TVG erwartet den zweiten Titelkandidaten in Folge
Regionalliga: Rack fordert gegen Saarlouis "großen Siegeswillen und taktische Disziplin"
GELNHAUSEN (ka). Zweites Heimspiel, zweite gewaltige Herausforderung für den Handball-Regionalligisten TV Gelnhausen: Denn mit der HG Saarlouis kommt am Samstag der zweite Titelaspirant in Folge in die Großsporthalle. "Qualität pur", braucht TVG-Coach Louis Rack nur zwei Worte, um den Opponenten zu taxieren. Die aktuelle Tabelle liefert einschlägiges Zahlenmaterial für diese Einschätzung: Drei Spiele, drei Siege, 111 erzielte Treffer. Nur ein Team steht bislang noch etwas besser da: die HSG Gensungen-Felsberg, die ein um zwei Treffer besseres Torverhältnis aufweist. Und eben jene HSG siegte vor knapp zwei Wochen in Gelnhausen mit 31:23, dem TVG war nach nur 40 Minuten die Puste ausgegangen. Das soll gegen Saarlouis nicht passieren. "Wir haben eine Chance", verspricht Rack, der auf Tagesform und Siegeswillen setzt. Und auf taktische Verbesserungen: "Die ersten Spiele haben einige Defizite aufgedeckt. Wir haben in dieser Woche intensiv an Verbesserungen gearbeitet und ich hoffe, das zahlt sich aus." Schließlich gab der erste Saisonsieg einen Schub. Der 32:29-Erfolg bei den Handballfreunden Untere Saar "war natürlich wichtig, er lässt uns jetzt befreiter arbeiten und spielen", verdeutlicht Rack.
Die Gefahrenpunkte beim Gegner zu identifizieren ist dem 49-Jährigen diesmal leicht gefallen: "Da droht Gefahr von allen Spielern auf allen Positionen", schnalzt Rack beim Überfliegen des Namensliste des HG-Kaders mit der Zunge. "Dieser Klub ist mit dieser Mannschaft, aber auch was das Management und Umfeld betrifft, bereits auf Zweitliga-Niveau", so das Urteil. In der Tat: Ein Schnitt von 1000 Zuschauern bei Heimspielen und regelmäßige TV-Präsenz sind eine Klasse für sich in der Regionalliga.
Drei Akteure stechen aus dem qualitativ hochwertigen Aufgebot dennoch heraus: Neuzugang Peter Vozar (einst für TuSpo Obernburg am Ball), Denker und Lenker Danjiel Grgic sowie Kanonier Sven-Malte Hoffmann. "Wir werden kämpfen müssen, bis zum umfallen und wir müssen taktisch besser sein als zuletzt", nennt Rack die Bedingungen, die einen Überraschungserfolg möglich machen könnten.
TVG: Camdzic, Zimmermann, Breidenbach; Indset, Deinet, Hubbert, Wacker, P. Jambor, M. Jambor, Schwaab, Nielsen, Trinczek, Pape, Ruhrmann, Bergmann.
