Vorberichte TV Gelnhausen - SVH Kassel

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Vorberichte TV Gelnhausen - SVH Kassel

Beitragvon NordhessenPower » 16.01.2009, 20:40

Noch ein langer Weg
SVH Kassel setzt Trainingsarbeit noch nicht um, am Samstag nach Gelnhausen
Von Peter Fritschler

KASSEL. Die roten und blauen Hütchen auf einem Papierspielfeld hin- und hergeschoben, das hat Adalsteinn Eyjolfsson, Trainer des Handball-Regionalligisten SVH Kassel, in diesem Jahr schon oft. Der Isländer hat Abwehr- und Angriffsformationen demonstriert, Strukturen in das Spiel der Harleshäuser gebracht. Eyjolfsson war mit dem Training der Mannschaft im neuen Jahr zufrieden: "Es ziehen alle mit, alle setzen sich ein."
In der Abwehr hat der Coach versucht, noch mehr Schnelligkeit hinzubringen, und mehr Aufmerksamkeit. Nicht nur auf das eigene Spiel, sondern auch das des Nebenmannes. "Es muss noch mehr ausgeholfen werden," sagt der Trainer. "Jeder muss wissen, was passiert, wenn der Nebenspieler seine Chance eins gegen eins vertan hat. Jeder muss sich darüber klar sein, dass er dann helfen muss." Grundkonzept ist die 3:2:1-Deckung, "wenn Du die beherrschst, kannst Du bei Bedarf auch immer eine 6:0-Abwehr spielen". Dazu hat "Reynir" viel Wert auf das schnelle Lösen aus der Abwehr nach vorn gelegt.
Doch die roten und blauen Hütchen mussten auch für das Angriffsspiel herhalten. "Wir haben versucht, die Routine zu automatisieren, Konzepte und Strukturen einzubringen", so Eyjolfsson. Feste Spielzüge, feste Abläufe, gebundenes Spiel mit Auslösehandlungen. Mit Alexander Koke als verlängertem Trainerarm.
Sicher alles Dinge, die man schon vor der Saison einstudieren sollte? Diplomatisches Schweigen bei Eyjolfsson und Blick nach vorne. Jetzt müsse man das im Training Erarbeitete auch im Spiel umsetzen.
Bei der 28:32-Niederlage der SVH im Testspiel gegen den Zweitligisten Eisenach war allerdings davon nicht viel zu sehen. Die klare Linie fehlte im Angriff ebenso wie die Schnelligkeit. In der Abwehr schaffte man es einfach zu selten, die Aktionen des besten Eisenachers, Girts Lilienfelds, zu unterbrechen.
Eyolfsson enttäuscht
Dementsprechend enttäuscht war Eyjolfsson auch nach der Partie. "Auch wenn es natürlich in einem solchen Spiel um das Prestige geht, das Ergebnis war mir egal. Meine Mannschaft sollte zeigen, was wir dazu gelernt haben. Das hat sie aber nicht. Wir haben noch einen langen Weg und viel Arbeit vor uns"
Am Samstag steht nun das letzte Spiel der Hinrunde an, wenn die SVH Kassel am Samstag um 19.30 Uhr in der Realschulsporthalle am Hallenbad in Gelnhausen beim Tabellensiebten TV antritt. Für Adalsteinn Eyjolfsson ist klar: "Wir wollen dort zwei Punkte holen." Doch für den Isländer steht auch fest, das zwischen Wollen und Können manchmal eine Lücke klafft. "Wir dürfen Gelnhausen nicht unterschätzen, und wir müssen dort endlich zeigen, dass wir uns weiter entwickelt haben."

Quelle: http://www.hna.de/kssportstart/00_20090 ... r_Weg.html
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Beitragvon NordhessenPower » 16.01.2009, 20:45

Vor Camdzic habe ich größten Respekt
"Emotionales Ding": Nach knapp dreieinhalb Jahren kehrt Nico Greiner nach Gelnhausen zurück - im Trikot des SVH Kassel
von Frank Kaminski

GELNHAUSEN/KASSEL. Eigentlich hätte Nico Greiner lieber schlechte Erinnerungen an den TV Gelnhausen. Denn negative Emotionen können Kraft generieren. "Dann ist es einfach, sich zu motivieren", weiß der Kreisläufer, der am Samstag mit seinem neuen Klub SVH Kassel in die Großsporthalle kommt und unbedingt gewinnen möchte. Doch auch knapp dreieinhalb Jahre nach seinem letzten Spiel im Trikot der Barbarossastädter legt sich der mittlerweile 28-Jährige fest: "In Gelnhausen hatte ich mit die schönste Zeit meiner Karriere." Und diese Laufbahn hat es in sich. In der Jugend beim VFL Potsdam und dem SC Magdeburg, dann der erste Versuch in der 1. Liga bei der HSG Wetzlar, dann ein Intermezzio in Italien beim HC Prato und die anschließende Rückkehr nach Wetzlar. Es folgte 2002 der Wechsel zum TV Gelnhausen in die 2. Liga und 2005 der Sprung zum Erstligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke. Diese letzten drei Jahre in der Eliteliga hat Greiner genossen. Und sie haben ihn wachsen lassen, physisch und psychisch. "Es ist die stärkste Liga der Welt und ich war dabei." Breitschultrig deshalb auch das Selbstbewusstsein: "Es war wichtig für mich, nach meiner Bruchlandung in Wetzlar zu zeigen, dass ich es auf diesem Niveau kann. Und das habe ich getan." Das Gefühl, einem illustren Kreis anzugehören und durch das Medieninteresse auch öffentliche Person zu sein, hat ihn zwar gereizt - "denn der Fokus lag damals ganz auf sportlichem Erfolg und es war schon ein komisches Gefühl, wenn man die großen Stars im Fernsehen gesehen hat und wusste, dass man nächste Woche gegen sie spielt."
Dennoch wollte sich Greiner zugleich auch ein Stück Unabhängigkeit bewahren. "Ich wollte mich nie ganz auf Handball reduzieren lassen, das war mir wichtig". Deshalb hat er neben seiner Profikarriere auch sein BWL-Studium forciert. Und er hat sich regelmäßig ausgeklinkt - zusammen mit seiner Freundin Claudia Krieger: 2006 wanderten sie von München nach Venedig, 520 Kilometer über die Alpen in 28 Tagesmärschen. 2007 legten sie den Alpenweg von Meran nach Oberstdorf zurück und im vergangenen Jahr liefen sie von Zermatt nach Oberstdorf, quer durch die Schweiz in 32 Tagen. "Das sind echte Herausforderungen für mich. Und es ist eine Art von Einsamkeit, die lehrt, sich materiell auf ein Minimum zu beschränken. Eine wertvolle Erfahrung." Und es hat auch den Blick für das Wesentliche geschärft, besonders in der schnelllebigen und mitunter oberflächlichen Welt der 1. Liga. Nach seiner wichtigsten Erfahrung dieser drei Jahre befragt, sagt er: "Hinter jedem Image steht eine Tatsache: Es sind immer alles nur Menschen."
Dass er sich vor wenigen Monaten dem SVH Kassel angeschlossen hat, kurz nach dem er seine Handball-Karriere offiziell für zunächst beendet erklärt hatte, begründet Greiner mit beruflichen Perspektiven. "Der Beruf steht jetzt an erster Stelle. Und ich hatte ein erstklassiges Angebot - das habe ich angenommen." Als Personalreferent arbeitet der Torgarant tagsüber nun für den Hauptsponsor des SVH Kassel, als Kreisläufer steht er abends im Training auf dem Parkett. Eine Kombination, die ihm immer besser gefällt: "Der Spaß am Handball kommt wieder zurück bei mir, es war also die richtige Entscheidung". Zumal sein neuer Klub auch ambitionierte Ziele hat: Eigentlich sollte in dieser Saison der Durchmarsch in die 2. Liga gelingen. "Man hat aber erkennen müssen, dass es in der Regionalliga auch andere Klubs gibt, die finanziell eine Menge bewegen. Aber wir nähern uns mittlerweile unseren Ansprüchen an. Wir wollen und werden professioneller werden", verspricht Greiner.
Fest eingeplant sind am Samstag deshalb zwei Punkte. "Wir sind Favorit", sagt Greiner, aber er traut seinem Ex-Klub einiges zu. "Viel wird von der Einstellung an diesem Tag abhängen", lautet die Einschätzung des Mannes, der den Weg des TVG seit seinem Abschied 2005 immer mitverfolgt hat. "Der Kontakt ist nie abgerissen, das Interesse war immer da." Den Abstieg aus der 2. Liga erlebte er aus der Ferne, "aber es hat mir dennoch weh getan." Vor einigen Wochen hatte er seinen alten Klub endlich wieder einmal vor Augen: Im Rahmen einer Spielvorbereitung als Videoaufzeichnung "Es war schon kurios, die alten Kollegen wieder einmal zu sehen. Aber viele Spieler kenne ich gar nicht mehr." Einen aber hat er nicht vergessen: Torwart-Routinier Jasmin Camdzic. "Vor ihm habe ich am meisten Respekt. Er kennt mich zwar aus dem Eff-Eff, aber ich glaube, ich lege ihm am Samstag trotzdem ein Ei ins Nest", grinst Greiner.
Und eine Rückkehr ins Trikot des TVG? Ist das irgendwann noch einmal denkbar? "Man sollte niemals nie sagen. Die Sympathien für den Klub sind jedenfalls groß". Und die Strecke von Heuchelheim, wo er seit neun Jahren wohnt, bis nach Gelnhausen, kennt er ebenfalls ziemlich gut.

Quelle: http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/six ... _dpa=sport
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Beitragvon NordhessenPower » 16.01.2009, 20:48

Teamgeist und clevere Taktik
Regionalliga: TVG vor Herkulesaufgabe - Einsatz von Deinet fraglich, Peter Jambor vor Comeback

Samstag, 19.30 Uhr: TV Gelnhausen - SVH Kassel

GELNHAUSEN (ka). Drei Punkte trennen den TV Gelnhausen und den SVH Kassel in der Handball-Regionalliga Südwest - und doch auch Welten. Denn während sich die Barbarossastädter nach ihrem Zweitliga-Abstieg 2007 in der dritthöchsten Spielklasse auf Position fünf bis sieben einzupendeln scheinen, soll für den Aufsteiger aus Nordhessen die Regionalliga nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben sein. Am liebsten wäre der Klub, beflügelt vom üppigen Sponsorengeld eines großen Versicherungsmaklers, bereits in dieser Saison in Liga 2 durchmarschiert. Aber vier Niederlagen haben wohl einen Strich durch diese kühne Erfolgsrechnung gemacht, zumal Gensungen-Felsberg mit 28:0 Punkten die eindrucksvolle Basis für einen direkten Wiederaufstieg gelegt hat.
"Man hat die Liga unterschätzt", glaubt Nico Greiner. Mit dem Kreisläufer, der in den vergangenen drei Jahren in der 1. Liga (Nettelstedt-Lübbecke) am Ball hat sich der SVH Kassel in der laufenden Runde verstärkt, zudem den Trainer bereits ausgetauscht. Ergebnis: Seit dem 1. November verbuchte Kassel 13:1 Punkte. "Ganz klar: Das ist eine bärenstarke Truppe und der Favorit morgen", sagt TVG-Trainer Louis Rack. Zugleich will der frühere Nationalspieler den Giganten aber nur allzugerne zum stolpern bringen - "wir wollen natürlich irgendwie bestehen und die Punkte hier behalten." Eine Herkulesaufgabe, die sich der Trainer aber durchaus zutraut, der jüngsten Hiobsbotschaften zum Trotz: Rückraummann Fabian Eurich (Mittelhandbruch) fällt aus, der Einsatz von Kapitän Philip Deinet (Bauch-OP) ist fraglich. Dafür steht Peter Jambor nach langer Pause vor seinem Comeback. "Wir müssen die Klasse des Gegners und unsere Ausfälle mit Teamgeist und dem Feuer des Publikums kompensieren", setzt Rack auf klassische Kampftugenden - aber auch auf eine clevere Taktik. "Wir werden uns auf alle Fälle etwas einfallen lassen und gegebenenfalls auch nachbessern: Mal schauen, wie sich das Spiel entwickelt und wie wir dann reagieren."
Dass der Neuling mit den großen Ambitionen und dem nötigen Kleingeld schlagbar ist, haben Pohlheim (35:32), Haßloch (34:23), Gensungen-Felsberg (31:27) und Saarlouis (38:32) bewiesen. "Aber mittlerweile hat Kassel nachgerüstet und das Team ist jetzt deutlich besser eingespielt", hält Rack diese Ergebnisse nicht mehr ohne weiteres für wiederholbar. Immerhin konnte der TV Hochdorf im letzten Spiel des Jahres 2008 in Kassel punkten (23:23), am Mittwoch ging ein Testspiel gegen den Zweitligisten ThSV Eisenach 28:32 verloren, wobei der Klub Shooter Matthias Aschenbroich (Zerrung) schonte. "Nur wenn alles passt und klappt, haben wir eine Chance", will Rack diese beiden Ergebnisse in Bezug auf das Duell am Samstag nicht überbewerten.
TVG: Camdzic, Breidenbach; Indset, Deinet (?), Wacker, Hubbert, Stallmann, Trinczek, Peter Jambor, Matthias Jambor, Nielsen, Schwaab, Pape, Guardabasso.

Quelle: http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/six ... _dpa=sport
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