Ängstlicher HC Creußen überläßt Schönwalder Handballer die Punkte kampflos
War es der eindrucksvolle Hinspielsieg, als sich der TV Schönwald in Creußen, trotz vieler Experimente, mit 30:18 durchsetzen konnte, oder war es die Angst vor der eigenen Courage welche die Verantwortlichen des HC Creußen veranlaßte 3 Stunden vor Spielbeginn, trotz spielfähiger Mannschaft, bekanntzugeben, daß man nicht gewillt sei in Schönwald anzutreten? Die Vermutung jedenfalls liegt nahe, daß man sich, angesichts eines gesicherten Mittelfeldplatzes, auf sportlich sehr grenzwertige Weise versuchte um eine wahrscheinlich deftige Abreibung herumzukommen. Wäre die Anfrage aus Creußen noch 24 Stunden vor Spielbeginn gekommen, hätte man sich noch um einen Ersatztermin bemühen können. So stand man vor vollendeten Tatsachen und der bereits anwesende Schiedsrichter mußte den kampflosen Schönwalder Sieg protokollieren. Neben dem wirtschaftlichen Schaden, welcher nur teilweise auf den HC Creußen abgewälzt werden kann, hat diese Aktion vor allem sportlich gesehen einen faden Beigeschmack. Jeder Sportler möchte Punkte im sportlichen Wettbewerb und nicht am grünen Tisch erringen. Noch schlimmer jedoch hätte es kommen können, wenn der einzig verbliebene Verfolger die HSG Fichtelgebirge II im Auswärtsspiel beim heimstarken TV Marktleugast Federn gelassen hätte. Dann nämlich wäre der TV Schönwald an diesem Wochenende vorzeitig Meister geworden, ohne auch nur einen Ball gesehen zu haben. Dieser Super-Gau blieb Schönwald und dem Handballsport in der Region, aufgrund eines eindrucksvollen Sieges der HSG, erspart. Ab sofort gilt die volle Konzentration von Spielertrainer Hammer und seinen Mannen der schweren Auswärtshürde am kommenden Samstag 18:30 Uhr beim TV Gefrees. Der TV Schönwald hat es dort selbst in der Hand, einen Sieg vorausgesetzt, die Meisterfeierlichkeiten direkt nach Spielende beginnen zu lassen. In diesem Sinne hoffen wir, daß es bald wieder mehr Oster-, als Angsthasen gibt.
