von NordhessenPower » 21.09.2008, 19:16
Geschrieben von Rhein Zeitung
Freitag, 19. September 2008
Handball: Regionalligist trifft am Sonntag auf den Aufstiegsfavoriten Saarlouis - HSG-Trainer: Wir sind krasser Außenseiter
Eine schwere Partie steht den Handballern der HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim bevor. Die Mannschaft trifft am Wochenende auf den Aufstiegsfavoriten aus der Regionalliga. Sowohl Trainer als auch Spieler sind sich bewusst, dass sie kein leichtes Spiel mit dem Team der HG Saarlouis haben werden.
MÜLHEIM-KÄRLICH. Zum ersten Heimspiel der Saison erwarten die Handballer von Regionalligist HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim am Sonntag um 17 Uhr niemand Geringeren als den Aufstiegsaspiranten Nummer eins, die HG Saarlouis. HSG-Trainer Hilmar Bjarnason hofft, dem klaren Favoriten wenigstens ein paar Steine in den Weg legen zu können.
Die Abwehr macht den Weg zum Tor für HSG-Spieler Andreas
Israel (am Ball) dicht. Auch beim Spiel am Samstag dürfte es für
die Mannschaft nicht ganz einfach werden.
Bjarnason ist sich bewusst, dass es kein leichtes Spiel für seine Mannschaft werden wird: "Wenn man mal überlegt, dass am letzten Wochenende 1800 Zuschauer in Saarlouis waren, dann sprechen wir hier schon von ganz anderen Voraussetzungen. Die spielen da mindestens eine Liga höher als wir."
Bestückt mit wertvollen Spielern wird die HG sicherlich auch im Mülheimer Schul- und Sportzentrum keinen Zweifel an ihren Ambitionen um die Tabellenführung lassen. "Mit meinen Freund Christoph Barthel hat die HG einen exzellenten und ehrgeizigen Trainer verpflichtet. Er macht seine Sache sehr gewissenhaft und wird sich sicherlich den Aufstieg in die zweite Bundesliga als Ziel gesetzt haben", sagt Bjarnason. Einst kämpften beide zu Zweitligazeiten der HSG gemeinsam um Punkte und wechselten später die Seiten. Nicht dass der HSG-Coach keinen Ehrgeiz versprüht, die Erwartungen mussten in diesem Jahr deutlich tiefer gesteckt werden. "Wir sind trotz Heimspielrecht krasser Außenseiter, da brauchen wir uns nichts vorzumachen", sagt Bjarnason.
Jedoch hat gerade das Pokalspiel von Saarlouis in Urmitz gezeigt, dass es nicht ganz unmöglich ist, dem haushohen Favoriten etwas entgegenzusetzen. Bjarnason: "Wir müssen ganz einfach unsere Chancen nutzen und auf die Leistung der Vorwoche aufbauen. Warum sollen wir nicht auch mal für eine Überraschung gut sein."
So steht wahrscheinlich weniger das Ergebnis, umso mehr aber die Weiterentwicklung des Teams im Vordergrund. Die Mannschaft ist fit für die Herausforderung, ein guter Zuschauerzuspruch wäre sicherlich Balsam für die Seelen der gebeutelten HSG-Truppe.
Ob allerdings der ehemalige HSG-Spieler Christian Kühn seine Visitenkarte in Mülheim-Kärlich abgibt, ist noch unsicher. Denn im Auftaktspiel gegen VTZ Saarpfalz, das Saarlouis mit 37:25 deutlich gewinnen konnte, verletzte sich Kühn nach einem erzielten Tor an der Hand und musste frühzeitig ausgewechselt werden. (re)