Alles neu beim TV Nieder-Olm
Trainer Holger Kienast gibt mit Heimspiel gegen Offenbach seine Premiere
Quelle:
http://www.main-rheiner.de/region/objek ... id=3431042 Vom 12.09.2008
Neues Team, neuer Trainer, neue Trikotfarbe. Es hat sich einiges getan beim TV Nieder-Olm. Am Samstag (19.30 Uhr) startet die Mannschaft von Trainer Holger Kienast mit einem Heimspiel gegen den TV Offenbach in die neue Handball-Regionalligasaison.
Von Dennis Rink
Eine Saison, die wohl erst nach den ersten Partien zeigen wird, zu was der "neue" TV Nieder-Olm zu leisten im Stande ist. "Wir wollen uns im oberen Mittelfeld etablieren und einen attraktiven Handball spielen", formuliert Kienast das Saisonziel, schränkte jedoch ein: "Ob das funktioniert, werden wir aber erst nach ein paar Spielen sehen." Das wahre Potenzial der Rheinhessen ist wohl eine der großen Unbekannten der neuen Regionalligasaison.
Abgewanderten Leistungsträgern wie Mathias Konrad (TSG Groß-Bieberau), Markus Herberg (SG Saulheim), Manuel Pfaff (TG Osthofen), Frank Weitz (TuS Dotzheim) und Torwart Thomas Möbus folgte eine Mischung aus talentierten und erfahrenen Neuzugängen. Während Rechtsaußen Felix Niedermayer, der von der TG Rüsselsheim kam, durch seine Unbekümmertheit besticht, soll der zweitliga-erprobte Jörn Laufersweiler (TuS Dotzheim) dem TVN in dieser Spielzeit durch seine Erfahrung Halt geben. "An den beiden werden wir noch eine Menge Spaß haben", verspricht Kienast. Niedermayer sei einfach ein "riesen Vollstrecker" und Laufersweiler könne an einem guten Tag "auch seine zehn Buden machen".
Die durch den Weggang von "Muskel" Herberg entstandene Lücke am Kreis sollen Kai Cieplinski (TuS Wörrstadt) und Eigengewächs Michael Tillinger schließen. Da dem neuen Abwehrblock im Vergleich zu dem bisherigen doch einige Zentimeter an Körpergröße fehlen, werden die Nieder-Olmer in dieser Spielzeit vermehrt auf eine 3:2:1-Abwehr zurückgreifen. "Wir sind ein eher kleines Team und müssen aus diesem vermeintlichen Nach- einen Vorteil machen", erklärt Kienast, der vor allem die Schnelligkeit seiner Rückraumspieler als Trumpf ausspielen will.
Sven Gaubatz, Jan Ludwig und Keeper Florian Bettin (alle eigene Jugend) komplettieren den Kader, der in die großen Fußstapfen der Vergangenheit treten soll. Ob es, wie im Vorjahr, zum vierten Tabellenplatz reichen könnte, will Kienast nicht voraussagen. "In diesem Team steckt eine Menge Potenzial. Wenn die Jungs es schaffen, 60 Minuten diszipliniert zu spielen und sich zu quälen, dann können wir jedes Team schlagen. Im Gegenzug können wir aber auch von jedem Team geschlagen werden." Genau nach diesem Schema verlief auch die Vorbereitung der Nieder-Olmer. Viel Licht, aber auch viel Schatten gab es für die Verantwortlichen des TVN zu sehen.
Überzeugende Auftritte wie gegen den Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen (31:43) wechselten sich mit eher bescheidenen Vorstellungen wie beim eigenen Jupp-Schütz-Turnier, als man nur den vorletzten Platz belegte, ab. "Insgesamt bin ich aber mit der Vorbereitung zufrieden. Das Team hat sich trotz der vielen neuen Spieler gut eingespielt", zieht Kienast ein positives Fazit und ist deshalb auch für die Auftaktpartie gegen Offenbach guter Dinge. "Die ersten 20 Minuten werden entscheidend sein. Wer sich dort absetzt, wird gewinnen. Deshalb werden wir von der ersten Minute an Vollgas geben und lassen uns in eigener Halle nicht die Butter vom Brot nehmen", verspricht Kienast und hofft, dass die neuen weißen Trikots der Nieder-Olmer möglichst lange unbefleckt bleiben...