Nichts wird dem Zufall überlassen
gensungen. Nein, Detlef Kleinmann und Dragos Negovan, das Trainerduo des Handball-Regionalligisten HSG Gensungen/Felsberg, überlässt nichts dem Zufall. Auch beim TV Nieder-Olm nicht, der dem Tabellenführer nach vier Niederlagen in Folge eigentlich keine Angst einflößen dürfte. Am Samstag haben sie von 11 bis 12.30 Uhr in der Kreissporthalle ein Training angesetzt, um sich bereits danach zum Auswärtsspiel bei den Rheinhessen aufzumachen, das am Sonntag um 11 Uhr in der Halle der Wilhelm-Holzamer-Schule stattfindet.
Auf diese ungewöhnliche Anwurfzeit gilt es sich genauso einzustellen wie auf die Tatsache, dass in der Heimstätte des aktuellen Tabellenzwölften kein Harz erlaubt ist. Also haben Kleinmann/Negovan nach dem letzten Heimsieg mit Bällen ohne Haftmittel trainieren lassen. Dazu kommt das Videostudium des Gegners, um sich auf diesen taktisch einzustellen. Was der HSG nicht allzu schwer fallen dürfte, schließlich hat der Aufsteiger von 1999/2000 die gleiche Handball-Philosophie wie die Edertaler. Fungiert gar, wie TV-Trainer Kienast bekennt, als "Vorbild" für seine neuformierte Mannschaft.
Alles Anzeichen dafür, dass der Spitzenreiter seine Favoritenrolle annimmt, indem er den Gegner richtig ernst nimmt. "Wir werden die Motivation hochhalten", verspricht Detlef Kleinmann. Für Rückraumspieler Steffen Ober eine Charakterfrage: "Wir wissen, worum es geht und werden weiterhin alles dafür tun, ungeschlagen zu bleiben."
Dazu steht der HSG bis auf Carsten Göbel wohl der komplette Kader zur Verfügung, auch wenn hinter dem Einsatz von Christian-Codrin Gherhard (Fußprellung) und Benedikt Hütt (Fingerverletzung) noch ein kleines Fragezeichen steht.
Holger Kienast, der Nieder-Olm vor der Saison als Cheftrainer übernahm und dabei den Verlust von fünf Leistungsträgern zu beklagen hatte, hofft auf die Rückkehr der angeschlagenen Sven Schnell und Philipp Grundheber (beide Grippe) sowie Michael Kundel (Oberschenkelzerrung). Eine willkommene Entlastung, nachdem die Stammformation zuletzt fast 60 Minuten durchspielen musste und nach 45 regelmäßig einbrach. Aber auch daran werden Kleinmann und Negovan wohl gedacht haben.(ohm)
Quelle: www.hna.de
