In der vergangenen Saison schrammten die Handballerinnen des VfL Günzburg nur knapp am Aufstieg in die Bayernliga vorbei, wurden am Ende Vizemeister der Landesliga Süd. Und genau daran werden die Weinroten heuer auch gemessen. Die Erwartungshaltung ist enorm, auch Trainer Robert Mayer macht daraus keinen Hehl: "Wenn man im Vorjahr auf Platz zwei stand, will man ein Jahr später natürlich nicht nur um den Klassenerhalt spielen." Von Anfang an wolle man an der Tabellenspitze mitspielen.
Neuzugänge sucht man im Kader des VfL vergeblich. Weil Torfrau Janine Schuller die gesamte Saison über verletzungsbedingt ausfällt, wurde Bianca Altaner reaktiviert. Die Günzburgerinnen bauen auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit. "Wir sind eingespielt und ich gehe davon aus, dass wir auch stärker sind", meint Mayer, der in dieser Runde von Harald Jekel unterstützt wird. Vor allem im Angriffsspiel sei das Team noch variabler - weil daran in der Sommerpause ganz speziell gearbeitet wurde. Der Schlüssel zum Erfolg bleibt jedoch der gleiche: Über eine offensive Abwehr sollen Bälle gewonnen werden, die dann über schnelles Spiel nach vorne möglichst auch verwertet werden.
Da die drei bisherigen Landesligen mit Beginn dieser Saison zu zwei Spielklassen zusammengelegt wurden, betreten auch die Günzburgerinnen weitestgehend Neuland. "Es sind viele Unbekannte dabei", sagt Mayer. Die Liga sei daher enorm schwer auszurechnen. Zum Favoritenkreis zählt Mayer hauptsächlich die bekannten Gegner aus der Süd-Gruppe: Neben der DJK Taufkirchen und dem PSV München auch Aufsteiger TSV Aichach.
Zum Saisonauftakt erwarten die VfL-Frauen am Samstag (19.30 Uhr) mit dem SV Wacker Burghausen einen Bayernligaabsteiger. Informationen über den Verein und dessen Spielweise fehlen Mayer. Angst hat er dennoch nicht. "Wir wären beinahe aufgestiegen, Burghausen ist abgestiegen. Das heißt, wir sollten zumindest ebenbürtig sein", sagt er. Insgeheim lautet das Ziel jedoch anders: "Natürlich wollen wir richtig erfolgreich aus den Startlöchern kommen", meint Mayer, der am Samstag auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.
