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NordhessenPower Oberliga
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Verfasst am: 27.12.2008, 14:22 Titel: Zwischenbilanz zur Winterpause bzw. Hinrundenende |
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Die "Mannschaft des Jahres"
Gensungen/Felsberg dominiert die Handball-Regionalliga - Wiederaufstieg realistisch
Von Ralf Ohm
Gensungen. Wenn denn in Nordhessen die "Mannschaft des Jahres 2009" gekürt würde, wäre die HSG Gensungen/Felsberg wohl der heißeste Anwärter auf diesen Titel. Denn wann ist schon mal ein Team mit 28:0-Punkten durch die Vorrunde der Handball-Regionalliga gestürmt?
Denn wann ist schon mal ein Team mit 28:0-Punkten durch die Vorrunde der Handball-Regionalliga gestürmt? Und das sogar als Absteiger aus der 2. Liga, der vor seiner neuen Aufgabe richtig Bammel hatte. "Erst mal nach unten absichern", gab Rückraumspieler Carsten Göbel vor der Saison als recht bescheidenes Ziel aus. Eben weil die Südwest-Staffel für die Edertaler absolutes Neuland war, was sich für ehemalige Zweitligisten wie beispielsweise den TV Gelnhausen schon mal als heißes Pflaster entpuppt hatte.
Doch die Furcht war unbegründet. Die Angst etwa, nach dem nicht gerade ruhmreichen Abschied aus der 2. Liga Süd nach unten durchgereicht zu werden. Stattdessen stellten die Gensunger den Schalter um, dominierten die Liga nach Belieben und sind bereits einen Spieltag vor Saisonhalbzeit kaum mehr vom Aufstiegsrang zu verdrängen. Denn der größte Konkurrent, die Startruppe der SVH Kassel, ist schon neun Punkte zurück.
"Väter" des sich abzeichnenden Durchmarsches sind Detlef Kleinmann und Dragos Negovan, die als Trainerduo hervorragend harmonieren. Der eine (Kleinmann) stellt Abwehr und Torwarte ein, der andere (Negovan) feilt am Angriff. Herausgekommen ist ein Tempohandball, der attraktiv und effektiv ist. "Gensungen ist die alles überragende Mannschaft der Liga", sagt Kirchzells Trainer Gottfried Kunz stellvertretend für seine Kollegen. Und wenn es einer wie Groß-Umstadts Teammanger Michael Blechschmidt doch mal wagte, der HSG (vor eigenem Publikum) einen "heißen Tanz" anzukündigen, reagierte der Überflieger noch souveräner.
Denn: Kleinmann/Negovan haben es geschafft, die Balance zwischen Spielfreude und Siegeswillen herzustellen, so dass Bruder Leichtfuß bisher keinen Stich bekam. "Wir denken von Spiel zu Spiel und nehmen jeden Gegner ernst", beschreibt Dragos Negovan das Erfolgsrezept.
Der frischgebackene B-Schein-Inhaber greift dabei selbst nur noch sporadisch ein, um, wenn nötig, kleine Kurskorrekturen vorzunehmen. Ansonsten darf auf Rechtsaußen Jan-Hendrik Walter ran, der endlich seinen Durchbruch bei der HSG geschafft hat. Ebenfalls spät, aber gewaltig angekommen: Linkshänder Steffen Ober. Der Rest demonstrierte eindrucksvoll, dass er weit besser Handballspielen kann, als in der letzten "Saison der Leiden" gezeigt hatte.
Auch das spricht eindeutig für die beiden Trainer, die vor der Saison keineswegs die Wunschlösung des Vereins waren. Und erst nach diversen Absagen zum Zug kamen, sich aber aus Verbundenheit zur HSG keineswegs zu schade waren, einzuspringen.
So effektvoll, dass der Wiederaufstieg eine realistische Option ist und dem Club Planungssicherheit gibt. Die dieser nutzen will, auch wenn sich die Führungsetage beim Thema Aufstieg verständlicherweise noch bedeckt hält. "Wir müssen eine Menge Hausaufgaben erledigen", sagt Markus Hütt im Hinblick auf eine Rückkehr in die 2. Liga. Dabei gelte es, so der Sportliche Leiter der HSG, die wirtschaftliche Basis (auf ca. 320000 Euro) zu verbreitern wie auch die Mannschaft, obwohl einige Spieler ihr Entwicklungspotential noch nicht ausgereizt haben, gezielt zu verstärken.
Hier drängt sich eine Zusammenarbeit mit der MT Melsungen geradezu auf. Der Bundesligist hat sich seit der laufenden Saison der Förderung junger, deutscher Spieler verschrieben, die eine Klasse tiefer beim Nachbarn per Zweitspielrecht wertvolle Spielpraxis sammeln könnten. Markus Hütt, einst selbst in MT-Diensten, will noch im Januar einen Vorstoß für eine solche Kooperation machen. Seine sportlichen Argumente sind hervorragend.
Quelle: http://www.hna.de/sesportstart/00_20081226192539_Die_quotMannschaft_des_Jahresquot.html
Zuletzt bearbeitet von NordhessenPower am 18.01.2009, 20:03, insgesamt einmal bearbeitet |
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NordhessenPower Oberliga
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Verfasst am: 18.01.2009, 20:00 Titel: TV Gelnhausen |
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Meinung
Das war oft zu knapp!
Wir müssen unser Potenzial besser ausschöpfen
Eines kann man nach dieser Vorrunde definitiv festhalten: Spannung ist garantiert. Kaum ein Spiel, das so deutlich wie das letzte gegen Pohlheim (mit 7 Toren gewonnen) ausgegangen ist. Fast immer war es bis zur letzten Minute knapp. Einige behaupten: "zu knapp"! Dazu gehöre ich auch!
Nach der letzten Saison, die mit einer verkorksten Hinrunde begonnen und mit einer tollen Rückrunde auf Platz fünf geendet hatte, starteten wir Mitte Juni unsere erste Vorbereitungsphase. Mit nur wenigen Testspielen war diese fast komplett auf unser eigenes Training ausgelegt, in dem wir unser Spiel kontinuierlich verbessern wollten. Auf einem guten Weg wurden wir jedoch wieder ausgebremst, Marc Stallmann musste erneut gegen Borreliose behandelt werden und ich zog mir im Abschlusstraining dieser Vorbereitungsphase einen Muskelfaserriss im Bauch zu. Eine Woche vor Saisonbeginn wurde dann bei mir noch ein Bauchnabelbruch diagnostiziert. Nach Absprache mit den Ärzten und den Trainern bekam ich einen Spezialgürtel, der es möglich machte, dass ich zumindest einigermaßen mit meinen Teamkollegen mithalten konnte, und wir verabredeten, dass ich bis Weihnachten so spiele und erst dann die nötige Operation durchführen lasse. Mit weiteren Ausfällen durch Krankheiten oder kleineren Verletzungen absolvierten wir die zweite Vorbereitungsphase, die dementsprechend sehr holprig ablief.
Denkbar schlecht begann dann auch diese Saison. Beim abgezockten Aufsteiger Bad Blankenburg mussten wir unserer katastrophalen Vorbereitung Tribut zollen und verloren. In den ersten fünf Spielen schafften wir gerade mal einen Sieg gegen die Untere Saar (ebenfalls Aufsteiger). Dabei war der negative Höhepunkt das verlorene Spiel in Kirchzell wo wir mit zwei Toren gegen eine Kirchzeller Mannschaft verloren, die es uns so einfach wie noch nie gemacht hatte. Erst danach fingen wir uns und legten eine Serie von fünf Siegen hin, die an die tolle Rückrunde im letzten Jahr erinnern ließ. Besonders gefeiert wurde darunter der, mal wieder, knappe Heimsieg gegen Groß-Umstadt und den Ex-Gelnhäuser Tom Grunwaldt. Darauf folgten wieder zwei unnötige Niederlagen in Hochdorf und daheim gegen Budenheim, bevor wir mit dem endlich mal deutlichen Sieg gegen Pohlheim in die Winterpause gingen.
Wenn man diese Hinrunde betrachtet, muss man sagen, dass wir jeden schlagen, aber leider auch noch von jedem geschlagen werden können. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, konstant zu werden, über 60 Minuten effizient im Angriff zu spielen und stabil in der Abwehr zu stehen. Unser Anspruch kann es nicht sein, im Mittelfeld der Regionalliga von Spiel zu Spiel zu denken, sondern wir müssen mit unserer Mannschaft schnell eine Ebene erreichen, auf der wir unser selbstgestecktes Ziel Aufstieg auch umsetzten können! Das Potential ist nach wie vor da, wir müssen es nur ausschöpfen. Mit diesem Vorhaben gehen wir in die Rückrunde und wollen unseren Zuschauern wieder erfolgreichen und spannenden Handball bieten. Wenn es nach mir gehen würde, ruhig etwas weniger spannend und etwas mehr erfolgreich.
Quelle: http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/sixcms/detail.php?id=4596232&template=d_artikel_import&_adtag=sports&_zeitungstitel=1133845&_dpa=sport |
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NordhessenPower Oberliga
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Verfasst am: 18.01.2009, 20:23 Titel: TV Gelnhausen |
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Reine Nervensache: "Be cool! Wer zittert, verliert"
Zwischenbilanz: Ein Gespräch mit TVG-Trainer Louis Rack und Uwe Sommerfeld
Frank Kaminski
GELNHAUSEN. Zitternde Finger um zwei Uhr morgens, nervenstarke Antworten per Email und die aufwändige Suche nach Neuzugängen: Der erste Teil der Regionalliga-Saison 2008/09 hat Louis Rack und Uwe Sommerfeld vom TV Gelnhausen in vielerlei Hinsicht bewegt und in Atem gehalten. Vor dem heutigen Start in die Restrunde zieht das Trainerteam im GT-Interview Zwischenbilanz. GT: Im Vergleich zur Vorsaison: War die aktuelle Runde bisher der angestrebte Schritt nach vorn in der Entwicklung des Teams?Louis Rack: "In einzelnen Teilen schon: die jungen Spieler haben sich beispielsweise gut integriert. Allerdings sind wir nicht da, wo wir gerne wären. Dafür hatten wir einfach zu viele Lücken zu stopfen durch das nicht abreißende Verletzungspech."
Uwe Sommerfeld: "Was sichtbar und spürbar ist: Wir sind als Team weiter zusammengewachsen. Das gefällt mir."
Im Detail bitte: Was war gut? Was war schlecht?Rack: "Gut war, dass wir nach dem schweren Saisonauftakt wieder schnell in die Spur gefunden haben. Dabei hat es sich ausgezahlt, dass wir ein klares Spielsystem haben: Unsere Konzeptionen haben uns in schwierigen Phasen gestützt und Orientierung gegeben. Schlecht waren die immer wieder auftretenden personellen Engpässe im Spiel und im Training."
Sommerfeld: "Positiv war, dass wir unsere Punkte geholt haben - trotz der personellen Lage. Gut war auch, dass es ab einem gewissen Punkt in der Saison möglich war, Spieler auf anderen Positionen als auf ihrer Stammposition einzusetzen und dadurch Ausfälle gut zu kompensieren - das wäre im vergangenen Jahr undenkbar gewesen. Schlecht waren unser Spiel in Kirchzell und unsere Heimniederlage gegen Budenheim."
Gab es nach der verkorksten Saisonvorbereitung und dem Saisonstart Bedenken, dass die aktuelle Runde völlig missglücken könnte?Sommerfeld: "Es hat sich herausgestellt, dass Louis viel bessere Nerven hat als ich. Ich bin derjenige, der nachts um 2 Uhr mit zitternden Fingern die Tasten sucht, um meine Befürchtungen in Form einer Mail mitzuteilen. Aber am nächsten morgen habe ich dann eine Mail in der steht: Be cool! Wer zittert, verliert."
Rack: "Ich habe absolutes Vertrauen in die Mannschaft. Und ich weiß, dass wir hier einen sehr guten Job machen. Ich glaube an unsere Mannschaft, an unser System und an unsere Taktik. Und wir sind in der Lage, taktische Überlegungen mit gutem Effekt auf dem Platz umzusetzen."
Auch in der Abwehr? Die Gegentrefferzahl ist sehr hoch. Zu hoch?Sommerfeld: "Anders als in der Vorsaison haben wir diesmal teilweise sehr offen decken müssen, um den Gegner zu stellen und empfindlich zu treffen. Bei dieser Variante gibt es deutlich mehr Gegentreffer als bei einer 6:0-Deckung. Unter dem Strich ist der Tabellenplatz wichtig und da sind wir auf einem guten Weg."
Rack: "Entscheidend ist aber auch, dass wir im Angriff wesentlich mehr Tore werfen, als in der vergangenen Saison. Tatsache ist: Wir sind immer in der Lage, Tore zu machen und das ist eine große Qualität. Es stimmt aber, dass wir phasenweise zu unkonzentriert in der Abwehr sind - das ist der offensiven Ausrichtung geschuldet. Aber damit kann ich leben, denn der Tabellenstand ist okay."
Stichwort Spielkultur: Die wollen Sie verbessern, das ist bereits vor anderthalb Jahren bei Amtsantritt ein wichtiges Anliegen gewesen. Wie fällt da Ihre Zwischenbilanz aus?Rack: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir geraten immer noch in Situationen, in denen man von Außen reinrufen und mehr Spielfluss einfordern muss. Aber die Idee einer Spielkultur manifestiert sich in den Köpfen der einzelnen Spieler immer deutlicher.
Zum Kader gehören eine ganze Reihe talentierter Eigengewächse. Sind Sie mit deren Entwicklung zufrieden?Rack: "Im Großen und Ganzen kann man zufrieden sein. Aber ich stelle im taktischen Bereich noch Defizite fest. Da müssen wir in der Ausbildung noch früher ansetzen."
Sommerfeld: "Mir fehlt mitunter das Feuer, die Leidenschaft. Die Jungs haben die einmalige Chance, Regionalliga zu spielen - ob Sie diese Chance bei anderen Klubs hätten, ist nicht gewiss. Und da will ich einfach öfter das Weiße und Rote in den Augen sehen: Die Emotion, der absolute Kampfeswille. Mir ist da oft zu wenig Gefühl dahinter, aber das erwarte ich in so einer Situation."
"Womit ich noch nicht zufrieden bin ist unser Tempospiel nach vorne. Wir müssen unser Handlungsschnelligkeit und unsere Passgeschwindigkeit deutlich steigern"Louis Rack
Rack: "Das stimmt. Handball ist ein Kampfspiel, aber einige sind mir viel zu easy-going, zu brav. Aber wenn man etwas erreichen will, muss man auch Emotionalität zeigen."
Sommerfeld: "Ich will es mit einem Vergleich aus der Musik verdeutlichen: Ein Sänger, der gut aber immer nur laut singt, den kann man dazu bringen, auch ab und zu etwas leiser zu sein und dadurch richtig gut zu werden. Aber einer, der immer zu leise ist, aus dem wird nie ein guter Tenor."
Was bedeutet das für die Handballschule Gelnhausen? Bitte eine kritische Einschätzung: Wird genügend Qualität im eigenen Haus produziert, um hochklassigen Handball zu spielen und womöglich auf teure Verpflichtungen verzichten zu können?Rack: "Das gibt es in keinem Verein der Welt. Wer das glaubt, ist blauäugig."
Was ist ein realistisches Ziel für die Restrunde?Rack: "Platz fünf bis sieben ist ein realistisches Ziel - und damit liegen wir voll im Plan."
Was sind die wichtigsten spieltaktischen Vorgaben für die zweite Saisonhälfte?Rack: "Ganz klar: Womit ich noch nicht zufrieden bin ist unser Tempospiel nach vorne. Wir müssen unser Handlungsschnelligkeit und unsere Passgeschwindigkeit deutlich steigern."
Die 3. Liga soll kommen. Ist der TVG dafür gerüstet?Rack: "Im Prinzip ja. Wir trainieren auf diesem Niveau und wir könnten mit diesem Team auch in der 3. Liga bestehen. Und auch der Klub muss sich keine Gedanken machen: Der TVG hat immerhin zehn Jahre Zweitliga-Erfahrung."
Und was ist mit dem Fernziel 2. Liga? Inwieweit sind dafür in den vergangenen anderthalb Jahren Basisarbeiten verrichten worden?Sommerfeld: "Für meinen Geschmack dauern da viele Dinge zu lange. Mit dem aktuellen Potenzial kommen wir meiner Meinung nach nicht in die Aufstiegszone, dafür bräuchten wir noch zwei bis drei ganz starke Spieler."
Rack: "Na ja. Für mich wäre es spannend zu sehen, wie wir abschneiden würden, wenn wir komplett und topfit eine Runde durchspielen würden. Wir haben durchaus Klassespieler und mit unserer Truppe sind wir nicht so weit weg von den Spitzenteams. Es stimmt aber auch, dass wenn wir über einen vernünftigen finanziellen Rahmen verfügen würden, wir schon ein ganzes Stück weiter wären."
Ein Gedankenspiel: Das Management gibt grünes Licht für die Verpflichtung eines Wunschspielers. Wer wäre das?Rack: "Ich bin gerade im Gespräch mit zwei Spielern, die uns ein gutes Stück voranbringen würden. Selbst wenn nur einer der beiden zu uns kommen würde, wäre das ein großer Fortschritt. Zudem sind wir mit einem weiteren Spieler kurz vor einer Unterschrift, Namen kann ich natürlich noch nicht nennen."
Sommerfeld: "So einer wie Marlon Schwarz vom Zweitligisten Wallau würde mir für den rechten Rückraum gut gefallen."
Ihr Engagement war zunächst auf zwei Jahre ausgelegt. Zeichnet sich mittlerweile eine Vertragsverlängerung ab?Rack: "Es hat ein erstes Gespräch gegeben und dabei hat der Verein nicht gesagt, dass er uns nicht mehr will. Das war schon mal positiv. Aber auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen und das schauen wir uns jetzt genau an."
Worauf achten Sie dabei am meisten?Rack: Es gibt einige Dinge, die noch besprochen und verändert werden müssen. Zudem muss man auch klar sehen, dass die Unterstützung aus dem Umfeld immer noch stark zu wünschen übrig lässt. Das ist auch für mich persönlich enttäuschend und man muss klipp und klar sehen, dass ohne Hagen Mootz und sein gigantisches Engagement gar nichts gehen würde."
Gibt es auch andere Optionen für Sie?Rack: Es stimmt natürlich, dass es auch einige andere interessante Dinge gibt. Aber wir haben hier in Gelnhausen erst ein Teilziel erreicht."
Sommerfeld: "Wir haben eine Arbeit begonnen, die wir fortsetzen wollen. Wir haben jetzt einen Stand erreicht, um nun schauen zu können, wohin die Reise gehen könnte."
Quelle: http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/sixcms/detail.php?id=4596234&template=d_artikel_import&_adtag=sports&_zeitungstitel=1133845&_dpa=sport |
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Verfasst am: 23.01.2009, 10:07 Titel: TV Hocjdorf - Interview Christian Deller |
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Interview
„Solche Pläne sind für uns absurd"
Handball-Regionalligist TV Hochdorf ist die Überraschung in der pfälzischen Handball-Szene. Dabei musste der Verein den Abgang von Trainer Eyub Erden verkraften. TVH-Vorsitzender Christian Deller spricht über einen Nachfolger, die Ziele und die mangelnde Zuschauerresonanz.
Derzeit steht die Mannschaft mit einem Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten HG Saarlouis auf dem dritten Platz. Gibt es jetzt Pläne in Richtung Aufstieg in die Zweite Liga?
Deller: Solche Pläne sind für uns absurd und unrealistisch. Es ist sensationell, wie sich die Mannschaft entwickelt hat, aber wir bleiben auf dem Boden der Tatsachen. Die Zweite Liga ist für uns aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten kein Thema. Darauf sind wir nicht vorbereitet.
Welche sportlichen Ziele verfolgt der Verein also in der Zukunft?
Ab der Saison 2010/2011 wird sich die Zahl der Regionalligen auf vier reduzieren. Wir wollen uns kommende Spielrunde dafür qualifizieren. Diese Aufgabe ist schwer genug.
Aber die Mannschaft spielt gut und hat die Erwartungen übertroffen.
Absolut. Nach der Integration von neun Zugängen war diese Entwicklung nicht zu erwarten. Unser Ziel bleibt eine Platzierung unter den ersten sechs. Wichtig ist, dass die Zugänge schnell ins Team gefunden haben. Wir hatten auch etwas Glück dabei.
Am Samstag gastiert der Aufsteiger HSV Bad Blankenburg in Hochdorf. Was erwarten Sie vom Team?
Die Mannschaft will die Serie der Heimspiele ohne Niederlagen in dieser Saison fortsetzen und den Zuschauern attraktiven Handball bieten. Bad Blankenburg hat zuletzt zwei Zweitliga-Spieler verpflichtet. Ein Sieg sollte aber Pflicht sein.
Nach dem Abgang von Eyub Erden fehlt nun ein Trainer. Bis wann soll die Personalie geklärt sein?
Eyub Erden hat gute Arbeit in Hochdorf geleistet. Unser Blick geht nun in die Zukunft. Da haben wir Verantwortlichen im Verein um Abteilungsleiter Peter Magin einen guten Job gemacht. Das ist auch der Grund, weshalb wir uns in der Trainerfrage nicht unter Zeitdruck setzen lassen.
Also könnten Markus Julier und Christian Job diese Aufgabe weiterführen?
Das ist richtig. In Absprache mit beiden haben wir bis auf weiteres die Verträge verlängert. Gute Trainer sind in anderen Vereinen tätig und diese aus den laufenden Verträgen herauszuholen, ist nicht unsere Strategie. Deshalb machen wir mit Markus Julier und Christian Job bis zum Saisonende weiter.
Gibt es Kontakte zu Kandidaten?
Es gibt einen Wunschkandidaten, den wir gerne verpflichten würden. Ich hoffe, er sagt uns bald zu.
Auch mit Blick auf die künftige Personalplanung für die nächste Saison?
Ganz klar. Wir wollen die Mannschaft in dieser Konstellation halten. Das heißt nicht, dass wir den einen oder anderen Spieler abgeben oder verpflichten. Darüber werden wir mit dem neuen Trainer sprechen. Einen Umbruch wie vor dieser Saison wollen wir diesmal vermeiden, denn ich glaube, dass wir mit einer eingespielten Mannschaft in der kommende Runde erfolgreicher sein können.
Warum kommen so wenige Zuschauer zu den Spielen trotz des Erfolges?
Darüber bin ich sehr enttäuscht. Wir sind der kleinste Verein in der Regionalliga und spielen oben mit. Da stelle ich mir zwangsläufig die Frage, ob die Hochdorfer überhaupt mitbekommen haben, dass ihre Handballer in der dritthöchsten Spielklasse oben mitmischen.
Die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren ist nicht so konsequent fortgeführt worden. Warum?
Darüber lässt sich diskutieren. Aber das bringt uns nicht weiter. Die Jugendabteilung macht mit ihren vielen Trainern und Betreuern eine gute Nachwuchsarbeit. Mittel- bis langfristig wird der ein oder andere Nachwuchsspieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen.
Das Gespräch führte Jochen Willner
Quelle: http://www.tv-hochdorf.com/ |
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