist drei Treffer im Rückstand lag, auf 20:21 herangebracht. Aber wie auch beim 10:9 (22.), der einzigen Gelnhäuser Führung der Partie, oder beim 12:12 (25.), dem letzten Gleichstand, konnte Gelnhausen den Druck nicht aufrecht erhalten. "Wir hatten insgesamt zu wenig Power aus dem Rückraum", wusste Rack. Thomas Nielsen war im Angriff diesmal gedanklich nicht schnell genug, Jan Wacker und Philip Deinet (nach gerade überstandener Bauch-OP) fehlten Kraft und Wucht. Und auch das Spiel über den Kreis suchten die Gastgeber viel zu selten, Oliver Hubbert hätte sich deutlich mehr Anspiele gewünscht.
So profitierte Kassel in diesem Duell von der Klasse einzelner Spieler, war aber als Team nicht so überzeugend wie etwa Gensungen/Felsberg oder Saarlouis bei ihren Erfolgen in Gelnhausen. "Es stimmt, an der Abstimmung müssen wir noch arbeiten. Wir haben derzeit fast keine Synergien", musste auch Greiner zugeben. Neben ihm glänzten Spielmacher Alexander Koke und in der ersten Halbzeit der wurfgewaltige Matthias Aschenbroich, der aber nach 20 Minuten mit gezerrtem Oberschenkel seinen Dienst quittieren musste. Die immer wieder auftretenden Abstimmungsprobleme bei den Nordhessen wusste Gelnhausen allerdings zu nutzen. Das Team von Louis Rack kämpfte und hatte in Anders Indset und Jasmin Camdzic zwei Akteure auf dem Parkett, die den SVH-Leistungsträgern ebenbürtig waren. Indset gelangen überragende neun Treffer in der ersten Halbzeit, Camdzic lieferte einmal mehr 60 souveräne Minuten ab. In der Schlussphase waren dann allerdings scheinbar von der einen auf die andere Sekunde alle Kräfte verbraucht: von 20:21 fiel Gelnhausen auf 21:26 (53.) zurück - die Entscheidung. Neben der Energie fehlte am Ende ganz einfach auch die Durchschlagskraft: Indset konnte im zweiten Durchgang keinen Treffer mehr nachlegen, Wacker (1), Nielsen (1) und Deinet (ohne Tor) blieben deutlich unter Form. "Dennoch: Wir haben insgesamt ein gutes Spiel abgeliefert", lobte Rack das Engagement seines Teams. |
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NordhessenPower Oberliga
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Verfasst am: 19.01.2009, 21:06 Titel: |
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SVH macht Fortschritte
Regionalliga-Handballer gewinnen in Gelnhausen im Endspurt mit 31:24
GELNHAUSEN. Trainer sind selten zufrieden. Da macht Adalsteinn Eyjolfsson von der SVH Kassel keine Ausnahme. Nach dem 31:24 (15:12)-Erfolg seiner Regionalliga-Handballer beim TV Gelnhausen war der Coach allerdings erfreut über die Leistung seines Teams. "Es waren deutliche Fortschritte zu erkennen. Wir wollten mit einer aggressiven Deckung Druck ausüben und klar strukturierte Angriffe spielen. Das ist gelungen", berichtete der isländische Coach der Harleshäuser.
Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht die Freude des Trainers. Nur drei technische Fehler leistete sich die SVH, die ohne den erkrankten Benjamin Kress nach Gelnhausen gereist war, in der ersten Hälfte. So übte Eyjolfsson nur am Deckungsverhalten leichte Kritik. "Obwohl wir nur zwölf Gegentreffer hinnehmen mussten, bin ich der Meinung, dass wir nicht kompakt genug standen", lautete das Fazit der ersten 30 Minuten, in denen die SVH nach einer 3:0-Führung die Gastgeber bis zum 12:12 nicht abschütteln konnte. Erst in den letzten vier Minuten vor dem Pausenpfiff stellten die Kasseler den anfänglichen Drei-Tore-Vorsprung wieder her. So blieb der einzige Wermutstropfen der ersten Hälfte die Tatsache, dass der bis dahin treffsichere Matthias Aschenbroich nach 20 Minuten aufgrund von Beschwerden im Oberschenkel ausscheiden musste.
Der zweite Spielabschnitt verlief dann so, wie Eyjolfsson sich das vorgestellt hatte. "Die Deckung hat sich gesteigert, und im Angriff haben wir sehr diszipliniert gespielt", sagte der Coach. Dennoch gelang es Gelnhausen, bis zum 20:21 (45.) immer auf Tuchfühlung zu bleiben. "Dann sind wir weggezogen, genau das war der Plan, und er ist aufgegangen", freute sich der Isländer. "Wir haben eine kompakte Mannschaftsleistung gezeigt, lediglich sieben technische Fehler gemacht, nur 24 Gegentore hinnehmen müssen und über 30 Tore geworfen. So kann es weitergehen." (cl)
SVH: Stange, Deussen; Sharnikau (n.e.), Tataraga (3), Reinbold, Koke (9/4), Lindt (5), Lohrbach (2/1), Aschenbroich (4), Botte (3), Ditzel (1), Greiner (4) |
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